Nächstes Spiel am 29.12.2018 gegen CLEMSON

Spiele 2012

NOTRE DAME
13
14
13
10
50
NAVY
0
3
7
0
10

Irish siegen deutlich gegen Navy

Mit einem deutlichen 50-10 Sieg über die Navy Midshipmen im Gepäck traten die Irish gestern Abend die Heimreise an. Vor 48.820 Zuschauern im Aviva Stadium in Dublin (Irland) dominierten die Goldhelme Spiel und Gegner nach Belieben.

Die Offense der Irish konnte von den Midshipmen erst gestoppt werden, als Irish Head Coach Brian Kelly im Schlussviertel seine zweite Garnitur aufs Feld schickte. Da musste Punter Ben Turk zweimal aufs Feld um den Ball an den Gegner abzugeben.

Everett Golson mit gutem Debüt

In seinem ersten Spiel für Notre Dame konnte Quarterback Everett Golson überzeugen. In der ersten Halbzeit merkte man ihm seine Nervosität noch an. In diese Zeit fiel auch sein einziger Fehler mit Folgen, als er einen Pass auf seinen Tight End Tyler Eifert werfen wollte. Der Ball kam an, jedoch beim Gegner. In der zweiten Halbzeit wirkte er dann zusehends sicherer. Seine Pässe kamen an, und er führte seine Mannschaft ein ums andere Mal in die gegnerische Endzone.

Irish Offense nicht zu stoppen

Es war wie im Vorjahr im Notre Dame Stadium. Die Offense der Irish beherrschte das Spielgeschehen nach Belieben. Solange die erste Mannschaft mit Everett Golson auf dem Feld war, endete jede Angriffsserie - mit Ausnahme der durch Golsons Interception unplanmäßig beendete - mit einem Touchdown. Insbesondere das Laufspiel der Goldhelme stellte die Midshipmen immer wieder vor unlösbare Aufgaben. So war es bezeichnend, dass die erste Angriffsserie mit einem Lauf Touchdown abgeschlossen wurde. Theo Riddick, der nach zwei Jahren als Wide Receiver wieder zurück auf seiner geliebten Runningback Position war, trug den Ball nach eindrucksvoller 75 Yard Angriffsserie die letzten 11 Yards in die Endzone.

Der Zusatzkick ging anschließend völlig daneben. Somit führten die Irish nach gut fünf Minuten mit 6-0.

Dann stand zum ersten Mal die Offense der Midshipmen auf dem Feld. In dieser ersten Angriffsserie versuchte sie mit ihrer vertrauten Option Attacke zum Erfolg zu kommen. Die Irish waren jedoch glänzend darauf eingestellt und stoppten Navy bei einem vierten Versuch und 1 an der eigenen 30 Yard Linie.

Der Irish Offense genügten dann vier Spielzüge, um zum zweiten Mal in die gegnerische Endzone zu gelangen. Das Highlight war der 56 Yard Touchdown Lauf von Runningback George Atkinson III. Diesmal gelang der Extrapunkt, und die Irish führten 13-0. Mit diesem Spielstand wurden wenig später zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Im zweiten Viertel das gleiche Bild: Offensive und Defensive Line der Irish dominierten die Line Of Scrimmage und somit die Partie. Die Midshipmen hatten sich längst von ihrem geliebten Option Spiel verabschiedet und operierten immer häufiger - und das durchaus erfolgreich - mit Pässen.

Zunächst aber hatten die Irish den Ball. Und sie marschierten erneut in Richtung Endzone. An der gegnerischen 5 Yard Linie warf Golson bei einem zweiten Versuch den Ball in die Endzone. Anspielstation war Tight End Tyler Eifert. Der fing das Ei auch sicher aus der Luft, kam jedoch nicht innerhalb des Spielfeldes auf. Somit also kein Touchdown. Die Irish versuchten den gleichen Spielzug anschließend noch einmal. Und diesmal fing Eifert das Spielgerät innerhalb des Spielfelds (in bounds). Das war der dritte Touchdown der Irish, die nach erfolgreichem Extrapunkt mit 20-0 in Führung gingen.

Es folgte ein Austausch von Ballverlusten. Zunächst fumbleten die Midshipmen. Irish Linebacker Manti Te'o konnte den Ball für seine Mannschaft - tief in der gegnerischen Hälfte - sichern. Wenig später leistete sich Golson dann seine bereits erwähnte Interception.

Die Midshipmmen waren also wieder in Ballbesitz, das jedoch an der eigenen 10 Yard Linie. Von dort starteten sie ihre erste erfolgversprechende Angriffsserie und kamen bis an die 20 Yard Linie der Irish. Punkte waren da eigentlich bereits obligatorisch. In dieser Situation geriet der Navy Quarterback bei einem Passspielzug unter Druck. Er versuchte noch, den Ball loszuwerden, verlor ihn jedoch während des Passversuchs. Der Ball fiel auf den Boden und wurde von Irish Defensive End Stephon Tuitt aufgenommen und in die gegnerische Endzone zurückgetragen. Ein eindrucksvoller 77 Yard Fumble Return, bei dem Tuitt schneller war, als der Navy Quarterback, der ihn einzuholen versuchte.

Nach erneut erfolgreichem Extrapunkt führten die Irish kurz vor der Halbzeitpause mit 27-0.

Aber die Midshipmen kamen noch einmal gefährlich in die Nähe der Irish Endzone. Ein Touchdown gelang indes nicht, weil ihnen die Zeit ausging. So mussten sie sich mit einem 26 Yard Fieldgoal begnügen.

Der Spielstand zur Pause lautete: Navy 3, Notre Dame 27.

In der zweiten Halbzeit waren die Midshipmen als erstes Team in Ballbesitz. Und sie erwischten die Irish, die offenbar mit den Gedanken noch in der Kabine waren, eiskalt. Mit drei langen Pässen überbrückte Navy des gesamte Spielfeld und erzielte nach gerade mal 57 Sekunden seinen ersten Touchdown.

Aber das war der Wachrüttler für die Goldhelme. Und ehe die Midshipmen an eine Siegchance glauben konnten, schlugen die Irish ebenso eiskalt zurück. Weiterhin angeführt von einem jetzt immer sicherer agierenden Everett Golson marschierten sie die 87 Yards bis in die gegnerische Endzone und erzielten ihren fünften Touchdown des Tages. George Atkinson III war es, der den Ball das am Ende noch eine fehlende Yard in die Endzone trug.

Der Extrapunkt geriet bei den Irish in diesem Spiel zeitweise zum Abenteuer. Nach dem Touchdown schlug bereits der zweite Kick Versuch fehl. Diesmal war Kicker Nick Tausch allerdings schuldlos. Holder Ben Turk konnten den Ball nicht unter Kontrolle bringen. Aber auch ohne den Zusatzpunkt war die Führung der Irish mit 33-10 komfortabel.

Die folgende Angriffsserie der Midshipmen fand auf Höhe der Mittellinie ihr außerplanmäßiges Ende. Da stand nämlich Manti Te'o und fing den Pass des Navy Quarterbacks ab. Die Irish waren also schnell wieder in Ballbesitz, und das in ausgezeichneter Feldposition.

47 Yards waren es bis in die Endzone. Die überbrückten die Goldhelme in knapp drei Minuten. Am Ende hatte Theo Riddick (3 Yards Lauf) seinen zweiten Touchdown des Tages erzielt.

Wenig später war das dritte Viertel beendet. Notre Dame führte deutlich mit 40-10.

In der Folgezeit begann Head Coach Brian Kelly, seine Starter nach und nach durch seine Zweitbesetzung zu ersetzen. Das Angriffsspiel der Irish war dadurch vorübergehend wenig effektiv. Der neue Quarterback Andrew Hendrix brauchte ein paar Minuten, um zu seinem Spiel zu finden.

Zunächst jedoch trat erstmals an diesem Tag der Punter der Irish in Erscheinung. Gleich zweimal musste er den Ballbesitz per Punt abgeben. Aber die Defense der Goldhelme konnte die Angriffsbemühungen der Midshipmen weiterhin kontrollieren, wobei auch hier die zweite Garnitur auf dem Feld stand.

Im Schlussviertel kam Kicker Nick Tausch noch zu seinem Erfolgserlebnis. Aus 34 Yards Entfernung drosch er den Ball sicher zwischen die vertikalen Torstangen. Dieses Fieldgoal führte zum neuen Spielstand von 43-10 für die Irish.

Und kurz vor Schluss hatte dann auch die Second Offense ihr Erfolgserlebnis. Andrew Hendrix führte seine Mannschaft zum letzten Touchdown des Tages (Roby Toma mit 9 Yard Lauf).

Wenig später war das Spiel zu Ende. Die Irish hatten das erste Spiel der Saison 2012 gewonnen.

Turnover-Bilanz

Erinnern wir uns an die vergangene Saison. Da dominierten die Irish gegen South Florida, verloren die Partie jedoch wegen einiger kritischer Ballverluste. Und diese Turnover zogen sich anschließend wie ein roter Faden durch die gesamte Saison. Am Ende hatten die Irish 29 Mal den Ball verloren.

Der Auftakt der Saison 2012 war da deutlich vielversprechender. Einmal haben die Irish den Ball abgegeben. Dagegen standen jedoch vier forcierte Ballverluste der Defense.

Achillesferse Defensive Backfield

Der Auftritt der unerfahrenen Cornerbacks im Spiel gegen Navy war sicher kein Indikator für die Saison. Immerhin hatte die Irish Defense zunächst die Aufgabe, die Option Attacke der Midshipmen zu stoppen. Das bedeutete, dass sich acht Defense Spieler in der Nähe der Line Of Scrimmage aufhielten. Die Cornerbacks waren da also weitgehend auf sich alleine gestellt. Dennoch fiel in der einen oder anderen Situation die Unerfahrenheit der jungen Akteure auf. Gegen stärkere Pass Attacken und erfahrenere Quarterbacks wird es sicher nicht leichter für die Mannschaft. Da wäre es gut, wenn die zweifellos talentierten Rückraumverteidiger schnell Anschluss finden an das College Football Niveau.

Alles in allem konnte Irish Head Coach Brian Kelly zufrieden sein mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Und vor der zweiten Partie (am kommenden Samstag im Notre Dame Stadium gegen Purdue) hat er jetzt ein Luxusproblem: Wen stellt er als Quarterback auf. Everett Golson hat sich mit seiner Leistung gegen Navy für weitere Einsätze empfohlen. Aber in der kommenden Woche hat der erfahrenere Tommy Rees seine Sperre abgesessen und steht wieder zur Verfügung. Es bleibt also spannend.

Spielstatistik

 NavyNotre Dame
First Downs1927
- durch Lauf1118
- durch Pass78
- durch Penalty11
Anzahl Laufspielzüge4046
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge189310
Raumverlust durch Laufspielzüge4017
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge149293
Yards Raumgewinn pro Lauf3,76,4
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge192197
Anzahl Pass-Spielzüge2023
Vollständige Pässe1416
Komplettierungsrate70,0%69,6%
Interceptions11
Yards Raumgewinn pro Passversuch9,68,6
Anzahl Spielzüge6069
Raumgewinn gesamt341490
Yards Raumgewinn pro Spielzug5,77,1
Fumbles5, verloren: 31, verloren: 0
Strafen (Yards)2 (15 yards)4 (30 yards)
Ballbesitz26:2333:37

Individual-Statistik

Nr.NameTACKLETFL/Yds, Sack/YdsInt/YdsPBU
BLK
QBHFF
FR
2Bennett Jackson7
(7 + 0)
 
 
  
 
  
 
48Dan Fox7
(6 + 1)
 
 
  
 
  
 
5Manti Te'o6
(3 + 3)
 
 
1 
 
  
1
6KeiVarae Russell5
(3 + 2)
 
 
  
 
  
 
17Zeke Motta4
(4 + 0)
1,0 / 3
 
  
 
  
 
11Ishaq Williams4
(3 + 1)
1,0 / 3
 
  
 
 1
 
59Jarrett Grace4
(3 + 1)
 
 
  
 
  
 
15Dan McCarthy3
(3 + 0)
 
 
  
 
  
1
26Jamoris Slaughter3
(3 + 0)
 
 
  
 
  
 
7Stephon Tuitt3
(2 + 1)
1,0 / 5
1,0 / 5
  
 
  
1
9Louis Nix3
(1 + 2)
1,5 / 2
 
  
 
  
 
55Prince Shembo2
(2 + 0)
1,0 / 4
1,0 / 4
  
 
  
 
69Tony Springmann2
(2 + 0)
 
 
  
 
  
 
96Kona Schwenke2
(2 + 0)
1,0 / 9
1,0 / 9
  
 
  
 
24Chris Salvi2
(1 + 1)
 
 
  
 
  
 
41Matthias Farley1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
33Cam McDaniel1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
22Elijah Shumate1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
29Nick Baratti1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
30Ben Councell1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
91Sheldon Day1
(0 + 1)
0,5 / 1
 
  
 
  
 
Nr.NameLäufeYards BruttoYards MinusYards NettoAVGLongTD
6Theo Riddick1910811075,6172
4George Atkinson III999 9911,0562
33Cam McDaniel9601596,619 
12Andrew Hendrix6277203,313 
9Roby Toma19 99,091
19Davonte Neal17 77,07 
5Everett Golson1 8-8-8,0  
Nr.NameCatchesYardsAVGTDLong
80Tyler Eifert4225,516
10DaVaris Daniels24924,5 35
6Theo Riddick22512,5 14
7T.J. Jones22412,0 13
85Troy Niklas12929,0 29
18Ben Koyack12323,0 23
33Cam McDaniel12020,0 20
15Justin Ferguson199,0 9
87Daniel Smith111,0 1
19Davonte Neal1-5-5,0  
Nr.NameATTCOMPRATEINTYARDSTDLONGSACK
5Everett Golson181266,711441351
12Andrew Hendrix5480,0 53 231
Nr.NameAnzahlYARDSLONGIN 20TB
35Ben Turk266351 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
4George Atkinson III11313 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
19Davonte Neal11111 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
5Manti Te'o1   
Nr.NameTDPATCONVFGSAFPunkte
6Theo Riddick2    12
4George Atkinson III2    12
40Nick Tausch 5 1 8
80Tyler Eifert1    6
7Stephon Tuitt1    6
9Roby Toma1    6
NOTRE DAME
0
7
10
3
20
PURDUE
0
7
0
10
17

Irish siegen knapp gegen Purdue

Ein hartes Stück Arbeit wars. Aber am Ende behielten die Irish gegen die Purdue Boilermaker mit 20-17 knapp die Oberhand.

80.795 Zuschauer waren zum ersten Heimspiel ihrer Mannschaft in dieser Saison erwartungsfroh ins Notre Dame Stadium gepilgert. Immerhin kamen die Irish mit einem deutlichen Sieg gegen Navy von ihrem Trip nach Dublin zurück.

Aber schnell wurde klar, dass die Boilermaker ein anderes Kaliber sind als die Navy Midshipmen. Insbesondere die Defense machte den Goldhelmen über weite Strecken der Partie das Leben schwer. Am Ende wurden die Irish Quarterbacks fünfmal gesackt. Dazu kam ein verlorener Fumble von Everett Golson.

Letzten Endes reichte es dann doch zu dem knappen Sieg, weil Kicker Kyle Brindza 11 Sekunden vor dem Ende die Nerven behielt und ein 27 Yard Fieldgoal sicher verwandelte.

Allgemein war ein Spiel mit wenig Punkten erwartet worden, weil sich beide Abwehrreihen im ersten Saisonspiel bärenstark präsentierten.

Dass es beim ersten Seitenwechsel (nach dem ersten Viertel) noch 0-0 stand, wunderte daher niemanden. In der Anfangsphase dominierten ganz eindeutig die Abwehrreihen das Geschehen.

Erst gegen Ende des zweiten Viertels dann die ersten Punkte der Partie. Da standen die Irish an der gegnerischen 3 Yard Linie. In dieser Situation nahm Quarterback Everett Golson, der bei seinem Heimdebüt eine gute Partie lieferte, den Ball unter den Arm und stürmte in Richtung Endzone. Die Schiedsrichter entschieden zunächst nicht auf Touchdown. Aber die Videorichter, die sich die Szene in aller Ruhe anschauen konnten, überstimmten die Männer in den schwarz weiß gestreiften Jacken: Touchdown Irish.

Die Goldhelme beendeten damit eine 88 Yard Angriffsserie erfolgreich, wobei sie in erster Linie vom Wurfarm Golsons profitierten, denn das Laufspiel funktionierte im ersten Durchgang noch überhaupt nicht.

Die Boilermakers waren jedoch in der Lage zu antworten. Dabei profitierten sie von einem tollen Kickoff Return, der sie an der eigenen 42 Yard Linie in Ballbesitz brachte. Neun Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit hatten auch sie zum ersten Mal die gegnerische Endzone erreicht und konnten die Partie ausgleichen.

Drittes Viertel gehörte den Irish

In der zweiten Halbzeit waren die Boilermakers als erstes Team in Ballbesitz. Allerdings wussten sie damit nicht allzuviel anzufangen. Die Goldhelme wirkten in dieser Phase des Spiels wacher und entschlossener. So mussten die Gäste nach nur drei Angriffsspielzügen punten.

Damit war Notre Dame schneller als erwartet wieder in Ballbesitz. Und jetzt funktionierte plötzlich auch das Laufspiel besser. Allerdings kamen auch die Pässe von Everett Golson weiterhin an, wobei er unverkennbar in Tyler Eifert seine Lieblings-Anspielstation hatte. Auf jeden Fall marschierten die Irish jetzt unaufhaltsam in Richtung Endzone Purdue. Und am Ende war es ein 3 Yard Pass auf TJ Jones in der Endzone zum zweiten Touchdown und der erneuten Führung der Goldhelme.

Die anschließende Angriffsserie der Gäste endete abrupt an der eigenen 20 Yard Linie. Bennett Jackson hatte einen Pass abgefangen (intercepted) und bis dorthin zurückgetragen.

Zwar reichte es jetzt nicht zu einem Touchdown, aber ein sicher verwandeltes 30 Yard Fieldgoal von Kyle Brindza sorgte immerhin für drei weitere Punkte.

Das waren gleichzeitig die letzten Punkte im dritten Viertel, das mit einem Spielstand von 17-7 für Notre Dame zu Ende ging.

Im Schlussviertel kamen die Gäste wieder stärker auf und schafften durch ein frühes Fieldgoal und einen Touchdown 132 Sekunden vor Schluss der Partie den nicht mehr erwarteten Ausgleich.

Allerdings leistete ausgerechnet Everett Golson hier Unterstützung, als er tief in der eigenen Hälfte bei einem Laufversuch den Ball verlor und die Boilermakers damit an der eigenen 15 Yard Linie in Ballbesitz brachte.

Kurz vor Schluss war das Spiel also wieder völlig offen. Irish Head Coach Brian Kelly wusste, dass seine Mannschaft jetzt schnell das Spielfeld überqueren musste um das Spiel noch in der regulären Spielzeit für sich entscheiden zu können. Everett Golson hatte beinahe während des gesamten Spiels viel Zeit benötigt, um im Blickkontakt mit seinem Head Coach an der Seitenlinie den nächsten Spielzug zu erfahren. Kelly schickte daher für die letzte Angriffsserie seinen Routinier Tommy Rees aufs Feld.

Und diese Entscheidung sollte sich als goldrichtig erweisen.

Aber zunächst kam der Auftritt von Kick Returner George Atkinson III. Der fing den Ball auf Höhe der eigenen 3 Yard Linie und returnierte ihn bis an die 35 Yard Linie.

Von dort blieben Tommy Rees und der Irish Offense noch gut zwei Minuten. Und Rees schaffte es tatsächlich, seine Mannschaft übers Feld zu führen. Das Big Play dieser Angriffsserie war dabei ein 21 Yard Pass auf Roby Toma, der anschließend über die Seitenlinie ging und somit die Uhr anhielt.

Da standen die Irish, knapp eine Minute vor Schluss, an der gegnerischen 20 Yard Linie. Natürlich wurde jetzt auf Laufspiel umgeschaltet um die Uhr herunterzuspielen. Und das funktionierte jetzt wirklich gut, denn Theo Riddick, der das ganze Spiel über fast alleine für das Laufspiel zuständig war, trug den Ball weitere 11 Yards nach vorne. Somit standen die Irish an der gegnerischen 9 Yard Linie. Von dort hatte Kyle Brindza dann keine Mühe, das Spielgerät über 27 Yards zwischen die vertikalen Torstangen zu dreschen.

Zu spielen waren da noch neun Sekunden. Für Purdue war das zu wenig, um noch einmal zurückzuschlagen. Sie versuchten einen Hail Mary Pass, der aber in den Armen von Bennett Jackson landete. Der Irish Cornerback schaffte damit seine zweite Interception des Spiels.

Verletzungspech

Die Irish mussten bereits früh in der ersten Halbzeit ihren erfahrensten Defensive End Kapron Lewis-Moore ersetzen. Der Defensive Captain schied verletzt aus. Eine Zerrung seiner Wade zwang ihn an die Seitenlinie.

Und in der zweiten Halbzeit erwischte es mit Tyler Eifert auch noch einen Offensive Captain. Er schied mit einer leichten Gehirnerschütterung aus. Möglich, dass beide in der nächsten Woche gegen Michigan State wieder mit dabeisein können.

