Nächstes Spiel am 23.10.2021 im Notre Dame Stadium gegen USC

Beiträge 2021

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(09.10.2021) 

Mit einem glücklichen 32-29 Sieg gegen die Virginia Tech Hokies im Gepäck konnten die Irish gestern Nacht ihre Heimreise antreten. Es war kein Spiel für schwache Nerven. Und kurz vor Schluss sah Virginia Tech schon wie der sichere Sieger aus - genau wie vor zwei Jahren im Notre Dame Stadium. Sie führten mit acht Punkten Vorsprung bei zweieinhalb Minuten verbleibender Spielzeit.

Aber hier soll der Reihe nach berichtet werden.

Die Irish waren, wie eigentlich in allen Spielen der letzten Jahre, als erstes Team in Ballbesitz. Besonders interessant war, welcher Quarterback die Mannschaft aufs Feld führt. Denn zu diesem Thema gab es in der vergangenen Woche hitzige Diskussionen unter den Fans. Head Coach Brian Kelly erklärte auf einer Pressekonferenz Mitte letzter Woche, dass er weiß, wer sein Starting Quarterback sein wird. Nur versäumte er es, den Namen zu nennen. Nun, es war Jack Coan, der den Irish zum Sieg im Hexenkessel Lane Stadium verhelfen sollte.

Meiner Meinung ist er nicht der richtige Spielmacher hinter einer im Neuaufbau befindlichen Offensive Line. Im vergangenen Jahr wäre er die Idealbesetzung gewesen. Aktuell ist ein Quarterback gefragt, der mobil ist und auch mal selbst ein First Down erlaufen kann.

Und so war der Start des Spiel für mich keine Überraschung. Ein Lauf von Jack Coan brachte 1 Yard Raumgewinn. Und beim dritten Versuch und 9 wurde er von der starken Defense der Platzherren gesackt.

Es folgte also der erste Auftritt der Hokies Offense. Und die traf auf eine Irish Defense, die nicht ihren besten Tag erwischt hatte. Etliche verpasste Tackles hielten die Hokies im Spiel. Und so endete diese erste Angriffsserie in der Endzone der Goldhelme.

Weitere Punkte gab es im ersten Viertel nicht zu notieren. Das sollte sich aber nach dem ersten Seitenwechsel ändern. Die Offense der Irish war weiterhin chancenlos gegen Virginia Techs Defense. Und auf der anderen Seite erhöhten die Platzherren Mitte des zweiten Viertels mittels Fieldgoal auf 10-0.

Als die Offense der Goldhelme wieder das Feld betrat, blieb Jack Coan an der Seitenlinie. Stattdessen sollte Tyler Buchner die Mannschaft jetzt anführen. Entweder war das von Beginn an der Plan des Trainerstabs, oder der hatte eingesehen, dass mit Jack Coan in diesem Spiel - zumindest zu diesem Zeitpunkt - kein Blumentopf zu gewinnen war.

Mit Tyler Buchner kam sofort frischer Wind in die Aktionen der Offense. Allein seine Fähigkeit, selbst mit dem Ball zu gehen, ließ die gegnerische Defense vorsichtiger agieren. Und der Plan schien aufzugehen. Denn knapp sieben Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit führte Buchner seine Mannschaft zum ersten Touchdown. Letztlich war er es höchstpersönlich, der den Ball über die noch fehlenden 3 Yards in die Endzone trug.

Die Goldhelme waren urplötzlich im Spiel, und sie setzten nach. Noch im zweiten Viertel, zu spielen waren noch 32 Sekunden, fand Buchner seinen Runningback Kyren Williams mit einem 8 Yards Pass in der Endzone.

Dass die Hokies dann in den verbleibenden Sekunden noch in der Lage waren, mit einem Fieldgoal Punkte auf die Anzeigetafel zu bringen, zeigte: Die Defense der Irish konnte nicht an die zuletzt starken Spiele anknüpfen.

Wie dem auch sei, bei Halbzeit führte Notre Dame mit 14-13. Die Führung wechselte jedoch wieder Mitte des dritten Viertels, als die Hokies ein Fieldgoal erzielten und damit eine 2 Punkte Führung erzielten.

Die Irish antworteten mit ihrem dritten Touchdown der Partie. Erneut war es Kyren Williams, einmal mehr einer der Besten im Irish Trikot, der diesmal mit einem 10 Yards Lauf weitere Punkte für seine Mannschaft auf die Anzeigetafel brachte.

