Nächstes Spiel am 28.09.2019 im Notre Dame Stadium gegen VIRGINIA

Spiele 2002

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Willingham-Ära begann eindrucksvoll

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Maryland Nur dreimal gab es bislang in der Geschichte von Notre Dame eine Niederlage für einen neuen Head Coach im ersten Spiel (zuletzt 1986 Lou Holtz). Dass es Tyrone Willingham in seinem ersten Spiel bei Notre Dame nicht mehr wurden, wunderte nach dem Spiel der Irish gegen Maryland niemanden. Zu überlegen waren die Spieler von Tyrone Willingham. Und mit 22-0 gab es für die Terrapins aus Maryland dann sogar noch die "Höchststrafe", sie konnten keine Punkte erzielen.

Dafür trug sich ein Spieler in die Rekordbücher der Irish ein: Nicholas Setta, seines Zeichens Kicker, stellte den Rekord von Craig Hentrich ein, der im Jahre 1990 im Spiel gegen Miami 5 Fieldgoals erzielte. Den einzigen Touchdown der Partie schaffte Vontez Duff, der im dritten Viertel einen Punt der Terrapins über 76 Yards bis in die gegnerische Endzone returnierte.

Cheerleader Aber der Reihe nach: Viele Fragezeichen gab es ja bei den Irish im Vorfeld der neuen Saison: Wie würde die Mannschaft die Turbulenzen um den zweifachen Trainerwechsel verkraften, und wie würde sie mit dem von Tyrone Willingham verordneten Wechsel zur West Coast Offense zurechtkommen? Wie hat die Defense den Verlust ihrer Stars Anthony Weaver, Tyreo Harrison und Rocky Boiman weggesteckt?

Fragen über Fragen also ...
Aber nach dem Spiel gegen Maryland konnte die Mannschaft viele Fragen beantworten.

Der Trainerwechsel hat dem Team offensichtlich gutgetan. Man spürte förmlich die Freude und Begeisterung, mit der die Mannschaft bei der Sache war. Ein Unterschied zwischen Tag und Nacht, nimmt man den Saisonstart 2001 zum Vergleich. In der Defense, die kurzfristig auch noch Linebacker Courtney Watson ersetzen musste, spürte man kaum etwas vom Fehlen der Stars des Vorjahres, die mittlerweile in der NFL ihre Brötchen verdienen. Dafür sorgten einige Spieler, die in den vergangenen Monaten eine erstaunliche Entwicklung gemacht haben: Da war zum Beispiel Nose Tackle Cedric Hilliard, dem in der Vergangenheit nicht wenige die spielerischen Fähigkeiten absprachen. Er stand wie ein Turm im Zentrum der Defensive Line und konnte zumeist nur von zwei oder gar drei Offensive Line Spielern in Schach gehalten werden. Das schaffte natürlich Freiräume für die anderen. Ein weiterer Aktivposten (auf der Position der Outside Linebacker) war Mike Goolsby. Vor zwei Jahren als Highschool-All-Amarican nach Notre Dame Shane Walton bei seiner ersten Interception 2002 gekommen, konnte er sich unter Bob Davie nie profilieren und wäre wohl auch nicht mehr in Notre Dame, wäre Bob Davie heute noch Head Coach. Aber bester Mann auf dem Platz an diesem denkwürdigen Abend im Giants Stadium in New Jersey war Shane Walton. Der kleine Cornerback war vor vier Jahren mit einem Fussball-Stipendium nach Notre Dame gekommen. Man muss es - und da kommt noch einmal die Rede auf den ehemaligen Head Coach der Irish - Bob Davie gutschreiben, dass er den talentierten Rückraumverteidiger entdeckt und zu den Footballern geholt hat. Gegen Maryland jedenfalls machte er ein Riesenspiel, und das nicht nur wegen seiner drei Interceptions.

Bleibt noch die dritte offene Frage: Wie kamen die Irish mit der neuen Offensiv-Philosophie, der West Coast Offense, zurecht? Nun, nicht wenige "Fachleute" waren sichtlich überrascht darüber, wie gut Quarterback Carlyle Holiday das neue System bereits umsetzen kann. Nur zwei- oder dreimal unternahm er Läufe auf eigene Faust, so wie es in der letzten Saison von ihm erwartet worden war. Aber der Carlyle Holiday des Jahres 2002 wirkte abgeklärt in der Pocket und suchte - und fand sehr häufig - Anspielstationen für seine Pässe. 17 von 27 Pässen fanden so ihr Ziel für einen Raumgewinn von 226 Yards, persönliche Bestmarken für den jungen Spielmacher. Und was besonders auffiel: Er streute die Pässe sehr breit. Insgesamt acht Passempfänger konnten sich in den Statistiken verewigen. Natürlich kann man nicht erwarten, dass die Mannschaft das neue System bereits beherrscht. Das wird sicher noch einige Zeit dauern. Auch hatte die Offense einige Probleme mit der Disziplin, was sich in zahlreichen unnötigen Strafen (insgesamt 11 für 80 Yards) dokumentierte. Und sicher wird sich Tyrone Willingham einige Male die Haare gerauft haben wegen individueller Fehler - besonders auch von Carlyle Holiday.

Aber das sind sicher alles Dinge, die der neue Head Coach der Irish, der bekanntermassen sehr viel Wert auf Disziplin legt, in den Griff bekommen wird.

Zum Spielverlauf: Die Terrapins waren als erstes Team in Ballbesitz und begannen an der eigenen 20 Yard Linie. Aber die Angriffsserie kam nur bis an die Mittellinie. Dort stand - bei einem Pass des Nicholas Setta's 51 Yard Fieldgoal zum 3-0 für die Irish Maryland Spielmachers Scott McBrien - Shane Walton goldrichtig und fischte das "Ei" aus der Luft. Die erste Angriffsserie der Irish währte allerdings auch nicht lange. Nach einem First Down kam der Drive an der gegnerischen 39 Yard Linie zum Stillstand. Von dort versuchte Nicholas Setta ein 56(!) Yard Fieldgoal. Die Richtung stimmte, nur war der Ball etwas zu kurz getreten, deshalb blieb es zunächst noch beim 0 - 0. Aber es dauerte nicht lange, da war Carlyle Holiday mit seiner Offense erneut auf dem Feld. Diesmal kamen sie fünf Yards näher an die gegnerische Endzone heran. Diesmal versuchte sich Nicholas Setta also aus 51 Yards. Und diesmal schaffte es der Irish Kicker souverän, brachte seine Mannschaft mit 3-0 in Führung. So stand das Spiel auch noch als kurze Zeit später das erste Viertel zu Ende war.

Vontez Duff bei seinem Puntreturn TouchdownUnd das Spiel setzte sich so fort: Die Notre Dame's Defense stellte die Offense der Terrapins immer wieder vor unlösbare Probleme und brachte damit die eigene Offense aufs Feld. Aber die konnte an diesem Abend noch nicht die Endzone des Gegners erreichen. Immer wieder - insgesamt noch viermal - musste Nicholas Setta aufs Feld um die nötigen Punkte per Fieldgoal zu erzielen. Betrachtet man die Zeiten, in denen die Teams in Ballbesitz waren, wird deutlich, wie überlegen Notre Dame's Defense an diesem Abend gegen den amtierenden ACC Champion auftrat: Mehr als 41 Minuten war die Offense der Irish auf dem Feld, nur knapp 19 Minuten die der Terrapins.

Letztes zu schilderndes Highlight einer rundum gelungenen Saisonpremiere war der erste Touchdown der Irish in der Saison 2002. Erzielt wurde er durch einen 76 Yard Punt Return Touchdown von Vontez Duff Mitte des dritten Viertels. Diese Situation sorgte nachhaltig für klare Verhältnisse auf dem Spielfeld, denn Maryland resignierte anschließend und glaubte wohl nicht mehr an eine Wende in diesem Spiel.

Spielstatistik

 MarylandNotre Dame
First Downs815
- durch Lauf37
- durch Pass57
- durch Penalty01
Anzahl Laufspielzüge2145
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge44156
Raumverlust durch Laufspielzüge2826
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge16130
Yards Raumgewinn pro Lauf0,82,9
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge117226
Anzahl Pass-Spielzüge3227
Vollständige Pässe1217
Komplettierungsrate37,5%63,0%
Interceptions30
Yards Raumgewinn pro Passversuch3,78,4
Anzahl Spielzüge5372
Raumgewinn gesamt133356
Yards Raumgewinn pro Spielzug2,54,9
Fumbles01, verloren: 0
Strafen (Yards)2 (20 yards)11 (80 yards)
Ballbesitz18:5641:04

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Purdue Gelungene Saisonpremiere im Notre Dame Stadium. Aber das Spiel gegen die Purdue Boilermakers war - mal wieder - nichts für schwache Nerven. Denn der 24-17 Erfolg der Irish stand erst 90 Sekunden vor Spielende fest. Und wie in der Vorwoche war wieder die Defense für den Erfolg verantwortlich, da die Offense auch im zweiten Saisonspiel keinen Touchdown zustande brachte.

Head Coach Tyrone Willingham brachte es nach dem Spiel auf einen Nenner: "Hauptsache gewonnen! Es war ein hartes Stück Arbeit. Heute hat die Defense für uns das Spiel gewonnen. Sicher wird es in der Zukunft Spiele geben, in denen die Offense den Sieg sichern wird". Und nach sechs Jahren gelang den Irish mal wieder ein Sieg im zweiten Saisonspiel ...

Mike Goolsby sackt Purdue Quarterback Kyle Orton Seitdem Joe Tiller in Purdue die sportliche Verantwortung übernommen hat, sind die Boilermakers wieder ein ernstzunehmender Gegner. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Irish einen Sieg gegen Purdue fest einkalkulieren können. Auch die diesjährige Auflage des alten Instate-Duells (beide Universitäten sind im US-Bundesstaat Indiana beheimatet) bildete hier keine Ausnahme. Aber - und das war eigentlich nicht unbedingt erwartet worden - an diesem sonnigen Spätsommertag in South Bend, Indiana dominierten auf beiden Seiten die Abwehrreihen. Bezeichnend dafür war, dass nur ein Touchdown von einer der beiden Angriffsreihen erzielt werden konnte (Purdue nach einem 71 Yard Drive gegen Ende des dritten Viertels). Für die restlichen 34 Punkte zeichneten auf beiden Seiten die Defenses und Special Teams verantwortlich.

Aber der Reihe nach ...

Das Spiel begann mit dem Kickoff von Nicholas Setta, der den Ball bis tief in die Endzone der Gäste drosch und einen Kickoff-Return damit verhinderte. Die Boilermakers waren also zunächst in Ballbesitz. Der dauerte jedoch nicht lange. Aber auch die Irish Offense, die anschließend aufs Feld kam, konnte keine Akzente setzen. Somit wechselte der Ballbesitz erneut. So plätscherte das Spiel im Eröffnungsviertel dahin, und folgerichtig stand es beim ersten Seitenwechsel immer noch 0-0.

Strong Safety Gerome Sapp auf dem Weg in die Endzone der Boilermakers Im zweiten Viertel überschlugen sich dann aber die Ereignisse: Zunächst fumblete Purdue Runningback Montrell Lowe bei einem Laufversuch. Irish Strong Safety Gerome Sapp schnappte sich das auf dem Boden herumliegende "Ei" geistesgegenwärtig und marschierte unaufhaltsam, eskortiert von zahlreichen Mannschaftskameraden, in Richtung Boilermakers Endzone. Nach diesem 54 Yard Fumble-Return Touchdown führten die Irish mit 7-0. Aber das war noch nicht alles. Nur 11 Sekunden (!) später fumblete der Kick-Returner der Gäste den Ball unmittelbar vor der eigenen Endzone. Der Ball flog in die Luft und landete in den Armen von Lionel Bolen, der die vier Yards bis in die Endzone ohne Probleme zurücklegte. Nach wiederum erfolgreichem Extrapunkt von Nicholas Setta führten die Irish plötzlich (und unerwartet) mit 14-0.

Die Gäste wirkten in der Folgezeit geschockt und mussten den Ballbesitz kurze Zeit später wieder abgeben. Es folgte dann eine vielversprechende Angriffsserie der Irish, die bis an die 2 Yard Linie der Gäste kamen. Leider konnten sie daraus aber wieder keinen Touchdown erzielen. Nicholas Setta, seines Zeichens "National Player Of The Week" nach seinen fünf Fieldgoals gegen Maryland, kam zum ersten Mal aufs Feld um Punkte zu erzielen. Sein 19 Yard Fieldgoal war dann auch nicht mehr als eine Formsache. Die Irish führten Mitte des zweiten Viertels mit 17-0. Die Partie schien zumindest vorentschieden. Aber dieser Eindruck täuschte nachhaltig, denn die Gäste konnten noch vor der Halbzeitpause ihre ersten Punkte auf die Anzeigetafel bringen. Ein 76 Yards Punt-Return Touchdown von Anthony Chambers brachte den Anschluss-Touchdown für die Mannschaft von Joe Tiller. So stand die Partie zur Halbzeit: Purdue 7, Notre Dame 17.

Nach der Pause setzte sich die Dominanz der Abwehrreihen fort. Keine Mannschaft konnte zunächst offensiv Akzente setzen. Dabei fiel allerdings auf, dass die Offense der Irish im dritten Durchgang völlig abgemeldet war, als sie lediglich 11 Yards Raumgewinn erzielen konnte. Dazu kam, dass Irish Quarterback Carlyle Holiday den Ball an der gegnerischen 29 Yard Linie fumblete und damit die Gäste in Ballbesitz brachte. Und den darauf folgenden Drive nutzten die Gäste zu ihrem einzigen Offensiv-Touchdown. Knapp drei Minuten vor Ende des dritten Viertels stand die Partie somit 17-14 für Notre Dame.