Fazit

Der Spieler, auf den alle schauten, Everett Golson, lieferte eine gute Partie. 21 seiner 31 Pässe waren im Ziel für 289 Yards Raumgewinn und einen Touchdown. Wäre da nicht der unnötige Ballverlust im letzten Viertel gewesen ...

Golson hatte zwar in Tyler Eifert (4 Passfänge für 98 Yards) seine Lieblingsanspielstation. Aber letztlich verteilte er seine Pässe auf insgesamt neun Mitspieler (siehe Individualstatistik weiter unten).

Das unerfahrene Defensive Backfield präsentierte sich besser als erwartet. Die beiden Interceptions von Bennett Jackson waren hier sicher die Highlights.

Alles in allem müssen die Irish sich jedoch steigern, wollen sie die kommenden Wochen mit Spielen gegen Michigan State, Michigan, Miami (FL), Stanford, BYU und Oklahoma halbwegs schadlos überstehen.

Spielstatistik

 PurdueNotre Dame
First Downs1419
- durch Lauf45
- durch Pass1012
- durch Penalty02
Anzahl Laufspielzüge3036
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge112107
Raumverlust durch Laufspielzüge2255
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge9052
Yards Raumgewinn pro Lauf3,01,4
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge198324
Anzahl Pass-Spielzüge3739
Vollständige Pässe1924
Komplettierungsrate51,4%61,5%
Interceptions20
Yards Raumgewinn pro Passversuch5,48,3
Anzahl Spielzüge6775
Raumgewinn gesamt288376
Yards Raumgewinn pro Spielzug4,35,0
Fumbles03, verloren: 1
Strafen (Yards)8 (51 yards)8 (52 yards)
Ballbesitz25:4634:14

Individual-Statistik

Nr.NameTACKLETFL/Yds, Sack/YdsInt/YdsPBU
BLK
QBHFF
FR
5Manti Te'o10
(2 + 8)
 
 
  
 
1 
 
17Zeke Motta9
(4 + 5)
 
 
  
 
  
 
44Carlo Calabrese7
(1 + 6)
 
 
  
 
  
 
55Prince Shembo5
(1 + 4)
 
 
  
 
2 
 
48Dan Fox5
(1 + 4)
 
 
  
 
  
 
7Stephon Tuitt4
(3 + 1)
2,0 / 12
2,0 / 12
  
 
2 
 
41Matthias Farley4
(1 + 3)
 
 
  
 
  
 
91Sheldon Day4
(1 + 3)
 
 
  
 
  
 
9Louis Nix4
(1 + 3)
1,5 / 6
1,5 / 6
 2
 
  
 
26Jamoris Slaughter3
(1 + 2)
 
 
 1
 
  
 
6KeiVarae Russell2
(1 + 1)
0,5 / 4
0,5 / 4
  
 
  
 
89Kapron Lewis-Moore2
(1 + 1)
 
 
  
 
  
 
22Elijah Shumate2
(1 + 1)
 
 
 1
 
  
 
11Ishaq Williams2
(1 + 1)
 
 
  
 
  
 
2Bennett Jackson2
(0 + 2)
 
 
2 / 47 
 
  
 
27Kyle Brindza1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
69Tony Springmann1
(1 + 0)
 
 
  
 
1 
 
21Jalen Brown1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
60Jordan Cowart1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
29Nick Baratti1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
8Kendall Moore1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
Nr.NameLäufeYards BruttoYards MinusYards NettoAVGLongTD
6Theo Riddick15574533,511 
7T.J. Jones18 88,08 
9Roby Toma16 66,06 
4George Atkinson III1   0,0  
11Tommy Rees1 2-2-2,0  
5Everett Golson163646-10-0,6111
Nr.NameCatchesYardsAVGTDLong
80Tyler Eifert49824,5 29
10DaVaris Daniels47017,5 41
6Theo Riddick44411,0 17
9Roby Toma4338,3 21
7T.J. Jones3206,7111
87Daniel Smith2147,0 11
85Troy Niklas13030,0 30
81John Goodman11010,0 10
18Ben Koyack155,0 5
Nr.NameATTCOMPRATEINTYARDSTDLONGSACK
5Everett Golson312167,7 2891415
11Tommy Rees8337,5 35 21 
Nr.NameAnzahlYARDSLONGIN 20TB
35Ben Turk5218531 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
4George Atkinson III13232 
33Cam McDaniel12525 
59Jarrett Grace11212 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
19Davonte Neal418 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
2Bennett Jackson24736 
Nr.NameTDPATCONVFGSAFPunkte
27Kyle Brindza 2 2 8
5Everett Golson1    6
7T.J. Jones1    6
NOTRE DAME
7
7
0
6
20
MICHIGAN STATE
0
3
0
0
3

Irish stürmen Spartan Stadium

Mit einem überzeugenden 20-3 Sieg gegen die Michigan State Spartans kehrten die Irish gestern Abend aus East Lansing (Michigan) zurück.

Dabei war es insbesondere eine bärenstarke Defense, die keinen Touchdown zuließ und das gegnerische Laufspiel beinahe zum Erliegen brachte. Am Ende schafften die Spartans gerade mal 50 Yards mit ihrer gefürchteten Laufattacke.

Auf der anderen Seite zeigte Jung Quarterback Everett Golson erstaunliche Kaltschnäuzigkeit gegen die wohl beste Defense, gegen die die Goldhelme in dieser Saison antreten müssen. Eine handvoll Big Play genügten, um seine Mannschaft zweimal in die gegnerische Endzone zu bringen. Einmal war es ein 36 Yard Pass auf John Goodman, der den Ball mit einer Hand fing und so die ersten Punkte auf die Anzeigentafel brachte. Touchdown Nummer zwei erlief der Spielmacher der Irish dann selbst - zur zwischenzeitlichen 14-0 Führung.

Aber der Reihe nach.

Die Spartans hatten den Coin Toss gewonnen und entschieden sich für Ballbesitz zu Beginn der zweiten Halbzeit. Damit starteten die Irish mit ihrer Offense. Nach einem schönen 24 Yard Kick Off Return von George Atkinson III gingen die Goldhelme ans Werk, mussten jedoch noch vor dem ersten Spielzug die erste Strafe hinnehmen (Fault Start der Offense). Danach folgte das nächste Missgeschick, als die Goldhelme gezwungen waren, ihre erste Auszeit zu nehmen, weil die Play Clock beinahe auf Null heruntergelaufen war. Nicht wenige Irish Fans dachten da an das Spiel gegen Purdue in der Vorwoche ...

Als das Spiel dann endlich losgehen konnte, wurde schnell deutlich, mit welchem Rezept die Irish zum Erfolg kommen wollten: Schnelle Pässe, bei denen die äußerst aggressive Defense der Gastgeber keine Chance hatte, den Irish Spielmacher unter Druck zu setzen. Ging der erste Pass noch schief, so hatte Golson mit seinem zweiten Pass auf TJ Jones Erfolg: 21 Yards Raumgewinn und ein neues First Down. Danach allerdings konnte kein ausreichender Raumgewinn erzielt werden, und die Irish mussten punten.

Damit waren die Spartans nun in Ballbesitz. Sie wollten mit einer erfahrenen Offensive Line und einem bärenstarken Runningback ihr Laufspiel etablieren. Aber das gelang weder jetzt noch später in der Partie. So mussten auch die Gastgeber schnell per Punt den Ball wieder abgeben.

Der Punt war total missglückt und brachte die Goldhelme auf Höhe der eigenen 49 Yard Linie in Ballbesitz. Und diese tolle Feldposition nutzten die Irish eiskalt aus. Ein Pass auf Roby Toma brachte 14 Yards Raumgewinn. Und nach einem kurzen 1 Yard Lauf von Theo Riddick stand Notre Dame an der gegnerischen 36 Yard Linie. In dieser Situation wich Everett Golson dem gegnerischen Pass Rush aus, indem er nach rechts lief. Er warf einen langen Pass in die Endzone. Am anderen Ende wartete Routinier John Goodman, der den Ball trotz Passbehinderung (Pass Interference) mit nur einer Hand unter Kontrolle bringen konnte. Das erste Highlicht der Partie brachte die ersten Punkte für Notre Dame.

Michigan State war jetzt wieder in Ballbesitz. Und diesmal gelang eine erfolgversprechende Angriffsserie, bei der die Gastgeber besonders mit einigen kurzen Pässen Erfolg hatten. So standen sie schließlich an der 26 Yard Linie der Irish, allerdings mit einem vierten Versuch. Ein Fieldgoal Versuch ging schief. Der Ball segelte rechts an den vertikalen Torstangen vorbei. Damit blieb es beim Spielstand von 7-0 für Notre Dame.

In der Folgezeit wechselte der Ballbesitz noch einige Male ohne dass eine Mannschaft sich nennenswerte Vorteile erspielen konnten. Und so wurden bei einer 7-0 Führung der Irish zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Zu Beginn des zweiten Viertels waren die Gastgeber gezwungen zu punten. Irish Punt Returner Davonte Neal returnierte den Ball 11 Yards bis an die eigene 49 Yard Linie. Wieder startete eine Angriffsserie der Goldhelme auf Höhe der Mittellinie. Mit einem Trickspielzug lockten die Goldhelme die sehr aggressiv agierende Defense der Gastgeber nach rechts. Everett Golson gab den Ball an seinen Speedster George Atkinson III, der plötzlich in die andere Richtung sprintete und da nur noch auf wenig Gegenwehr stieß. Erst 32 Yards später gelang es den Spartans, den Irish Runningback zu Boden zu bringen. Das war an der 19 Yard Linie. Und von dort gelangten die Goldhelme vier Spielzüge später erneut in die Endzone der Spartans. Everett Golson war es, der den Ball über die letzten 6 Yards zum zweiten Touchdown seiner Mannschaft über die Goal Line trug.

Anschließend erreichten die Gastgeber nach einer längeren Angriffsserie die 32 Yard Linie der Irish. Allerdings stand wieder ein vierter Versuch an. Ein 50 Yard Fieldgoal musste die ersten Punkte bringen. Der Versuch gelang. Und weil sich am Spielstand bis zur Halbzeitpause nichts mehr änderte, stand das Spiel nach zwei Vierteln: Michigan State 3, Notre Dame 14.

Zweite Halbzeit im Zeichen der Abwehrreihen

Im zweiten Viertel war Michigan State zunächst in Ballbesitz. Aber die Irish Defense war nach wie vor nicht zu überwinden. Nach nur drei Angriffsspielzügen mussten die Gastgeber den Ballbesitz abgeben.

Aber auch die Irish taten sich jetzt schwer, nennenswerten Raumgewinn zu erzielen. So wechselte der Ballbesitz im dritten Viertel ständig hin und her. Und als dann zum letzten Mal die Seiten gewechselt wurden, führten die Irish immer noch mit 14-3.

Erst im Schlussviertel gelang den Goldhelmen wieder eine erfolgversprechende Angriffsserie. Inzwischen funktionierte das Laufspiel, das in der ersten Halbzeit völlig abgemeldet war, deutlich besser. Und damit waren die Irish von der gegnerischen Defense deutlich schlechter auszurechnen. An der eigenen 4 Yard Linie gestartet marschierten die Goldhelme unaufhaltsam über das Spielfeld. Im Stadion, das zu Beginn des Spiels einem Hexenkessel glich, war es längst gespenstisch ruhig geworden, und die ersten Spartans Fans hatten bereits ihren Heimweg angetreten. Sie erlebten nicht mehr mit, wie die Irish an der 12 Yard Linie der Spartans gestoppt wurden. Aber das 29 Yard Fieldgoal von Irish Kicker Kyle Brindza war Gold wert. Mussten die Spartans jetzt nämlich zwei Touchdowns erzielen, um das Spiel zumindest auszugleichen.

Aber sie schafften überhaupt keine Punkte mehr. Im Gegenteil: Nach einem Turnover - Manti T'eo hatte einen Lateral (Seitwärtspass) des Gegners abgefangen - waren die Irish schnell wieder in Ballbesitz. An der 33 Yard Linie der Spartans starteten sie mit wenig erfolgreichen Laufversuchen durch die Mitte. Aber das Hauptziel dieser Aktionen war es, möglichst viel Zeit von der Spielzeit Uhr zu nehmen und den Gegner zu zwingen, seine restlichen Auszeiten zu nehmen.

Beides gelang. Und am Ende standen die Irish dreieinhalb Minuten vor Schluss an der gegnerischen 30 Yard Linie. Von dort verwandelte Kyle Brindza auch sein zweites Fieldgoal - diesmal aus 50 Yards - sicher. Das Spiel war damit natürlich entschieden und endete wenig später mit 20-3 für Notre Dame.

Bemerkenswertes

Nach über zehn Jahren sind die Goldhelme damit mal wieder mit drei Siegen in eine Saison gestartet. Und der Gegner war alles andere als ein Nobody. Die Spartans rangierten in der College Football Top 25 der AP (Associated Press) auf Platz zehn. Und das bedeutet, dass Notre Dame erstmals seit der Saison 2005 wieder ein Spiel gegen ein Top-Ten Team gewonnen hat. Damals gelang ein 17-10 Sieg gegen die Nummer drei Michigan.

Statistik

Bester Mann im Trikot der Irish war an diesem Abend - einmal mehr - Inside Linebacker Manti T'eo, der es am Ende auf zwölf Tackles brachte. Und nicht nur das. Er schaltete den Star Runningback der Spartans weitestgehend aus. Le'Veon Bell, der bislang durchschnittlich mehr als 160 Yards Raumgewinn pro Spiel schaffte, musste sich mit für ihn mageren 77 Yards begnügen.

Irish Quarterback Everett Golson konnte zwar keine überragenden Statisiken verbuchen. Am Ende waren es 32 Pässe, von denen 14 gefangen wurden für einen Raumgewinn von 178 Yards - sowie einige Big Plays, die ausreichten, seine Mannschaft zu ihrem dritten Sieg im dritten Saisonspiel zu führen.

Spielstatistik

 Michigan StateNotre Dame
First Downs1516
- durch Lauf37
- durch Pass107
- durch Penalty22
Anzahl Laufspielzüge2534
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge83147
Raumverlust durch Laufspielzüge3325
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge50122
Yards Raumgewinn pro Lauf2,03,6
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge187178
Anzahl Pass-Spielzüge4532
Vollständige Pässe2314
Komplettierungsrate51,1%43,8%
Interceptions00
Yards Raumgewinn pro Passversuch4,25,6
Anzahl Spielzüge7066
Raumgewinn gesamt237300
Yards Raumgewinn pro Spielzug3,44,5
Fumbles2, verloren: 11, verloren: 0
Strafen (Yards)5 (56 yards)6 (41 yards)
Ballbesitz29:2030:40

Individual-Statistik

Nr.NameTACKLETFL/Yds, Sack/YdsInt/YdsPBU
BLK
QBHFF
FR
5Manti Te'o12
(7 + 5)
1,0 / 1
 
 2
 
  
1
55Prince Shembo9
(3 + 6)
2,0 / 9
1,0 / 7
  
 
2 
 
48Dan Fox5
(2 + 3)
 
 
 1
 
  
 
9Louis Nix5
(1 + 4)
 
 
  
 
  
 
17Zeke Motta5
(0 + 5)
 
 
  
 
  
 
7Stephon Tuitt4
(4 + 0)
1,0 / 12
1,0 / 12
  
 
11
 
44Carlo Calabrese4
(2 + 2)
 
 
  
 
  
 
2Bennett Jackson4
(2 + 2)
 
 
 1
 
  
 
13Danny Spond4
(1 + 3)
 
 
  
 
  
 
26Jamoris Slaughter2
(1 + 1)
 
 
  
 
  
 
69Tony Springmann2
(0 + 2)
0,5 / 1
0,5 / 1
  
 
  
 
11Ishaq Williams1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
21Jalen Brown1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
8Kendall Moore1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
6KeiVarae Russell1
(1 + 0)
 
 
 1
 
  
 
41Matthias Farley1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
91Sheldon Day1
(1 + 0)
1,0 / 9
1,0 / 9
 1
 
  
 
24Chris Salvi1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
89Kapron Lewis-Moore1
(0 + 1)
 
 
  
 
2 
 
43Josh Atkinson1
(0 + 1)
0,5 / 1
0,5 / 1
  
 
  
 
22Elijah Shumate 
(0 + 0)
 
 
 2
 
  
 
Nr.NameLäufeYards BruttoYards MinusYards NettoAVGLongTD
20Cierre Wood10604565,626 
4George Atkinson III5452438,632 
6Theo Riddick12333302,515 
5Everett Golson39272,361
Nr.NameCatchesYardsAVGTDLong
9Roby Toma55811,6 20
7T.J. Jones45914,8 21
6Theo Riddick3165,3 6
81John Goodman13636,0136
87Daniel Smith199,0 9
Nr.NameATTCOMPRATEINTYARDSTDLONGSACK
5Everett Golson321443,8 1781361
Nr.NameAnzahlYARDSLONGIN 20TB
35Ben Turk8339534 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
4George Atkinson III12424 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
19Davonte Neal21611 
Keine Daten gefunden
Nr.NameTDPATCONVFGSAFPunkte
27Kyle Brindza 2 2 8
81John Goodman1    6
5Everett Golson1    6
NOTRE DAME
0
10
0
3
13
MICHIGAN
0
0
0
6
6

Notre Dame siegt in Turnover Festival gegen Michigan

Nach drei Niederlagen in Folge gegen den alten Rivalen konnten die Irish gestern einen verdienten 13-6 Sieg gegen die Michigan Wolverines feiern.

In dieser bis zum Ende packenden Partie dominierten auf beiden Seiten die Abwehrreihen. Dabei überragte die Defense der Irish. Gleich sechsmal konnte sie den Gästen aus Michigan den Ball abjagen. Fünf Interceptions und ein eroberter Fumble stand am Ende auf der Habenliste der Goldhelme. Dagegen konnten die Wolverines zwei Pässe des nervös und unsicher agierenden Irish Quarterbacks Everett Golson abfangen.

Insgesamt ließen die beiden Abwehrreihen zusammen nur einen Touchdown und vier Fieldgoals zu, wobei für die Punkte der Goldhelme Quarterback Tommy Rees verantwortlich war, der nach der zweiten Interception von Golson ins Spiel kam und eine fehlerfreie Partie ablieferte.

Überragender Akteur auf dem Feld war einmal mehr Irish Inside Linebacker Manti Te'o, der immer da war, wo es brannte und vor allem Michigan Quarterback Denard Robinson nicht zur Entfaltung kommen ließ. Am Ende hatte er acht Tackles auf dem Konto. Dazu kamen noch zwei Interceptions.

Aber der Reihe nach ...

Unter Flutlicht, und damit zur besten Sendezeit in den USA, standen sich die beiden alten Rivalen zum insgesamt 40. Mal gegenüber. Und nach alter Tradition - schließlich kreuzten die beiden Universitäten vor knapp 125 Jahren zum ersten Mal die Klingen - war es eine enge Partie, die bis zum Ende auf der Kippe stand. Dass es eine Abwehrschlacht werden könnte, zeigte sich recht früh in der Partie. Keine der beiden Angriffsreihen konnte sich in der Anfangsphase entscheidend durchsetzen. Dabei sah die Offense der Gäste zu Beginn noch stärker aus. Immerhin gelangen ihr zwei First Downs. Dann allerdings mussten sie den Ball abgeben.

Der Start der Irish Offense geriet dagegen zur Katastrophe. Gleich der erste Pass von Everett Golson wurde abgefangen. Es war der allererste Angriffsspielzug der Goldhelme. Die Gäste hatten den Ball damit zurück und standen an der 10 Yard Linie der Irish.

Punkte waren da eigentlich unvermeidlich. Eigentlich - denn jetzt trumpfte zum ersten Mal die Defense der Irish so richtig auf. In drei Spielzügen warfen sie den Gegner um gleich 15 Yards zurück. Und bei einem vierten Versuch und 25 blieb den Wolverines nichts anderes übrig, als ein Fieldgoal zu versuchen. Der Versuch schlug fehl, als der Ball knapp rechts an den vertikalen Torstangen vorbeisegelte.

Die Diefense der Goldhelme hatte ihren ersten Punktsieg errungen.

Es folgte die zweite Angriffsserie Notre Dames. Mit Laufspiel versuchten sie, Raumgewinn zu erzielen. Dabei zeichnete sich Cierre Wood aus, der mit drei Läufen 14 Yards schaffte. Aber nach dem ersten First Down war dann auch schon wieder Feierabend. Die Irish mussten punten.

Die zweite Angriffsserie der Gäste war dann sehr erfolgversprechend. Von der eigenen 10 Yard Linie marschierten sie bis an die 10 Yard Linie der Irish. Wieder schienen Punkte der Gäste aus Michigan unvermeidlich. Und wieder schlug die Defense eiskalt zu. Mit einem Trickspielzug brachten die Gäste ihren Ersatz Quarterback ins Spiel, der hinter Robinson als Runningback Aufstellung genommen hatte. Mit einem Pass in die Endzone wollte er die Führung seiner Mannschaft erzwingen. Aber unter starkem Druck warf er den Ball nicht sehr platziert - und genau in die Arme von Irish Safety Nick Barratti. Erneut hatte die Defense der Goldhelme einen Punktsieg errungen. Es blieb beim 0-0.