Erneut hatte also die Führung gewechselt. Und es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein. Denn kurz vor dem Ende des dritten Viertels leistete sich Tyler Buchner eine folgenschwere Interception. Der Ball wurde auf direktem Weg in die Endzone befördert und brachte Virginia Tech mit 22-21 erneut in Führung. Der Versuch einer Two-Point Conversion ging jedoch schief. Linebacker Bo Bauer konnte den Pass des Hokies Quarterback in der Endzone abfangen.

Unmittelbar danach wurden dann zum letzten Mal die Seiten gewechselt. Das Spiel stand jetzt auf des Messers Schneide. Die Defense der Gastgeber hatte sich inzwischen auf Tyler Buchner eingestellt, der zunehmend Probleme bekam, die Offense in Richtung Endzone zu führen. Dazu kam, dass er sich bei einer Aktion verletzte. Es sah aus, als wäre er mit dem Fuß umgeknickt.

Die Sorgenfalten bei Head Coach Brian Kelly vertieften sich. Aber zuerst musste er mit ansehen, wie die Hokies eine weitere Angriffsserie erfolgreich abschließen konnten. Ihr dritter Touchdown brachte sie dreidreiviertel Minuten vor dem Ende mit acht Punkten in Führung.

Wenig deutete jetzt noch darauf hin, dass den Irish die Wende gelingen sollte. Die waren zudem gezwungen, erneut den Quarterback zu wechseln. Und zur Überraschung aller war es Jack Coan, der die Wende zum Guten bewerkstelligen sollte. Eine weitere Überraschung war, dass die Defense der Hokies, die zu Beginn des Spiels mit ihrer Aggressivität gegen den Stamm Spielmacher erfolgreich war, jetzt wesentlich zurückhaltender auftrat. Möglich, dass einfach die Kraft fehlte.

Wie dem auch sei, Coan hatte jetzt die Zeit die er brauchte, um seine Pässe an den Mann zu bringen. Und genau das tat er. Auf Höhe der eigenen 25 Yard Linie gestartet führte er seine Mannschaft mit tollen Pässen in anderthalb Minuten bis in die Endzone. Den Touchdown Pass zum Anschluss schaffte Wide Receiver Avery Davis (4 Yards). Das war jedoch erst die halbe Miete. Denn zum Ausgleich fehlten noch zwei Punkte. Also musste eine Two-Point Conversion her. Aber auch die war erfolgreich, als Coan relativ lange nach einer Anspielstation in der Endzone suchen musste, die aber in Kevin Austin fand, der sich mustergültig freigelaufen hatte.

Zu Spielen waren noch knapp zweieinhalb Minuten. Das Spiel stand 29-29 unentschieden. Aber jetzt waren die Hokies wieder in Ballbesitz. Das bedeutete, die Defense der Goldhelme war gefordert, Punkte zu verhindern - und im Idealfall den Ballbesitz zurück zu holen. Offenbar beflügelt vom Aufschwung der Offense schafften es die Mannen von Defensive Coordinator Marcus Freeman, ein First Down der Gastgeber zu verhindern. Die waren gezwungen zu punten. Zu spielen waren da noch eine Minute und 59 Sekunden.

Jack Coan war mit seiner Offense zurück auf dem Feld. Erneut startete er an der eigenen 25 Yard Linie. Und erneut war er in der Lage, gegen eine müde gewordene Defense der Hokies, Raumgewinn zu erzielen. So standen die Goldhelme 22 Sekunden vor Schluss an der gegnerischen 30 Yard Linie. Es wurde also Zeit für den Kicker der Irish, seine Mannschaft unmittelbar vor Schluss wieder in Führung zu bringen. Die Distanz betrug 48 Yards. Es war also kein Selbstläufer für ihn. Dazu kam, dass "Fans" auf den Rängen versuchten, ihn mit Laserpistolen zu blenden. Head Coach Brian Kelly machte die Unparteiischen darauf aufmerksam.

Aber um es kurz zu machen, Jonathan Doerer machte es auch kurz. Sicher platzierte er den Ball zwischen die vertikalen Torstangen.

Die verbleibende Spielzeit, Virginia Tech startete auf Höhe der eigenen 18 Yard Linie, war mit 13 Sekunden zu kurz, um das Spiel ein weiteres Mal zu wenden.

Kurze Zeit später sah man auf Seiten der Irish nur noch glückliche Gesichter. Glücklich, weil sie dem Hexenkessel von Blacksburg einmal mehr mit einem Erfolg entkommen waren.