Und es sollte noch schlimmer kommen: Nicholas Setta konnte an die tolle Leistung der Vorwoche nicht anknüpfen. Zweimal kam er noch zu Fieldgoal-Versuchen aufs Feld, aber beide Male landete das "Ei" nicht innerhalb der vertikalen Torstangen. Die Gäste hingegen schafften zu Beginn des Schlussviertels den Ausgleich, als sie ein Fieldgoal sicher verwandelten. Danach sollten jedoch die Abwehrreihen wieder das Kommando übernehmen. Glücklicherweise fing sich auch die Defense der Irish wieder, nachdem sie zuvor bei zwei Angriffsserien der Gäste Punkte zulassen musste.

Im Tiefflug in die Endzone: Vontez Duff trägt das Ei nach seiner Interception zum siegbringenden Touchdown in die Purdue Endzone Und sie taten noch mehr. Gut fünf Minuten vor Schluss wurde ein Pass von Purdue Quarterback Kyle Orton abgefälscht. Der Ball landete in den Armen von Irish Cornerback Vontez Duff. Und der machte sich unverzüglich auf in Richtung gegnerischer Endzone, die er mit Mühe erreichte. Nach diesem 33 Yard Interceptionreturn Touchdown führten die Irish wieder. Aber die Gäste hatten noch ausreichend Zeit zurückzuschlagen. Dass sie es letztendlich nicht schafften, war der an diesem Tag wieder überragend agierenden Irish Defense zu verdanken. Letzte Chance der Gäste war knapp zwei Minuten vor dem Ende ein vierter Versuch und 13. Der Pass von Kyle Orton kam zwar an, aber der Raumgewinn betrug nur etwa 11 Yards. Damit kamen die Irish wieder in Ballbesitz, und Carlyle Holiday musste nur noch zweimal aufs Knie gehen um das Spiel zu beenden.

Zieht man ein Fazit der Partie, so kommt man nicht umhin, die Offense als derzeitigen Schwachpunkt auszumachen. Im Gegensatz zur Vorwoche, als Carlyle Holiday noch 226 Yards durch Passspiel erzielen konnte, setzten die Irish diesmal gezwungenermaßen fast ausschließlich auf das Laufspiel. Immer wieder kamen die häufig blitzenden Boilermaker Verteidiger durch und vehinderten somit zahlreiche Pässe des Irish Spielmachers. Und kam einmal ein Pass zustande, konnte er nicht von den Receivern der Irish gefangen werden. So fiel diesmal die Bilanz für die Irish (7 von 22 Pässen gefangen für 50 Yards Raumgewinn) recht mager aus. Aber man darf jetzt nicht ungeduldig werden. Immerhin musste die Offense, im Vergleich zum Vorjahr, eine glatte Kehrwende vollziehen, müssen die jungen Spieler ein völlig neues Angriffssystem lernen. Dass das nicht von heute auf morgen funktionieren kann, sollte eigentlich jedem klar sein. Aber ich denke, dass die Irish im Verlaufe der Saison auch offensiv noch einige positive Akzente setzen können. Für's erste jedoch liegt die Hauptlast des Spiels auf der Defense, die in den beiden ersten Spielen nahtlos an die Vorstellungen des Vorjahres anknüpfen konnte. Und nimmt man die sportliche Zwischenbilanz als Maßstab, sind die Irish auf dem richtigen Weg: Vor Jahresfrist hatten die Irish die beiden ersten Spiele verloren ...

Spielstatistik

 PurdueNotre Dame
First Downs1511
- durch Lauf78
- durch Pass83
- durch Penalty00
Anzahl Laufspielzüge3845
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge171194
Raumverlust durch Laufspielzüge2441
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge147153
Yards Raumgewinn pro Lauf3,93,4
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge17150
Anzahl Pass-Spielzüge3022
Vollständige Pässe147
Komplettierungsrate46,7%31,8%
Interceptions10
Yards Raumgewinn pro Passversuch5,72,3
Anzahl Spielzüge6867
Raumgewinn gesamt318203
Yards Raumgewinn pro Spielzug4,73,0
Fumbles3, verloren: 31, verloren: 1
Strafen (Yards)1 (4 yards)4 (30 yards)
Ballbesitz28:1731:43

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Michigan Wenn die Michigan Wolverines im Notre Dame Stadium auflaufen, sind bei den Fans im Stadion stets Nerven wie Drahtseile gefragt. In 13 der 17 letzten Partien vor dem Aufeinandertreffen am 14. September fiel die Entscheidung erst in allerletzter Sekunde. Und bis auf drei Ausnahmen waren es immer enge Spiele. Dass die diesjährige Auflage des Traditionsduells der beiden erfolgreichsten College-Mannschaften keine Ausnahme bildete, verwunderte daher niemanden. Am Ende gewann Tyrone Willingham's Team mit 25-23 und bleibt damit in der Saison 2002 weiterhin ungeschlagen. Allerdings dauerte es bis 21 Sekunden vor Schluss, als Shane Walton mit seiner vierten Interception der Saison die letzten Angriffsbemühungen der Wolverines beendete.

Ryan Grant mit dem ersten Offensiv-Touchdown der Saison Trotz einer erneut überragend agierenden Defense war die wichtigste Erkenntnis des Tages die, dass auch die Offense langsam aber sicher auf Touren kommt. Alle drei Touchdowns der Irish wurden von der Offense erzielt. Die Defense steuerte in dieser zerfahrenen Partie vier Turnover bei. Und der letztlich spielentscheidende Safety (Holding-Strafe gegen Michigan in der eigenen Endzone) wurde ja auch von den Abwehrkünstlern in Blue and Gold forciert.

Wide Receiver Omar Jenkins auf dem Weg zu einem H3 Catch. Am Ende bringt dieser Spielzug 47 Yards Raumgewinn Aber - wie immer - der Reihe nach: Die Irish hatten den Coin Toss gewonnen und entschieden sich für den Ballbesitz. Damit kamen sie folgerichtig zuerst in Ballbesitz. Gegen die bekannt bärenstarke Defense der Wolverines war das natürlich eine gewagte Entscheidung. Aber dass sie sich als richtig erwiesen hatte, wurde knapp fünf Minuten später deutlich. Da nämlich Quarterback hatte Carlyle Holday mit seiner Offense zum ersten Mal in dieser Saison die gegnerische Endzone erreicht. Der abschliessende 1 Yard Lauf durch Ryan Grant, der sein bislang bestes Spiel im Trikot der Irish machte, krönte eine ungewöhnliche, und vielleicht gerade deshalb erfolgreiche Angriffsserie der Irish.

Erster Spielzug der Partie war nämlich ein tiefer Pass auf Wide Receiver Arnaz Battle. Zwar verfehlte der Ball knapp sein Ziel, aber der Gegner zeigte doch Wirkung: Er verstärkte die Rückraumverteidigung. Und auch der zweite Versuch war ein langer Pass. Nur war der diesmal erfolgreich, als Jungstar Maurice Stovall das "Ei" sicher vom Himmel pflückte und für 41 Yards Raumgewinn tief in die Hälfte der Wolverines trug. Damit hatte Michigan ganz offensichtlich nicht gerechnet, denn wie anders war es sonst zu erklären, dass die Irish fortan in dieser Angriffsserie beinahe belieH3 nach vorne marschieren konnten. Und nach exakt 4 Minuten und 52 Sekunden waren die Irish auf der Anzeigetafel (Ryan Grant mit 1 Yard Lauf).

Glenn Earl forciert einen von drei Fumbles der Wolverines Was folgte war der mit Spannung erwartete erste Auftritt der Offense von Michigan. Der währte jedoch nicht allzu lange. Die Defense der Irish war in dieser Phase der Partie stets Herr der Situation, und so mussten die Gäste sich schnell per Punt vom Angriffsrecht verabschieden. So wechselte das Angriffsrecht einige Male hin und her, bis kurz vor Ende des ersten Viertels Quarterback Carlyle Holiday ein folgenschwerer Fehler unterlief: Bei einem Passspielzug hatte er sich offensichtlich sehr früh und zu offensichtlich auf einen designierten Passempfänger festgelegt. Er blickte nur in die Richtung von Arnaz Battle, was natürlich auch den Rückraumverteidigern der Wolverines auffiel. Und als der Pass dann kam, war Michigan's bester Cornerback Marlin Jackson zur Stelle um das "Ei" abzufangen und über 19 Yards in die Endzone der Irish zu tragen.

Der Spielstand von 7-7, mit dem kurze Zeit später zum ersten Mal die Seiten gewechselt wurden, stellte den Spielverlauf total auf den Kopf, denn Notre Dame hatte die ersten 15 Minuten deutlich dominiert.

Aber die Irish ließen sich von dem Rückschlag nicht beeindrucken. Auch das zweite Viertel gehörte ganz klar den Gastgebern. Und hätte Ryan Grant beim nächsten Drive der Irish nicht den Ball unmittelbar vor der gegnerischen Endzone gefumblet, die Irish wären zu diesem Zeitpunkt bereits in Führung gegangen.

Irish Quarterback Carlyle Holiday auf dem Weg in die Endzone ... Sekunden später heisst es: Touchdown Irish !!! Und die Offense der Gäste war in der ersten Halbzeit überhaupt nicht präsent. Zu dominierend die Defense der Irish, die dann, dreieinhalb Minuten vor der Pause, auch die nächsten Punkte auf das Scoreboard brachten: Die Wolverines begannen nach einem tollen Punt von Joey Hildbold ihre Angriffsserie unmittelbar vor der eigenen Endzone. Beim dritten Versuch und lang versuchte Wolverines Quarterback John Navarre einen Pass aus der Endzone heraus. Defensive End Justin Tuck war auf dem Weg zum gegnerischen Spielmacher und konnte nur noch regelwidrig gestoppt werden. Die Referees, übrigens aus der H3 Ten, entschieden richtigerweise auf Holding in der Endzone. Und das war laut Regelwerk ein Safety und brachte Notre Dame mit 9-7 in Führung. Aber damit waren die letzten Punkte vor der Halbzeitpause noch nicht vergeben. Unmittelbar vor Ende des zweiten Viertels forcierte Shane Walton, der einmal mehr überragend agierte, einen Fumble tief in der gegnerischen Hälfte. Und diese Chance nutzte Carlyle Holiday zum zweiten Irish Touchdown der Partie, als er selbst 23 Sekunden vor der Pause mit dem Ball in die Endzone stürmte. Allerdings, und das machten die zahlreichen Zeitlupenwiederholungen des amerikanischen Fernsehen deutlich, es war kein Touchdown. Der junge Spielmacher der Irish hatte den Ball kurz vor der Endzone verloren, aber irgendwie dann noch in die Endzone bugsiert. Aber das kümmerte die Fans der Irish wenig. Zu oft hatten H3 Ten Schiedsrichter in der Vergangenheit die Irish mit haarsträubenden Fehlentscheidungen benachteiligt ...

Somit startete Notre Dame mit einer 16-7 Fürhrung in die zweite Halbzeit. Und es folgte ein drittes Viertel, das ganz im Zeichen der Wolverines stehen sollte. Zum einen hielt die Defense der Gäste Notre Dame bei 11 Yards Total Offense, zum anderen marschierte die Offense der Gäste, die im ersten Durchgang auf der ganzen Linie enttäuscht hatte, jetzt ein ums andere Mal in Richtung Irish Endzone. Ergebnis des Sturmlaufs im dritten Durchgang: Ein Fieldgoal knapp drei Minuten vor dem Ende des Viertels und ein Touchdown mit vier Sekunden auf der Uhr. Damit führten die Gäste erstmals an diesem Tage. Spielstand nach drei Vierteln: Michigan 17, Notre Dame 16.

Ryan Grant auf dem Weg zu seinem zweiten Touchdown des Tages Dass aber diese Führung lediglich 3 Minuten und 3 Sekunden Bestand hatte, sprach für das wiedergefundene Selbstvertrauen und den unbedingten Siegeswillen der Mannschaft von Tyrone Willingham. Mit zwei erfolgreichen Pässen auf Receiver Omar Jenkins für 29 bzw. 47 Yards Raumgewinn standen die Irish nämlich sehr schnell wieder an der 1 Yard Linie der Wolverines. Und von dort war es an diesem Tage kein Problem für die Gastgeber, einen Touchdown zu erzielen. Wiederum war es Ryan Grant, der sein bislang bestes Spiel im Trikot der Irish (28 Läufe für 132 Yards, 2 Touchdowns) krönte, der den Touchdown erlief. Die Führung ging damit zurück an die Irish, und da sollte sie auch bis zum Schluss bleiben. Allerdings ging die versuchte Two-Point-Conservion daneben, und die Irish führten nur mit fünf Punkten (22-17).

Aber diese zweite erfolgreich abgeschlossene lange Angrifsserie zeigte, dass die Offense der Irish ihre "Auszeit" beendet hatte. Ebenso gelang es der Defense, den Gegner etwas besser zu kontrollieren. Folge dieser Entwicklung war ein weiterer Drive der Irish, der diesmal mit einem erfolgreichen 46 Yard Fieldgoal von Nicholas Setta abgeschlossen wurde. Die Irish führten also mit acht Punkten Vorsprung, konnten demnach nur mit einem Touchdown und erfolgreicher Two-Point-Conversion eingeholt werden.

Nun, die Gäste schafften noch eine erfolgreiche Angriffsserie, die sie mit einem Touchdown abschließen konnten. Damit war Teil 1 des Plans erfolgreich umgesetzt. Was noch fehlte war die Two-Point-Conversion. Und die schlug fehl, weil mit Shane Walton der überragende Spieler auf dem Platz goldrichtig stand und den Pass abfälschte, so dass der hinter ihm lauernde Receiver der Gäste keine Chance hatte, ihn zu fangen.