Bei diesem Spielstand wurden dann wenig später zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Turnover Festival im zweiten Viertel

Zu Beginn des zweiten Viertels waren dann die Gäste wieder in Ballbesitz. An der eigenen 33 Yard Linie warf Robinson einen Pass - und der landete in den Armen von Manti Te'o, der an der gegnerischen 45 Yard Linie goldrichtig stand, den Ball abfing und 28 Yards returnierte. Die Irish waren überraschend wieder in Ballbesitz und standen tief in der Hälfte der Wolverines. An der 17 Yard Linie der Gäste starteten sie, konnten in drei Versuchen jedoch nur 1 Yard Raumgewinn erzielen. Ein Fieldgoal musste in dieser Situation reichen. Und mit Kyle Brindza verfügen die Goldhelme ja wieder über einen sicheren Kicker. Aus 33 Yards versenkte er den Ball sicher zwischen die vertikalen Torstangen zur 3-0 Führung der Irish.

Das war aber erst der Auftakt zu etlichen Big Plays der Notre Dame Defense. Gleich der nächste Pass des Michigan Quarterbacks wurde nämlich erneut abgefangen. Diesmal war es Cornerback Bennett Jackson, der den Ball unplanmäßig aus der Luft pflückte und damit seine Offense schnell wieder aufs Feld brachte.

Erneut starteten die Irish in der Hälfte der Gäste - diesmal an der 39 Yard Linie. Aber zwei Spielzüge später klopften sie bereits wieder an der Endzone an, als sie an der 10 Yard Linie standen. Ein Lauf von Theo Riddick hatte 13 Yards Raumgewinn gebracht. Und ein Pass auf DaVaris Daniels war gut für weitere 16 Yards.

Allerdings leistete sich Everett Golson in dieser Situation seine zweite Interception, als er einen Pass in die Endzone warf, der abgefälscht wurde und dann in den Armen eines Rückraumverteidigers landete.

Für Golson war das Spiel damit beendet. Head Coach Brian Kelly tat ihm mit seiner Auswechslung ganz sicher einen Gefallen, agierte er bis dahin doch alles andere als sicher.

Aber wie dem auch sei, die Irish hatten diese große Chance vertan und brachten die Gäste aus Michigan wieder in Ballbesitz. Die versuchten zunächst mit einigen Laufspielzügen Raumgewinn zu erzielen. Immerhin landeten die letzten beiden Pässe beim Gegner ...

Nach drei Laufspielzügen - mit einem First Down - folgte dann aber der nächste Pass. Und der landete erneut in den Armen eines Notre Dame Verteidigers. Safety Zeke Motta hatte den Ball abfälschen können, der dann von Manti Te'o gefangen werden konnte.

Zum dritten Mal standen die Irish in der Hälfte der Wolverines. Coach Kelly schickte Tommy Rees als Quarterback aufs Feld. An der gegnerischen 48 Yard Linie nahm der mit seiner Offense die Arbeit auf.

Nach einem kurzen Lauf von George Atkinson III folgte ein Pass auf DaVaris Daniels. Der brachte 16 Yards Raumgewinn - und die Irish an die 30 Yard Linie. Mit einem Big Play fand Tommy Rees seinen Receiver TJ Jones mit einem Pass an der 6 Yard Linie. Ein kurzer Pass auf Theo Riddick brachte die Goldhelme bis an die 1 Yard Linie. Von da ging es zunächst allerdings in die falsche Richtung. Zwei unnötige Strafen warfen die Goldhelme um 10 Yards zurück. Und als der Passversuch auf Tight End Tyler Eifert fehlschlug, schien es als müssten sich die Irish erneut mit einem Fieldgoal begnügen.

Aber eine Pass Interference Strafe gegen Michigan brachte den Goldhelmen vier neue Versuche. An der 2 Yard Linie benötigten sie jedoch nur einen Versuch, um zum ersten Mal in dieser Partie in die Endzone zu gelangen. Tommy Rees feierte dabei eine Premiere: Zum ersten Mal im Irish Trikot trug er den Ball selbst in die Endzone.

Nach verwandeltem Extrapunkt führten die Irish jetzt 10-0.

Die Interception-Festspiele der Irish waren aber noch nicht beendet. Der nächste Pass des Michigan Spielmachers landete nämlich wieder bei einem Abwehrspieler der Goldhelme. KeiVarae Russell schaffte in seinem vierten Spiel für Notre Dame seine erste Interception, als Robinson bei ablaufender Spielzeit mit einem Hail Mary Pass zählbares für seine Mannschaft erzwingen wollte.

Damit war die erste Halbzeit beendet. Der Spielstand: Michigan 0, Notre Dame 10.

Die zweite Halbzeit begann mit Ballbesitz für die Irish. Aber die mussten nach drei Angriffsspielzügen punten.

Die Gäste waren also schnell wieder mit ihrer Offense auf dem Feld. Und das blieben sie über weite Strecken des dritten Viertels. Am Ende waren sie gut elfeinhalb Minuten in Ballbesitz. Punkte schafften sie jedoch keine. Einmal sah es nach den ersten Punkten der Gäste aus, als sie in einer langen Angriffsserie bis an die 16 Yard Linie der Irish kamen. Aber da war dann wieder einmal Schluss. Diesmal war es ein Fumble von Robinson, forciert von Outside Linebacker Danny Spond. Gesichert wurde das Spielgerät an der Irish 8 Yard Linie von Bennett Jackson.

Wie gesagt, keine Punkte im dritten Viertel.

Im Schlussviertel sollte die Spannung dann jedoch noch einmal steigen. Zunächst schafften die Gäste endlich ihre ersten Punkte. Allerdings ließen die Irish lediglich ein Fieldgoal zu.

Dann war die Offense der Goldhelme an der Reihe, die im letzten Viertel deutlich stärker agierte. In einer mehr als siebeneinhalb Minuten dauernden Angriffsserie überbrückten sie das Spielfeld und kamen bis an die 22 Yard Linie der Gäste. Von dort trat erneut Kicker Kyle Brindza in Aktion. Aus 39 Yards verwandelte er sicher und brachte die Irish damit wieder mit 10 Punkten in Führung.

Noch einmal konnten die Gäste antworten. Knapp dreieinhalb Minuten vor Schluss standen sie an der 6 Yard Linie der Irish. Und wieder hatte die Irish Defense das bessere Ende für sich. Defensive End Sheldon Day sackte den Spielmacher der Gäste beim zweiten Versuch für 8 Yards Raumverlust. Ein Pass in die Endzone war anschließend unvollständig. Damit standen die Wolverines wieder vor einem vierten Versuch. Wieder entschlossen sie sich für ein Fieldgoal, das auch gelang.

Der Plan war, die Offense der Irish schnell wieder zu stoppen und in einer letzten Angriffsserie das Spiel noch zu drehen.

Bei dieser Planung spielten die Irish jedoch nicht mit. Mit beinahe ausschließlich Laufspiel zwangen sie die Gäste zunächst, ihre zwei verbliebenen Auszeiten zu nehmen. Anschließend spielten sie die Spieluhr herunter. Und als es bei einem dritten Versuch und 4 Yards so aussah, als hätten die Wolverines den Gegner gestoppt, da fand Tommy Rees seinen Tight End Tyler Eifert mit einem überraschenden Pass. Der brachte 38 Yards Raumgewinn und, was noch viel wichtiger war, vier neue Versuche für die Irish.

Noch einmal wurde es eng für die Goldhelme. Aber bei einem dritten Versuch und 8 erlief Runningback Theo Riddick eben diese 8 Yards zum letzten First Down der Partie. Die verbleibenden 69 Sekunden überbrückten die Irish, indem Tommy Rees einmal aufs Knie ging. Dann war das Spiel zu Ende, und die Irish hatten gewonnen.

Defense in Zahlen

Gewinner des Spiels war - da waren sich alle im Stadion einig - die Defense der Irish. Mehr als 33 Minuten stand sie auf dem Feld, ließ in dieser Zeit zwar Raumgewinn zu, schlug aber immer dann zu, wenn es darauf ankam. Sechs Turnover und drei Quarterback Sacks standen am Ende auf der Habenseite. Sie ließ gegen eine der explosivsten Offenses im College Football keinen Touchdown zu und legte damit den Grundstein für einen 4-0 Start der Irish in die Saison 2012.

Am nächsten Wochenende haben die Irish spielfrei bevor es dann am 6. Oktober 2012 im Soldier Field in Chicago zum Treffen mit einem weiteren alten Rivalen kommt. Erwartet werden die Miami (Florida), die in den kommenden Jahren wieder fester Bestandteil des Spielplans von Notre Dame werden.

Spielstatistik

 MichiganNotre Dame
First Downs1914
- durch Lauf96
- durch Pass96
- durch Penalty12
Anzahl Laufspielzüge4131
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge192101
Raumverlust durch Laufspielzüge317
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge16194
Yards Raumgewinn pro Lauf3,93,0
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge138145
Anzahl Pass-Spielzüge2519
Vollständige Pässe1311
Komplettierungsrate52,0%57,9%
Interceptions52
Yards Raumgewinn pro Passversuch5,57,6
Anzahl Spielzüge6650
Raumgewinn gesamt299239
Yards Raumgewinn pro Spielzug4,54,8
Fumbles2, verloren: 10
Strafen (Yards)5 (38 yards)5 (49 yards)
Ballbesitz33:1926:41

Individual-Statistik

Nr.NameTACKLETFL/Yds, Sack/YdsInt/YdsPBU
BLK
QBHFF
FR
2Bennett Jackson9
(6 + 3)
 
 
1 / 10 
 
  
1
5Manti Te'o8
(3 + 5)
1,0 / 1
 
2 / 28 
 
1 
 
13Danny Spond7
(3 + 4)
 
 
  
 
 1
 
17Zeke Motta6
(5 + 1)
 
 
 1
 
  
 
89Kapron Lewis-Moore6
(2 + 4)
 
 
  
 
1 
 
44Carlo Calabrese5
(0 + 5)
0,5 / 1
 
  
 
  
 
48Dan Fox4
(0 + 4)
 
 
  
 
1 
 
91Sheldon Day3
(3 + 0)
1,0 / 8
1,0 / 8
  
 
  
 
9Louis Nix3
(0 + 3)
 
 
  
 
  
 
55Prince Shembo2
(2 + 0)
1,0 / 3
1,0 / 3
  
 
  
 
6KeiVarae Russell2
(1 + 1)
 
 
1 / 31 
 
  
 
41Matthias Farley2
(1 + 1)
0,5 / 1
 
  
 
  
 
7Stephon Tuitt2
(1 + 1)
1,0 / 10
1,0 / 10
  
 
1 
 
15Dan McCarthy2
(1 + 1)
 
 
  
 
  
 
11Ishaq Williams2
(0 + 2)
 
 
  
 
  
 
33Cam McDaniel1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
16Chris Badger1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
8Kendall Moore1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
2Chris Brown1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
5Everett Golson1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
30Ben Councell1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
29Nick Baratti 
(0 + 0)
 
 
1 
 
  
 
Nr.NameLäufeYards BruttoYards MinusYards NettoAVGLongTD
6Theo Riddick17531523,18 
20Cierre Wood739 395,615 
4George Atkinson III47341,05 
11Tommy Rees12 22,021
5Everett Golson1   0,0  
Nr.NameCatchesYardsAVGTDLong
6Theo Riddick5326,4 13
10DaVaris Daniels34013,3 16
7T.J. Jones23517,5 24
80Tyler Eifert13838,0 38
Nr.NameATTCOMPRATEINTYARDSTDLONGSACK
11Tommy Rees11872,7 115 38 
5Everett Golson8337,5230 16 
Nr.NameAnzahlYARDSLONGIN 20TB
35Ben Turk4151491 
Keine Daten gefunden
Keine Daten gefunden
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
6KeiVarae Russell13131 
5Manti Te'o22828 
2Bennett Jackson11010 
29Nick Baratti1   
Nr.NameTDPATCONVFGSAFPunkte
27Kyle Brindza 1 2 7
11Tommy Rees1    6
NOTRE DAME
7
6
21
7
41
MIAMI (FL)
3
0
0
0
3

Irish bleiben ungeschlagen - 41-3 gegen Miami

Im 25. Aufeinandertreffen beider Mannschaften besiegte Notre Dame die Miami Hurricanes gestern Abend in Chicago deutlich mit 41-3.

Seit 1990 war es das erste Spiel dieser alten Rivalen in der regulären Saison. Damals traten die Miami Hurricanes der ACC (Atlantic Coast Conference) bei, und da war wohl kein Platz mehr für die Spiele gegen Notre Dame.

Gestern wurde nun ein Wiederaufleben der Rivalität eingeleitet, als sich beide Mannschaften im Soldier Field in Chicago gegenüberstanden.

Was ein Treffen auf Augenhöhe werden sollte geriet zu einer Demonstration der derzeitigen Stärke der Goldhelme. Dabei hätte die Partie einen völlig anderen Verlauf nehmen können. Wäre nämlich der lange Pass beim allerersten Spielzug der Hurricanes, die als erstes Team in Ballbesitz waren, angekommen, wäre ein Touchdown die zwangsläufige Folge gewesen. Zu deutlich hatte sich der pfeilschnelle Receiver von seinen Gegenspielern absetzen können. Glücklicherweise kam der Pass ebensowenig an, wie ein weiterer im dritten Spielzug. So blieb es beim 0-0 und der Ballbesitz wechselte nach nur drei Spielzügen.

Tommy Rees startete als Quarterback

Als die Offense der Irish das Feld betraten, bestätigte sich das, was erst eine halbe Stunde vor Spielbeginn von Irish Head Coach Brian Kelly bekanntgegeben worden war: Tommy Rees führte die Mannschaft aufs Feld. Everett Golson war, wie es Gerüchten zufolge heißt, zu einem Team Meeting zu spät gekommen. Allerdings betonte Kelly, dass Golson nicht für das gesamte Spiel gesperrt sei und auf jeden Fall zum Einsatz kommen würde.

Die Goldhelme starteten ihre erste Angriffsserie an der eigenen 12 Yard Linie. Von dort warf Tommy Rees drei Pässe. Zwei kamen nicht an und der dritte brachte nur 4 Yards Raumgewinn. Die Irish mussten also unmittelbar vor der eigenen Endzone punten.

Beim Punt leisteten sich die Hurricanes jedoch eines von etlichen kostspieligen Fouls, als ein Gegenspieler den Punter der Irish umrannte. Die Hurricanes meinten, ihr Spieler sei in den Punter hineingeblockt worden. Und dieser Argumentation konnte man sich beim Betrachten der Zeitlupe nicht entziehen. Wie dem auch sei, die Schiedsrichter entschieden auf Regelverstoß, und die Irish blieben in Ballbesitz.

Allerdings stand jetzt mit Everett Golson der etatmäßige Spielmacher auf dem Feld. Und das sollte sich im weiteren Verlauf des Spiels als die goldrichtige Entscheidung herausstellen. Golson lieferte nämlich seine bislang beste Leistung im Trikot der Irish ab. Erstmals lief er auch selbst mit dem Ball, und das mit Erfolg. Aber in erster Linie waren es seine Pässe, die ankamen und seine Mannschaft damit im Spiel hielten. So führte er seine Mannschaft in knapp vier Minuten über das Feld zum ersten Touchdown der Partie.

Vor den ersten Punkten galt es jedoch noch, eine Schrecksekunde zu überstehen. Golson wollte mit einem Lauf den ersten Touchdown selbst erzielen, wurde jedoch unmittelbar vor der Endzone gestoppt. Dabei verlor er den Ball. Die Schiedsrichter entschieden zunächst auf Fumble und Ballbesitz Miami. Aber eine Überprüfung der Szene durch die Videorichter ergab, dass Golson den Ball erst verlor, als er bereits am Boden, der Spielzug somit bereits beendet war. Daraufhin revidierten die guten Schiedsrichter ihre Entscheidung und entschieden auf zweiten Versuch Notre Dame an der 1 Yard Linie. Und von dort trug Theo Riddick das Spielgerät zum ersten Touchdown der Partie in die Endzone.

Es folgte die zweite Angriffsserie der Hurricanes. Und die gestaltete sich deutlich erfolgreicher als die erste. Immerhin endete sie mit einem Touchdownlauf ihres Quarterbacks. Aber die Hurricanes freuten sich zu früh. Denn der Touchdown kam nur mit Hilfe eines Regelverstosses (Holding) zustande. Somit blieb ihnen letztlich nur ein Fieldgoal Versuch. Der glückte, und so wurden wenig später beim Spielstand von 7-3 für Notre Dame zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Im zweiten Viertel traten die Kicker in den Vordergrund. Viermal traten sie zu Fieldgoal Versuchen an. Allerdings glückten nur zwei. Zunächst trat Irish Kicker Kyle Brindza an und traf aus 22 Yards Entfernung zum 10-3 für Notre Dame.

Die Hurricanes konnten in ihrer nächsten Angriffsserie zwar ein First Down erzielen. Aber danach geriet der Angriff ins Stocken, und sie mussten punten.

Und wieder führte Everett Golson seine Mannschaft über das Feld - bis an die gegnerische 15 Yard Linie. Von dort trat erneut Kyle Brindza an und traf sicher, diesmal aus 32 Yards Entfernung.

Kurz vor dem Ende des zweiten Viertels platzierten die Hurricanes einen Punt an der 1 Yard Linie der Irish. Die konnten von dort kein First Down erzielen und mussten punten. Der Ball wurde vom Punt Returner der Hurricanes an der 35 Yard Linie der Goldhelme gesichert. Von dort waren Punkte für Miami eigentlich unvermeidlich. Aber die Defense der Irish hatte sich längst auf die Spielweise des Gegners eingestellt und dominierte immer deutlicher. So ließ sie in dieser Situation in drei Versuchen nur 5 Yards Raumgewinn zu. Die Hurricanes versuchten daraufhin ein 47 Yards Fieldgoal. Aber der Ball verfehlte sein Ziel deutlich.

Damit kamen die Irish noch einmal in Ballbesitz. Allerdings waren nur noch 62 Sekunden zu spielen. Die jedoch genügten Everett Golson, der seine Mannschaft bis an die 17 Yard Linie der Hurricanes führte. Zu spielen war da noch eine Sekunde. Mit einem Fieldgoal wollten die Irish diese Angriffsserie abschließen. Aber diesmal streifte der Ball knapp an den vertikalen Torstangen vorbei.

Damit war die erste Halbzeit beendet. Der Spielstand: Miami 3, Notre Dame 13.

Irish dominieren zweite Halbzeit

War die erste Halbzeit noch eine Begegnung auf Augenhöhe, so dominierten die Goldhelme in der zweiten Halbzeit. Beinahe ausschließlich mit Laufspiel kontrollierten sie Spiel und Gegner und marschierten ein ums andere Mal erfolgreich über das Spielfeld. Dreimal erreichten sie im dritten Viertel die gegnerische Endzone. Hauptakteur bei den beiden ersten Touchdowns war Cierre Wood, der zunächst die Hauptlast des Angriffs trug. Highlight war ein 37 Yards Lauf, der erst unmittelbar vor der Endzone gestoppt werden konnte.

Danach schlug dann die Stunde von Speedster George Atkinson III. Mit zehn Läufen erzielte er satte 123 Yards Raumgewinn, darunter ein 55 Yards Touchdown Lauf.

Nach drei Vierteln führten die Irish mit 34-3. Das Spiel war entschieden.

Im Schlussviertel schickte Irish Head Coach Brian Kelly mehr und mehr seine Ersatzspieler aufs Feld. So war auch der Arbeitstag für Everett Golson beendet, der wieder durch Tommy Rees ersetzt wurde.

Und mit Cam McDaniel brachten die Goldhelme ihren vierten Runningback aufs Feld. Aber auch der brachte die Defense der Hurricanes ein ums andere Mal in Verlegenheit und krönte seine Leistung mit dem letzten Touchdown der Partie - gut eine Minute vor Schluss.

Irish Dominanz in Zahlen

Die Offense der Goldhelme konnte von der Defense der Hurricanes eigentlich nie gestoppt werden. Am Ende kam sie auf einen Raumgewinn von 587 Yards. Erstaunlich dabei waren die 376 Yards, die die Irish mit Laufspiel erzielten. Zwei Runningbacks der Irish erreichten mehr als 100 Yards Raumgewinn: George Atkinson III (10 Läufe für 123 Yards) und Cierre Wood (18 Läufe für 118 Yards).

Quarterback Everett Golson steuerte noch 51 Lauf Yards hinzu, glänzte jedoch auch mit einer guten Spielübersicht. 17 seiner 22 Pässe waren vollständig und brachten 186 Yards Raumgewinn.

Die Defense der Irish fing sich nach den Schrecksekunden zu Beginn des Spiels und meldete die Offense der Hurricanes in der zweiten Halbzeit völlig ab. Miamis explosive Offense hatte in den bisherigen fünf Saisonspielen durchschnittlich 35,6 Punkte erzielt. Gestern stand sie nur etwas mehr als 20 Minuten auf dem Feld und musste sich mit einem Fieldgoal begnügen

Chicago ist eine Reise wert

Die Irish trugen gestern ihr zwölftes Spiel in Chicago aus. Und die Bilanz kann sich sehen lassen: Zehn Siege, zwei Unentschieden - keine Niederlage.