Fazit und Ausblick

Am Ende hatte Irish Offensive Coordinator Tommy Rees alles richtig gemacht. Die Irish hatten glücklich gewonnen. Was allerdings auf Seiten der Goldhelme besonders zu erwähnen ist: Mit 180 Yards durch Laufspiel hatten sie bei weitem das beste Ergebnis in der aktuelle Saison erzielt. Runningback Kyren Williams steuerte 81 Yards bei. Und die 67 Yards, die Quarterback Tyler Buchner erlaufen konnte, trugen ebenfalls maßgeblich zu dem tollen Ergebnis bei. Auf der anderen Seite des Balles verdient Cornerback Tariq Bracy Erwähnung. Er schaffte im dritten Viertel eine Interception. Erwähnenswert auch der Quarterback Sack von Defensive End Isaiah Foskey.

Jetzt heißt es bei den Goldhelmen erst einmal durchschnaufen. Am nächsten Wochenende hat die Mannschaft spielfrei. Etliche Akteure haben jetzt die Gelegenheit, Wehwehchen auszukurieren - darunter übrigens auch Tight End Michael Mayer, der gegen die Hokies schmerzlich vermisst wurde.

In zwei Wochen kommt es dann zu dem ewig jungen Duell der Irish mit den USC Trojans, die aus dem sonnigen Kalifornien anreisen. Das Spiel findet übrigens erneut unter Flutlicht statt.

 
(07.10.2021) 

Dreimal noch müssen die Irish in dieser regulären Saison auswärts antreten. Und das nächste Spiel führt sie nach Blacksburg in Virginia. Dort warten die Virginia Tech Hokies darauf, sich für die Niederlagen in den beiden letzten Begegnungen (23-45 am 6. Oktober 2018 in Blacksburg und 20-21 am 2. November 2019 in Notre Dame) zu revanchieren. Besonders die letzte Niederlage schmerzte das Team auf Virginia. Sahen sie doch schon wie der sichere Sieger aus, nur um sich dann kurz vor Schluss noch einen Touchdown einzufangen.

In dieser Saison ist die Chance der Hokies für dieses Unterfangen sicher nicht schlecht. Die Irish befinden sich - hauptsächlich im Offensivbereich - im Neuaufbau. 80% der Offensive Line und der Quarterback mussten ersetzt werden. Und insbesondere die fünf schweren Jungs in der ersten Reihe machen den Coaches doch einige Sorgen. Das umso mehr, weil die Left Tackle Position momentan so eine Art Drehtür ist. Auf Grund von Verletzungen steht jetzt bereits der vierte Kandidat (Freshman Joe Alt) in den Startlöchern.

Dazu kommt, dass meiner Meinung in der derzeitigen Konstellation - Offensive Line im Neuaufbau - Jack Coan als reiner Pocket Passer, also als nicht sehr mobiler Spielmacher, nicht die beste Wahl sein kann. Der benötigt eine Line, die ihm Zeit verschafft, um nach einem Anspielpartner für seine Pässe zu suchen.

Das Spiel gegen Cinicinnati hat genau das deutlich gemacht. Dass viele der Pässe von Jack Coan auf Grund des enormen Zeitdrucks ungenau ankamen und von den Passempfängern teilweise nur mit Mühe unter Kontrolle zu bringen waren, haben sicher auch andere bemerkt. Und als mit Drew Pyne nach der Pause ein zwar deutlich weniger erfahrener, dafür aber mobiler Quarterback aufs Feld kam, stellte sich auch der Erfolg ein. Immerhin zwei Angriffsserien, die in der gegnerischen Endzone endeten, konnte der junge Spielmacher auf der Habenseite verbuchen.

Der Dritte im Bunde, Tyler Buchner, ist ganz sicher der Quarterback der Zukunft im Trikot der Irish. Aber der hat fast zwei Jahre (an der Highschool) nicht spielen können. Zudem ist er Freshman, also neu im Team. Da braucht es einfach noch etwas Zeit, ihn an die Aufgaben heranzuführen. Und genau das machen die Irish gerade - wie ich meine - sehr gut.

Dass die Quarterback Situation auch den Trainerstab der Goldhelme erreicht hat, zeigen die Fragen zu diesem Thema bei den letzten Pressekonferenzen. Head Coach Brian Kelly antwortete zuletzt, dass er schon genau wüsste, wer am Samstag in Blacksburg als Quarterback auflaufen wird. Allein den Namen wollte er noch nicht verraten. Da darf also weiter gerätselt werden.

Die Hokies weisen eine Saisonbilanz von drei Siegen und einer Niederlage auf. Bemerkenswert darunter war der 17-10 Sieg gegen das sehr stark eingeschätzte Team aus North Carolina am ersten Spieltag. Am vergangenen Wochenende hatte die Mannschaft spielfrei und besitzt damit zwei Wochen Zeit, um sich auf das Spiel gegen Notre Dame vorzubereiten.