Shane Walton, überragender Cornerback der Irish, bei seiner vierten Interception der Saison. Damit ist das Spiel 21 Sekunden vor Schluss zugunsten der Irish entschieden Damit war folgende Situation gegeben: Die Irish führten 25-23, und zu spielen waren noch 2 Minuten und 53 Sekunden. In dieser Situation erwarteten alle einen Onside Kick der Wolverines. Die aber entschlossen sich, den Ball tief zu kicken, was die Irish Offense wieder aufs Feld brachte. Die hatte jedoch nur das Ziel, möglichst viel Zeit von der Spieluhr zu nehmen. Die Gäste mussten in dieser Phase all ihre drei Auszeiten nehmen um eine theoretische Chance zu haben, noch einmal in Ballbesitz zu gelangen. Tatsächlich gelang dies auch, aber zu spielen war nur noch etwas mehr als eine Minute. Die Wolverines marschierten anfangs auch erfolgversprechend in Richtung Irish 30 Yard Linie, denn bei einem 2-Punkte Rückstand reichte ja ein Fieldgoal zum Sieg. So standen sie gut 20 Sekunden vor Schluss an der eigenen 38 Yard Linie bei einem dritten Versuch und 15. In dieser Situation kam Nose Tackle Cedric Hilliard zum Spielmacher der Gäste durch und konnte in dessen Wurfarm greifen. John Navarre konnte den Pass zwar noch abfeuern, aber das Timing war dahin. Und so flog das "Ei" geradewegs in die fangbereiten Arme von Shane Walton, der das Spiel damit - 21 Sekunden vor dem Ende - zugunsten der Irish entschied.

Fazit eines außergewöhnlichen Spiels: Jede Mannschaft leistete sich vier Turnover, und insgesamt flogen 18 gelbe Flaggen (Penalities) für insgesamt 145 Yards. Dass die Irish nach vier Jahren erstmals wieder ein Top-Ten Team schlagen konnten (die Wolverines rangierten vor der Partie auf Platz 6) war ein weiteres Indiz, dass mit dem neuen Head Coach auch frischer Wind weht unter dem Golden Dome. Und um bei der Statistik zu bleiben: Nachdem die fünf letzten Head Coaches der Irish ihr erstes Spiel gegen Michigan allesamt verloren, konnte Tyrone Willingham diese Negativserie durchbrechen. Ach ja, und erstmals seit sechs Jahren starteten die Irish wieder mit drei Siegen in eine Saison. Und damals hiess der Head Coach noch Lou Holtz ...

Spielstatistik

 MichiganNotre Dame
First Downs1516
- durch Lauf48
- durch Pass104
- durch Penalty14
Anzahl Laufspielzüge2650
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge104210
Raumverlust durch Laufspielzüge1353
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge91157
Yards Raumgewinn pro Lauf3,53,1
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge230154
Anzahl Pass-Spielzüge4217
Vollständige Pässe198
Komplettierungsrate45,2%47,1%
Interceptions11
Yards Raumgewinn pro Passversuch5,59,1
Anzahl Spielzüge6867
Raumgewinn gesamt321311
Yards Raumgewinn pro Spielzug4,74,6
Fumbles3, verloren: 34, verloren: 3
Strafen (Yards)10 (88 yards)8 (57 yards)
Ballbesitz25:5934:01

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Michigan State Wake Up The Echoes lautet eine Zeile aus dem Fightsong der Fighting Irish. Dass er in diesen Tagen - nach langen Jahren der Mittelmäßigkeit - wieder passt, liegt in erster Linie an einem Mann: Tyrone Willingham übernahm am 1. Januar 2002 die Position des Head Coaches von Notre Dame. Seitdem weht ein frischer Wind über den Campus der Universität. Der neue Coach hat es offenbar verstanden, seinen Spielern jenes Selbstvertrauen einzuimpfen, das sie jetzt in den ersten vier Spielen der Saison präsentierten. Bei dem 21-17 Sieg über die Michigan State Spartans ließ sich die Mannschaft nicht durch Rückschläge wie die Verletzung ihres Stamm-Quarterbacks Carlyle Holiday beeindrucken. Auch die erstmalige Führung der Gastgeber nach einem Charles Rogers Touchdown eine Minute und 45 Sekunden vor Schluss änderte nichts an dem unbedingten Siegeswillen der Irish. Und 30 Sekunden nach der Führung der Spartans hatten sie zurückgeschlagen. Ein 60 Yard Pass von Ersatz-Quarterback Pat Dillingham auf Arnaz Battle sorgte für die endgültige Entscheidung in einem Spiel, das die Irish im letzten Jahr ganz sicher verloren hätten.

Lange ist's her, dass die Irish ihren letzten Sieg über Michigan State feiern konnten. Acht Jahre, um genau zu sein. Im Jahre 1994 war's, als die - damals noch von Lou Holtz geführten - Irish in East Lansing mit 21-20 gewannen. Seitdem gab es wenig Grund zum Jubeln bei den Notre Dame Fans. Fünfmal in Folge verloren die Irish in den letzten fünf Jahren. Bob Davie hieß in dieser Zeit der Head Coach in Notre Dame.

Aber der musste nach der Saison 2001 seinen Hut nehmen. Seitdem führt Tyrone Willingham die Irish. Mit ihm kam offenbar der Erfolg zurück nach South Bend, Indiana. Wie anders ist es sonst zu erklären, dass er nach vier Spieltagen - mit den gleichen Spielern wie sein Vorgänger - noch ungeschlagen ist, und dabei gleich mehrere Negativ-Serien ausgelöscht hat. Sein letzter Streich war der 21-17 Erfolg bei Michigan State.

Aber der Sieg könnte recht teuer erkauft worden sein, denn mit Quarterback Carlyle Holiday und Halfback Ryan Grant verletzten sich zwei Schlüsselspieler. Beide zogen sich Schulterverletzungen zu. Ob die beiden am nächsten Wochenende wieder mit dabei sein können, steht in den Sternen. Da hilft nur abwarten.

Aber das Spiel gegen Stanford ist nicht Thema dieses Berichtes ...

In East Lansing, natürlich vor ausverkauftem Haus, hatten die Irish ihr erstes echtes Auswärtsspiel der Saison zu bestreiten. Was die Sache schwierig machte war, dass die Gastgeber in den letzten fünf Partien die Oberhand behalten hatten. Und für Head Coach Ty Willingham war es in gewisser Weise eine Heimkehr, denn immerhin hat er Anfang der siebziger Jahre in Michigan State studiert und auch Football gespielt. Einen "Gewissenskonflikt" schien er deshalb jedoch nicht zu haben, denn er ging von einem Sieg seiner Mannschaft aus.

Und der Auftakt der Begegnung gab auch jede Menge Anlass zu Optimismus. Wie in der Vorwoche waren die Irish zuerst in Ballbesitz. Und das Ergebnis war ebenfalls wie in der Vorwoche: Touchdown Irish. Nach 4 Minuten und 12 Sekunden überquerte Ryan Grant die Goalline der Spartans zur Führung seiner Mannschaft. Vorausgegangen war dieser Situation jedoch ein H3 Play der Irish, das wohl diesen Touchdown erst ermöglichte: An der eigenen 26 Yard Linie gab es bei einem dritten Versuch und 4 ein Handoff zu Arnaz Battle. Was aber wie ein Reverse-Spielzug aussah, entwickelte sich zu einem überraschenden Play. Carlyle Holiday machte sich nach der Ballübergabe nämlich auf in das gegnerische Backfield. Und Arnaz Battle war plötzlich der Quarterback, der einen weiten Pass warf. Am anderen Ende dieses Passes wartete Carlyle Holiday, der mit einem Hechtsprung das "Ei" sichern konnte. Dieser Spielzug brachte 30 Yards Raumgewinn, die Irish standen also bereits tief in der gegnerischen Hälfte.

Nach diesem ersten Paukenschlag waren die Gastgeber in Ballbesitz. Alles war gespannt auf das Duell des derzeit wohl besten Wide Receiver im College Football, Charles Rogers, mit dem derzeit überragend agierenden Defensive Backfield der Irish. Dass Rogers nicht ganz auszuschalten war, wussten die Coaches der Irish. Es ging deshalb darum, dass er nicht zur spielentscheidenden Figur avancieren konnte. Nun, um es vorweg zu nehmen, über mehr als drei Spielviertel gelang dies Vontez Duff und Shane Walton hervorragend.

In ihrer ersten Angriffsserie setzten die Spartans aber vorwiegend auf das Laufspiel. Und da hatte die Defense der Irish die richtigen Antworten parat. Am Ende des Tages sollten die Gastgeber nämlich lediglich 53 Yards durch Laufspiel erzielt haben. Bei ihrer ersten Angriffsserie reichte es immerhin zu einem Fieldgoal-Versuch. Der schlug jedoch fehl, und somit blieb es beim 7-0 für die Irish.

In der Folgezeit übernahmen die beiden Abwehrreihen das Kommando auf dem Spielfeld. Ein ums andere Mal wechselte das Angriffsrecht, wobei die Irish insbesondere Probleme beim Passspiel hatten. Immerhin brachten die Spartans aber noch im ersten Viertel die ersten Punkte auf die Anzeigetafel, denn mit einem Fieldgoal verkürzten sie auf 3-7.

Kurz danach wurden zum ersten Mal die Seiten gewechselt. Und es sollte bis unmittelbar vor dem Ende des zweiten Viertels dauern, ehe sich an dem Spielstand etwas änderte. Wie so oft in dieser Saison war die Defense der Irish daran beteiligt: Zwei Minuten vor der Halbzeitpause versuchten die Gastgeber einen Passspielzug. Der designierte Passempfänger konnte den Ball jedoch nur abfälschen. Hinter ihm stand Strong Safety Gerome Sapp goldrichtig und konnte den Ball abfangen. Nach dieser Interception waren die Irish tief in der Hälfte des Gegners in Ballbesitz. Ein Fieldgoal war aus dieser Distanz (28 Yard Linie) bereits möglich. Aber die Irish wollten natürlich mehr. Und 11 Sekunden vor der Halbzeitpause fand Carlyle Holiday (nach sieben Fehlversuchen im zweiten Viertel) seinen Receiver Maurice Stovall in der Endzone der Gastgeber. Nach diesem 15 Yard Touchdown-Pass, dem ersten des Irish Spielmachers in dieser Saison, und dem ersten in der College-Karriere des jungen Passempfängers, lautete der Spielstand zur Halbzeit: Michigan State 3, Notre Dame 14.

Durchgang drei gehörte dann wieder den Abwehrreihen, die in diesem Spielabschnitt keine Punkte zuließen. Dafür sollte es im Schlussviertel noch einmal hochdramatisch werden. Die Gastgeber hatten offensichtlich eine Schwachstelle in der Passverteidigung der Irish entdeckt. So schaffte es der Spartans Spielmacher Jeff Smoker immer öfter, den Ball auf seinen Star-Receiver zu werfen. Punkte waren da nur eine Frage der Zeit. Und es war Charles Rogers, der gut 13 Minuten vor Schluss den Anschluss-Touchdown für sein Team erzielte, als er einen 38 Yard Pass in der Endzone fangen konnte.

Die Irish waren zu diesem Zeitpunkt bereits entscheidend gehandikappt, weil Carlyle Holiday und Ryan Grant mit Schulterverletzungen ausgeschieden waren. Ersatz-Spielmacher Pat Dillingham brauchte etwas Zeit, um zu seinem Spiel zu finden. Damit war die Offense der Irish in dieser Phase der Partie weitestgehend abgemeldet. Und als sie einmal in Scoring-Position waren, beendete eine Interception Dillinghams (an der 3 Yard Linie der Spartans) die Angriffsserie. Jetzt war also die Defense der Irish gefordert. Die konnte jedoch nicht den nächsten Drive der Gastgeber verhindern, der 1:45 Minuten vor Schluss in der Endzone der Irish endete. Das H3 Play war ein 21 Yard Touchdown Pass auf Charles Rogers bei einem vierten Versuch und 11.

105 Sekunden vor Schluss schien sich mal wieder das Schicksal der Irish zu erfüllen: Nach überzeugendem Spiel sollten sie offenbar am Ende erneut mit leeren Händen dastehen. Aber die Irish liessen sich nicht beirren. Im Gegensatz zum Vorjahr waren sie von unbedingtem Siegeswillen getrieben und marschierten in Richtung 25 Yard Linie der Gastgeber. Von dort sollte Nicholas Setta dann per Fieldgoal den Gleichstand schaffen und die Partie somit in die Verlängerung bringen.

Pat Dillingham hatte inzwischen zu seinem Spiel gefunden. Seine Pässe kamen jetzt besser und fanden ihre Adressaten. So auch einer, den er an der eigenen 40 Yard Linie auf Arnaz Battle abfeuerte. Dieser machte sich auf der linken Seite auf in Richtung Endzone der Gastgeber. Dabei hatte er Glück, dass ein Abwehrspieler ausrutschte und ein weiterer über ihn stolperte. Arnaz Battle hatte damit freie Bahn und machte erst nach 60 Yards - in der Endzone der Spartans - halt. Zu spielen waren noch 75 Sekunden, und die Irish führten wieder.

In der Folgezeit versuchte Michigan State, dem Spiel noch eine letzte Wende zu geben. Aber einer der Pässe von Jeff Smoker landete - kurz vor der Endzone der Irish - in den Armen von Gerome Sapp. Nach dessen zweiter Interception des Tages war die Partie entschieden. Die Irish hatten mit 21-17 gewonnen und blieben auch nach dem vierten Saisonspiel ungeschlagen.