Spielstatistik

 Miami (FL)Notre Dame
First Downs1334
- durch Lauf318
- durch Pass1012
- durch Penalty04
Anzahl Laufspielzüge1851
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge85380
Raumverlust durch Laufspielzüge14
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge84376
Yards Raumgewinn pro Lauf4,77,4
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge201211
Anzahl Pass-Spielzüge3526
Vollständige Pässe1819
Komplettierungsrate51,4%73,1%
Interceptions00
Yards Raumgewinn pro Passversuch5,78,1
Anzahl Spielzüge5377
Raumgewinn gesamt285587
Yards Raumgewinn pro Spielzug5,47,6
Fumbles02, verloren: 0
Strafen (Yards)9 (76 yards)4 (25 yards)
Ballbesitz20:5239:08

Individual-Statistik

Nr.NameTACKLETFL/Yds, Sack/YdsInt/YdsPBU
BLK
QBHFF
FR
5Manti Te'o10
(8 + 2)
 
 
 1
 
  
 
6KeiVarae Russell6
(2 + 4)
 
 
  
 
  
 
48Dan Fox5
(1 + 4)
 
 
  
 
  
 
22Elijah Shumate3
(2 + 1)
 
 
  
 
  
 
44Carlo Calabrese3
(2 + 1)
 
 
  
 
  
 
30Ben Councell3
(2 + 1)
 
 
  
 
  
 
89Kapron Lewis-Moore3
(1 + 2)
1,0 / 1
 
 1
 
1 
 
91Sheldon Day2
(2 + 0)
 
 
  
 
  
 
9Louis Nix2
(2 + 0)
 
 
  
 
1 
 
17Zeke Motta2
(1 + 1)
 
 
  
 
  
 
13Danny Spond2
(1 + 1)
 
 
  
 
  
 
7Stephon Tuitt2
(1 + 1)
 
 
 1
 
1 
 
41Matthias Farley1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
2Bennett Jackson1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
8Kendall Moore1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
55Prince Shembo1
(1 + 0)
 
 
  
 
2 
 
24Chris Salvi1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
59Jarrett Grace1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
15Dan McCarthy1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
Nr.NameLäufeYards BruttoYards MinusYards NettoAVGLongTD
4George Atkinson III10127412312,3551
20Cierre Wood18118 1186,6372
33Cam McDaniel1155 555,0151
5Everett Golson651 518,515 
6Theo Riddick521 214,291
9Roby Toma18 88,08 
Nr.NameCatchesYardsAVGTDLong
7T.J. Jones44511,3 16
10DaVaris Daniels34816,0 24
6Theo Riddick3155,0 7
80Tyler Eifert23115,5 23
9Roby Toma22211,0 11
20Cierre Wood294,5 9
33Cam McDaniel12121,0 21
81John Goodman11313,0 13
85Troy Niklas177,0 7
Nr.NameATTCOMPRATEINTYARDSTDLONGSACK
5Everett Golson221777,3 186 24 
11Tommy Rees4250,0 25 21 
Nr.NameAnzahlYARDSLONGIN 20TB
35Ben Turk13232  
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
4George Atkinson III11313 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
19Davonte Neal1   
Keine Daten gefunden
Nr.NameTDPATCONVFGSAFPunkte
20Cierre Wood2    12
27Kyle Brindza 5 2 11
6Theo Riddick1    6
4George Atkinson III1    6
33Cam McDaniel1    6
NOTRE DAME
3
0
0
10
7
20
STANFORD
0
10
0
3
13

Irish gewinnen Thriller gegen Stanford

In einem wahren Thriller besiegten die Irish gestern den Stanford Cardinal mit 20-13.

Dabei waren es - wie erwartet - die Abwehrreihen beider Mannschaften, die das Spiel bestimmten. Am Ende war es dann - einmal mehr - die Defense der Irish, die den Unterschied ausmachte.

Aber der Reihe nach.

Im Dauerregen von South Bend waren die Gäste als erstes Team in Ballbesitz. Aber nach nur drei Angriffsversuchen mussten sie punten.

Aber auch die Irish konnten mit ihrem ersten Ballbesitz nicht viel anfangen. Ein Fumble von Everett Golson, als die Ballübergabe (Hand Off) an den Runningback schiefging, wurde von den Gästen erobert, die damit an der 47 Yard Linie der Irish in Ballbesitz gelangten. Vier Spielzüge später standen sie an der 20 Yard Linie der Goldhelme, als ihr Quarterback einen Pass in die Endzone warf. Der Pass geriet etwas zu kurz und fand in Bennett Jackson, der unmittelbar vor der eigenen Goal Line stand, einen dankbaren Abnehmer. Nach dieser Interception waren die Irish in Ballbesitz. Das war die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht war: Sie standen an der eigenen 1 Yard Linie.

Von dort gelang kein First Down. Somit mussten die Irish punten.

In der Folgezeit wechselte der Ballbesitz noch einige Male. Kurz vor dem Ende des ersten Viertels standen die Gäste mit ihrer Offense auf dem Feld. In dieser Situation versuchten sie einen langen Pass. Aber der landete erneut in den Armen der Irish. Diesmal stand Safety Matthias Farley goldrichtig, fing den Ball auf Höhe der eigenen 35 Yard Linie ab und returnierte ihn über 49 Yards bis an die gegnerische 16 Yard Linie.

Damit kamen die Irish unverhofft zu ihrer ersten Chance auf Punkte. Ein Touchdown gelang zwar nicht, aber mit einem Fieldgoal (Kyle Brindza aus 29 Yards) gingen sie in Führung.

Kurz darauf war das erste Viertel beendet.

Im zweiten Viertel das gleiche Bild: Keine Offense konnte sich entscheidend durchsetzen. Und so wechselte das Angriffsrecht ständig hin und her.

Mitte des zweiten Viertels waren die Irish in Ballbesitz, und das wieder unmittelbar vor der eigenen Endzone. Quarterback Everett Golson stand in der Endzone mit dem Ball und suchte in aller Ruhe nach einer Anspielstation für einen Pass. Er leiß sich etwas zu viel Zeit und wurde hart getackelt. Dabei verlor er den Ball. Und der wurde von den Gästen - in der Endzone - gesichert. Das war der Touchdown für Stanford.

Und das war das erste Mal in dieser Saison, dass die Irish in Rückstand gerieten.

Die Antwort der Goldhelme war eine längere Angriffsserie, gestartet an der eigenen 13 Yard Linie. Everett Golson führte seine Mannschaft bis an die gegnerische 10 Yard Linie. Bei einem vierten Versuch schickte Head Coach Brian Kelly sein Fieldgoal Team auf den Platz. Was bei trockenen Verhältnissen eine Formsache war - ein 27 Yard Fieldgoal - geriet im Dauerregen von South Bend zum Abenteuer. Der Snap geriet viel zu hoch. Der Ball segelte über den Holder und konnte von den Gästen gesichert werden.

Keine Punkte also für Notre Dame. Aber die Gäste hatten noch genügend Zeit, um zurückzuschlagen. Sie kamen bis an die 30 Yard Linie der Irish und versuchten von dort - drei Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit - ein langes Fieldgoal. Und sie machten es besser als die Goldhelme wenige Minuten zuvor. Das Fieldgoal war gut, und so lautete der Spielstand zur Pause: Stanford 10, Notre Dame 3.

Das dritte Viertel gehörte dann völlig den beiden starken Abwehrreihen, die keine Punkte zuließen.

Erst im Schlussviertel kam wieder Bewegung auf die Anzeigetafel. Dafür verantwortlich waren die Irish, die eine Angriffserie erfolgreich mit einem Touchdown abschließen konnten.

Angefangen hatte alles noch im dritten Viertel mit einem schönen 8 Yards Punt Return von Davonte Neal, der seine Mannschaft auf Höhe der Mittellinie in Ballbesitz brachte. Von dort fand Everett Golson seinen Runningback Theo Riddick mit einem 23 Yards Pass. Damit waren die Irish bereits an der 27 Yard Linie der Gäste. Einige erfolgreiche Läufe von Theo Riddick und Cierre Wood brachte die Goldhelme bis an die 20 Yard Linie. Nach einem False Start der Offensive Line mussten sie allerdings 5 Yards zurück.

Dann wurden zum letzten Mal die Seiten gewechselt. Im Schlussviertel zunächst ein kurzer Lauf von Golson. Dann fand der Irish Spielmacher seinen Tight End Tyler Eifert mit einem 24 Yard Pass in der Endzone zum bereits erwähnten Touchdown. Nach erfolgreichem Extrapunkt war die Partie ausgeglichen (10-10).

Stanford antwortete mit einer längeren Angriffsserie. Bis an die 10 Yard Line der Irish kamen sie und schlossen mit einem 27 Yard Fieldgoal ab. Damit konnten die Gäste wieder in Führung gehen.

Zu spielen waren da noch gut sechs Minuten. Zeit genug also für die Irish, zurückzuschlagen.

An der eigenen 16 Yard Linie starteten die Irish ihre letzte Angriffsserie. Plötzlich funktionierte das Laufspiel. Cierre Wood und Theo Riddick brachten ihre Mannschaft mit erfolgreichen Läufen voran. Dann lief Everett Golson selbst mit dem Ball, wurde nach 4 Yards Raumgewinn gestoppt und dann noch, als er bereits am Boden war, mit einem späten Tackle gegen seinen Helm attackiert. Völlig zurecht entschieden die Schiedsrichter auf Personal Foul gegen Stanford. Für Everett Golson war das Spiel allerdings beendet. Er wirkte nach dem Foul minutenlang benommen und hat wohl eine Gehirnerschütterung davongetragen.

Für ihn kam Tommy Rees aufs Feld. Der war bekanntlich schon in den Spielen gegen Purdue und Michigan eingewechselt worden und hatte seine Mannschaft zu Siegen geführt. Stanford hat sich mit dem bösen Foul an Golson also keinen Gefallen getan. Das zeigte sich auch schnell, als Rees seine Mannschaft unaufhaltsam nach vorne trieb. Allerdings stoppte die Angriffsserie 20 Sekunden vor Schluss an der gegnerischen 5 Yard Linie. Kyle Brindza musste also noch einmal ran. Der Fieldgoal Versuch musste gelingen. Andernfalls stände Stanford als Sieger fest.

Das Fieldgoal gelang. Und 20 Sekunden später war das Spiel beendet. Beim Spielstand von 13-13 musste der Sieger in der Verlängerung (Overtime) gefunden werden.

Overtime im College Football bedeutet, dass jede Mannschaft einmal in Ballbesitz kommt, und zwar an der 25 Yard Linie.

Stanford gewann den Coin Toss und entschied, zuerst mit der Defense aufs Feld zu gehen. Damit waren die Irish gezwungen, vorzulegen.

Der erste Spielzug war allerdings wenig verheißungsvoll. Tommy Rees wurde für einen Raumverlust von 7 Yards gesackt. Aber er zeigte sich völlig unbeeindruckt und warf im zweiten Versuch einen Pass auf DaVaris Daniels für 9 Yards Raumgewinn. Im dritten Versuch geriet der Irish Quarterback erneut stark unter Druck. Dennoch gelang ihm ein Pass auf Theo Riddick, der den Ball trotz Doppeldeckung sicher fing. Der Spielzug brachte 16 Yards Raumgewinn und ein neues First Down an der 7 Yard Linie.

Und von dort ging es jetzt ganz schnell: Tommy Rees fand seinen Passempfänger TJ Jones in der Endzone. Der sicherte den nicht sehr platziert geworfenen Ball - Touchdown Irish.

Notre Dame hatte also vorgelegt. Und die Gäste waren nun gezwungen, ebenfalls einen Touchdown zu erzielen. Andernfalls wäre das Spiel zu Ende.

Die Angriffsserie begann erfolgversprechend. Nach fünf Angriffsspielzügen standen sie an der 1 Yard Linie der Irish. Allerdings stand da bereits der dritte Versuch an. Mit einem Lauf wollten sie in die Endzone. Aber die Irish stoppten ihn rechtzeitig. Louis Nix III und Carlo Calabrese beendeten den Spielzug, bevor der Runningback die Endzone erreichen konnte.

Das Drama hatte jetzt seinen Höhepunkt erreicht. Mit dem vierten und letzten Versuch mussten die Gäste versuchen, den Ball in die Endzone zu bringen. Wieder sollte ein Laufspiel zum Erfolg führen. Aber wieder hatten die Irish die passende Antwort: Bennett Jackson und erneut Carlo Calabrese stoppten den Runningback erneut, bevor er die Endzone erreichen konnte.

Das Spiel war jedoch noch nicht endgültig entschieden. Die Schiedsrichter erklärten, den letzten Spielzug von den Videorichtern prüfen zu lassen. Bei den Zeitlupe-Wiederholungen der Szene aus verschiedenen Kameraperspektiven sah es nämlich so aus, als wäre der Ball tatsächlich in der Endzone.

Aber nach einigen bangen Minuten des Wartens verkündete der Schiedsrichter, dass die Videoanalyse keine neuen Erkenntnisse gebracht hat. Das Spiel war beendet, Notre Dame hatte 20-13 gewonnen.

Irish Defense ein unüberwindliches Bollwerk

Seit vier Spielen hat die Defense der Goldhelme keinen gegnerischen Touchdown mehr zugelassen. Im Schnitt hat sie pro Spiel weniger als zehn Punkte zugelassen. Das ist - bedenkt man, dass drei der sechs Gegner Top-25 Teams waren - absolut erstklassig.

Dabei überragte einmal mehr Inside Linebacker Manti Te'o, der stets in der Nähe des Balles war und es am Ende auf 11 Tackles brachte.

In der Offense vervollständigte Everett Golson 12 seiner 24 Pässe für 141 Yards Raumgewinn, einen Touchdown und keine Interception. Allerdings verlor er auch dreimal den Ball durch Fumbles.

Abschließendes

Nach zletzt drei Niederlagen in Folge schafften die Irish mal wieder einen Sieg gegen Stanford. Das war gleichzeitig der sechste Sieg im sechsten Saisonspiel. Die Irish sind also weiter ungeschlagen und erwarten am kommenden Samstag BYU im Notre Dame Stadium.

Spielstatistik

 StanfordNotre Dame
First Downs1319
- durch Lauf59
- durch Pass78
- durch Penalty12
Anzahl Laufspielzüge4044
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge159200
Raumverlust durch Laufspielzüge1250
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge147150
Yards Raumgewinn pro Lauf3,73,4
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge125184
Anzahl Pass-Spielzüge2528
Vollständige Pässe1216
Komplettierungsrate48,0%57,1%
Interceptions20
Yards Raumgewinn pro Passversuch5,06,6
Anzahl Spielzüge6572
Raumgewinn gesamt272334
Yards Raumgewinn pro Spielzug4,24,6
Fumbles05, verloren: 3
Strafen (Yards)6 (65 yards)9 (70 yards)
Ballbesitz31:2628:34

Individual-Statistik

Nr.NameTACKLETFL/Yds, Sack/YdsInt/YdsPBU
BLK
QBHFF
FR
5Manti Te'o11
(3 + 8)
 
 
  
 
  
 
17Zeke Motta9
(1 + 8)
 
 
  
 
  
 
41Matthias Farley8
(2 + 6)
1,0 / 7
 
1 / 49 
 
  
 
6KeiVarae Russell7
(4 + 3)
 
 
  
 
  
 
7Stephon Tuitt7
(1 + 6)
0,5 / 2
0,5 / 2
  
1
2 
 
48Dan Fox6
(2 + 4)
1,0 / 5
 
  
 
1 
 
13Danny Spond6
(1 + 5)
 
 
  
 
  
 
89Kapron Lewis-Moore5
(1 + 4)
0,5 / 1
0,5 / 1
  
 
  
 
44Carlo Calabrese5
(0 + 5)
 
 
  
 
  
 
2Bennett Jackson4
(2 + 2)
 
 
1 
 
  
 
9Louis Nix4
(1 + 3)
 
 
  
 
1 
 
55Prince Shembo4
(0 + 4)
 
 
  
 
1 
 
38Joe Schmidt1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
59Jarrett Grace1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
87Daniel Smith1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
96Kona Schwenke1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
11Ishaq Williams1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
Nr.NameLäufeYards BruttoYards MinusYards NettoAVGLongTD
20Cierre Wood1266 665,517 
6Theo Riddick12461453,812 
5Everett Golson156726412,723 
4George Atkinson III321 217,08 
11Tommy Rees1 7-7-7,0  
35Ben Turk1 16-16-16,0  
Nr.NameCatchesYardsAVGTDLong
80Tyler Eifert45714,3124
7T.J. Jones45213,0120
6Theo Riddick33812,7 23
Nr.NameATTCOMPRATEINTYARDSTDLONGSACK
5Everett Golson241250,0 1411243
11Tommy Rees44100,0 431161
Nr.NameAnzahlYARDSLONGIN 20TB
35Ben Turk520646  
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
4George Atkinson III23623 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
19Davonte Neal298 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
41Matthias Farley14949 
2Bennett Jackson1   
Nr.NameTDPATCONVFGSAFPunkte
27Kyle Brindza 2 2 8
80Tyler Eifert1    6
7T.J. Jones1    6
NOTRE DAME
7
0
3
7
17
BYU
0
14
0
0
14

Knapper Sieg gegen BYU

Auch im siebten Spiel blieben die Irish ungeschlagen. Gestern besiegten sie im zum 229. Mal in Folge ausverkauften Notre Dame Stadium die BYU Cougars mit 17-14.

Dabei hatte es in der ersten Halbzeit nicht unbedingt nach einem Erfolg der Goldhelme ausgesehen. Durch einen äußerst umstrittenen Touchdown im zweiten Viertel waren die Gäste nämlich mit 14-7 in Führung gegangen. Aber eine deutliche Leistungssteigerung der Irish in der zweiten Halbzeit brachte dann noch die Wende gegen starke Gäste. Insgesamt schafften die Cougars in den zweiten 30 Minuten nur noch drei First Downs. Die Irish konnten dagegen im zweiten Durchgang ihr Laufspiel etablieren. Am Ende hatten sie 270 Yards Raumgewinn durch Laufspiel erzielt und konnten damit Spiel und Gegner kontrollieren.

Aber der Reihe nach.

Die Cougars waren nach Notre Dame gekommen mit der Empfehlung, eine der stärksten Abwehrreihen in der ersten Division des College Football zu besitzen. Und das konnten sie auch vor den wieder knapp 81.000 Zuschauern unter Beweis stellen.

Bei den Irish war befürchtet worden, dass sie Schwierigkeiten haben könnten sich nach dem emotionalen Sieg gegen Stanford in der Vorwoche auf das Spiel zu konzentrieren. Auch das bestätigte sich, zumindest in der ersten Halbzeit. Die Defense ließ deutlich mehr zu, als in den bisherigen Spielen der Saison. So kamen die Gäste im zweiten Viertel zu zwei Touchdowns.

Tommy Rees startete als Quarterback

Die Offense der Goldhelme wurde von Tommy Rees aufs Feld geführt. Irish Head Coach Brian Kelly hatte entschieden, seinen etatmäßigen Quarterback Everett Golson noch eine Woche zu schonen. Der hatte nach seiner Gehirnerschütterung im Spiel gegen Stanford zwar von den Ärzten grünes Licht für einen Einsatz erhalten. Aber Coach Kelly wollte auf Nummer sicher gehen und entschied sich für Tommy Rees als Starter, sowie Andrew Hendrix als Backup.

Tommy Rees begann stark und fand immer wieder seine Lieblings Anspielstation Tyler Eifert für seine Pässe. Allerdings mischten sich im Verlaufe der ersten Halbzeit mehr und mehr Fehler in sein Spiel, so dass er beinahe wieder an den Tommy Rees erinnerte, der nach der vergangenen Saison seinen Stammplatz verloren hatte.

Da war es ein Glück für die Goldhelme, dass das Laufspiel - vor allem in der zweiten Halbzeit - prächtig funktionierte.

Zu Beginn jedoch waren es in erster Linie die Pässe auf Tyler Eifert, die den Irish Raumgewinn brachten. So konnte Eifert in der ersten Angriffsserie gleich zwei Pässe für 40 Yards fangen. Und so kamen die Irish bis an die 23 Yard Linie der Gäste. Von dort sollte Kyle Brindza per Fieldgoal die ersten Punkte auf die Anzeigetafel bringen. Aber der bislang als Mister Zuverlässig bekannte Kicker hatte nicht seinen besten Tag erwischt. Er verschoss hier (aus 40 Yards) ebenso wie später aus 28 Yards.

Damit war zum ersten Mal die Offense der Cougars auf dem Feld. Hauptsächlich mit Passspiel schafften sie First Down um First Down und standen so wenig später tief in der Hälfte der Irish. An der 19 Yard Linie der Goldhelme hatten die Cougars erste Punkte schon beinahe sicher. Aber ein Quarterback Sack von Stephon Tuitt warf die Gäste 16 Yards zurück. Und der nächste Pass wurde dann von Manti Te'o abgefangen.