Die Partie - wie auch die beiden folgenden - finden zur Prime Time statt. Das bedeutet für uns in Deutschland eine lange Nacht. Um 01:30 in der Nacht ist der Kickoff in Blacksburg. Übertragen wird sie vom US Fernsehsender CBS. Und als ACC Spiel der Woche könnte es sein, dass wir es auf Youtube live verfolgen können. Zumindest das letzte ACC Spiel der Woche (Clemson gegen Boston College) wurde auf dieser Plattform als Livestream angeboten.

 
(02.10.2021) 

26 mal in Folge hatten die Irish zuletzt im Notre Dame Stadium gewonnen. Diese Serie ging gestern zu Ende. Die 13-24 Niederlage gegen die Cincinnati Bearcats war verdient. Die Gäste waren über die gesamte Spielzeit gesehen die bessere Mannschaft. Dass sie derzeit als Nr. 7 in den Rankings geführt werden. ist absolut berechtigt.

Andererseits haben nicht wenige Kenner der College Football Szene nach der Saison 2020 vorhergesagt, dass die Goldhelme in diesem Jahr keine dominierende Rolle spielen werden. Zu schwerwiegend waren die Abgänge. Beinahe die komplette Offensive Line, im vergangenen Jahr eine der Stärken des Teams, steht nicht mehr zur Verfügung. Und der Neuaufbau braucht halt seine Zeit. Dazu kommen Fragezeichen bezüglich des Quarterbacks.

Die Experten wurden gestern bestätigt. Gegen die Top Teams werden die Irish in dieser Saison vermutlich keine Chance haben, zumal die neu formierte Offensive Line derzeit von Verletzungspech verfolgt wird. Gestern sahen wir bereits den vierten Left Tackle auf dem Spielfeld.

Aber der Reihe nach.

Es begann gut für Notre Dame, das vor ausverkauftem Haus als erstes Team in Ballbesitz war. Bis an die gegnerische 6 Yard Linie kamen sie, nur um dann den Ball leichtfertig abzugeben. Eine Interception von Quarterback Jack Coan, der seine Verletzung aus der Vorwoche überstanden hat, beendete diesen erfolgversprechenden Drive.

Die Defense der Bearcats hatte einen ersten Punktsieg errungen. Aber auch die Irish Defense spielte stark. Und so kam es, dass die beiden Abwehrreihen das erste Viertel dominierten, das ohne Punkte endete.

Nach dem ersten Seitenwechsel sollte sich das jedoch ändern. Tyler Buchner war für Notre Dame aufs Spielfeld gekommen. Aber die Bearcats waren bestens auf ihn vorbereitet. So schaffte er mit seinen Läufen kaum nennenswerten Raumgewinn. Es kam sogar noch schlimmer. Bei einem Passversuch wurde er in dem Moment, als er den Ball warf, von einem Gegner attackiert. Das Pass war folgerichtig unkontrolliert und landete in den Armen eines Gäste Verteidigers. Das Ganze passierte unmittelbar vor der eigenen Endzone und brachte Cincinnati an der 8 Yard Linie in Ballbesitz. Der erste Touchdown der Partie war damit nicht zu vermeiden.

Aber die Pannen im Spiel der Goldhelme sollten sich fortsetzen. Beim anschließend folgenden Kickoff konnte Chris Tyree den Ball nicht unter Kontrolle bringen. Der landete erneut beim Gegner, der jetzt auf Höhe der 17 Yard Linie der Irish in Ballbesitz kam. Diesmal gelang es der Defense, das Schlimmste zu verhindern, so dass die Gäste mit einem Fieldgoal vorlieb nehmen mussten.

Innerhalb von gut 90 Sekunden war Cincinnati mit 10-0 in Führung gegangen. Deren Defense dominierte auch weiterhin gegen die Offense der Goldhelme, so dass an Punkte für Notre Dame nicht zu denken war.

Allerdings beruhigte das Spiel sich jetzt erst einmal. Erst unmittelbar vor dem Ende der ersten Halbzeit schlugen die Gäste wieder zu. Mit einer sehenswerten Angriffsserie, gestartet an der eigenen 20 Yard Linie, schafften sie ihren zweiten Touchdown. Somit lautete der Spielstand zur Pause: Cincinnati 17, Notre Dame 0.