Spielstatistik

 Michigan StateNotre Dame
First Downs1915
- durch Lauf46
- durch Pass127
- durch Penalty32
Anzahl Laufspielzüge3439
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge101159
Raumverlust durch Laufspielzüge4832
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge53127
Yards Raumgewinn pro Lauf1,63,3
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge281198
Anzahl Pass-Spielzüge3424
Vollständige Pässe199
Komplettierungsrate55,9%37,5%
Interceptions21
Yards Raumgewinn pro Passversuch8,38,3
Anzahl Spielzüge6863
Raumgewinn gesamt334325
Yards Raumgewinn pro Spielzug4,95,2
Fumbles01, verloren: 0
Strafen (Yards)9 (86 yards)6 (45 yards)
Ballbesitz29:5830:02

Individual-Statistik

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Cardinal chancenlos gegen Irish Defense

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7

Stanford Für Tyrone Willingham war es ein ganz besonderes Spiel, als es in diesem Jahr gegen Stanford ging. Immerhin verbrachte er die letzten sieben Jahre an diesem College. Unter seiner Leitung avancierte Stanford zu einem Top-Team in der PAC-10 Conference. Da war es natürlich kein Wunder, dass die Emotionen hochkochten. Und insbesondere die Gäste hatten dadurch in der Anfangsphase eindeutig Vorteile. Letztlich aber siegten die Irish, dank einer überragenden Leistung ihrer Defense im dritten Viertel, verdient mit 31-7.

Dabei taten sich die Irish, die ohne ihren etatmäßigen Quarterback Carlyle Holiday antreten mussten, in der ersten Halbzeit überaus schwer. Dazu kam, dass es die Schiedsrichter überaus gut meinten mit Stanford. So anullierten sie kurzerhand einen 92 Yard Puntreturn-Touchdown von Vontez Duff wegen einer überaus fragwürdigen "Roughing-The-Center"-Strafe gegen die Irish. Die amerikanischen Kommentatoren (von NBC) konnten allerdings auch nach mehrmaliger Wiederholung der fragwürdigen Szene keinen Regelverstoss feststellen. Folge der Schiedsrichter-Entscheidung war, dass die Gäste in Ballbesitz blieben. Und diese Angriffsserie endete dann auch mit Stanford's einzigem Touchdown an diesem Tage.

Auf der anderen Seite tat sich Ersatz-Spielmacher Pat Dillingham anfangs schwer. Man merkte deutlich das Fehlen des Stamm-Quarterbacks. Erst mit zunehmender Spielzeit wurde er sicherer und machte letztlich ein gutes Spiel für die Irish.

Man könnte sagen, die Offense der Gastgeber war in der Anfangsphase einfach nicht vorhanden. Immer wieder musste Punter Joey Hildbold aufs Feld kommen um den Ball an den Cardinal abzugeben. Aber auch die hohgelobte Offense der Gäste konnte sich nicht entscheidend durchsetzen gegen die bekannt starke Defense der Irish. Nur einmal - kurz vor dem Ende des ersten Viertels - fand Stanford den Weg in die Endzone der Irish (14 Yard Pass von Chris Lewis auf Teyo Johnson). Kurze Zeit später wurden beim Spielstand von 7-0 für die Gäste dann zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Im zweiten Viertel über weite Strecken das gleiche Bild, auch wenn das Laufspiel der Irish langsam aber sicher ins Rollen kam. Aber es reichte bis zur Pause nur zu einem 30 Yard Fieldgoal von Nicholas Setta (der zudem im ersten Viertel ein 51 Yard Fieldgoal nicht verwandeln konnte). Alles in allem war die erste Halbzeit aus Sicht Notre Dames eher durchwachsen. Die junge Defense der Gäste, die eine Woche zuvor gegen Arizona State noch 63 Punkte kassiert hatte, präsentierte sich erstaunlich stark in dieser Phase des Spiels. So gingen die Mannschaften beim Spielstand von 7-3 für Stanford in die Halbzeitpause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zunächst keine Änderung. Immer noch bestimmten auf beiden Seiten die Abwehrreihen das Spielgeschehen. Was allerdings auffiel war, dass das Laufspiel der Irish jetzt immer mehr dominierte. Pat Dillingham warf in der zweiten Halbzeit lediglich noch 7 Pässe, während Ryan Grant und Rashon Powers-Neal jetzt immer öfter substanziellen Raumgewinn erzielen konnten. Auf der anderen Seite war die Offense der Gäste jetzt regelrecht abgemeldet und konnte in der zweiten Halbzeit keinerlei Akzente mehr setzen. So war es fast logisch, dass die Irish immer näher an die gegnerische Endzone herankamen. Und knapp fünf Minuten vor Ende des dritten Viertels war es dann soweit: Rashon Powers-Neal trug den Ball über die noch fehlenden 3 Yards in die Endzone der Gäste. Die Irish gingen zum ersten Mal in dieser Partie in Führung.

Aber das war nur der Beginn von drei turbulenten Minuten: Bereits die nächste Angriffsserie von Stanford endete wieder in der Endzone - der Gäste! Chris Lewis war bei einem dritten Versuch und lang stark unter Druck und versuchte, einen Pass zu werfen. Das gelang auch, nur dass Shane Walton am anderen Ende wartete, das "Ei" aufnahm und über 18 Yards in die Endzone der Gäste zurücktrug. Damit war - nur 24 Sekunden nach dem ersten Irish-Touchdown - wohl eine Vorentscheidung gefallen. Notre Dame führte nach wiederum verwandeltem Extrapunkt jetzt mit 17-7.

Natürlich waren die Gäste anschließend wieder in Ballbesitz und arbeiteten sich langsam nach vorne. Die Defense der Irish, die das Laufspiel der Gäste beinahe zum Erliegen brachte (nur 61 Yards Raumgewinn durch Laufspiel), dominierte jetzt die Partie. Und sie beendete diesen Drive auch: Gut eine Minute vor dem Ende des dritten Viertels warf Chris Lewis erneut einen Pass. Der kam zwar an, konnte von dem Cardinal-Receiver jedoch nicht unter Kontrolle gebracht werden. Courtney Watson konnte den Ball ergattern und machte sich auf den Weg in die gegnerische Endzone. Nach 34 Yards hatte er die erreicht und die Irish mit diesem zweiten Interceptionreturn-Touchdown entscheidend in Führung gebracht. Spielstand nach drei Vierteln: Stanford 7, Notre Dame 24.

Im Schlussviertel merkte man den Gästen an, dass sie an eine Wende in diesem Spiel nicht mehr glaubten. Zu dominierend spielte Notre Dame jetzt - sowohl in der Offense als auch in der Defense. Und so kam, was kommen musste: Bald standen die Irish wieder vor der Endzone der Gäste. Diesmal war es Ryan Grant, der mit einem 1 Yard Lauf den letzten Touchdown dieser Partie erzielte. Er krönte damit seine tadellose Leistung an diesem Tage mit dem zweiten 100-Yard Spiel seiner Karriere in Notre Dame. Seine 103 Yards aus 18 Läufen wurden aber sogar noch übertroffen durch Rashon Powers-Neal, der mit 13 Läufen 108 Yards Raumgewinn erzielen konnte.

Nach der starken Leistung im dritten Viertel und einer insgesamt dominierenden zweiten Halbzeit ging der Sieg der Irish auch in dieser Höhe völlig in Ordnung. Man muss aber einmal mehr konstatieren, dass die Defense - wie schon so oft in diesem Jahr - der Garant des Erfolges war.

Spielstatistik

 StanfordNotre Dame
First Downs1617
- durch Lauf512
- durch Pass105
- durch Penalty10
Anzahl Laufspielzüge3043
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge112274
Raumverlust durch Laufspielzüge5125
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge61249
Yards Raumgewinn pro Lauf2,05,8
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge201129
Anzahl Pass-Spielzüge4327
Vollständige Pässe2114
Komplettierungsrate48,8%51,9%
Interceptions31
Yards Raumgewinn pro Passversuch4,74,8
Anzahl Spielzüge7370
Raumgewinn gesamt262378
Yards Raumgewinn pro Spielzug3,65,4
Fumbles01, verloren: 0
Strafen (Yards)9 (72 yards)10 (109 yards)
Ballbesitz29:2830:32

Individual-Statistik

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PITTSBURGH
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Irish siegen in Abwehrschlacht!

PITTSBURGH

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3

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7

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7

Pittsburgh Vor der Saison war ein Sieg gegen die Pittsburgh Panther eigentlich fest eingeplant. Dann aber startete das Team aus Pittsburgh/Pennsylvania mit fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen glänzend in die Saison 2002. Und sie taten es wie die Irish, mit einer bärenstarken Defense. Das waren natürlich glänzende Voraussetzungen für eine Defense-Schlacht im Notre Dame Stadium.

Und genauso kam es dann auch. Auf beiden Seiten dominierten die Abwehrreihen das Spiel. Zwar konnten die Gäste mehr als doppelt soviel Raumgewinn erzielen als die Irish, schaffte Notre Dame am Boden gerade mal magere 40 Yards, so behielt das Team von Tyrone Willingham am Ende doch mit 14-6 die Nase vorn.

Zum Spielverlauf:

Die Gäste waren zuerst in Ballbesitz. Und sie starteten mit einer starken Angriffsserie. Am Boden lief es zwar nicht so besonders gut - am Ende waren es 89 Yards Raumgewinn durch Laufspiel - aber durch die Luft klappte es dafür umso besser. Ein ums andere Mal fand Pittsburgh's Quarterback Rod Rutherford eine Anspielstation für seinen Pass. Das Defensive Backfield der Irish war in dieser Phase der Partie hoffnungslos überfordert. Dennoch war es letztlich Shane Walton mit einer Pass-Deflection in der Endzone, der einen Touchdown für die Panthers verhinderte. So mussten die Gäste sich mit dem Trostpreis, einem Fieldgoal, zufrieden geben.

Anschließend waren die Irish das erste Mal mit ihrer Offense auf dem Feld. Allerdings sollte die erste Angriffsserie schnell zu Ende sein. Überhaupt schaffte die Offense um den wiedergenesenen Quarterback Carlyle Holiday im ersten Durchgang nur 16 Yards Raumgewinn. Die Gäste dagegen marschierten weiter, dank eines gut funktionierenden Passspiels. Immer wieder hatte der Spielmacher der Gäste soviel Zeit wie er brauchte, um eine freie Anspielstation zu finden. Zählbares sprang jedoch nicht dabei heraus. So wurden beim Spielstand von 3-0 für Pittsburgh zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Im zweiten Viertel waren die Irish dann wieder im Ballbesitz. An der eigenen 20 Yard Linie starteten sie. Und plötzlich funktionierte das Passspiel. Immer wieder fand Carlyle Holiday seinen besten Pass-Empfänger Arnaz Battle, der am Ende mit zehn Passfängen 101 Yards Raumgewinn erzielte. In dieser Angriffsserie war er dreimal Ziel der Pässe des Irish Spielmachers. Auf jeden Fall endete diese Angriffsserie erst in der Endzone der Gäste. Und wie sollte es auch anders sein, Notre Dame's bester Angreifer an diesem Tage, Arnaz Battle, erzielte mit einem akrobatischen Catch in der Endzone den ersten Touchdown für die Irish.

Die Gäste versuchten zurückzuschlagen. Sie schafften auch weitere Punkte. Aber wieder mussten sie sich mit einem Fieldgoal begnügen. So führte Notre Dame bei Halbzeit die Partie mit 7-6.

Irish Defensive Coordinator Kent Baer ordnete für die zweite Halbzeit einige Änderungen an. Im ersten Durchgang hatte er weitestgehend auf Blitzes seiner Mannschaft verzichtet. Er musste aber einsehen, dass seine Defensive Line nicht für genügend Druck auf Rutherford sorgen konnte. Also kam eine wesentlich aggressivere Defense der Irish zurück aufs Spielfeld. Und fortan war Sand im Getriebe der Panther Offense. Immer wieder musste ihr Spielmacher den Ball früher werfen als er wollte, stand eigentlich ständig unter Druck. Und damit übernahm Notre Dame in Halbzeit zwei die Kontrolle über das Spiel.

Pittsburgh gelangen keine nennenswerten Offensiv-Aktionen mehr. Da aber die Offense der Irish ebenfalls kaum Mittel gegen die Panther Defense fand, prägten zahlreiche Punts das Geschehen im Notre Dame Stadium.

Mitte des Schlussviertels, die Gäste starteten eine neue Angriffsserie nach einem tollen Punt von Joey Hildbold tief in der eigenen Hälfte, versuchte Rod Rutherford mit einem Lauf Raumgewinn zu erzielen. An der eigenen 12 Yard Linie wurde er von Irish Free Safety Glenn Earl getackelt. Dabei verlor er den Ball, der von Earl gesichert werden konnte. Nach diesem Turnover stand die Offense der Irish 12 Yards vor der gegnerischen Endzone. Punkte waren da eigentlich schon sicher. Aber die Irish wollten natürlich in die Endzone. Und nach vier Laufspielzügen standen sie unmittelbar vor der Goal Line der Gäste. Ryan Grant war es dann vorbehalten, mit einem ein Yard Lauf den zweiten Touchdown für Notre Dame zu erzielen. Nach erfolgreich verwandeltem Extrapunkt führte Tyrone Willingham's Team mit 14-6.

In der Folgezeit hatten die Gäste noch einige Angriffsserien, die aber alle von der jetzt eindeutig dominierenden Defense der Irish gestoppt werden konnten. Die letzte Chance der Gäste endete mit einer Interception durch Preston Jackson an der 21 Yard Linie der Irish. Zu spielen waren da noch 65 Sekunden. Und in dieser Zeit gaben die Irish den Ball nicht wieder ab ...