Es folgten einige kurze Angriffsserien beider Mannschaften die jeweils von der gegnerischen Defense schnell beendet wurden.

Gegen Ende des ersten Viertels konnten die Irish dann jedoch wieder eine erfolgversprechende Angriffsserie starten. An der eigenen 36 Yard Linie gestartet erreichten sie vier Spielzüge später die 4 Yard Linie der Cougars. Highlights waren ein 29 Yard Pass auf Tyler Eifert und ein 22 Yard Lauf von Cierre Wood.

Ein Pass in die Endzone wurde von Tyler Eifert zum ersten Touchdown der Irish gefangen.

Wenig später war das erste Viertel beendet. Die Irish führten mit 7-0.

Im zweiten Viertel wurden die Gäste stärker. Zunächst kamen sie Mitte des Viertels zum Ausgleich, als die Defense der Irish nicht ihren besten Football spielte.

Und wenig später gelang Tommy Rees die erste Interception der Saison. Dumm war, dass die tief in der eigenen Hälfte passierte und die Gäste gleich wieder in hervorragender Feldposition an der 30 Yard Linie der Irish in Ballbesitz brachte.

Die Einladung nahmen die Gäste dankend an, denn knapp anderthalb Minuten später waren sie erneut in der Endzone der Irish. Allerdings war der Passfang zum Touchdown eindeutig unvollständig. In der Zeitlupe konnte man gut sehen, dass der Ball am Boden war und der Spieler den Boden zu Hilfe nahm, um ihn zu sichern. Die Schiedsrichter hatten genau diese Bilder zur Verfügung, um ihre ursprüngliche Entscheidung (Touchdown) zu revidieren. Warum sie dies nicht taten, blieb ihr Geheimnis.

In diesem Moment fühlte man sich an das NFL Spiel Seattle gegen Green Bay vor ein paar Wochen erinnert, in dem am Ende die Green Bay Packers durch eine krasse Fehlentscheidung der Schiedsrichter um den Sieg betrogen wurden.

Ach ja, hier gehört dann wohl die Information hin, woher die Schiedsrichter denn wohl kamen. Anwort: Big East. Damit wird das Ganze dann verständlicher, waren es doch Big East Parteiische, die den Irish mit ihren Fehlentscheidungen schon so manchen Sieg gekostet hatten.

Nur gut, dass die Irish mit ihrem Wechsel in die ACC zukünftig deutlich seltener mit diesen Herren zu tun haben werden.

Rückstand zur Halbzeit

Weitere Punkte gab es im ersten Durchgang nicht. Somit gingen die Gäste mit einer 14-7 Führung in die Halbzeitpause.

Im dritten Viertel war BYU zuerst in Ballbesitz. Aber nach einem First Down standen sie mit einem vierten Versuch und 5 an der eigenen 39 Yard Linie. Nach dem Punt waren die Irish in Ballbesitz. Aber auch sie mussten nach drei Angriffsspielzügen punten.

Es folgte die zweite Angriffsserie der Cougars mit zwei weiteren First Downs - gleichzeitig ihren letzten der Partie. Sie kamen bis zur 28 Yard Linie der Irish und versuchten dort, per Fieldgoal weitere Punkte auf die Anzeigetafel zu bringen. Der Versuch schlug fehl.

Und von jetzt an übernahmen die Irish das Kommando auf dem Feld. Beinahe ausschließlich mit Laufspiel marschierten sie über das gesamte Spielfeld. Highlight der Angriffsserie war ein 55 Yard Lauf von Theo Riddick, der erst unmittelbar vor der Endzone der Cougars gestoppt werden konnte. Dabei hatte Riddick sich buchstäblich durch die gegnerische Defense gemogelt und plötzlich nur noch die Endzone vor sich.

An der 1 Yard Linie der Gäste ging das Spiel weiter. Eigentlich sollte ein Touchdown da nur noch eine Formsache sein. Die Irish versuchten, mit Laufspiel in die Endzone zu gelangen. Aber die Defense der Cougars stand in dieser Situation bombensicher und ließ keinen Touchdown zu. Also musste erneut Kyle Brindza aufs Feld. Der hatte zuvor schon zwei Fieldgoalversuche versemmelt. Diesmal jedoch traf er sicher aus 24 Yards zum neuen Spielstand von 14-10 für BYU.

Nach einem Kurzauftritt der BYU Offense waren die Goldhelme schnell erneut in Ballbesitz. An der eigenen 27 Yard Linie begannen sie ihre nächste Angriffsserie. Und als dann gut dreieinhalb Minuten später zum letzten Mal die Seiten gewechselt wurden, standen sie bereits an der 36 Yard Linie der Cougars. Highlight war ein 31 Yard Pass von Tommy Rees auf TJ Jones.

Im Schlussviertel bestimmten dann die beiden Runningbacks Theo Riddick und Cierre Wood das Geschehen. Gegen eine müde gespielte Defense der Cougars konnten die Beiden jetzt beinahe nach belieben Raumgewinn erzielen. So standen die Irish dann zu Beginn des Schlussviertels erneut unmittelbar vor der gegnerischen Endzone, und zwar an der 2 Yard Linie. Bei einem dritten Versuch kam dann George Atkinson III ins Spiel, der bereits seit geraumer Zeit immer wieder parallel zur Offensiv Line ein Laufspiel über außen angetäuscht hatte. Diesmal erhielt er den Ball und hatte nach einer geschickten Körpertäuschung die Endzone erreicht.

Die Irish hatten sich die Führung zurückgeholt und gaben sie bis zum Schluss nicht wieder her.

Persönliches

Mit 270 Yards Raumgewinn durch Laufspiel konnten sich die Irish gegen eine als bekannt starke Defense gegen den Lauf durchsetzen. Und gleich zwei Goldhelme schafften mehr als 100 Yards: Theo Riddick lieferte sein bislang bestes Spiel im Irish Trikot. Mit 15 Läufen erzielte er 143 Yards Raumgewinn. Dazu kamen die 114 Yards aus 18 Läufen von Cierre Wood. Ach ja, George Atkinson III steuerte zwar nur 11 Yards bei, aber er erzielte den siegbringenden Touchdown.

Tyler Eifert hatte ebenfalls einen guten Tag. Mit vier Passfängen holte er 73 Yards Raumgewinn.

Tommy Rees konnte am Ende eine durchwachsene Bilanz vorlegen: 7 von 16 Pässen vollständig für 117 Yards, ein Touchdown und eine Interception.

Die Defense sorgte einmal mehr für die Highlights der Partie. So schaffte Manti Te'o bereits seine vierte Interception in dieser Saison. Dazu kamen wieder zehn Tackles, womit er erneut Top Tackler seiner Mannschaft war.

Vier Quarterback Sacks durch Stephon Tuitt, Carlo Calabrese, Kapron Lewis-Moore und Dan Fox sorgten für 32 Yards Raumverlust bei den Cougars. Und in der zweiten Halbzeit ließen die Irish keine Punkte der Cougars zu.

Fazit

Es war ganz sicher nicht das beste Spiel der Irish in dieser Saison. Aber nach einer nicht überzeugenden ersten Halbzeit konnten die Irish die Partie im zweiten Durchgang noch herumreißen.

In der kommenden Woche wartet eines der Highlights der Saison auf Notre Dame. In Norman warten die Oklahoma Sooners, und damit ein weiteres Top Ten Team. Das Spiel wird in den USA zur Prime Time ausgetragen, also um zwei Uhr nachts unserer Zeit. Allerdings beginnen in der kommenden Woche die World Series der MLB (Major League Baseball). Und die Spiele werden von ESPN America alle live übertragen. Das Spiel der Irish gegen Oklahoma wird dennoch zu sehen sein. Nach derzeitigem Wissensstand wird die Partie am Dienstag (30. Oktober 2012) als Aufzeichnung von ESPN America gezeigt, und zwar um 10:30 Uhr.

Spielstatistik

 BYUNotre Dame
First Downs1716
- durch Lauf612
- durch Pass84
- durch Penalty30
Anzahl Laufspielzüge2543
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge106292
Raumverlust durch Laufspielzüge4022
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge66270
Yards Raumgewinn pro Lauf2,66,3
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge177119
Anzahl Pass-Spielzüge3617
Vollständige Pässe238
Komplettierungsrate63,9%47,1%
Interceptions21
Yards Raumgewinn pro Passversuch4,97,0
Anzahl Spielzüge6160
Raumgewinn gesamt243389
Yards Raumgewinn pro Spielzug4,06,5
Fumbles00
Strafen (Yards)4 (35 yards)5 (51 yards)
Ballbesitz29:1930:41

Individual-Statistik

Nr.NameTACKLETFL/Yds, Sack/YdsInt/YdsPBU
BLK
QBHFF
FR
5Manti Te'o10
(1 + 9)
0,5
 
1 / 7 
 
1 
 
6KeiVarae Russell6
(6 + 0)
1,0 / 2
 
  
 
  
 
41Matthias Farley6
(3 + 3)
 
 
  
 
  
 
55Prince Shembo6
(2 + 4)
 
 
  
 
1 
 
13Danny Spond5
(3 + 2)
0,5 / 1
 
12
 
  
 
89Kapron Lewis-Moore5
(2 + 3)
1,0 / 9
1,0 / 9
  
 
2 
 
44Carlo Calabrese5
(2 + 3)
0,5 / 4
0,5 / 4
  
 
  
 
7Stephon Tuitt5
(1 + 4)
1,5 / 21
1,5 / 21
  
 
1 
 
9Louis Nix4
(2 + 2)
1,0 / 3
 
  
 
1 
 
2Bennett Jackson3
(2 + 1)
 
 
  
 
  
 
17Zeke Motta3
(2 + 1)
 
 
  
 
  
 
48Dan Fox2
(2 + 0)
1,0 / 2
1,0 / 2
  
 
  
 
91Sheldon Day2
(1 + 1)
 
 
  
 
  
 
80Tyler Eifert1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
29Nick Baratti1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
11Ishaq Williams1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
8Kendall Moore1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
45Romeo Okwara1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
59Jarrett Grace1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
69Tony Springmann 
(0 + 0)
 
 
  
 
1 
 
Nr.NameLäufeYards BruttoYards MinusYards NettoAVGLongTD
6Theo Riddick1514961439,555 
20Cierre Wood18114 1146,322 
12Andrew Hendrix114 1414,014 
4George Atkinson III5154112,2131
11Tommy Rees2 8-8-4,0-4 
Nr.NameCatchesYardsAVGTDLong
80Tyler Eifert47318,3133
7T.J. Jones24020,0 31
4George Atkinson III144,0 4
85Troy Niklas122,0 2
Nr.NameATTCOMPRATEINTYARDSTDLONGSACK
11Tommy Rees16743,811171331
12Andrew Hendrix11100,0 2 2 
Nr.NameAnzahlYARDSLONGIN 20TB
35Ben Turk41755211
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
4George Atkinson III23720 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
19Davonte Neal2-3  
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
5Manti Te'o177 
13Danny Spond1   
Nr.NameTDPATCONVFGSAFPunkte
80Tyler Eifert1    6
4George Atkinson III1    6
27Kyle Brindza 2 1 5
NOTRE DAME
7
3
0
20
30
OKLAHOMA
3
3
0
7
13

Irish dominieren in Norman

Mit einem eindrucksvollen 30-13 Sieg gegen die Oklahoma Sooners im Gepäck kehrten die Irish gestern Nacht aus Norman (Oklahoma) ins heimische South Bend zurück.

Viele Kenner der Szene hatten dem Spiel zweier Top Ten Teams - insbesondere für Notre Dame - besondere Bedeutung beigemessen. Angeblich war der Spielplan der Goldhelme bislang zu leicht, um die wahre Leistungsstärke des Teams richtig einschätzen zu können. Dass die Irish bis gestern drei Top 25 Teams geschlagen haben, wobei eines der Teams (Michigan State) sogar auf Platz zehn der AP Rangliste platziert war, wird da gerne übersehen.

Aber seit gestern sollten die Goldhelme auch die letzten Zweifler überzeugt haben. Immerhin schafften sie gegen ein Team, das vor der Saison zu den absoluten Meisterschaftsfavoriten zählte, einen deutlichen und vor allem überzeugenden Sieg.

Zwei Zahlen verdeutlichen die Überlegenheit Notre Dames ganz besonders: Die Sooners schafften im gesamten Spiel gerade mal 15 Yards Raumgewinn durch Lauf. Auf der anderen Seite war das Laufspiel der Irish einmal mehr (neben der überragenden Defense) der Schlüssel zum Sieg: 215 Yards erliefen sie gegen Oklahoma.

Vor mehr als 86.000 Zuschauern hatten die Gastgeber als erstes Team die Chance, Punkte zu erzielen. Mit ihrer No Huddle Offense drückten sie anfangs sehr aufs Tempo und wollten die Defense der Goldhelme damit in Verlegenheit bringen. Die Angriffsserie begann auch vielversprechend. Aber dann sorgte ein Missverständnis zwischen Quarterback und Center für 19 Yards Raumverlust. Was war geschehen? Quarterback Landry Jones änderte den Spielzug an der Line Of Scrimmage und verließ dazu seine Position hinter dem Center. Der hatte dies jedoch nicht bemerkt und snapte den Ball, der so unkontrolliert in Richtung eigener Endzone trudelte.

Damit waren die Irish erstmals in Ballbesitz. Angeführt von Quarterback Everett Golson versuchten sie von Beginn an, ihr Laufspiel zu etablieren. In der ersten Angriffsserie gelang dies noch nicht. Und so mussten die Goldhelme nach nur drei Angriffsversuchen punten.

Damit waren die Sooners jetzt wieder in Ballbesitz. Beinahe ausschließlich mit Passspiel versuchten sie jetzt, den Ball in Richtung gegnerischer Endzone zu bewegen. Das gelang zunächst auch recht gut. Erst, als sie die Red Zone erreicht hatten, agierte die Defense der Irish zusehends aggressiver und verhinderte damit einmal mehr einen Touchdown. So blieb den Gastgebern nur der Trostpreis eines Fieldgoals (aus 28 Yards). Aber immerhin waren sie damit in Führung gegangen.

Aber die Freude sollte nicht lange anhalten. Die Irish benötigten in ihrer zweiten Angriffsserie nämlich gerade mal zwei Spielzüge, um ihrerseits die ersten Punkte auf die Anzeigetafel zu bringen. An der eigenen 33 Yard Linie gestartet schafften sie durch einen Lauf von Theo Riddick 5 Yards Raumgewinn. Und dann kam der große Auftritt von Cierre Wood. Unterstützt durch hervorragende Blockarbeit der erneut starken Offensive Line mogelte er sich durch die erste Verteidigungslinie und war dann auf und davon. Erst 62 Yards später machte er wieder halt. Aber da hatte er die Endzone der Gastgeber erreicht.

Mit einem Paukenschlag waren die Irish also in Führung gegangen. Und da dies die letzten Punkte im ersten Viertel waren, lautete der Spielstand beim ersten Seitenwechsel: Oklahoma 3, Notre Dame 7.

Zu Beginn des zweiten Viertels übernahmen dann die Abwehrreihen beider Mannschaften das Kommando. Erst Mitte des Spielabschnitts konnte eine Mannschaft wieder punkten. Die Irish waren an der eigenen 19 Yard Linie in Ballbesitz gekommen. Angeführt von einem überragenden Everett Golson, der sein bislang bestes Spiel im Trikot der Irish absolvierte, marschierte die Mannschaft in Richtung gegnerischer Endzone. Das Laufspiel funktionierte jetzt immer besser, und so konnten die Goldhelme auch die Spieluhr kontrollieren und die gefährliche Offense der Gastgeber an der Seitenlinie halten.

An der 17 Yard Linie der Sooners endete der Angriff mit einem erfolgreichen 34 Yard Fieldgoal von Kyle Brindza. Die Irish hatten ihre Führung also auf 10-3 ausbauen können.

Aber zu spielen waren noch knapp sechs Minuten. Und die nutzten die Gastgeber, um ihrerseits noch einmal gefährlich in die Nähe der Irish Endzone zu gelangen. Und dann standen sie zwölf Spielzüge später an der 4 Yard Linie der Goldhelme. Von dort erreichten sie mit einem Laufspielzug die Endzone. Aber eine Holding Strafe anullierte den Touchdown und warf sie zurück an die 13 Yard Linie. Von dort gelang dann kein Touchdown, und die Sooners mussten mit einem weiteren Fieldgoal vorlieb nehmen.

Kurz darauf war die erste Halbzeit beendet. Die Irish führten mit 10-6.

Irish Offense im zweiten Durchgang stärker

War die Offense der Sooners in der ersten Halbzeit deutlich länger in Ballbesitz, so drehten die Goldhelme diese Statistik in der zweiten Halbzeit ebenso deutlich. Zwei lange Angriffsserien der Irish verbrauchten gut elf Minuten im dritten Viertel. Dagegen waren die Sooners in diesem Spielabschnitt nur einmal in Ballbesitz.

Trotz dieser Überlegenheit konnten die Irish keine weiteren Punkte auf die Anzeigetafel bringen. Ein knapp vergebener Fieldgoal Versuch war die einzige Chance auf Punkte.

Erst im Schlussviertel wurde es noch einmal spannend. Zunächst legten die Goldhelme ein weiteres Fieldgoal vor (Kyle Brindza aus 44 Yards). Dann kamen die Gastgeber nach einem Punt der Irish aus der eigenen Endzone auf Höhe der Mittellinie in Ballbesitz. Diese Chance nutzten sie und waren acht Spielzüge später erstmals in der Endzone der Irish. Mit einem 1 Yard Lauf überwanden sie die Defense der Goldhelme und konnten die Partie ausgleichen.

Dieser Touchdown war ein ganz besonderer aus Sicht der Irish. Denn es war der erste Lauf Touchdown, den Notre Dame in dieser Saison zugelassen hat.

Wer aber geglaubt hatte, die Partie könnte jetzt kippen, der rieb sich nur wenige Minuten später verwundert die Augen.

Die Irish waren nämlich ganz und garnicht damit einverstanden, den sicher geglaubten Sieg noch abzugeben. Und so folgte das Big Play des Spiels, als Everett Golson einen Lauf antäuschte und dann einen weiten Pass warf. Die Sooners fielen auf das Play Action Manöver herein, rechneten also mit einem Laufspiel. So kam es, dass Irish Wide Receiver Chris Brown nur einen Gegenspieler hatte, den er abschütteln konnte. Und 50 Yards später fing er den Ball. Mit nur einem Spielzug standen die Irish tief in der gegnerischen Hälfte, und zwar an der 15 Yard Linie. Von dort marschierten sie weiter. Schließlich brachte sie ein 4 Yard Pass auf Tyler Eifert bis an die 1 Yard Linie. Und das fehlende Yard war dann Chefsache. Everett Golson hechtete in eine Lücke, die ihm seine Offensive Line freigeblockt hatte, zum zweiten Touchdown für Notre Dame.

Gut fünf Minuten vor Schluss waren die Irish also wieder in Führung gegangen. Aber fünf Minuten sind eine lange Zeit, wenn es gegen eine explosive Offense wie die der Sooners geht. Was aber als Antwort auf den Touchdown der Irish geplant war, wurde nur wenig später unplanmäßig beendet. Und Hauptdarsteller dabei war der in diesem Jahr überragende Spieler im Trikot der Irish: Manti Te'o schaffte seine fünfte Interception der Saison. Was war passiert? Die Sooners versuchten einen Passspielzug. Irish Linebacker Dan Fox stand jedoch goldrichtig und fälschte den Ball ab. Und Manti Te'o hechtete nach dem freien Ball und konnte ihn für seine Mannschaft sichern.

Damit waren die Irish - nach dem einzigen Turnover der Partie - unverhofft wieder in Ballbesitz. Und sie nutzten diese Chance. Gut eine Minute später - die Sooners hatten mit zwei Auszeiten die Uhr angehalten - standen die Goldgelme an der 29 Yard Linie der Gastgeber. Kyle Brindza platzierte den Ball bei dem anschließenden Fieldgoal Versuch perfekt zwischen die vertikalen Torstangen. Die Irish führten jetzt mit 23-13, und zu spielen waren nur noch gut drei Minuten.

Das war also die Vorentscheidung. Und die Entscheidung folgte dann wenig später. Die Sooners standen an der eigenen 20 Yard Linie bei einem vierten Versuch und 8. Der Passversuch ging schief. Damit kamen die Irish wieder in Ballbesitz. Drei Spielzüge später krönte Runningback Theo Riddick seine gute Leistung mit einem Touchdown (15 Yard Lauf). Der neue Spielstand lautete also 30-13 für Notre Dame.

In den verbleibenden 98 Sekunden versuchten die Sooners, das Ergebnis noch etwas erträglicher zu gestalten. Aber sie kamen nur bis an die 1 Yard Linie der Irish. Ein vermeintlicher Touchdown Pass wurde wegen eines Regelverstosses (Offensive Pass Interference) zurückgepfiffen. Und schließlich war es ein Quarterback Sack von Prince Shembo, der das Spiel beendete.

Statistisches

Die Irish spielten eine beinahe fehlerfreie Partie. Nur eine Strafe (5 Yards) und keine Turnover leisteten sich die Goldhelme bei ihrem Auftritt in Norman.