Quarterback Drew Pyne im Spiel

Dass die Offense der Goldhelme im ersten Durchgang kaum Schlagkraft besaß, konnte an zwei Umständen festgemacht werden. Zum einen war die Offensive Line gegen die bärenstarke Defense der Bearcats überfordert. Und dazu kam, dass Quarterback Jack Coan nicht seinen besten Tag erwischt hatte. Er war aber auch nicht mobil genug, um der gegnerischen Defense auszuweichen und den Ball ins Spiel zu bringen. Das hatte offenbar auch Head Coach Brian Kelly und Offensive Coordinator Tommy Rees erkannt. Folgerichtig kam nach der Pause der dritte Quarterback der Goldhelme zum EInsatz. Und Drew Pyne brachte frischen Wind in das Spiel seiner Mannschaft. Mit seiner Schnelligkeit konnte er ein ums andere Mal gegnerischen Abwehrspielern ausweichen. Und zudem kamen seine Pässe deutlich besser an, als die von Jack Coan vor der Pause.

So kamen die Goldhelme der gegnerischen Endzone deutlich näher. Und gegen Ende des dritten Viertels kamen sie zu ihrem ersten Touchdown. Runningback Kyren Williams tankte sich die zuletzt noch fehlenden 3 Yards bis in die Endzone durch.

Das waren gleichzeitig die einzigen Punkte im dritten Viertel. Nachdem dann zum letzten Mal die Seiten gewechselt worden waren, konnten die Irish sogar nachlegen. Diesmal war es ein 32 Yards Pass von Drew Pyne auf Wide Receiver Braden Lenzy, der sich in der Endzone gegen den aggressiven Cornerback der Gäste durchsetzen konnte. Plötzlich waren die Irish wieder in Schlagdistanz. Aber der Tag der Pannen sollte noch nicht vorüber sein. Den fälligen Extrapunkt, eigentlich eine Pflichtübung für Kicker Jonathan Doerer, ging daneben. Es war der erste verpasste Extrapunkt für ihn im Trikot der Irish.

Damit waren die Goldhelme - bei einem vier Punkte Rückstand - gezwungen, ein drittes Mal die gegnerische Endzone zu erreichen. Das gelang nicht. Dafür konnte Cincinnati kurz vor Schluss noch einen Touchdown drauflegen, was die Partie endgültig entschied.

Fazit

Die Irish machten im Spiel zu viele Fehler, um gegen ein Spitzenteam wie Cincinnati eine Siegchance zu besitzen. Und vielleicht hätten die Coaches viel früher Drew Pyne aufs Feld schicken sollen. Aber hinterher ist man immer schlauer.

Die Offense hatte gestern also nicht ihren besten Tag. Und die Defense der Irish spielte erneut stark. Highlight war hier ein Quarterback Sack von Defensive End Isaiah Foskey, der zudem dem gegnerischen Quarterback den Ball aus der Hand schlagen konnte. Und Linebacker Drew White nahm das Spielgerät geistesgegenwärtig auf und trug es 28 Yards in Richtung gegnerische Endzone.

Ausblick

Am kommenden Samstag reisen die Irish nach Blacksburg in Virginia. Dort geht es gegen die Virginia Tech Hokies. Kickoff ist übrigens in der Nacht zum Sonntag um 1:30 Uhr unserer Zeit. Das Spiel wird angekündigt als ACC Spiel der Woche. Das wurde gestern auf YouTube frei zugänglich live gestreamt. Ob dies in der kommenden Woche ebenso ist, kann ich nicht sagen. Aber zumindest lohnt sich ein Blick auf YouTube - so gegen 1:30 Uhr.

Wer dann die Offense der Goldhelme anführen wird, kann momentan nur schwer vorhergesagt werden. Ein Festhalten der Coaches an Jack Coan scheint mir allerdings nicht mehr sicher. Immerhin hat Drew Pyne seine Chance gestern genutzt und ein gutes Spiel gemacht. Ich bin sicher, wir werden es erfahren ...

 
(01.10.2021) 

In einem Aufeinandertreffen zweier Top Ten Teams stehen sich morgen die Cincinnati Bearcats (Nr. 7) und die Notre Dame Fighting Irish (Nr. 9) im Notre Dame Stadium gegenüber.

Dass beide Teams bislang noch ungeschlagen sind, belegt eigentlich schon die Platzierung in der aktuellen Top 25.

Die Gäste aus Cincinnati hatten am vergangenen Wochenende spielfrei, haben also erst drei Spiele absolviert, die jedoch alle sehr deutlich gewonnen (49-14 gegen Miami (Ohio), 42-7 gegen Murry State und vor zwei Wochen 38-24 gegen Indiana). Die Irish kehrten am vergangenen Samstag bekanntlich mit einem deutlichen Sieg gegen Wisconsin ins heimische South Bend zurück.