Fazit der Partie: Einmal mehr war die starke Defense der Irish der Garant für einen Sieg. Und auch nach dem sechsten Spiel bleibt Tyrone Willingham mit seinen Irish ungeschlagen.

Spielstatistik

 PittsburghNotre Dame
First Downs2110
- durch Lauf63
- durch Pass157
- durch Penalty00
Anzahl Laufspielzüge3932
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge13669
Raumverlust durch Laufspielzüge4729
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge8940
Yards Raumgewinn pro Lauf2,31,3
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge313145
Anzahl Pass-Spielzüge4426
Vollständige Pässe1916
Komplettierungsrate43,2%61,5%
Interceptions12
Yards Raumgewinn pro Passversuch7,15,6
Anzahl Spielzüge8358
Raumgewinn gesamt402185
Yards Raumgewinn pro Spielzug4,83,2
Fumbles2, verloren: 21, verloren: 0
Strafen (Yards)8 (59 yards)3 (25 yards)
Ballbesitz32:2627:34

Individual-Statistik

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Air Force Option keine Option gegen Irish

AIR FORCE

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Air Force Die AirForce Falcons besitzen traditionsgemäß einen der besten Laufangriffe im College Football. Das war in diesem Jahr bislang nicht anders. Mit einem Schnitt von mehr als 339 Yards pro Spiel führten sie diese Kategorie souverän an. In den sechs Spielen zuvor erzielten sie im Schnitt etwas mehr als 40 Punkte und gewannen jedesmal. Somit kam es am 19. Oktober dieses Jahres zu einer Partie zweier ungeschlagener Teams, als die Irish in Colorado Springs ihre Visitenkarte abgaben.

Für die Falcons war es das Spiel des Jahres. Aber sie hatten es sich ganz anders vorgestellt, denn die Irish dominierten die Partie deutlicher, als es das Resultat von 21-14 aussagt. Gerade mal 104 Yards durch Laufspiel konnten die Gastgeber erzielen. Ihre längste Angriffsserie an diesem Abend ging über 27 Yards.

Grund für diese magere Ausbeute war die einmal mehr überragende Defense der Irish. Und das war keineswegs selbstverständlich. Muss eine Defense gegen passorientierte Teams aggressiv zu Werke gehen, um erfolgreich zu sein, so ist diese Taktik gegen eine Option-Attacke absolut unwirksam. Gefragt ist hier eine intelligente Verteidigung. Wichtig ist, dass jeder Abwehrspieler seine Aufgabe genau erfüllt und in erster Linie seine Position hält. Genau das taten die Irish gegen den zuvor furchteinflößenden Angriff der Falcons. Immer wieder waren sie schnell auf Ballhöhe, und was noch wichtiger war, Chance Harridge, Spielmacher der Gastgeber hatte keine Chance zu entkommen, da zumeist alle "Fluchtwege" blockiert waren. So musste er sich an diesem Abend mit 31 Yards begnügen.

Auf der anderen Seite des Balles sah man bei Notre Dame ein ungewohntes Bild: Die in diesem Jahr bislang noch kaum eingesetzte I-Formation (Fullback und Halfback in einer Linie hinter dem Quarterback aufgestellt) sollte das probate Mittel sein, um gegen die schnelle Defense der Falcons erfolgreich zu sein. In der Tat operierten die Irish an diesem Tag überwiegend mit dem Laufspiel. 56 Läufen standen lediglich 15 Passversuche gegenüber. Man fühlte sich in die Lou Holtz Ära zurückversetzt.

Und Irish Head Coach Tyrone Willingham sollte mit dieser Taktik Erfolg haben. 335 Yards wurden allein durch das Laufspiel erzielt. Und hier konnte sich insbesondere Ryan Grant - einmal mehr - empfehlen, der mit 190 Yards sein bislang bestes Spiel im Trikot der Irish absolvierte.

Einziger Wehrmutstropfen in einer grandiosen Vorstellung der Irish waren die drei Ballverluste von Carlyle Holiday (zweimal) und Vontez Duff (beim Kick Off Return zu Beginn der zweiten Halbzeit). Daraus resultierten dann auch beide Touchdowns der Gastgeber.

Aber der Reihe Nach: Die Gastgeber waren zuerst in Ballbesitz und marschierten auch zunächst gewohnt erfolgreich. Aber schon bald waren die Irish in der Lage, die Gastgeber in eine "Third Down and Long" Situation zu bringen. Option-Orientierte Angriffe basieren auf stetigem Raumgewinn, so dass beim dritten Versuch maximal drei bis fünf Yards zurückzulegen sind. Ist die zu überbrückende Distanz grösser, bekommt die Option-Attacke Probleme. Und genauso war es hier. Die Falcons mussten punten und brachten zum ersten Mal die Offense der Irish aufs Feld. Und die marschierte zunächst nach Belieben. Aber die Angriffsserie fand ein jähes Ende, als Carlyle Holiday an der gegnerischen 37 Yard Linie den Ball fumblete. Die Defense der Gastgeber hatte ein H3 Play und konnte den Ball zurückerobern.

Aber wie gesagt, die Offense der Falcons war an diesem Abend weitestgehend abgemeldet, und so kam Notre Dame schon bald danach wieder in Ballbesitz. Das Angriffsrecht wechselte in dieser Phase der Partie einige Male hin und her, bis die Irish dann gegen Ende des ersten Viertels wieder mit ihrer Offense aufs Feld kamen. Und diesmal gab es die ersten Punkte der Partie. Aber nicht die Irish konnten jubeln, sondern die Gastgeber. Was war geschehen? Carlyle Holiday war mit dem Ball unterwegs, als er an der eigenen 21 Yard Linie das Objekt der Begierde zum zweiten Mal an diesem Abend verlor. Und die Falcons konnten das "Ei" zurücktragen in die Endzone der Irish. Sie führten damit mit 7-0.

Wer aber geglaubt hatte, das Spiel würde jetzt kippen, der sah sich getäuscht. Denn die Irish schlugen in Windeseile zurück. Nur 83 Sekunden später nämlich, da jubelte das Team mit den geoldenen Helmen. Wieder war Carlyle Holiday entscheidend beteiligt. Diesmal jedoch hielt er den Ball fest und marschierte unaufhaltsam, hervorragend geblockt von einer überragend agierenden Offensive Line, über 53 Yards bis in die Endzone der Falcons. So stand die Partie unentschieden 7-7, als kurze Zeit später zum ersten Mal die Seiten gewechselt wurden.

Im zweiten Viertel über weite Strecken das gleiche Bild: Die Offense der Gastgeber blieb wirklungslos, und die Offense der Irish hatte Probleme mit der schnellen Defense der Gastgeber. Dazu kam, dass Nicholas Setta einmal mehr Pech mit seinen Kicks hatte. Ein 41 Yard Fieldgoal Versuch Mitte des zweiten Viertels ging daneben. So dauerte es bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit, ehe die nächsten Punkte auf die Anzeigetafel kamen. Und es war Ryan Grant, der seine an diesem Abend überragende Leistung mit einem 18 Yard Touchdownlauf krönte. Kurze Zeit später war die erste Halbzeit vorüber. Spielstand der Partie: Air Force 7, Notre Dame 14.

Durchgang zwei begann mit einem Paukenschlag: Die Falcons brachten den Ball ins Spiel und Irish Kickoff Returner Vontez Duff verlor diesen auf Höhe der eigenen 16 Yard Linie. Damit waren die Gastgeber schneller als erwartet wieder in Ballbesitz. Und diesmal schafften sie auch den langersehnten Touchdown. Das Spiel war erneut ausgeglichen. Aber wieder sollten die Irish prompt zurückschlagen, auch wenn diesmal etwas mehr Zeit vergehen sollte. Denn die folgende Angriffsserie Notre Dame's dauerte fünfeinhalb Minuten. Und einmal mehr war es Carlyle Holiday höchstpersönlich, der den Ball über das letztlich noch fehlende Yard in die Endzone der Gastgeber beförderte. So führten die Irish Mitte des dritten Viertels wieder, diesmal mit 21-14.

Es sollten die letzten Punkte des Spiels gewesen sein. Einmal noch hatten die Irish die Möglichkeit, Punkte zu erzielen, aber wieder war es Nicholas Setta nicht gelungen, das "Ei" zwischen die vertikalen Torstangen zu bugsieren.

Man hatte bis zum Schluss der Partie stets das Gefühl, es könnte noch etwas passieren. Denn die Falcons sind ein explosives Team, das in Windeseile über das Spielfeld marschieren und Punkte erzielen kann. Aber die Defense der Irish war Herr der Lage und ließ ein weiteres H3 Play der Gastgeber nicht mehr zu.

Im siebten Spiel der Saison der siebte Sieg für die Irish. Wer vor der Saison ernsthaft gesagt hätte, die Irish wären nach der Hälfte der Saison noch ungeschlagen, der wäre glatt für verrückt erklärt worden. Aber so langsam darf man sich an den Gedanken gewöhnen, dass Notre Dame Football zurück ist auf der großen Bühne, und dass die Siegesserie in diesem Jahr erst der Anfang ist ...

Spielstatistik

 Air ForceNotre Dame
First Downs1022
- durch Lauf615
- durch Pass46
- durch Penalty01
Anzahl Laufspielzüge3856
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge116359
Raumverlust durch Laufspielzüge1224
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge104335
Yards Raumgewinn pro Lauf2,76,0
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge57112
Anzahl Pass-Spielzüge1415
Vollständige Pässe68
Komplettierungsrate42,9%53,3%
Interceptions10
Yards Raumgewinn pro Passversuch4,17,5
Anzahl Spielzüge5271
Raumgewinn gesamt161447
Yards Raumgewinn pro Spielzug3,16,3
Fumbles03, verloren: 3
Strafen (Yards)4 (41 yards)3 (20 yards)
Ballbesitz24:2735:33

Individual-Statistik

Keine Daten gefunden
Keine Daten gefunden
Keine Daten gefunden
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Keine Daten gefunden
Keine Daten gefunden
Keine Daten gefunden
Keine Daten gefunden
Keine Daten gefunden
NOTRE DAME
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FLORIDA STATE
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Irish stürmen Tallahassee

FLORIDA STATE

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Florida State Eine Woche, nachdem Notre Dame die Option-Attacke von Air Force an die Kette gelegt hatte, folgte die nächste Herausforderung für das Team von Tyrone Willingham. In Tallahassee ging es gegen Florida State. Die Seminoles hatten zwar bereits zwei Niederlagen auf dem Konto. Aber zwei Wochen zuvor hatten sie Titelanwärter Miami eigentlich schon geschlagen, als ihrem Kicker bei auslaufender Spieluhr die Nerven versagten. So verloren sie knapp mit 27-28. Nicht zuletzt wegen dieser starken Leistung wurden die Seminoles als 10 Punkte Favorit geführt.

Aber die Irish hatten ganz andere Pläne. Sie wollten auch vor dem Überteam aus Florida nicht in die Knie gehen und ihren Fans im achten Spiel der Saison den achten Sieg bescheren. Und wie schon so oft in dieser Saison waren es Defense und Special Teams, die letztlich für den überraschenden 34-24 Erfolg sorgten.

Seminoles Head Coach Bobby Bowden begrüßte die Chance, gegen ein ungeschlagenes Team verlorenen Boden wieder gut machen zu können. Ein Sieg gegen die Irish würde sie in der Rangliste wieder einige Plätze nach oben spülen. Und, anders als in der Vergangenheit, setzte er in dieser Saison vermehrt auf das Laufspiel. Grund dafür ist sicher die personelle Situation in diesem Jahr: Auf der Quarterback Position fehlt ihm die überragende Spielerpersönlichkeit (Chris Rix hatte zwar starke Spiele, aber ihm fehlte bislang die Konstanz), und als Tailback steht ihm in diesem Jahr mit Greg Jones eine echte Granate zur Verfügung. Mit dem Gewicht eines Fullbacks und der Schnelligkeit eines Tailbacks erinnert er sehr stark an den früheren Irish Runningback Jerome Bettis. Gegen Miami erzielte Jones vor 14 Tagen sagenhafte 189 Yards.

Kein Wunder, dass Bowden auch gegen die Irish zunächst auf das Laufspiel setzte. Als erste Mannschaft in Ballbesitz begannen sie mit drei Läufen (zweimal Greg Jones). Aber die Defense der Irish war darauf vorbereitet und gestattete den Gastgebern nur 6 Yards Raumgewinn. Die Seminoles mussten also punten.

Damit kam zum ersten Mal die Offense der Irish aufs Feld. Sie startete an der eigenen 35 Yard Linie. Und sie startete mit einem Big Play: Quarterback Carlyle Holiday täuschte ein Laufspiel an, warf dann aber einen Pass auf seinen besten Receiver Arnaz Battle. Der lief die rechte Außenlinie entlang und machte mit dem Ball in der Hand einen Cut nach innen. Damit erwischte er die Rückraumverteidigung der Seminoles offenbar auf dem falschen Fuß. Und mit seiner Schnelligkeit brachte er das "Ei" sicher und unbedrängt in die Endzone der Gastgeber. Auf den Rängen wurde es schlagartig ruhig, die Gastgeber waren geschockt. Die Irish führten nach diesem 65 Yard Pass mit 7-0.

Der Schock der Seminoles sollte indes nicht lange anhalten. Bereits ihre nächste Angriffsserie verlief deutlich erfolgversprechender. Diesmal setzten die Gastgeber allerdings vermehrt auf das Passspiel. So marschierten sie unaufhaltsam bis an die 3 Yard Linie der Irish. Der Ausgleich war eigentlich vorprogrammiert. Aber nach zwei Penalties standen sie plötzlich an der 18 Yard Linie. Und von dort schafften sie es nicht in drei Versuchen in die Endzone. Also musste ein Fieldgoal reichen.