Wie bereits erwähnt, konnten die Irish 215 Yards Raumgewinn durch Laufspiel verbuchen. Dazu kamen 188 Yards durch die Pässe von Everett Golson und Tommy Rees, der einmal für einen Spielzug aufs Feld kam.

Die Sooners erreichten 364 Yards durch Passspiel, aber nur 15 Yards durch Laufspiel.

Everett Golson rechtfertigte das Vertrauen, das Head Coach Brian Kelly in ihn hatte. 13 seiner 25 Pässe fanden ihr Ziel für 177 Yards Raumgewinn. Dazu kamen 64 erlaufene Yards und ein Touchdown.

Die beiden Runningbacks Theo Riddick und Cierre Wood erreichten beinahe identische Ergebnisse. Jeder holte 74 Yards Raumgewinn und einen Touchdown.

Aus der - einmal mehr - überragenden Defense ragte Manti Te'o heraus, der es auf 11 Tackles, einen Quarterback Sack und eine Interception brachte. Aber auch die jungen Cornerbacks hatten ihren Anteil am Erfolg. KeiVarae Russell schaffte neun Tackles, und sein Kollege auf der anderen Seite, Bennett Jackson, kam auf acht Tackles.

Historisches

Das gestrige Spiel der beiden College Football Schwergewichte war das zehnte Aufeinandertreffen. Und die Irish dominieren diese Serie eindeutig. Neunmal gingen sie bislang als Sieger von Feld. Nur einmal, und zwar am 27. Oktober 1956, gelang den Sooners ein Sieg gegen Notre Dame.

Ausblick

In der nächsten Woche steht das vorletzte Heimspiel der Saison auf dem Spielplan. Erwartet werden die Pittsburgh Panthers zu einem weiteren traditionsreichen Klassiker.

Spielstatistik

 OklahomaNotre Dame
First Downs2218
- durch Lauf17
- durch Pass2111
- durch Penalty00
Anzahl Laufspielzüge2439
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge53221
Raumverlust durch Laufspielzüge386
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge15215
Yards Raumgewinn pro Lauf0,65,5
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge364188
Anzahl Pass-Spielzüge5227
Vollständige Pässe3614
Komplettierungsrate69,2%51,9%
Interceptions10
Yards Raumgewinn pro Passversuch7,07,0
Anzahl Spielzüge7666
Raumgewinn gesamt379403
Yards Raumgewinn pro Spielzug5,06,1
Fumbles1, verloren: 01, verloren: 0
Strafen (Yards)5 (39 yards)1 (5 yards)
Ballbesitz27:3232:28

Individual-Statistik

Nr.NameTACKLETFL/Yds, Sack/YdsInt/YdsPBU
BLK
QBHFF
FR
5Manti Te'o11
(6 + 5)
2,0 / 12
1,0 / 9
1 
 
  
 
6KeiVarae Russell9
(6 + 3)
0,5 / 1
 
  
 
  
 
2Bennett Jackson8
(7 + 1)
 
 
  
 
  
 
48Dan Fox5
(3 + 2)
 
 
 1
 
  
 
13Danny Spond5
(2 + 3)
 
 
  
 
  
 
44Carlo Calabrese5
(2 + 3)
0,5 / 1
 
  
 
  
 
41Matthias Farley5
(1 + 4)
 
 
  
 
  
 
9Louis Nix4
(1 + 3)
 
 
 1
 
  
 
55Prince Shembo3
(2 + 1)
1,0 / 7
1,0 / 7
  
 
1 
 
89Kapron Lewis-Moore3
(2 + 1)
 
 
  
 
  
 
11Ishaq Williams3
(1 + 2)
1,0 / 9
 
  
 
  
 
17Zeke Motta2
(2 + 0)
 
 
 1
 
  
 
69Tony Springmann2
(0 + 2)
0,5 / 1
 
  
 
  
 
8Kendall Moore2
(0 + 2)
 
 
  
 
  
 
29Nick Baratti1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
33Cam McDaniel1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
7Stephon Tuitt1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
45Romeo Okwara1
(1 + 0)
1,0 / 1
 
  
 
 1
 
38Joe Schmidt1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
96Kona Schwenke1
(0 + 1)
0,5 / 1
 
  
 
  
 
Nr.NameLäufeYards BruttoYards MinusYards NettoAVGLongTD
6Theo Riddick1974 743,9151
20Cierre Wood77627410,6621
5Everett Golson11662645,8161
9Roby Toma15 55,05 
Nr.NameCatchesYardsAVGTDLong
7T.J. Jones55511,0 18
80Tyler Eifert3227,3 11
10DaVaris Daniels23618,0 22
9Roby Toma2136,5 7
2Chris Brown15050,0 50
6Theo Riddick11212,0 12
Nr.NameATTCOMPRATEINTYARDSTDLONGSACK
5Everett Golson251352,0 177 501
11Tommy Rees11100,0 11 11 
81John Goodman1       
Nr.NameAnzahlYARDSLONGIN 20TB
35Ben Turk4163511 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
33Cam McDaniel47721 
Keine Daten gefunden
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
5Manti Te'o1   
Nr.NameTDPATCONVFGSAFPunkte
27Kyle Brindza 3 3 12
20Cierre Wood1    6
5Everett Golson1    6
6Theo Riddick1    6
NOTRE DAME
3
3
0
14
9
29
PITTSBURGH
3
7
10
0
6
26

Dramatik pur bei Sieg gegen Pittsburgh

Mit einem 29-26 Sieg gegen die Pittsburgh Panthers in Triple Overtime beendeten die Irish eine kaum noch für möglich gehaltene Aufholjagd erfolgreich und bleiben auch nach dem neunten Spiel der Saison ungeschlagen. Dabei mussten die Zuschauer im Stadion und an den Fernsehern durch ein Wechselbad der Gefühle.

Nicht wenige hatten die Panthers als leichte Beute für die Irish ausgemacht. Die haben dann jedoch übersehen, dass die Begegnungen zwischen Pittsburgh und Notre Dame meistens enge Angelegenheiten waren. In sieben der letzten acht Begegnungen hatte der Sieger sieben oder weniger Punkte Vorsprung.

Dass es allerdings gestern so knapp wurde, lag in erster Linie an den Irish. Nach dem großen Sieg gegen Oklahoma in der Vorwoche hatten sie offensichtlich Probleme sich zu motivieren. Insbesondere die Irish Defense kam zunächst überhaupt nicht auf Touren. So kam es, dass die Panthers das Spiel über drei Viertel dominierten.

Am Ende fanden die Goldhelme jedoch - gerade noch rechtzeitig - zu ihrer Form zurück und siegten knapp.

Zum Spielverlauf

Notre Dame war zuerst in Ballbesitz. Nach einem schönen 16 Yards Kickoff Return von George Atkinson III begannen sie an der eigenen 20 Yard Linie.

Die Irish begannen konzentriert, wobei sie gleich zu Beginn versuchten, ihr Laufspiel zu etablieren. So kamen sie langsam aber sicher der gegnerischen Endzone immer näher. Nach sechseinhalb Minuten standen sie an der 20 Yard Linie der Panthers. Allerdings stand ein vierter Versuch an. Das bedeutete, dass Kicker Kyle Brindza zum ersten Mal in Aktion treten musste. Aus 37 Yards verwandelte er sicher zur frühen 3-0 Führung für Notre Dame.

Die Gäste antworteten mit einem Big Play. Ihr Star Runningback Ray Graham schaffte mit einem Lauf satte 55 Yards Raumgewinn und brachte seine Mannschaft an die 32 Yard Linie der Irish. Einen Touchdown schaffte Pittsburgh in dieser Situation nicht. Mit einem Fieldgoal konnten sie die Partie jedoch ausgleichen.

Das waren gleichzeitig die letzten Punkte im ersten Viertel.

Die Irish kamen wieder in Ballbesitz und blieben das beinahe neuneinhalb Minuten lang. Zu einem Touchdown reichte es freilich wieder nicht. Und das, obwohl die Goldhelme bis an die 1 Yard Linie der Gäste gekommen waren. Das letzte Yard schafften sie nicht und mussten erneut mit dem Trostpreis Fieldgoal vorlieb nehmen.

Gegen Ende des zweiten Viertels war Pittsburgh dann wieder an der Reihe, Punkte zu erzielen. Mit einem 16 Yard Lauf stürmten sie in die Endzone der Goldhelme zum ersten Touchdown der Partie.

Notre Dame hatte vor der Pause noch einmal die Chance, zurückzuschlagen. Aber erneut blieb letztlich nur der Fieldgoal Versuch. Und der - aus 43 Yards Entfernung - ging leider daneben.

Der Spielstand zur Halbzeit: Pittsburgh 10, Notre Dame 6.

Panthers dominieren drittes Viertel

Das dritte Viertel gehörte den Gästen aus Pittsburgh. Ihre Defense kontrollierte die Offense der Irish. Und auf der anderen Seite brachten sie weitere Punkte auf die Anzeigetafel. Zunächst folgte der zweite Touchdown, bei dem die Defense der Irish nicht gut aussah. Und dann legten die Panthers kurz vor dem letzten Seitenwechsel ein weiteres Fieldgoal oben drauf. Mit einer komfortablen 14 Punkte Führung konnten sie selbstbewusst das letzte Viertel angehen.

Bei den Irish hatte Head Coach Brian Kelly kurzzeitig den Quarterback getauscht. Für Everett Golson, der keineswegs enttäuschte, kam Tommy Rees aufs Feld. Aber nach einer unnötigen Interception musste er wieder an die Seitenlinie. Und das sollte sich im Endeffekt auszahlen.

Golson führt Irish zurück ins Spiel

Waren die Gäste über drei Viertel die bessere Mannschaft, so dominierten die Irish das Schlussviertel. Zunächst fand Everett Golson seinen Passempfänger TJ Jones mit einem Pass an der 11 Yard Linie der Gäste. Und Jones stürmte beinahe ungehindert in die Endzone zum ersten Touchdown der Partie für die Goldhelme. Der anschließende Extrapunktversuch, eigentlich eine Routineangelegenheit für Kyle Brindza, schlug fehl. Damit lautete der neue Spielstand 20-12 für Pittsburgh.

Zu spielen waren da noch mehr als dreizehneinhalb Minuten. Das war noch reichlich Zeit. Nur waren jetzt die Panthers wieder mit ihrer Offense auf dem Feld.

Aber es scheint, als hätte der Touchdown die Defense der Irish wachgerüttelt. Denn plötzlich funktionierte das Laufspiel der Gäste nicht mehr, und sie mussten punten.

Knapp zehn Minuten vor Schluss kamen die Irish schnell wieder in Ballbesitz. Aber nach einem sehr guten Punt der Gäste, begann die Angriffsserie an der eigenen 2 Yard Linie.

In dieser Situation nahm Irish Spielmacher Everett Golson das Spiel in seine Hand. Mit Pässen auf Roby Toma, Daniel Smith und DaVaris Daniels, sowie eigenen Läufen brachte er seine Mannschaft bis an die gegnerische 1 Yard Linie. Da allerdings leistete sich der junge Quarterback der Irish einen Black Out, als er den Ball in die Endzone genau auf einen gegnerischen Cornerback warf.

Knapp vier Minuten vor Schluss schien die Partie gelaufen, denn die Panthers konnten jetzt mit ihrem Laufspiel die Uhr herunterspielen und so einen unerwarteten Sieg mit nach Hause nehmen.

Aber wie bereits erwähnt, die Defense der Goldhelme hatte gerade rechtzeitig ihre Form wiedergefunden. Sie ließ kein First Down der Gäste zu und brachte so die eigene Mannschaft nur knapp eine Minute später wieder in Ballbesitz.

Und plötzlich hatten die Irish wieder eine Chance, das Spiel doch noch zu drehen. Nach einem schwachen Punt der Panthers starteten sie auf Höhe der Mittellinie. Und nur zwei Spielzüge später waren sie erneut in der Endzone der Gäste. Zunächst gab die Offensive Line Golson alle Zeit der Welt, nach einem freien Passempfänger zu suchen. Und den fand der junge Spielmacher mit einem langen Pass in DaVaris Daniels, der erst an der 5 Yard Linie gestoppt werden konnte. Beim nächsten Spielzug verließ Golson seine Pockett und lief mit dem Ball auf die rechte Außenlinie zu, dabei immer nach einer Anspielstation für einen Pass Ausschau haltend. Und kurz bevor er die Außenlinie erreichte, fand er Theo Riddick, der sich in der hinteren rechten Ecke der Endzone freigelaufen hatte. Der Pass kam an zum besagten zweiten Touchdown der Irish.

Aber nach dem vergebenen Extrapunkt beim ersten Touchdown musste nun eine Two Point Conversion her, um die Partie auszugleichen. Wieder scramblete Golson mit dem Ball nach rechts, sah dann plötzlich eine Lücke und lief selbst mit dem Ball in die Endzone. Nach der geglückten Conversion hatten die Goldhelme eine bereits verloren geglaubte Partie noch ausgleichen können.

Wenig später war die reguläre Spielzeit beendet. Zum zweiten Mal in Folge mussten die Goldhelme im eigenen Stadion in die Verlängerung.

Nervenkitzel pur in der Overtime

Overtime im College Football bedeutet, dass jede Mannschaft einmal in Ballbesitz kommt mit der Chance, Punkte zu erzielen. Dazu starten die Mannschaften jeweils an der 25 Yard Linie. Nach gewonnenem Coin Toss (Münzwurf) schickten die Irish zunächst ihre Defense aufs Feld. Pittsburgh musste also vorlegen. Und sie legten ein Fieldgoal vor.

Damit mussten die Irish jetzt mindestens ebenfalls ein Fieldgoal erzielen, um das Spiel fortzusetzen. Und genau das schafften sie. Allerdings war die Offense in dieser Situation wenig erfolgreich. Nach einem unvollständigen Pass folgten zwei Läufe für insgesamt 5 Yards Raumgewinn. Kyle Brindza musste also aus 37 Yards treffen, um die Partie fortzusetzen. Und obwohl der Irish Kicker nicht seinen besten Tag erwischt hatte - jetzt, wo es darauf ankam, war Verlass auf ihn. Sein Fieldgoal Versuch war erfolgreich zum neuen Spielstand von 23-23.

Es folgte die zweite Overtime. Jetzt mussten die Goldhelme vorlegen. Und ihre Angriffsserie sah deutlich besser aus, wie in der ersten Overtime. Bis an die 2 Yard Linie der Gäste führte Golson seine Mannschaft. Aber dann unterlief ausgerechnet einem der Zuverlässigsten im Team ein verhängnisvoller Fehler: Cierre Wood verlor beim Versuch, die Endzone zu erreichen, den Ball, der dann von Pittsburgh erobert wurde.

Keine Punkte also für Notre Dame. Das bedeutet, dass den Gästen jetzt ein Fieldgoal zum Sieg reichen würde. Mit drei Läufen erreichten sie zwar kein First Down, kamen jedoch bis an die 16 Yard Linie. Mit einem Routine Kick aus 33 Yards Entfernung konnten sie das Spiel beenden.

Aber jetzt versagten dem Kicker der Panthers die Nerven. Der Ball segelte ganz knapp an der rechten Torstange vorbei.

Damit folgte die dritte Overtime.

Jetzt mussten die Panthers wieder vorlegen. Aber gegen eine Irish Defense, die sich langsam wieder der Normalform näherte, hatten sie keine Chance. Durch einen Quarterback Sack von Louis Nix und Stephon Tuitt verloren sie letztlich sogar noch 2 Yards. Der Fieldgoal Versuch aus 44 Yards war jedoch erfolgreich und brachte die Gäste mit 26-23 in Führung.

Um im Spiel zu bleiben, mussten die Irish wieder zumindest ein Fieldgoal erzielen. Mit einem Touchdown wäre das Spiel jedoch sofort zu Ende.

Mit einem Pass fand Everett Golson seinen Runningback Theo Riddick an der 14 Yard Linie. Das bedeutete: First Down Notre Dame. Von dort lief Theo Riddick zweimal für insgesamt 7 Yards Raumgewinn. Bei einem dritten Versuch und 3 übernahm Everett Golson wieder die Verantwortung und erlief mit dem Ball ein neues First Down. Und nicht nur das. Er erreichte die 1 Yard Linie der Panthers, von wo die Irish jetzt vier Versuche hatte, um in die Endzone zu gelangen.

Nun, am Ende genügte ein Versuch. Und erneut war es Everett Golson, der mit einem Quarterback Sneak den Ball höchstpersönlich über die Goal Line beförderte zum siegbringenden Touchdown.

Damit war das Spiel beendet. Nach knapp viereinhalb Stunden hatten die Irish das Spiel gegen den Erzrivalen Pittsburgh mit 29-26 gewonnen.

Statistisches

Ungewöhnlich für diese Saison warfen die Irish Quarterbacks insgesamt 53 Pässe. Davon waren 29 erfolgreich für 291 Yards, zwei Touchdowns und zwei Interceptions.

Die Abteilung Laufspiel wurde angeführt von Theo Riddick, der es mit 22 Läufen auf 85 Yards Raumgewinn brachte. Beachtlich hier jedoch die 74 Yards, die Everett Golson mit seinen Läufen erzielte.

Insgesamt brachten es die Irish am Ende auf 522 Yards Raumgewinn.

Auf der anderen Seite ließ die Irish Defense 308 Yards Raumgewinn zu, davon 144 Yards durch Laufspiel.

Die Defense Statistik wurde ausnahmsweise einmal nicht von Manti Te'o angeführt. Hier rangierten Dan Fox mit neun und Prince Shembo mit acht Tackles auf den Spitzenplätzen.

Fünfmal wurde der gegnerische Quarterback gesackt.

Fazit

Zum Schluss bleibt festzustellen, dass die Irish gegen Pittsburgh weit von ihrer Bestform entfernt waren. Aber in den vergangenen Jahren wäre dieses Spiel am Ende verloren worden. Dass die Goldhelme das Spiel noch drehen konnten, spricht für die gute Moral im Team. Und - einen Meisterschaftskandidaten erkennt man auch daran, dass er solche Spiele, in denen es einmal überhaupt nicht läuft, gewinnen kann.

Spielstatistik

 PittsburghNotre Dame
First Downs1334
- durch Lauf615
- durch Pass617
- durch Penalty12
Anzahl Laufspielzüge3351
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge185254
Raumverlust durch Laufspielzüge4123
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge144231
Yards Raumgewinn pro Lauf4,44,5
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge164291
Anzahl Pass-Spielzüge2953
Vollständige Pässe1929
Komplettierungsrate65,5%54,7%
Interceptions02
Yards Raumgewinn pro Passversuch5,75,5
Anzahl Spielzüge62104
Raumgewinn gesamt308522
Yards Raumgewinn pro Spielzug5,05,0
Fumbles2, verloren: 02, verloren: 1
Strafen (Yards)7 (45 yards)6 (46 yards)
Ballbesitz24:3735:23

Individual-Statistik

Nr.NameTACKLETFL/Yds, Sack/YdsInt/YdsPBU
BLK
QBHFF
FR
48Dan Fox9
(4 + 5)
 
 
  
 
  
 
55Prince Shembo8
(2 + 6)
2,0 / 11
1,0 / 8
 1
 
2 
 
5Manti Te'o7
(3 + 4)
1,0 / 5
0,5 / 4
 1
 
  
 
2Bennett Jackson6
(5 + 1)
0,5 / 1
 
 1
 
  
 
7Stephon Tuitt6
(2 + 4)
1,5 / 6
1,5 / 6
  
 
1 
 
6KeiVarae Russell5
(4 + 1)
 
 
  
 
1 
 
9Louis Nix4
(0 + 4)
0,5 / 3
0,5 / 3
  
 
  
 
89Kapron Lewis-Moore3
(2 + 1)
1,5 / 10
1,5 / 10
  
 
1 
 
13Danny Spond3
(2 + 1)
 
 
  
 
  
 
44Carlo Calabrese3
(2 + 1)
 
 
  
 
  
 
41Matthias Farley3
(1 + 2)
 
 
  
 
  
 
17Zeke Motta3
(1 + 2)
 
 
  
 
  
 
45Romeo Okwara2
(2 + 0)
 
 
  
 
  
 
43Josh Atkinson1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
59Jarrett Grace1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
6Theo Riddick1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
29Nick Baratti1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
11Ishaq Williams1
(1 + 0)
1,0 / 1
 
  
 
1 
 
21Cam McDaniel1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
38Joe Schmidt1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
96Kona Schwenke1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
69Tony Springmann1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
50Chase Hounshell 
(0 + 0)
 
 
  
 
1 
 
91Sheldon Day 
(0 + 0)
 
 
  
 
1 
 
Nr.NameLäufeYards BruttoYards MinusYards NettoAVGLongTD
6Theo Riddick22894853,911 
5Everett Golson158814744,9271
20Cierre Wood13755705,416 
4George Atkinson III12 22,02 
Nr.NameCatchesYardsAVGTDLong
10DaVaris Daniels78612,3 45
80Tyler Eifert66210,3 11
9Roby Toma6508,3 14
7T.J. Jones55310,6117
6Theo Riddick4358,8111
87Daniel Smith155,0 5
Nr.NameATTCOMPRATEINTYARDSTDLONGSACK
5Everett Golson422354,812272451
11Tommy Rees11654,5164 17 
Nr.NameAnzahlYARDSLONGIN 20TB
35Ben Turk5207471 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
4George Atkinson III47430 
21Cam McDaniel11616 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
19Davonte Neal1   
Keine Daten gefunden
Nr.NameTDPATCONVFGSAFPunkte
27Kyle Brindza   3 9
5Everett Golson1 1  8
7T.J. Jones1    6
6Theo Riddick1    6
NOTRE DAME
7
7
7
0
21
BOSTON COLLEGE
0
3
0
3
6

Irish siegen auch gegen Boston College

Pflichtaufgabe erfüllt! Mit einem ungefährdeten 21-6 Sieg gegen die Boston College Eagles im Gepäck kehrten die Irish letzte Nacht zurück von der Ostküste nach South Bend.