Dass die beiden Universitäten einiges verbindet, wird mit einem Blick auf die beiden Trainerstäbe deutlich. So war Irish Head Coach Brian Kelly bis 2008 in gleicher Funktion in Cincinnati tätig. Und noch ganz aktuell ist der Wechsel des Defensive Coordinators Marcus Freeman nach Notre Dame. Und in umgekehrter Richtung zog es Offensive Coordinator Mike Denbrock von Notre Dame zu den Bearcats.

Die Gäste aus Ohio verfügen über eine erfahrene Mannschaft, die vor allem in der Offense einiges zu bieten hat. Das belegen schon die Ergebnisse der aktuellen Saison. Viele Kenner der US College Football Szene sehen sie deshalb morgen als leichten Favoriten. Erwartet wird ein knappes Ergebnis. In jedem Fall können wir morgen ein spannendes Spiel erwarten, das bis zur letzten Minute offen ist.

Personelles

Bekanntlich waren zuletzt einige Leistungsträger der Goldhelme verletzungsbedingt nicht einsatzfähig. Hier konnte Head Coach Brian Kelly einige gute Neuigkeiten mitteilen. Quarterback Jack Coan, der am vergangenen Samstag mit einer Knöchelverletzung ausscheiden musste, ist wieder zurück im Mannschaftstraining. Er ist also einsatzfähig. Aber die Irish haben jetzt ein "Luxusproblem". Denn auch Tyler Buchner hat seine Oberschenkelverletzung auskuriert und steht wieder zur Verfügung. Schließlich hat Drew Pyne gegen Wisconsin, als er für den verletzten Jack Coan ins Spiel kam, zu überzeugen gewusst. Es wird wohl spannend, wie dieses "Problem" morgen gelöst wird.

Mit Runningback CBo Flemister steht Offensive Coordinator Tommy Rees morgen eine weitere Option für das Laufspiel zur Verfügung. Er ist erstmals in dieser Saison fit und einsatzfähig. Das Gleiche sollte für Left Tackle Michael Carmody gelten. Leider heißt es für Nose Tackle Kurt Hinish weiter abwarten. Er ist noch nicht fit, sollte aber im übernächsten Spiel gegen Virginia Tech wieder mit dabei sein.

Kickoff der Partie ist morgen um 20:30 Uhr unserer Zeit. Übertragen wird das Spiel vom US Fernsehsender NBC.

 
(25.09.2021) 

Das lange erwartete Aufeinandertreffen der beiden Top 20 Teams, den Wisconsin Badgers und den Notre Dame Fighting Irish, ging gestern im Soldier Field von Chicago über die Bühne. Und am Ende feirten die Irish einen deutlichen 41-13 Sieg.

Wie von vielen vorhergesagt, dominierten die Abwehrreihen beider Mannschaften das Spiel. Und am Ende steuerte die Defense der Goldhelme zwei Touchdowns bei.

Aber der Reihe nach.

59.571 Fans im Stadion, ein großer Teil in den Farben Rot und Weiß, den Farben der Badgers, erlebten bei herrlichem Football Wetter eine bis ins Schlussviertel hinein packende Partie.

Das Spiel begann, beinahe schon traditionell, mit Ballbesitz Notre Dame. Der konnte allerdings nicht in Punkte umgemünzt werden, da der Fieldgoal Versuch von Kicker Jonathan Doerer daneben ging. Wisconsin machte es anschließend besser und ging durch ein Fieldgoal in Führung.

Im ersten Viertel gabe es dann keine weiteren Punkte mehr. Das änderte sich jedoch, nachdem zum ersten Mal die Seiten gewechselt worden sind. Die Irish kamen der gegnerischen Endzone erneut nahe, ohne sie zu erreichen. Ein langes Fieldgoal (aus 51 Yards) war notwendig, um das Spiel auszugleichen. Und diesmal traf Jonathan Doerer sicher.

Wenig später dann das erste von vielen Highlights der Irish Defense: Cornerback Cam Hart stand bei einem Passversuch des Badgers Quarterback goldrichtig und fing den Ball ab. Das brachte außerplanmäßig die Offense der Goldhelme zurück aufs Spielfeld. Irish Head Coach Brian Kelly hatte vor dem Spiel gefordert, solche guten Gelegenheiten besser zu nutzen als im bisherigen Saisonverlauf. Und die Mannschaft setzte dies mustergültig um. Die Irish verzichteten gestern weitgehend auf Laufspiel - die Defense der Badgers hatte in den bisherigen Saisonspielen gerade mal 64 Yards Raumgewinn am Boden zugelassen. Aber mit den Pässen des erneut gut aufgelegten Quarterbacks Jack Coan funktionierte die Offense gut genug, um der Mannschaft eine Sieg Chance zu geben. Einer dieser Pässe (36 Yards) fand Wide Receiver Kevin Austin in der  gegnerischen Endzone und brachte Notre Dame zum ersten Mal in diesem Spiel in Führung. Und die hielt bis zur Halbzeitpause. Spielstand nach 30 Minuten: Wisconsin 3, Notre Dame 10.