Die Irish antworteten mit einer langen Angriffsserie, die knapp sechs Minuten dauerte. Und kurz vor Ende des ersten Viertels standen sie an der gegnerischen 22 Yard Linie. Aber dort war Endstation, und Nicholas Setta musste aufs Feld für einen 39 Yard Fieldgoal Versuch. Der Ball schlug gegen die linke Torstange und flog dann hindurch. Damit verbuchten die Irish drei weitere wichtige Punkte auf ihrem Konto. Und als kurze Zeit später zum ersten Mal die Seiten gewechselt wurden, führten sie mit 10-3.

Das zweite Viertel stand ganz im Zeichen der Gastgeber. Sie stellten die Offense der Irish ein ums andere Mal vor unlösbare Probleme. Auf der anderen Seite dominierte die Irish Defense über weite Strecken, bis kurz vor dem Ende des zweiten Viertels Florida State dann doch noch zu ihrem ersten Touchdown kamen. Da dies die einzigen Punkte des Spielabschnitts blieben, stand die Partie bei Halbzeit unentschieden 10-10.

In der zweiten Halbzeit übernahmen die Irish dann nach und nach das Kommando. Die Defense der Irish schickte Florida States Angriff ein ums andere Mal nach drei Angriffsversuchen zurück an die Seitenlinie. Allerdings tat sich auch die Offense der Irish schwer in dieser Spielphase. Dann aber überschlugen sich die Ereignisse. Innerhalb von dreieinhalb Minuten gelangen den Irish drei Turnover, die allesamt in Punkte umgesetzt werden konnten: Zunächst fing Linebacker Courtney Watson einen Pass von Seminoles Quarterback Chris Rix ab und returnierte ihn 21 Yards. Die Offense der Irish kam an Florida State's 23 Yard Linie in Ballbesitz. Sie schaffte jedoch nur 5 Yards Raumgewinn, und so musste einmal mehr Kicker Nicholas Setta aufs Feld. Und wieder verwandelte er sicher, diesmal aus 35 Yards Entfernung. Die Irish führten wieder, diesmal mit 13-10.

Anschließend war natürlich wieder die Offense der Gastgeber auf dem Feld. Aber jetzt passierte Spielmacher Chris Rix ein Missgeschick. Bei einem Scramble-Versuch verlor er den Ball tief in der eigenen Hälfte. Irish Free Safety Glenn Earl hatte den Fumble forciert. Der Ball trudelte in Richtung Endzone der Gastgeber und wurde an der 2 Yard Linie von Vontez Duff gesichert. Wieder kam Carlyle Holiday mit seiner Offense aufs Feld. Aber diesmal folgte ein Happy End. Carlyle Holiday bediente Ryan Grant per Option Pitch, und der marschierte beinahe unbedrängt in die Endzone. Nach erfolgreichem Extrapunkt führten die Irish mit 20-10.

Aber der Alptraum der Seminoles sollte noch immer nicht zu Ende sein: Beim folgenden Kick Off Return fumblete Seminoles Kick Returner Leon Washington auf Höhe der eigenen 17 Yard Linie. Brandon Hoyte sicherte das "Ei" und brachte damit erneut seine Offense aufs Feld. Und die ließ sich diese Chance nicht entgehen. Beim dritten Versuch und 9 warf Carlyle Holiday einen Pass in die rechte hintere Ecke der gegnerischen Endzone. Der einzige Spieler, der diesen Pass erreichen konnte, war Omar Jenkins. Und der nutzte seine Chance zum dritten Irish Touchdown der Partie. Nach erfolgreichem Extrapunkt führten die Irish mit 27-10. Innerhalb von fünfeinhalb Minuten hatten sie das Spiel praktisch entschieden.

Die Seminoles glaubten offenbar nicht mehr an einen Sieg. Sie wechselten den Spielmacher aus und brachten Adrian McPherson. Aber zunächst hatten die Irish noch einmal das Wort. Inzwischen im Schlussviertel angekommen, operierten sie jetzt vorwiegend mit dem Laufspiel, um die Spieluhr zu kontrollieren. Aber sie brachten auch noch eine sehenswerte Angriffsserie zustande: An der eigenen 37 Yard Linie gestartet fand Carlyle Holiday zunächst Jared Clark mit einem Pass. dieser brachte 37 Yards Raumgewinn. Nach einer 5 Yard Strafe standen die Irish an der 31 Yard Linie der Gastgeber. Und von dort nahm Ryan Grant direkten Kurs auf die Seminoles Endzone. Mit seinem zweiten Touchdown des Tages entschied er die Partie endgültig.

Die Seminoles kamen mit ihrem neuen Spielmacher zwar noch zu zwei weiteren Touchdowns, aber das wohl nur, weil die Irish in der Defense jetzt etwas unkonzentriert wirkten. So siegten die Irish am Ende mit 34-24 und zählen spätestens jetzt zu den ernstzunehmenden Anwärtern auf den Titel. Allerdings sollte man von Notre Dame diesen nicht erwarten. Das bisher erreichte gleicht eh schon einer Sensation, und mit Oklahoma und Miami sind zwei Teams im Rennen, die derzeit absolute Extraklasse darstellen, und deshalb auch im Championship Game erwartet werden sollten.

Aber - wer hätte schon vor der Saison geglaubt, die Irish sind nach acht Spielen noch ungeschlagen ...

Spielstatistik

 Florida StateNotre Dame
First Downs2013
- durch Lauf54
- durch Pass157
- durch Penalty02
Anzahl Laufspielzüge3232
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge123141
Raumverlust durch Laufspielzüge3025
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge93116
Yards Raumgewinn pro Lauf2,93,6
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge325185
Anzahl Pass-Spielzüge4321
Vollständige Pässe2113
Komplettierungsrate48,8%61,9%
Interceptions20
Yards Raumgewinn pro Passversuch7,68,8
Anzahl Spielzüge7553
Raumgewinn gesamt418301
Yards Raumgewinn pro Spielzug5,65,7
Fumbles3, verloren: 21, verloren: 0
Strafen (Yards)11 (98 yards)4 (40 yards)
Ballbesitz30:5329:07

Individual-Statistik

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Deja vu in South Bend

BOSTON COLLEGE

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7

Boston College Einige hatten es ja schon kommen gesehen. Aber eigentlich deutete nichts darauf hin, dass Notre Dame - genau wie vor neun Jahren - nach einem großen Sieg gegen Florida State in der Vorwoche gegen Boston College verlieren sollten. Damals waren die Irish auf dem Weg zur Meisterschaft, genau wie in dieser Saison ...

Und eigentlich haben die Eagles das Spiel ja auch nicht gewonnen. Fakt ist vielmehr, dass die Irish alles getan haben, um sich beim 7-14 die erste Saisonniederlage einzuhandeln. Siebenmal fumbleten die Platzherren den Ball, dreimal konnten die Gäste das "Ei" erobern. Dazu kamen noch zwei Interceptions, eine davon zum Touchdown für Boston College. Bei dieser niederschmetternden Bilanz wird jedem klar, dass auch die beste Defense eine Niederlage nicht verhindern kann.

Dabei hatte alles so vielversprechend begonnen. Als die Irish nach dem Aufwärmen zurück in die Umkleidekabine kamen, hingen vor ihren Spinden grüne Trikots. Wer die Geschichte der Irish etwas verfolgt, der weiß was das bedeutete. In den grünen Trikots hatten die Irish 1977 gegen USC gespielt. Damals waren die Gäste aus Kalifornien haushoher Favorit. Aber der damalige Head Coach Dan Devine hatte die gleiche Idee wie Tyrone Willingham. Und die Irish siegten in einem hochklassigen Spiel. Und am Ende dieser Saison waren sie Meister. Aber auch spätere Coaches der Irish verordneten ihrer Mannschaft einen Trikotwechsel: Gerry Faust liess sein Team 1985 ebenfalls gegen USC in grünen Trikots auflaufen - die Mannschaft siegte überzeugend. Und zuletzt war es Lou Holtz, der beim Sugar Bowl 1992 seine Mannschaft in grün antreten ließ. Damals waren die Irish gegen Florida krasser Außenseiter. Es gab nicht wenige in den USA, die den Irish gar die Berechtigung an der Teilnahme an einem großen Bowlspiel absprachen. Aber die Irish zeigten es der Footballwelt und besiegten die Gators mit 39-28.

Auch diesmal schien es, als sollte sich die Maßnahme auszahlen. Die Gäste, zuerst in Ballbesitz, mussten sich schnell vom Angriffsrecht trennen. Und dann marschierten die Irish unaufhaltsam in Richtung Endzone der Eagles. Aber sie kamen nur bis zur 20 Yard Linie. Dort scheiterte ein vierter Versuch und die Eagles waren wieder in Ballbesitz.

Aber einmal mehr konnten sie sich gegen die Defense der Irish nicht durchsetzen. Wieder mussten sie punten. Und wieder kamen die Irish in Ballbesitz. Aber diesmal passierte das erste von zahlreichen Missgeschicken an diesem Nachmittag: Die Ballübergabe von Carlyle Holiday an Ryan Grant, im Training tausendfach geübt, schlug fehl und die Gäste eroberten den freien Ball. Sie standen an der 38 Yard Linie der Irish. Und kurze Zeit später standen sie in der Endzone. Kurz vor dem Ende des ersten Viertels führten die Eagles mit 6-0 (nachdem der Extrapunktversuch gescheitert war).

Schlagartig wurde es ruhig im Notre Dame Stadium. Allerdings hätten die Irish noch im Eröffnungsviertel in Führung gegangen sein sollen, denn ein Catch von Omar Jenkins in der gegnerischen Endzone bedeutete Touchdown für die Irish. Nur leider sahen das die Schiedsrichter, die im Verlaufe der Partie noch einige andere seltsame Entscheidungen treffen sollten, anders. Sie entschieden auf Incomplete Pass. Und so führten die Gäste, als zum ersten Mal die Seiten gewechselt wurden.

Wer gedacht hatte, der Fumble im zweiten Viertel wäre ein Einzelfall, der sah sich getäuscht. Die Irish hatten an diesem Tage offensichtlich Seife an den Handschuhen. Immer wieder entglitt ihnen das "Ei" und beendete zumeist erfolgversprechende Angriffe der Mannen von Tyrone Willingham. Die Offense der Gäste hatte für den Rest der Partie gegen eine erneut bärenstark auftretende Defense der Irish nichts mehr zu bestellen. Am Ende kamen sie auf gerade mal 184 Yards Total Offense. Aber wenn die eigene Offense keine Punkte erzielt, dann ist das leider nicht genug. Und die Offense tat noch mehr des schlechten: Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit spielte Pat Dillingham für den angeschlagenen Carlyle Holiday auf der Quarterback-Position. Er geriet unter starken Druck der gegnerischen Defense und wollte, um den Sack zu vermeiden, den Ball wegwerfen. Leider warf er das "Ei" genau in die Arme von Josh Ott, seines Zeichens Linebacker der Eagles. Und der marschierte über 71 Yards zum zweiten Touchdown der Gäste in die Endzone der Irish. Nach gelungener Two-Point-Conversion führte Boston College mit 14-0. Und so stand es auch noch bei Halbzeit.

In Halbzeit zwei wollten die Irish auf Aufholjagd gehen. Als erstes Team in Ballbesitz marschierten sie über das gesamte Feld - bis an die gegnerische 11 Yard Linie. Dort - man mag es kaum aussprechen - war mal wieder Endstation. Marcus Wilson fumblete den Ball und die Gäste waren wieder in Ballbesitz. Es ging also genauso weiter wie in der ersten Halbzeit. Tyrone Willingham meinte nach dem Spiel, dass es "heute wohl einfach nicht sein sollte ...".

Die Gäste beschränkten sich darauf, bei eigenen Ballbesitzen möglichst viel Zeit von der Spieluhr zu nehmen. Mehr war sowieso nicht drin, denn die Defense der Irish agierte gewohnt stark. Einzig mit den Turnovern klappte es nicht wie sonst. Nur einmal konnte die Defense der Irish den Ball erobern. Das war bei einer akrobatischen Interception von Gerome Sapp an der gegnerischen 28 Yard Linie. Aber die ganze Mühe war umsonst, denn die Offense verlor den Ball gleich darauf wieder.

Man muss es Carlyle Holiday und seiner Offense hoch anrechnen, dass sie sich trotz aller Missgeschicke nie aufgaben. Bis zum Ende des Spiels glaubten sie an die Wende und spielten, so hart sie konnten. Und schließlich wurden ihre Bemühungen dann doch noch belohnt. Zweieinhalb Minuten vor Schluss der Partie fand Carlyle Holiday mit einem 20 Yard Pass Maurice Stovall in der Endzone der Eagles. Diesmal entschieden sogar die Schiedsrichter auf Touchdown. Der aber kam leider zu spät. Die Eagles schafften es, bis zum Ende des Spiels in Ballbesitz zu bleiben, und so den Sieg unter Dach und Fach zu bringen.

Damit sind die Irish aus dem Rennen um die Meisterschaft ausgeschieden. Aber zum Glück hatten an diesem Wochenende einige weitere Meisterschaftsanwärter gepatzt. Und so bleibt die Hoffnung der Irish auf einen Major Bowl ...