Zum ersten Mal seit 1993 gewannen die Goldhelme damit die ersten zehn Spiele der Saison und sind kurz vor Ende der regulären Saison weiterhin ungeschlagen.

Der Sieg gegen Boston College stand eigentlich nie außer Frage. Dazu war der Gegner zu schwach. Dazu kam, das etliche Leistungsträger verletzungsbedingt ausfielen.

So reichte den Irish eine durchschnittliche Leistung, um Spiel und Gegner zu kontrollieren. Die Gastgeber waren als erstes Team in Ballbesitz. Aber nach einem First Down geriet der Angriff ins Stocken. Sie mussten punten.

Der Punt wurde an der 5 Yard Linie der Irish gesichert. Damit mussten die Goldhelme unmittelbar vor der eigenen Endzone ihre erste Angriffsserie starten.

Mit einem 11 Yard Pass auf Theo Riddick befreiten sie sich jedoch schnell aus der kniffligen Lage. Die Irish marschierten weiter und erreichten gut fünfeinhalb Minuten später die gegnerische Endzone. Dabei war es einmal mehr Quarterback Everett Golson, der den Ball über die zuletzt noch fehlenden 2 Yards in die Endzone beförderte.

Mitte des ersten Viertels führte Notre Dame also mit 7-0. Und dieser Spielstand hatte auch noch Gültigkeit, als zum ersten Mal die Seiten gewechselt wurden.

Allerdings standen die Eagles da in der Red Zone der Irish und schafften bei einem vierten Versuch und 16 ein Fieldgoal.

Jetzt waren wieder die Irish an der Reihe. Aber an der gegnerischen 31 Yard Linie endete die Angriffsserie unplanmäßig, als Runningback George Atkinson III sich einen Fumble leistete.

Die Gastgeber hatten den Ball also zurück, konnten jedoch nicht allzuviel damit anfangen und mussten erneut punten.

Damit war die Offense der Irish zurück auf dem Feld. Zu spielen waren noch knapp neun Minuten im zweiten Viertel. An der eigenen 13 Yard Linie starteten die Goldhelme ihre dritte Angriffsserie. Und exakt achteinhalb Minuten später hatten sie erneut die Endzone der Gastgeber erreicht. Tight End Troy Niklas stand völlig frei in der Endzone und fing einen 7 Yard Pass von Everett Golson, der erneut ein gutes Spiel machte.

Unmittelbar vor der Halbzeit hatten die Irish also nachgelegt und gingen mit einer 14-3 Führung in die Pause.

Zu Beginn des dritten Viertels hatten die Goldhelme als erstes Team den Ball. Nach einem schönen 35 Yard Kickoff Return von George Atkinson III starteten sie an der eigenen 35 Yard Linie. Und wie im ersten Viertel endete die erste Angriffsserie in der Endzone. Abgeschlossen wurde die Serie mit einem 18 Yard Pass von Golson auf seinen Wide Receiver John Goodman, der sich in die hintere linke Ecke der Endzone geschlichen hatte und dort völlig unbehindert den Ball fangen konnte.

Gegen Ende des dritten Viertels musste dann erstmals Irish Punter Ben Turk in Aktion treten. Er brachte damit die Gastgeber wieder in Ballbesitz. Die schafften in dieser Angriffsserie ihr zweites Fieldgoal, das jedoch erst zu Beginn des Schlussviertels.

Das waren aber auch gleichzeitig die letzten Punkte in der Partie. Die Irish vergaben noch eine Möglichkeit zu weiteren Punkten, als Theo Riddick den Ball fumblete.

Zahlen

Mit 184 Yards Raumgewinn konnten die Irish einmal mehr ihr Laufspiel etablieren. Auf der Gegenseite ließ die Defense der Goldhelme nur 53 Yards durch Laufspiel zu.

Quarterback Everett Golson lieferte erneut eine fehlerfreie Partie. 16 von 24 Pässen waren vollständig für 200 Yards Raumgewinn, zwei Touchdowns und keine Interception. Dazu kamen 39 Yards durch eigene Läufe mit einem erlaufenen Touchdown.

Tight End Tyler Eifert war die Top Anspielstation für Pässe. Sechsmal packte er zu und sorgte so für 67 Yards Raumgewinn.

In der Defense hatte Outside Linebacker Prince Shembo einen großen Tag erwischt. Drei Quarterback Sacks für satte 26 Yards Raumverlust wurden ihm gutgeschrieben. Einen vierten Quarterback Sack steuerte Defensive End Kapron Lewis-Moore bei.

Und schließlich - kein Spiel ohne ein Highlight von Manti Te'o. Kurz vor Schluss schaffte er seine sechste Interception in dieser Saison.

Historie

In der Vergangenheit waren die Eagles schon einige Male Stolpersteine für Notre Dame. So beispielsweise 1993, als sie im letzten regulären Saisonspiel in Notre Dame in letzter Sekunde gewannen und damit die Meisterschaftshoffnungen der Goldhelme begruben. Die Irish hatten in der Woche zuvor im Spiel des Jahrhunderts Spitzenreiter Florida State bezwungen und standen auf Platz eins in der Rangliste.

Perspektive

Vor dem gestrigen Spieltag waren noch vier Top Teams ungeschlagen. Nach der überraschenden Heimniederlage Alabamas gegen Texas A&M sind jetzt jedoch nur noch drei Teams ohne Niederlage. Mit ihrem zehnten Saisonsieg haben sich die Irish längst für ein Major Bowl Spiel qualifiziert. Die Frage ist jedoch, ob sie es noch auf einen der beiden Top Plätze schaffen können. Das nämlich würde sie für das Championship Game qualifizieren. Momentan sollte Notre Dame den dritten Platz einnehmen (die neue BCS Rangliste wird erst heute Abend veröffentlicht). Damit wären sie dann auf Ausrutscher der Konkurrenz angewiesen.

Es bleibt also spannend.

Spielstatistik

 Boston CollegeNotre Dame
First Downs2021
- durch Lauf59
- durch Pass1312
- durch Penalty20
Anzahl Laufspielzüge2340
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge97191
Raumverlust durch Laufspielzüge447
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge53184
Yards Raumgewinn pro Lauf2,34,6
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge247209
Anzahl Pass-Spielzüge4325
Vollständige Pässe2717
Komplettierungsrate62,8%68,0%
Interceptions10
Yards Raumgewinn pro Passversuch5,78,4
Anzahl Spielzüge6665
Raumgewinn gesamt300393
Yards Raumgewinn pro Spielzug4,56,0
Fumbles2, verloren: 13, verloren: 2
Strafen (Yards)6 (40 yards)8 (65 yards)
Ballbesitz27:3732:23

Individual-Statistik

Nr.NameTACKLETFL/Yds, Sack/YdsInt/YdsPBU
BLK
QBHFF
FR
2Bennett Jackson8
(7 + 1)
1,0 / 4
 
 2
 
  
 
17Zeke Motta7
(7 + 0)
 
 
  
 
  
 
55Prince Shembo5
(4 + 1)
4,0 / 29
3,0 / 26
  
 
  
1
5Manti Te'o5
(4 + 1)
 
 
1 
 
  
 
48Dan Fox4
(3 + 1)
 
 
  
 
  
 
44Carlo Calabrese4
(2 + 2)
 
 
  
 
  
 
43Josh Atkinson3
(3 + 0)
 
 
  
 
  
 
11Ishaq Williams3
(3 + 0)
 
 
  
 
  
 
13Danny Spond3
(3 + 0)
 
 
 1
 
  
 
6KeiVarae Russell3
(2 + 1)
 
 
 1
 
  
 
89Kapron Lewis-Moore2
(2 + 0)
1,0 / 6
1,0 / 6
  
 
 1
 
91Sheldon Day2
(1 + 1)
1,0 / 3
 
  
 
  
 
7T.J. Jones1
(1 + 0)
1,0 / 4
 
  
 
  
 
41Matthias Farley1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
45Romeo Okwara1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
38Joe Schmidt1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
9Louis Nix1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
15Dan McCarthy1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
Nr.NameLäufeYards BruttoYards MinusYards NettoAVGLongTD
6Theo Riddick1810621045,816 
5Everett Golson11401393,5101
20Cierre Wood633 335,58 
4George Atkinson III412392,37 
Nr.NameCatchesYardsAVGTDLong
80Tyler Eifert66711,2 20
6Theo Riddick45614,0 23
7T.J. Jones33913,0 20
10DaVaris Daniels22211,0 13
81John Goodman11818,0118
85Troy Niklas177,017
Nr.NameATTCOMPRATEINTYARDSTDLONGSACK
5Everett Golson241666,7 200223 
11Tommy Rees11100,0 9 9 
Nr.NameAnzahlYARDSLONGIN 20TB
35Ben Turk31104821
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
4George Atkinson III37835 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
19Davonte Neal1-3  
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
5Manti Te'o1   
Nr.NameTDPATCONVFGSAFPunkte
5Everett Golson1    6
81John Goodman1    6
85Troy Niklas1    6
27Kyle Brindza 3   3
NOTRE DAME
21
10
7
0
38
WAKE FOREST
0
0
0
0
0

Notre Dame gewinnt zu Null gegen Wake Forest

Mit einem deutlichen und nie in Frage stehenden 38-0 Sieg gegen die Wake Forest Demon Deacons setzten die Irish in ihrem letzten Heimspiel der Saison ihre Siegesserie fort. Zum ersten Mal seit 1998 konnten sie damit alle ihre Heimspiele gewinnen. Und nach den Niederlagen der beiden Top Teams Oregon und Kansas State haben es die Goldhelme nun selbst in der Hand, sich für das Championship Game Anfang Januar in Miami, Florida zu qualifizieren.

Aber der Reihe nach.

Es war Senior Day in Notre Dame. Die Seniors, die mit Ablauf der Saison ihre College Football Karriere beenden, liefen zum letzten Mal im Notre Dame Stadium auf. Dies gilt insbesondere für Manti Te'o, den überragenden Inside Linebacker der Irish. Aber auch andere Leistungsträger, wie Offensive Tackle Zack Martin, Center Braxton Cave und Defensive End Kapron Lewis-Moore, werden im Anschluss an die College Football Saison versuchen, einen der begehrten Arbeitsplätze in der NFL zu ergattern.

Für einige weitere Leistungsträger steht nach der Saison eine Entscheidung an. Tight End Tyler Eifert und Runningback Cierre Wood - neben anderen - könnten für ein fünftes Jahr zurückkommen. Allerdings sind die Plätze im Team für 5th Year Seniors im nächsten Jahr limitiert. Bislang haben die Goldhelme die mündlichen Zusagen von 22 Highschool Abgängern. Und man rechnet noch mit einigen hochkarätigen Neuzugängen.

Das jedoch spielte im gestrigen Spiel gegen Wake Forest zunächst einmal keine Rolle. Die Irish mussten mit einem deutlichen und dominierenden Sieg gegen einen - zugegebenermaßen - schwachen Gegner ihre Position in der BCS Rangliste festigen. Die 80.795 Zuschauer im erneut ausverkauften Notre Dame Stadium können bestätigen, dass dies eindrucksvoll gelang.

Zum Spielverlauf

Die Irish waren als erstes Team in Ballbesitz. Und sie fackelten nicht lange. Bereits nach exakt 105 Sekunden waren sie zum ersten Mal in der Endzone der Demon Deacons. Cierre Wood erreichte sie mit einem 68 Yards Lauf.

Auch in der Folgezeit dominierten die Goldhelme Spiel und Gegner. Nur vier Minuten später hatten sie ihren zweiten Touchdown der Partie geschafft. Diesmal war es ein 2 Yards Pass von Everett Golson auf seinen Tight End Tyler Eifert zum neuen Spielstand von 14-0 für Notre Dame.

Und knapp fünf Minuten später endete ein Big Play der Irish erneut in der Endzone der Gäste, als Golson seinen Wide Receiver John Goodman mit einem 50 Yards Pass fand.

Mit 21-0 wurden wenig später zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Auch im zweiten Viertel waren die Goldhelme das dominierende Team. Mit einem weiteren Touchdown (34 Yards Pass von Golson auf TJ Jones, sowie einem 25 Yards Fieldgoal schraubten sie die Führung bis zur Pause auf 31-0.

In der zweiten Halbzeit ließ Notre Dame es dann etwas ruhiger angehen. Nach und nach wurden die Stammspieler durch ihre Backups ersetzt. So wurden Kapron Lewis-Moore und Manti Te'o Mitte des Schlussviertels unter tosendem Beifall der Zuschauer im Stadion verabschiedet.

Punkte gab es dennoch auch in der zweiten Halbzeit. Runningback George Atkinson III schloss eine Angriffsserie Ende des dritten Viertels mit einem 9 Yards Lauf erfolgreich ab.

Am Ende hatten die Irish mit einem mehr als deutlichen 38-0 Sieg gegen Wake Forest vorgelegt. Als Nummer drei in der BCS Rangliste waren sie jetzt jedoch auf fremde Hilfe angewiesen. Und die erhielten sie. Zunächst fertigte Baylor den Ranglistenersten Kansas State deutlich mit 52-24 ab, und etwas später leistete Stanford Schützenhilfe, als sie Oregon mit 17-14 nach Verlängerung besiegten.

Die neue BCS-Rangliste wird zwar erst heute Nacht (MEZ) veröffentlicht. Aber es kann eigentlich nur eine Konsequenz aus den Resultaten an diesem Wochenende geben: Die Irish sind Nummer eins in der BCS Rangliste. Zum ersten Mal seit 1993 führt Notre Dame damit die Rangliste an und hat es nun selbst in der Hand, mit einem Sieg gegen USC am kommenden Wochenende diesen Platz, und damit die Qualifikation für das Championship Game, zu sichern.

Statistisches

Irish Quarterback Everett Golson zeigte erneut ein starkes Spiel. 20 seiner 30 Pässe waren vollständig für 346 Yards, drei Touchdowns und eine Interception. Dabei war sein Arbeitstag Mitte des dritten Viertels beendet.

Im vielleicht letzten Heimpsiel im Trikot der Irish hatte Runningback Cierre Wood ebenfalls einen großen Tag erwischt. Elf Läufe für 150 Yards Raumgewinn und ein Touchdown lautete seine Bilanz.

Und bei den Passempfängern schrieb Tight End Tyler Eifert Geschichte, als er mit seinen sechs Passfängen nun insgesamt 130 Pässe für die Irish gefangen hat. Und das ist neuer Team Rekord.

Die Defense zeigte einmal mehr eine starke und geschlossene Leistung. Am Ende ließ sie lediglich 55 Yards Raumgewinn durch Laufspiel zu. Aber auch durch die Luft schafften die Demon Deacons nur 154 Yards.

Ausblick

Am kommenden Samstag sind die Irish in Los Angeles, zu Gast bei USC. Die Trojans, als einer der Top Favoriten für die Meisterschaft in die Saison gestartet, zeigten zuletzt einige weniger gute Spiele. So verloren sie gestern im Lokalderby gegen UCLA und haben so kaum noch Chancen auf das Erreichen des PAC12 Championship Games.

Aber gegen Notre Dame sind die Trojans stets ganz besonders motiviert. Und so ist das Spiel, das im übrigen in der Nacht von Samstag auf Sonntag ab 2 Uhr live bei ESPN America zu sehen sein wird, beileibe kein Selbstläufer. Die Spannung bleibt bis ganz zum Schluss.

Spielstatistik

 Wake ForestNotre Dame
First Downs923
- durch Lauf26
- durch Pass717
- durch Penalty00
Anzahl Laufspielzüge2530
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge68229
Raumverlust durch Laufspielzüge138
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge55221
Yards Raumgewinn pro Lauf2,27,4
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge154363
Anzahl Pass-Spielzüge3536
Vollständige Pässe2322
Komplettierungsrate65,7%61,1%
Interceptions01
Yards Raumgewinn pro Passversuch4,410,1
Anzahl Spielzüge6066
Raumgewinn gesamt209584
Yards Raumgewinn pro Spielzug3,58,8
Fumbles2, verloren: 10
Strafen (Yards)3 (28 yards)5 (31 yards)
Ballbesitz30:3129:29

Individual-Statistik

Nr.NameTACKLETFL/Yds, Sack/YdsInt/YdsPBU
BLK
QBHFF
FR
44Carlo Calabrese7
(4 + 3)
1,0 / 1
 
  
 
 1
 
9Louis Nix7
(1 + 6)
 
 
 1
 
  
 
5Manti Te'o6
(3 + 3)
 
 
  
 
  
 
91Sheldon Day5
(3 + 2)
 
 
  
 
  
 
17Zeke Motta4
(2 + 2)
 
 
  
 
  
1
41Matthias Farley4
(2 + 2)
 
 
  
 
  
 
30Ben Councell4
(2 + 2)
 
 
  
 
  
 
2Bennett Jackson3
(2 + 1)
 
 
  
 
  
 
89Kapron Lewis-Moore3
(2 + 1)
1,0 / 5
 
 1
 
2 
 
13Danny Spond3
(2 + 1)
 
 
  
 
  
 
7Stephon Tuitt3
(1 + 2)
1,0 / 9
1,0 / 9
  
 
  
 
59Jarrett Grace3
(1 + 2)
 
 
  
 
  
 
48Dan Fox3
(1 + 2)
 
 
  
 
  
 
69Tony Springmann3
(0 + 3)
0,5 / 1
 
  
 
1 
 
22Elijah Shumate2
(2 + 0)
 
 
  
 
  
 
45Romeo Okwara2
(0 + 2)
0,5
 
  
 
  
 
21Cam McDaniel1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
43Josh Atkinson1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
11Ishaq Williams1
(1 + 0)
 
 
 1
 
  
 
6KeiVarae Russell1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
21Jalen Brown1
(0 + 1)
 
 
 1
 
  
 
15Dan McCarthy1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
56Athony Rabasa1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
8Kendall Moore1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
29Nick Baratti1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
55Prince Shembo 
(0 + 0)
 
 
  
 
1 
 
Nr.NameLäufeYards BruttoYards MinusYards NettoAVGLongTD
20Cierre Wood11156615013,6681
4George Atkinson III7351344,991
6Theo Riddick620 203,37 
21Cam McDaniel311 113,77 
12Andrew Hendrix17 77,07 
5Everett Golson1   0,0  
Nr.NameCatchesYardsAVGTDLong
7T.J. Jones69716,2134
80Tyler Eifert68514,2138
6Theo Riddick35819,3 24
81John Goodman25929,5150
9Roby Toma23718,5 27
18Ben Koyack11111,0 11
87Daniel Smith11010,0 10
2Chris Brown166,0 6
Nr.NameATTCOMPRATEINTYARDSTDLONGSACK
5Everett Golson302066,71346350 
11Tommy Rees5240,0 17 11 
12Andrew Hendrix1       
Nr.NameAnzahlYARDSLONGIN 20TB
35Ben Turk4147431 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
33Cam McDaniel11717 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
19Davonte Neal4137 
Keine Daten gefunden
Nr.NameTDPATCONVFGSAFPunkte
27Kyle Brindza 5 1 8
20Cierre Wood1    6
80Tyler Eifert1    6
81John Goodman1    6
7T.J. Jones1    6
4George Atkinson III1    6
NOTRE DAME
10
6
3
3
22
USC
0
10
0
3
13

Irish nach Sieg gegen Trojans im Finale

Mit einem 22-13 Sieg gegen die USC Trojans beendeten die Irish gestern Nacht in Los Angeles ihre reguläre Saison. Und zum ersten Mal seit 1988 sind sie nach zwölf Spielen noch ungeschlagen.

Damit haben sich die Goldhelme für das Meisterschaftsfinale am 7. Januar 2013 in Miami qualifiziert. Gegen wen es geht, ist momentan noch offen. Allgemein geht man davon aus, dass der Sieger des SEC Finales am kommenden Samstag die Irish herausfordern wird. Das bedeutet, dass es entweder gegen Titelverteidiger Alabama oder gegen Georgia geht.

Aber diese Überlegungen waren gestern Nacht, als feststand, die Irish spielen um den National Title, zweitrangig. Da wurde erst einmal ausgiebig gefeiert. Und für Irish Head Coach Brian Kelly wurde es zudem noch feucht fröhlich, denn einmal mehr erhielt er von seiner Mannschaft eine Gatorade Dusche verabreicht.

Für USC, das vor der Saison als Top Kandidat für die Meisterschaft gehandelt wurde, geht mit der fünften Saisonniederlage eine enttäuschende Saison zu Ende.