Da beide Abwehrreihen die Partie über weite Strecken kontrollierten, dauerte es bis Mitte des dritten Viertels, ehe weitere Punkte auf die Anzeigetafel kamen. Die Badgers legten eine erfolgreiche Angriffsserie hin, die erst in der Endzone der Goldhelme endete. Die Partie war wieder ausgeglichen (10-10).

Wenig später dann eine Schrecksekunde für die Irish: Quarterback Jack Coan verletzte sich und musste ausscheiden. Für ihn kam Drew Pyne zu seinem ersten Einsatz in dieser Saison. Und der machte seine Sache gut, auch wenn er bei einem Blindside Sack - der Left Tackle konnte den gegnerischen Abwehrspieler nicht aufhalten. Der erwischte Pyne am Wurfarm, so dass dieser den Ball verlor - unglücklich aussah.

Das Ganze spielte sich an der 39 Yard Linie der Goldhelme ab, so dass die Badgers keinen großen Raumgewinn erzielen mussten, um weitere Punkte auf die Anzeigetafel zu bringen. Dass es jedoch nur bei einem Fieldgoal blieb, konnte die Irish Defense als Erfolg verbuchen.

Es folgte der Kickoff der Badgers. Der Ball flog bis kurz vor die Endzone der Irish. Auf Höhe der eigenen 4 Yard Linie nahm Kick Returner Chris Tyree das Spielgerät auf und machte sich auf den Weg in Richtung gegnerische Endzone. Mit einem sehenswerten Return hatte er plötzlich keinen Gegenspieler mehr vor sich. Und der pfeilschnelle Runningback war auch von keinem Gegner mehr einzuholen. So endete dieser Kickoff Return 96 Yards später in der Endzone der Badgers. Die Irish hatten sich die Führung prompt zurückgeholt. Und die sollten sie für die restliche Partie nicht mehr abgeben.

Die Mannen von Defensive Coordinator Marcus Freeman übernahmen jetzt das Kommando auf dem Spielfeld. Die nächste Angriffsserie der Badgers endete mit einem Fumble (Defensive Tackle Jayon Ademilola hatten den gegnerischen Quarterback gesackt und Defensive End Isaiah Foskey konnte den Ball für seine Mannschaft sichern). Somit kamen die Goldhelme in der Hälfte des Gegners wieder in Ballbesitz. Und Quarterback Drew Pyne führte die Offense in gut zweieinhalb Minuten in die Endzone zum nächsten Touchdown (16 Yards Pass auf Wide Receiver Kevin Austin).

Zu spielen waren noch gut zwölf Minuten, und die Irish führten mit 24-13.  Das warf den Spielplan der Badgers offenbar über den Haufen. Die sind es eigentlich gewohnt, mit dem Ball zu laufen. Jetzt setzten sie fast ausschließlich auf Passspiel. Und das spielte den Goldhelmen in die Karten. Denn die konnten in der verbleibenden Spielzeit noch drei Pässe des gegnerischen Quarterbacks abfangen und in Punkte verwandeln.

Zunächst schaffte Cornerback Cam Hart seine zweite Interception des Tages. Nach einem schönen 32 Yards Return standen die Goldhelme an der gegnerischen 10 Yard Linie. Ein Touchdown gelang in dieser Situation nicht. Vielmehr konnten sie mit drei kurzen Läufen Zeit von der Uhr nehmen und zwangen die Badgers zudem, ihre Auszeiten zu nutzen. So trat erneut Jonathan Doerer an. Der verwandelte das 37 Yard Fieldgoal sicher.

Auch die nächste Angriffsserie von Wisconsin endete unplanmäßig. Diesmal war es Irish Linebacker Jack Kiser, der einen Pass abfangen und 66 Yards bis in die Endzone returnieren konnte. Das Spiel war damit natürlich entschieden. Schließlich waren nur noch gut zwei Minuten zu spielen, und die Irish führten mit drei Touchdowns. So fiel die letzte Interception Wisconsins nicht weiter ins Gewicht. Diesmal war es Linebacker Drew White, der das Spielgerät abfangen konnte.