Spielstatistik

 Boston CollegeNotre Dame
First Downs922
- durch Lauf59
- durch Pass313
- durch Penalty10
Anzahl Laufspielzüge3344
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge137165
Raumverlust durch Laufspielzüge3043
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge107122
Yards Raumgewinn pro Lauf3,22,8
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge77235
Anzahl Pass-Spielzüge2040
Vollständige Pässe920
Komplettierungsrate45,0%50,0%
Interceptions12
Yards Raumgewinn pro Passversuch3,95,9
Anzahl Spielzüge5384
Raumgewinn gesamt184357
Yards Raumgewinn pro Spielzug3,54,3
Fumbles07, verloren: 3
Strafen (Yards)6 (61 yards)7 (58 yards)
Ballbesitz26:0233:58

Individual-Statistik

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Happy End in Baltimore

NAVY

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Navy Über drei Viertel sahen die Navy Midshipmen wie die Sieger aus im Spiel gegen die Irish. Damit wäre eine lange Serie zu Ende gewesen, denn 38 mal in Folge waren die Irish als Sieger vom Platz gegangen, wenn es gegen Navy ging. Der letzte Navy-Sieg war im Jahre 1963.

Aber letztendlich fand die Mannschaft Tyrone Willinghams zurück zu den Tugenden, die sie in diesem Jahr so erfolgreich machte: Die Defense der Irish übernahm im Schlussviertel das Kommando auf dem Spielfeld, das sonst Heimat der Baltimore Ravens ist. Und glücklicherweise fand in dieser Phase des Spiels auch die Offense langsam besser in die Partie. Zwei Touchdowns innerhalb von zwei Minuten und 20 Sekunden machten aus einem 8 Punkte Rückstand noch einen 30-23 Sieg.

In den vorausgegangenen drei Spielvierteln jedoch dominierten die Midshipmen, die Notre Dame mit ihrer Option-Attacke ein ums andere Mal vor unlösbare Aufgaben stellten. Da machte sich das Fehlen von zwei der besten Spieler eindeutig bemerkbar: Sowohl Nose Tackle Cedric Hilliard als auch Strong Safety Gerome Sapp mussten verletzungsbedingt zuschauen. Und beide waren Schlüsselspieler gegen die Option-Attacke von Air Force vor ein paar Wochen.

Und die Offense knüpfte nahtlos an die Partie vor Wochenfrist gegen Boston College an: Der erste Angriffsversuch endete nach einem Big Play (langer Play Action Pass auf Omar Jenkins) mit einem Fumble. Zwei weitere Ballverluste leistete sich Ryan Grant, der im Schlussviertel - wohl auch leicht verletzt - nicht mehr ins Spiel kam. Dazu kam, dass die Navy Defense das Laufspiel der Irish fast zum Erliegen brachte. 68 Yards waren es am Ende. Nur gut, dass Quarterback Carlyle Holiday einen guten Tag erwischt hatte. 21 Pässe warf er, 13 davon vollständig. Und die 272 Yards durch die Luft bedeuteten Karrierebestleistung für den jungen Spielmacher der Irish.

Aber der Reihe nach:

Die Gastgeber waren zuerst in Ballbesitz. Und das Spiel begann wenig erfreulich für die Midshipmen: Im fünften Spielzug verletzte sich nämlich deren Quarterback Craig Candeto und konnte für den Rest des Spiels nicht mehr eingesetzt werden. Also musste sein Backup ran. Aber Aaron Polanco hatte keinen guten Start in die Partie. Und so endete die erste Angriffsserie von Navy kurze Zeit später. Auf das Feld kam Carlyle Holiday mit seiner Offense. Und wie gegen Florida State, so begannen die Irish auch gegen Navy mit einem Play Action Spielzug. Und auch der war sehr erfolgversprechend, denn Omar Jenkins fischte das "Ei" aus der Luft und machte sich auf den Weg in Richtung Endzone der Gastgeber. Aber nach 62 Yards, auf Höhe der gegnerischen 25 Yard Linie, verlor er den Ball und die Midshipmen konnten ihn sichern. Damit war die erste Angriffsserie der Irish bereits beendet. Allerdings konnten auch die Gastgeber zunächst keine zählbaren Erfolge verbuchen. Nach drei Angriffsversuchen mussten sie wieder punten. Aber der Ball segelte über den bereitstehenden Punter hinweg. Der besaß genügend Geistesgegenwärtigkeit um den Ball in die Endzone zu tragen. Das bedeutete Safety für Notre Dame und damit die 2-0 Führung.

Aber Navy konnte zurückschlagen. Ihr Ersatz Quarterback kam immer besser ins Spiel. Er führte seine Mannschaft noch im ersten Viertel in einer Angriffsserie über 95 Yards bis in die Irish Endzone. Damit wechselte die Führung erstmals, und die Seiten wurden beim Stande von 7-2 für Navy zum ersten Mal gewechselt.

Die Führung sollte jedoch nicht lange Bestand haben. Zu Beginn des zweiten Viertels waren nämlich auch die Irish erstmals in der gegnerischen Endzone. Eine Angriffsserie über 74 Yards wurde mit einem 1 Yard Lauf von Fullback Tom Lopienski erfolgreich abgeschlossen. Dies sollten die einzigen Punkte für den Rest der ersten Halbzeit bleiben. Zweimal hatten die Irish noch Chancen auf weitere Punkte, aber einmal fumblete Ryan Grant tief in der Hälfte der Gastgeber und einmal wurde ein 53 Yard Field Goal Versuch Nicholas Setta's geblockt. So lautete der Spielstand zur Halbzeit: Navy 7, Notre Dame 9.

In der zweiten Halbzeit spielten zunächst nur die Midshipmen. Zunächst brachten sie die Eröffnungs-Angriffsserie der Irish schnell zum Stillstand, dann konnten sie sich immer wieder gegen eine in dieser Phase der Partie überforderte Defense der Irish durchsetzen. So kam es, wie es kommen musste: Mitte des dritten Viertels standen die Gastgeber erneut in der Endzone der Irish. Damit wechselte die Führung erneut, Navy führte 14-9.

Diese Führung sollte aber exakt 18 Sekunden Bestand haben, denn den fälligen Kick Off trug Vontez Duff über 92 Yards bis in die Endzone de Midshipmen zurück. Wieder wechselte also die Führung. Jetzt führten wieder die Irish (nach nicht geglückter Two Point Conversion) mit 15-14.

Wer jedoch geglaubt hatte, die Irish würden durch dieses Big Play Rückenwind bekommen, der sah sich getäuscht. Weiterhin waren es die Gastgeber, die erfolgversprechende Angriffsserien präsentierten. Und knapp dreieinhalb Minuten vor dem Ende des dritten Viertels war folgerichtig der nächste Touchdown für Navy fällig. Auch sie versuchten anschließend eine Two-Point-Conversion, die aber ebenfalls fehlschlug. Das änderte nichts daran, dass Navy sich die Führung zurückgeholt hatte, sie führten mit 20-15.

Die nächste Angriffsserie der Irish endete unplanmäßig, als Ryan Grant erneut den Ball verlor. Navy war wieder in Ballbesitz, und das tief in der Hälfte Notre Dames. Aber diesmal mussten sie sich mit einem Field Goal begnügen, weil die Defense der Irish langsam aber sicher die Oberhand über die Option-Attacke der Gastgeber gewann. Dennoch führte Navy nach drei Vierteln mit acht Punkten Vorsprung. Und sie sollten damit ihre letzten Punkte der Partie erzielt haben.

Im Schlussviertel spielten dann nur noch die Irish, auch wenn es noch etwas dauern sollte, bevor sie weitere Punkte auf die Anzeigetafel brachten. Es war Mitte des Schlussviertels, als die Irish an der 48 Yard Linie der Midshipmen in Ballbesitz kamen. Rashon Powers-Neal, nach seiner Verletzung erstmals wieder mit dabei, spielte jetzt als Runningback. Aber es waren die Pässe von Carlyle Holiday, die für den nötigen Raumgewinn sorgten. So fand er seinen Receiver Omar Jenkins mit einem 29 Yard Pass an der 11 Yard Linie der Gastgeber. Kurze Zeit später war es Rashon Powers-Neal, der das "Ei" in die Navy Endzone trug. Die Irish waren jetzt bis auf zwei Punkte herangekommen. Logischerweise entschied Tyrone Willingham zum zweiten Mal an diesem Tag auf Two-Point-Conversion. Und diesmal war sie erfolgreich, als Carlyle Holiday seinen Receiver Arnaz Battle mit einem kurzen Pass in der Endzone fand. Neuer Spielstand also 23-23.

Nun war die Defense der Irish an der Reihe. Die Midshipmen versuchten nun überraschend mit Passspiel zum Erfolg zu kommen. Aber die Irish hatten jetzt die richtigen Antworten. Nach nur drei Angriffsversuchen musste Navy punten. Somit kam Notre Dame wieder in Ballbesitz, und zwar an der eigenen 33 Yard Linie. Und die Angriffsserie sollte nicht lange andauern und erfolgreich enden: Carlyle Holiday fand Omar Jenkins mit einem langen Pass, und der junge Irish Receiver machte sich auf den Weg in die Endzone der Midshipmen. Nach diesem 67 Yard Touchdown Pass führten die Irish und hatten das Spiel jetzt sicher im Griff.

Die Gastgeber sollten zwar noch zweimal in Ballbesitz kommen, aber beide Angriffsserien endeten mit Interceptions der Irish, und zwar durch Glenn Earl und Courtney Watson. Danach brauchte Carlyle Holiday nur noch abzuknien und das Spiel war zu Ende.

Fazit des Spiels: Ende gut, alles gut! Die Irish waren in der Lage zu produzieren, als es darauf ankam. Und so bleibt die Siegesserie intakt - aktueller Stand: Irish 39 Siege in Folge gegen Navy ...

Spielstatistik

 NavyNotre Dame
First Downs1713
- durch Lauf148
- durch Pass34
- durch Penalty01
Anzahl Laufspielzüge5641
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge276114
Raumverlust durch Laufspielzüge6046
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge21668
Yards Raumgewinn pro Lauf3,91,7
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge52272
Anzahl Pass-Spielzüge1521
Vollständige Pässe613
Komplettierungsrate40,0%61,9%
Interceptions20
Yards Raumgewinn pro Passversuch3,513,0
Anzahl Spielzüge7162
Raumgewinn gesamt268340
Yards Raumgewinn pro Spielzug3,85,5
Fumbles04, verloren: 3
Strafen (Yards)2 (25 yards)2 (20 yards)
Ballbesitz32:4927:11

Individual-Statistik

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Starkes drittes Viertel reichte aus

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Rutgers Eine Halbzeit lang sah es so aus, als sollten die Scarlet Knights von Rutgers eine Sensation schaffen im Notre Dame Stadium. Dann aber kam das dritte Viertel, in dem die Irish schnell für klare Verhältnisse sorgten. Am Ende stand ein überzeugender 42-0 Sieg der Mannschaft von Tyrone Willingham im letzten Heimspiel der Saison 2002. Und damit schaffte Notre Dame - erst zum siebten Mal in seiner langen Geschichte - eine Saison mit mindestens 10 Siegen, zuletzt in 1993.

Rutgers konnte in der laufenden Saison erst ein Spiel gewinnen. Entsprechend wurden sie bei ihrem Auftritt in Notre Dame als 35 Punkte Außenseiter gehandelt. Aber sie begannen eindrucksvoll. Zumindest die Defense der Gäste konnte in der Anfangsphase Akzente setzen und ließ die Offense der Irish nicht auf Touren kommen. Aber auch die Offensiv-Abteilung der Scarlet Knights wusste zu gefallen. Gegen Ende des ersten Viertels sah es sogar danach aus, als sollten sie die ersten Punkte der Partie erzielen können. Bis an die 2 Yard Linie der Irish kamen sie. Dann aber fumblete ihr Quarterback Ryan Hart bei einem harten Tackle von Derek Curry den Ball und brachte damit die Irish in Ballbesitz (Garron Bible konnte das "Ei" erobern).

Es blieb also beim 0-0, und bei diesem Spielstand wurden dann auch vier Minuten später erstmals die Seiten gewechselt. In der Folgezeit kam die Offense der Irish um den in letzter Zeit überragenden Quarterback Carlyle Holiday langsam aber sicher immer besser in Tritt. Und so war es nur noch eine Frage der Zeit bis zu den ersten Punkten der Partie. Diese wurden dann erzielt vom überragenden Arnaz Battle, der an der gegnerischen 38 Yard Linie einen Screen-Pass seines Spielmachers aufnahm und sich auf den Weg in die Endzone machte. Nach seinem Touchdown führten die Irish also mit 7-0.

Kurze Zeit später dann eine kuriose Szene: Die Gäste waren in der Nähe der Mittellinie in Ballbesitz. Ihr Spielmacher geriet unter starken Druck und warf das "Ei" einfach weg. Dabei erwischte er den Rücken eines seiner Offensive Line Spieler. Von dort fiel der Ball auf den Boden - wie es spätere Zeitlupen des amerikanischen Fernsehens verdeutlichten. Die Schiedsrichter jedoch hatten dies nicht gesehen. So konnte Shane Walton den Ball aufnehmen und in die Rutgers Endzone befördern (mit einem 45 Yard Interception Return). Damit führten die Irish Mitte des zweiten Viertels mit 14-0, ein Ergebnis, das auch bei Halbzeit noch Bestand hatte.

Es folgte die Halbzeitpause und anschließend eine Galavorstellung der Irish Offense. Als erstes Team in Ballbesitz begannen sie das dritte Viertel mit einem (17 Yard) Pass auf Omar Jenkins. Es folgte ein zweiter Pass, diesmal auf Arnaz Battle, und der war nicht zu bremsen und machte erst nacht 63 Yards, in der Endzone der Gäste, halt.

Der erste Ballbesitz der Scarlet Knights war schnell beendet, da auch die Defense der Irish jetzt hochkonzentriert zu Werke ging und dem Gegner keine Chance mehr gab. So kamen die Irish, nach einem schlechten Punt der Gäste, an deren 37 Yard Linie erneut in Ballbesitz. Diesmal dauerte die Angriffsserie nur einen Spielzug oder exakt 7 Sekunden. Da war Omar Jenkins nämlich mit dem Ball - nach einem Pass seines Quarterbacks - in der gegnerischen Endzone.

Die Partie war beim Zwischenstand von 28-0 natürlich entschieden. Zu dominierend agierten die Gastgeber in dieser Phase. So dauerte es nicht lange, bis sich die nächste Chance für Punkte bot. Diesmal war ein erfolgreiches Laufspiel von Ryan Grant über 28 Yards der Grund für den Jubel der über 80.000 im ausverkauften Notre Dame Stadium. Er krönte damit eine für ihn sensationell verlaufene Saison, als er kurze Zeit später die 1.000 Yard Marke passierte. Damit war er erst der siebte Runningback in der Geschichte Notre Dames, dem dies gelang.

Kurz vor dem Ende des dritten Viertels folgte dann noch der vierte Streich von Carlyle Holiday, als er mit einem 26 Yard Pass seinen Receiver Maurice Stovall in der Endzone der Gäste fand. Und damit - man mag es kaum glauben - hatten die Irish einen Rekord aufgestellt, denn noch nie in der Geschichte Notre Dames konnten im dritten Viertel 28 Punkte erzielt werden.

Der Punktehunger der Irish war damit gestillt. In der Folgezeit wechselte Tyrone Willingham beinahe seine gesamte zweite Garde ein. Alle sollten einmal aufs Feld und Anteil an dem Sieg haben. Am Ende stand ein deutlicher 42-0 Sieg für Notre Dame, der aufgrund eines überragenden dritten Spielviertels absolut in Ordung ging.

Spielstatistik

 RutgersNotre Dame
First Downs1520
- durch Lauf49
- durch Pass711
- durch Penalty40
Anzahl Laufspielzüge2741
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge75204
Raumverlust durch Laufspielzüge5714
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge18190
Yards Raumgewinn pro Lauf0,74,6
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge158288
Anzahl Pass-Spielzüge4928
Vollständige Pässe2014
Komplettierungsrate40,8%50,0%
Interceptions20
Yards Raumgewinn pro Passversuch3,210,3
Anzahl Spielzüge7669
Raumgewinn gesamt176478
Yards Raumgewinn pro Spielzug2,36,9
Fumbles4, verloren: 13, verloren: 2
Strafen (Yards)12 (68 yards)8 (72 yards)
Ballbesitz32:1827:42

Individual-Statistik

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USC
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Debakel in Los Angeles

USC

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USC Diesen 30. November 2002 wird Tyrone Willingham so schnell nicht vergessen. Nach einer überaus erfolgreichen Saison, seiner ersten als Head Coach der Irish, trat seine Mannschaft im Olympiastadion in Los Angeles gegen die USC Trojans an. In dieser 74. Auflage des Traditions-Duells standen sich nach langer Zeit mal wieder zwei Top-Ten Teams gegenüber. Allerdings konnten am Ende lediglich die Gastgeber ihre Top-Position bestätigen. Die Irish waren bei der deutlichen 13-44 Niederlage chancenlos ab dem Moment, als sich Quarterback Carlyle Holiday am Daumennagel seiner Wurfhand verletzte. In der Folgezeit kam kaum noch einer seiner Pässe an. Natürlich merkten die Trojans dies und machten die Räume an der Line Of Scrimmage eng, so dass auch das Laufspiel der Irish beinahe zum Erliegen kam.

Was folgte, war eine einseitige Partie, in der die Gastgeber am Ende 610 Yards Total Offense verbuchten, während die Irish im gesamten Spiel nur vier First Downs zustande brachten.

Um aber hier keinen falschen Eindruck zu erzeugen: Die Irish hätten dieses Spiel sicher auch mit einem gesunden Carlyle Holiday gegen einen bärenstarken Gegner kaum gewonnen. Zudem spielte Trojans Quarterback Carson Palmer das Spiel seines Lebens. 32 von 46 Pässen im Ziel für 425 Yards Raumgewinn und vier Touchdowns (bei zwei Interceptions) lautete die eindrucksvolle Bilanz des jungen Spielmachers, die sicher mitentscheidend dafür war, dass er einige Wochen später mit der Heisman Trophy als bester College Footballer des Jahres ausgezeichnet wurde.

Dabei hatte alles doch recht verheißungsvoll begonnen: Die Irish konnten ihre erste Angriffsserie mit Punkten abschließen. Nicholas Setta war mit einem 34 Yard Fieldgoal erfolgreich. Dagegen hatte die Offense der Gastgeber in der Anfangsphase Ladehemmung. Nachdem auch ihre zweite Angriffsserie vorzeitig beendet war, kamen die Irish wieder in Ballbesitz. Und wieder marschierte die Mannschaft in Richtung Trojans-Endzone. Aber wieder reichte es lediglich zu einem (diesmal 32 Yard) Fieldgoal. Somit führte Notre Dame mit 6-0 als kurze Zeit später erstmals die Seiten gewechselt wurden.

Und im zweiten Viertel kamen die Trojans. Zunächst übernahmen sie die Führung nach einem 6 Yard Touchdownpass von Carson Palmer auf Mike Williams, und kurze Zeit später folgte ein 22 Yard Fieldgoal zum 10-6 Zwischenstand. In dieser Phase der Partie war der Spielmacher der Irish jedoch schon gehandikapt, so dass die Offense für lange Zeit (mehr als 30 Spielminuten) völlig abgemeldet war.

Dennoch brachten die Irish noch einmal Punkte auf die Anzeigetafel: Zu spielen waren noch 67 Sekunden in der ersten Halbzeit. Die Trojans mussten punten. In dieser Situation gelang es Carlos Pierre-Antoine, den Punt zu blocken. Das "Ei" trudelte in die Endzone der Gastgeber, wo es letztlich von Pierre-Antoine gesichert wurde. Touchdown Irish zur erneuten Führung (13-10) war das Resultat. Aber es sollten nicht die letzten Punkte in Durchgang eins gewesen sein. Denn noch einmal führte Carson Palmer seine Mannschaft in die Endzone der Irish zum Pausenstand von 17-13 für USC.

In der zweiten Halbzeit spielten dann nur noch die Trojans. Bedingt durch die Wirkungslosigkeit der Irish Offense stand die Defense sehr lange auf dem Feld. Die Spieler waren am Ende stehend ko. Und die Trojans steigerten sich in einen wahren Spielrausch und punkteten auch noch, als die Partie längst entschieden war.

Auf Seiten der Irish war lediglich noch zu notieren, dass Mike Goolsby und Courtney Watson je eine Interception gelang. Beide verhinderten damit sicher scheinende Punkte der Gastgeber, weil sie kurz vor sowie in der Endzone der Irish stattfanden.

Spielstatistik

 USCNotre Dame
First Downs314
- durch Lauf82
- durch Pass202
- durch Penalty30
Anzahl Laufspielzüge3822
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge19974
Raumverlust durch Laufspielzüge1435
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge18539
Yards Raumgewinn pro Lauf4,91,8
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge42570
Anzahl Pass-Spielzüge4629
Vollständige Pässe3210
Komplettierungsrate69,6%34,5%
Interceptions23
Yards Raumgewinn pro Passversuch9,22,4
Anzahl Spielzüge8451
Raumgewinn gesamt610109
Yards Raumgewinn pro Spielzug7,32,1
Fumbles1, verloren: 11, verloren: 0
Strafen (Yards)9 (51 yards)5 (50 yards)
Ballbesitz38:0521:55

Individual-Statistik

Keine Daten gefunden
Keine Daten gefunden
Keine Daten gefunden
Keine Daten gefunden
Keine Daten gefunden
Keine Daten gefunden
Keine Daten gefunden
Keine Daten gefunden
Keine Daten gefunden
NOTRE DAME
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NORTH CAROLINA STATE
0
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0

Niederlage im Gator Bowl

NC State

28

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21

0

7

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USC Den letzten Sieg in einem Bowl Spiel für die Irish gab es am 1. Januar 1994 (im Cotton Bowl gegen Texas A&M). Seitdem blieb die Mannschaft in sechs Bowl Spielen sieglos, denn auch in diesem Jahr sprang kein Sieg heraus. Gegen North Carolina State musste das Team von Tyrone Willingham eine bittere 6-28 Niederlage hinnehmen.

Allerdings muss man den Irish zugestehen, dass sie die Partie ohne sechs ihrer Leistungsträger bestreiten musste. Bereits vor dem Spiel stand fest, dass die beiden Offensive Tackles Jordan Black und Brennan Curtin nicht mit dabei sein würden. Verletzt waren außerdem Fullback Tom Lopienski und - das wog besonders schwer - Linebacker und Top-Tackler im Team Courtney Watson. Damit war insbesondere die Offense deutlich geschwächt, die der aggressiven Defense von North Carolina State auf drei Positionen mit unerfahrenen Blockern gegenübertreten musste. Zu allem Überfluss verletzten sich dann in der Anfangsphase der Partie auch noch Tight End Gary Godsey und Quarterback Carlyle Holiday. Damit war die Offense der Irish für den Rest der Partie chancenlos, denn all die fehlenden Leistungsträger konnten nicht gleichwertig ersetzt werden.

Man muss aber auch konstatieren, dass North Carolina State bis in die Haarspitzen motiviert in die Partie gegangen war und den Sieg wohl auch mehr wollte als die Irish. Somit geht der Sieg natürlich in Ordnung, und die Irish verpassten die Chance, nach langer Zeit mal wieder 11 Spiele in einer Saison zu gewinnen. Aber das ist hoffentlich nur aufgeschoben und nicht aufgehoben ...

Zum Ablauf des Spiels:

Die Irish hatten zuerst den Ball, konnten aber kein First Down herausspielen und mussten sich per Punt vom Angriffsrecht trennen. Aber auch der Gegner konnte bei seinem ersten Ballbesitz nichts Zählbares verbuchen. Somit kamen die Irish erneut in Ballbesitz. Zu diesem Zeitpunkt war Gary Godsey schon nicht mehr mit dabei. Dennoch gelang der Mannschaft eine sehenswerte Angriffsserie. Und als Arnaz Battle einen Pass seines Quarterbacks an der gegnerischen 2 Yard Linie fangen konnte, deutete alles auf den ersten Touchdown der Partie hin. Allerdings zeigte sich jetzt deutlich das Fehlen der bewährten Blocker Jordan Black, Brennan Curtin, Tom Lopienski und Gary Godsey. So konnte die Defense von NC State einen Touchdown verhindern, die Irish sogar bis an die 7 Yard Linie zurückdrängen. Und nicht nur das, beim zweiten Versuch, einem Quarterback-Draw, verletzte sich Carlyle Holiday an der linken Schulter. Für ihn war die Partie beendet. Somit blieb es letztlich bei einem 23 Yard Field Goal von Nicholas Setta, der sicher verwandelte.

Dann kam die zweite Angriffsserie von NC State. Und diesmal gelang es der Irish Defense nicht, sie zu stoppen. Vor allem NC State Quarterback Philip Rivers machte ein ausgezeichnetes Spiel und komplettierte alle sieben Pässe in dieser Angriffsserie. Mit ihrem ersten Touchdown ging NC State damit erstmals in Führung und sollte die für den Rest des Spiels nicht mehr abgeben. Denn in diesem zweiten Viertel, das zwischenzeitlich angebrochen war, war die Mannschaft von der Irish Defense nicht zu stoppen. Mit zwei weiteren Touchdowns in diesem Spielabschnitt sorgten sie bereits früh für eine Vorentscheidung.

Zur Pause führte NC State folgerichtig mit 21-3. In der zweiten Halbzeit kamen die Irish dann etwas besser ins Spiel. Aber immer, wenn es danach aussah, dass sie Punkte auf die Anzeigentafel bringen konnten, passierte irgend ein Missgeschick. So leistete sich Ersatz-Quarterback Pat Dillingham insgesamt drei Interceptions. Und auch die Schiedsrichter meinten es nicht gut mit den Irish. Einige Entscheidungen, die von den Kommentatoren des amerikanischen Fernsehens nicht nachvollzogen werden konnten, warfen das Team zusätzlich zurück. Somit sprang bei den Angriffsbemühungen der Irish in der zweiten Halbzeit wieder nur ein (41 Yard) Field Goal heraus, das kurz vor dem Ende des dritten Viertels den Zwischenstand auf 21-6 für NC State veränderte.

Im Schlussviertel schaffte NC State dann noch einen Touchdown, was die Partie endgültig entschied. Und für die Irish blieb als Fazit, dass sie offensichtlich in Bowl Spielen nicht mehr gewinnen können ...

Spielstatistik

 North Carolina StateNotre Dame
First Downs2123
- durch Lauf48
- durch Pass149
- durch Penalty36
Anzahl Laufspielzüge2638
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge80112
Raumverlust durch Laufspielzüge1826
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge6286
Yards Raumgewinn pro Lauf2,42,3
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge255200
Anzahl Pass-Spielzüge4144
Vollständige Pässe2523
Komplettierungsrate61,0%52,3%
Interceptions03
Yards Raumgewinn pro Passversuch6,24,5
Anzahl Spielzüge6782
Raumgewinn gesamt317286
Yards Raumgewinn pro Spielzug4,73,5
Fumbles1, verloren: 00
Strafen (Yards)10 (87 yards)9 (90 yards)
Ballbesitz28:5733:03

Individual-Statistik

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heim
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heim
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S
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-
17
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-
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S
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21
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-
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-
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USC
N
13
-
44
North Carolina State
N
6
-
28

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