Dass der allerdings den Ball noch in die Endzone trug, gefiel mir nicht. Ich denke, er hätte aufs Knie gehen sollen. Die Offense hätte dann das Spiel (es waren nur noch 67 Sekunden zu spielen) beenden können.

Wie dem auch sei, das Ergebnis war am Ende deutlich, spiegelt meiner Meinung jedoch nicht das Spiel korrekt wieder. Wisconsin war ein starker Gegner, insbesondere die Defense dominierte über weite Strecken die Irish Offense.

Fazit

Eine über weite Strecken packende Partie konnte Notre Dame am Ende deutlich für sich entscheiden. Dabei wird die Handschrift von Defensive Coordinator Marcus Freeman immer deutlicher erkennbar. Nach anfänglichen Problemen (in den beiden ersten Spielen) gelingt es den Abwehrspielern der Goldhelme immer besser, die aggressive Philosophie ihres Coaches auf dem Spielfeld umzusetzen. Fünfmal konnten sie den Ball erobern (vier Interceptions und eine Fumble Recovery). Außerdem kontrollierte sie das gegnerische Laufspiel, eine der Stärken der Badgers, eindrucksvoll. Wisconsin konnte lediglich 74 Yards Raumgewinn am Boden erzielen.

Die Offense setzte den Gameplan von Offensive Coordinator Tommy Rees sehr gut um. Wie erwähnt, verzichtete sie weitestgehend auf das Laufspiel und vertraute auf den Wurfarm von Quarterback Jack Coan (15 von 29 Pässen im Ziel für 158 Yards Raumgewinn und ein Touchdown). Und als der verletzungsbedingt ausscheiden musste, fügte sich Drew Pyne nahtlos ein, vervollständigte sechs seiner acht Pässe für 81 Yards Raumgewinn und einen Touchdown.

Erwähnenswert aus aktuellem Anlass sind aber auch die Special Teams. Selbstverständlich war der 96 Yards Kickoff Return Touchdown von Chris Tyree ein Highlight der Partie. Aber auch Punter Jay Bramblett hatte seinen Anteil an dem Sieg. Seine sieben Punts brachten eine durchschnittliche Distanz von 46,3 Yards. Sein längster Kick brachte sagenhafte 72 Yards. Damit konnte er die gegnerische Offense immer wieder fern halten von der eigenen Endzone.

Ach ja, was auf keinen Fall vergessen werden darf: Seit gestern ist Brian Kelly der an - Siegen gemessen - erfolgreichste Head Coach in Notre Dame. Mit seinem 106. Sieg überholte er den legendären Knute Rockne, der es auf 105 Siege brachte.

Ausblick

Das erste Hammerspiel haben die Irish überraschend gut gemeistert. Immerhin gab es nicht wenige Kenner der US College Football Szene, die Wisconsin als Sieger vorhergesagt hatten. Die Verletzung von Quarterback Jack Coan ist, nach der Aussage von Brian Kelly, glücklicherweise nicht so schwerwiegend. Er geht davon aus, dass Coan in der nächsten Woche wieder einsatzbereit ist.

Damit sind wir beim nächsten Spiel der Irish, das am kommenden Samstag wieder im Notre Dame Stadium stattfindet. Gegner sind dann die Cincinnati Bearcats, die nach drei ausgetragenen Spielen (an diesem Wochenende war spielfrei) ebenfalls noch ungeschlagen sind. In der vergangenen Woche siegten sie 38-24 gegen Indiana. Das ist dann das nächste Hammerspiel der Irish.

 

Interessantes

2022: 21 Neuzugänge
2023: 5 Neuzugänge
Ergebnis-Datenbank

Übersicht Spiele

NOTRE DAME 2021
(5 - 1)
Florida State
S
41
-
38
Toledo
S
32
-
29
Purdue
S
27
-
13
Wisconsin
S
41
-
13
Cincinnati
N
13
-
24
Virginia Tech
S
32
-
29
USC
heim
23.10.2021
North Carolina
heim
30.10.2021
Navy
heim
06.11.2021
Virginia
ausw
13.11.2021
Georgia Tech
heim
20.11.2021
Stanford
ausw
27.11.2021

NOTRE DAME 2020
(10 - 2)
Duke
S
27
-
13
South Florida
S
52
-
0
Florida State
S
42
-
26
Louisville
S
12
-
7
Pittsburgh
S
45
-
3
Georgia Tech
S
31
-
13
Clemson
S
47
-
40
Boston College
S
45
-
31
North Carolina
S
31
-
17
Syracuse
S
45
-
21
Clemson
N
10
-
34
Alabama
N
14
-
31

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