Irish gehen schnell in Führung

Aber alles der Reihe nach. Das Spiel im ausverkauften Los Angeles Coliseum begann mit Ballbesitz Notre Dame. Und der endete mit den ersten Punkten der Partie. Nach einer ansehnlichen Auftakt-Angriffsserie mussten die Goldhelme sich jedoch mit einem Fieldgoal (Kyle Brindza aus 27 Yards) begnügen.

Die Gastgeber mussten auf ihren etatmäßigen Spielmacher verzichten. Der hatte sich in der Vorwoche kurz vor Schluss die Schulter ausgekugelt und musste das Spiel von der Seitenlinie verfolgen. Für ihn stand Max Wittek, ein Freshman, als Quarterback auf dem Feld. Der demonstrierte auch gleich seinen starken Wurfarm, als er versuchte, mit langen Pässen zum Erfolg zu kommen. Die waren jedoch noch zu ungenau, und so mussten die Trojans ihre erste Angriffsserie mit einem Punt abschließen.

So kamen die Irish Mitte des ersten Viertels wieder in Ballbesitz. Sie versuchten von Anfang an, ihr Laufspiel zu etablieren. Aber das klappte noch nicht wie gewünscht. Glücklicherweise konnten die Goldhelme sich in dieser Phase auf den Wurfarm ihres Quarterbacks verlassen. Everett Golson lieferte einmal mehr eine fehlerfreie Partie und fand in kritischen dritten Versuchen ein ums andere Mal freie Anspielstationen für seine Pässe. So arbeiteten sich die Irish langsam vor und standen knapp sieben Minuten später an der 9 Yard Linie der Gastgeber. Dort erhielt Theo Riddick, der ein ganz großes Spiel lieferte, den Ball und beförderte ihn mit einem Sprung in die Endzone zum ersten und einzigen Touchdown der Irish.

Kurz vor dem ersten Seitenwechsel waren die Irish also mit 10-0 in Führung gegangen. Und mit diesem Ergebnis wurden dann wenig später zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Das zweite Viertel begann für USC durchaus erfolgreich. Denn mit dem ersten Spielzug erreichten sie ebenfalls zum ersten Mal die gegnerische Endzone. Nach diesem Touchdown führte Notre Dame nur noch mit 10-7.

Aber jetzt waren ja wieder die Goldhelme in Ballbesitz. Einmal mehr führte Everett Golson seine Mannschaft übers Feld. Aber einmal mehr erreichten die Irish nicht die Endzone. Doch sie besaßen glücklicherweise einen Kicker, auf den sie sich verlassen konnten. Kyle Brindza verwandelte auch den zweiten Fieldgoalversuch (aus 29 Yards) sicher.

13-6 für Notre Dame lautete also der neue Spielstand.

Die Gastgeber hatten jetzt ihre stärkste Phase und konnten erneut zurückschlagen. Allerdings hatte die Defense der Irish nun zu ihrem Spiel gefunden und ließ keinen Touchdown zu. Mit einem Fieldgoal verkürzten die Trojans und hielten die Partie damit spannend.

Es folgte die erste erfolglose Angriffsserie der Goldhelme, die folglich punten mussten. Somit kamen anderthalb Minuten vor Ende des zweiten Viertels die Trojans noch einmal in Ballbesitz. Und die versuchten es gleich wieder mit einem langen Pass. Der aber wurde von Cornerback KeiVarae Russell abgefangen und brachte die Irish unplanmäßig kurz vor der Pause noch einmal in Ballbesitz. Zu spielen waren noch 85 Sekunden, und die Irish standen an der eigenen 17 Yard Linie. Dennoch reichte es noch zu Punkten. Dank eines tollen 30 Yards Laufes von Theo Riddick und einiger erfolgreicher Pässe von Everett Golson standen die Irish genau eine Sekunde vor Ende der ersten Halbzeit an der gegnerischen 35 Yard Linie. Von dort verwandelte Kyle Brindza mit dem bislang längsten Fieldgoal seiner Karriere im Irish Trikot, nämlich aus 52 Yards Entfernung, sicher.

Spielstand zur Pause: USC 10, Notre Dame 16.

Irish Defense übernahm das Kommando

In der zweiten Halbzeit waren die Gastgeber als erstes Team in Ballbesitz. Der jedoch endete bereits nach dem zweiten Spielzug. Da stand nämlich Irish Linebacker Manti Te'o goldrichtig, fing den Pass ab und bescherte seiner Offense damit eine hervorragende Feldposition. An der 37 Yard Linie der Gastgeber starteten die Irish in ihre erste Angriffsserie nach der Pause. Aber auch die Defense der Trojans spielte stark und verhinderte in dieser Situation weitere Punkte der Goldhelme. Allerdings wäre ein Fieldgoal durchaus möglich gewesen. Der von Kyle Brindza getretene Ball segelte jedoch aus 33 Yards Entfernung an der linken Torstange vorbei.

In der Folgezeit dominierten auf beiden Seiten die Abwehrreihen, so dass es zunächst zu keinen weiteren Punkten kam. Erst unmittelbar vor Ende des dritten Viertels ergab sich wieder eine Chance für die Irish. Und diesmal machte Kyle Brindza es besser. Er traf aus 33 Yards sicher und sorgte so für die wichtige neun Punkte Führung der Irish nach drei Vierteln.

Das Schlussviertel begann mit einer Angriffsserie der Trojans. Bis an die 2 Yard Linie der Irish kamen sie, und es sah nach dem Anschluss Touchdown aus, der die Partie wieder richtig spannend gemacht hätte. Aber die Irish Defense verteidigte ihre Endzone erfolgreich, ließ keinen Touchdown zu und warf den Gegner sogar zurück an die 4 Yard Linie. Die Trojans schickten ihren Kicker aufs Feld, der aus 21 Yards sicher traf.

Der neue Spielstand lautete: USC 13, Notre Dame 19.

Mit einem Touchdown hätten die Trojans die Partie also drehen können. Aber jetzt waren ja erst einmal wieder die Irish an der Reihe. Mit einem tollen 39 Yards Kickoff Return brachte George Atkinson III seine Mannschaft in hervorragende Feldposition. Die Angriffsserie startete an der 45 Yard Linie der Trojans.

Erfolgreiche Läufe von Theo Riddick, Cierre Wood und Everett Golson brachten die Goldhelme schnell bis an die gegnerische 2 Yard Linie. Mit dem anstehenden dritten Versuch wollte Golson seinen Tight End Tyler Eifert in der Endzone finden. Leider war der Pass unvollständig. Und so musste zum sechsten Mal in dieser Partie Kicker Kyle Brindza in Aktion treten. Der Kick aus 19 Yards Entfernung war eigentlich nur eine Formsache. Aber das Fieldgoal brachte Notre Dame wieder mit neun Punkten in Führung. Das bedeutete, die Trojans mussten zweimal punkten, wollten sie die Partie noch drehen. Und dazu hatten sie noch knapp sechs Minuten Zeit.

Ein Goal Line Stand für die Ewigkeit

Zweieinhalb Minuten benötigten sie, um der Endzone der Irish sehr nahe zu kommen. An der 2 Yard Linie standen sie, mussten wegen eines Fehlstarts der Offense jedoch wieder 5 Yards zurück. Mit einem Lauf kamen die Trojans bis an die 4 Yard Line. Es folgte ein Pass in die Endzone. Der führte nicht zum Touchdown, weil KeiVarae Russell den gegnerischen Passempfänger behinderte. Dies tat er regelwidrig, was ein automatisches neues First Down an der 2 Yard Linie zur Folge hatte.

Die Trojans hatten also vier neue Versuche, um die zwei fehlenden Yards bis in die Endzone zu überbrücken.

Ein erneuter Pass in die Endzone mit dem gleichen Resultat: Russell hinderte den gegnerischen Passempfänger regelwidrig am Passfang. Konsequenz: Neues First Down Trojans, diesmal an der 1 Yard Linie.

Was jetzt folgte, war ein absolut wahnsinniger Goal Line Stand. Zweimal versuchten die Gastgeber mit einem Quarterback Sneak in die Endzone zu gelangen. Beide Male ohne Erfolg. Im dritten Versuch sollte es der Runningback richten. Erneut hielt die beste Goal Line Defense im College Football. Inzwischen glich das Stadion einem Tollhaus. Die USC Fans konnten einfach nicht glauben, dass ihre Mannschaft aus so kurzer Distanz die Endzone nicht erreichte.

Es folgte der vierte Versuch. Und jetzt stand den Irish das Glück zur Seite. Denn den schlecht geworfenen Pass konnte der designierte Passempfänger nicht fangen. Damit waren die Irish nach dieser unglaublichen Abwehrschlacht wieder in Ballbesitz.

Aber die Gefahr war noch nicht vorbei, denn die Goldhelme starteten ihre Angriffsserie an der eigenen 2 Yard Linie.

In dieser Situation war es einmal mehr der an diesem Abend überragende Runningback Theo Riddick, der den Ball für einen Raumgewinn von 12 Yards bis an die 14 Yard Linie trug.

Hier ging Everett Golson dreimal aufs Knie um die Uhr herunterlaufen zu lassen. Einmal noch konnten die Gastgeber die Uhr anhalten, als sie ihre letzte Auszeit nahmen.

Zwar mussten die Irish dann noch einmal punten, aber da waren nur noch 19 Sekunden zu spielen. Zu wenig Zeit für USC, um noch zweimal zu punkten.

Den Schlusspunkt setzte dann die an diesem Abend einmal mehr überragende Defense, die mit einem Quarterback Sack (Kapron Lewis-Moore und Prince Shembo) den letzten Passversuch der Gastgeber im Keim erstickten.

Damit war das Spiel beendet, und die Irish spielen am 7. Januar 2013 in Miami um den National Title.

Statistisches

In der zweiten Halbzeit funktionierte - wie so oft in dieser Saison - das Laufspiel der Irish exzellent. Am Ende waren es 222 Yards Raumgewinn. 146 Yards erlief alleine Theo Riddick, der sein wohl bestes Spiel im Trikot der Irish absolvierte.

Everett Golson spielte erneut fehlerfrei. 15 seiner 26 Pässe waren vollständig für einen Raumgewinn von 217 Yards.

Die Defense war einmal mehr Garant für den Sieg. Zwei Quarterback Sacks und zwei Interceptions konnten die Irish für sich verbuchen. Die Trojans erliefen mit dem Ball lediglich 95 Yards und kamen insgesamt auf magere 281 Yards Raumgewinn.

Spielstatistik

 USCNotre Dame
First Downs1924
- durch Lauf612
- durch Pass911
- durch Penalty41
Anzahl Laufspielzüge2742
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge118233
Raumverlust durch Laufspielzüge2311
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge95222
Yards Raumgewinn pro Lauf3,55,3
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge186217
Anzahl Pass-Spielzüge2427
Vollständige Pässe1415
Komplettierungsrate58,3%55,6%
Interceptions20
Yards Raumgewinn pro Passversuch7,88,0
Anzahl Spielzüge5169
Raumgewinn gesamt281439
Yards Raumgewinn pro Spielzug5,56,4
Fumbles1, verloren: 00
Strafen (Yards)3 (15 yards)7 (50 yards)
Ballbesitz25:2234:38

Individual-Statistik

Nr.NameTACKLETFL/Yds, Sack/YdsInt/YdsPBU
BLK
QBHFF
FR
41Matthias Farley9
(4 + 5)
0,5 / 1
 
  
 
  
 
2Bennett Jackson6
(4 + 2)
 
 
  
 
  
 
55Prince Shembo5
(3 + 2)
0,5 / 4
0,5 / 4
  
 
  
 
5Manti Te'o5
(3 + 2)
 
 
1 
 
  
 
17Zeke Motta5
(3 + 2)
1,0 / 1
 
  
 
  
 
89Kapron Lewis-Moore5
(1 + 4)
2,0 / 13
1,5 / 11
  
 
 1
 
9Louis Nix3
(3 + 0)
1,0 / 1
 
 1
 
  
 
6KeiVarae Russell3
(3 + 0)
 
 
1 
 
  
 
48Dan Fox3
(2 + 1)
 
 
  
 
  
 
7Stephon Tuitt2
(1 + 1)
 
 
  
 
  
 
29Nick Baratti2
(1 + 1)
 
 
  
 
  
 
11Ishaq Williams2
(0 + 2)
0,5 / 2
 
  
 
  
 
38Joe Schmidt2
(0 + 2)
 
 
  
 
  
 
13Danny Spond2
(0 + 2)
0,5 / 1
 
  
 
  
 
8Kendall Moore2
(0 + 2)
 
 
  
 
  
 
27Kyle Brindza1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
24Chris Salvi1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
59Jarrett Grace1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
Nr.NameLäufeYards BruttoYards MinusYards NettoAVGLongTD
6Theo Riddick2014821467,3201
5Everett Golson9492475,212 
20Cierre Wood8211202,57 
4George Atkinson III215 157,515 
Nr.NameCatchesYardsAVGTDLong
80Tyler Eifert46917,3 36
7T.J. Jones34013,3 20
6Theo Riddick33311,0 15
9Roby Toma23417,0 22
20Cierre Wood2189,0 9
81John Goodman12323,0 23
Nr.NameATTCOMPRATEINTYARDSTDLONGSACK
5Everett Golson261557,7 217 361
Nr.NameAnzahlYARDSLONGIN 20TB
35Ben Turk313350  
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
4George Atkinson III48739 
Keine Daten gefunden
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
5Manti Te'o1   
6KeiVarae Russell1   
Nr.NameTDPATCONVFGSAFPunkte
27Kyle Brindza 1 5 16
6Theo Riddick1    6
NOTRE DAME
0
0
7
7
14
ALABAMA
14
14
7
7
42

Irish chancenlos im Finale gegen Alabama

Ohne Happy End ging die erfolgreichste Saison der Irish seit knapp 20 Jahren zu Ende. Mit 14-42 unterlagen sie gestern Nacht in Miami im BCS Championship Game dem alten und neuen Meister Alabama deutlich.

Nach zuletzt zwölf Siegen in Folge mussten sich die Goldhelme einem klar besseren Gegner geschlagen geben. Besser waren die Alabama Crimson Tide deshalb, weil sie die lange, mehr als fünfwöchige Pause, besser überbrückt haben. Na ja, für Alabama war es eine Woche weniger, weil sie ja im Anschluss an die reguläre Saison noch das SEC Championship Game zu bestreiten hatten.

Zur Verunsicherung der Irish trugen zu Beginn des Spiels dann zusätzlich noch zwei haarsträubende Fehlentscheidungen der Parteiischen bei. Zunächst erklärten sie bei einem Passfang von Tyler Eifert, der habe den Ball nicht kontrollieren können, bevor er über die Seitenlinie ins Aus ging. Die Zeitlupenwiederholung des US Fernsehens zeigte aber deutlich, dass Eifert den Ball - wenn auch zunächst nur mit den Fingerspitzen - sicher hatte und ihn vollständig kontrollierte. Da diese Fehlentscheidung bei einem dritten Down stattfand, mussten die Irish anschließend punten.

Noch offensichtlicher, dass sogar die Kommentatoren im US Fernsehen hörbar den Kopf schüttelten, war eine Szene wenig später. Die Irish mussten punten. Der Punt Returner der Crimson Tide zeigte sehr spät erst Fair Catch an. Damit durfte er vom Gegner nicht mehr attackiert werden. Wurde er auch nicht. Irish Safety Matthias Farley konnte im letzten Moment noch abdrehen. Attackiert wurde der Punt Returner von einem Mitspieler. Deshalb konnte er den Ball nicht kontrollieren und fumblete. Die Irish sicherten den Ball an der 24 Yard Linie Alabamas. Aber die Parteiischen entschieden auf "Kick Catching Interference" und gaben ihrer Mannschaft den Ball zurück.

Hätten die Parteiischen in den beiden Situationen korrekt entschieden - wer weiß, welchen Verlauf das Spiel dann genommen hätte. So blieb den Irish nur eine Menge Frust.

Allerdings war es - um ehrlich zu sein - schwer vorstellbar, dass die Irish dieses Spiel auch bei korrekter Regelauslegung hätten gewinnen können. Zu deutlich merkte man der Mannschaft an, dass sie lange kein Spiel mehr bestritten hatte und deshalb völlig aus dem Tritt gekommen war. Für Alabama dagegen war es die dritte Endspielteilnahme in den letzten vier Jahren.

Die Irish waren in der ersten Halbzeit völlig chancenlos. Besonders die Defense fand überhaupt nicht ins Spiel. Zahlreiche verpasste Tackles (Missed Tackles), die man in der regulären Saison so gut wie überhaupt nicht sah, machten es dem Gegner leicht, zu Raumgewinn und Punkten zu kommen. Sogar Manti Te'o merkte man die Verunsicherung an. Zu allem Überfluss verletzte sich Kapron Lewis-Moore in der ersten Halbzeit schwer am Knie und musste ausscheiden.

Während in der zweiten Halbzeit die Offense aber besser ins Spiel fand, blieb die Defense bis zum Ende der Partie nur ein Schatten ihrer selbst.

Die Offense konnte gegen die bärenstarke Abwehr der Crimson Tide ihr Laufspiel nicht etablieren. Lediglich 32 Yards Raumgewinn sprangen am Ende heraus. Raumgewinn konnten die Goldhelme beinahe ausschließlich durch die Pässe von Quarterback Everett Golson (21 von 36 Pässen vollständig für 270 Yards Raumgewinn, ein Touchdown und eine Interception) erzielen. Der wirkte in der ersten Halbzeit - ebenso wie halt die gesamte Mannschaft - verunsichert, fand jedoch nach der Pause immer besser zu seinem Spiel und führte seine Mannschaft am Ende noch zu zwei Touchdowns. Einen erlief er selbst (2 Yards Lauf), den zweiten holte Runningback Theo Riddick, der einen 6 Yards Pass in der Endzone fing.

Aber die 14 Punkte waren natürlich viel zu wenig, weil die Defense den Gegner nicht stoppen konnte, der es am Ende auf sechs Touchdowns brachte. Gratulation an Alabama, das damit völlig verdient seine dritte Meisterschaft in den letzten vier Jahren holte.

Für die Irish dagegen wurde es nichts mit dem zwölften Meistertitel. Aber die tolle Saison mit zwölf Siegen, und vor allem die hochkarätigen Neuzugänge für die kommende Saison, macht Appetit auf mehr.

Allerdings müssen wir Irish Fans uns nun mal wieder in Geduld üben. Am 31. August startet Notre Dame in die neue Saison. Gegner im Notre Dame Stadium ist dann Temple.

Spielstatistik

 AlabamaNotre Dame
First Downs2816
- durch Lauf133
- durch Pass1412
- durch Penalty11
Anzahl Laufspielzüge4519
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge27256
Raumverlust durch Laufspielzüge724
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge26532
Yards Raumgewinn pro Lauf5,91,7
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge264270
Anzahl Pass-Spielzüge2836
Vollständige Pässe2021
Komplettierungsrate71,4%58,3%
Interceptions01
Yards Raumgewinn pro Passversuch9,47,5
Anzahl Spielzüge7355
Raumgewinn gesamt529302
Yards Raumgewinn pro Spielzug7,25,5
Fumbles01, verloren: 0
Strafen (Yards)4 (40 yards)3 (35 yards)
Ballbesitz38:1321:47

Individual-Statistik

Nr.NameTACKLETFL/Yds, Sack/YdsInt/YdsPBU
BLK
QBHFF
FR
17Zeke Motta16
(7 + 9)
 
 
 1
 
  
 
5Manti Te'o10
(3 + 7)
 
 
  
 
  
 
6KeiVarae Russell8
(3 + 5)
 
 
  
 
  
 
41Matthias Farley6
(4 + 2)
 
 
  
 
  
 
48Dan Fox6
(4 + 2)
 
 
  
 
  
 
9Louis Nix5
(5 + 0)
2,0 / 5
 
  
 
  
 
7Stephon Tuitt5
(2 + 3)
 
 
  
 
  
 
2Bennett Jackson4
(1 + 3)
 
 
  
 
  
 
44Carlo Calabrese3
(2 + 1)
1,0 / 2
 
  
 
  
 
91Sheldon Day3
(1 + 2)
 
 
  
 
  
 
55Prince Shembo3
(1 + 2)
 
 
  
 
  
 
30Ben Councell1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
89Kapron Lewis-Moore1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
22Elijah Shumate1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
13Danny Spond1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
11Ishaq Williams1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
24Chris Salvi1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
Nr.NameLäufeYards BruttoYards MinusYards NettoAVGLongTD
6Theo Riddick10392373,720 
20Cierre Wood48620,57 
5Everett Golson5916-7-1,451
Nr.NameCatchesYardsAVGTDLong
7T.J. Jones79012,9 31
10DaVaris Daniels611519,2 31
80Tyler Eifert66110,2 16
6Theo Riddick166,016
20Cierre Wood1-2-2,0  
Nr.NameATTCOMPRATEINTYARDSTDLONGSACK
5Everett Golson362158,312701312
Nr.NameAnzahlYARDSLONGIN 20TB
35Ben Turk5214501 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
4George Atkinson III34718 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
19Davonte Neal326 
Keine Daten gefunden
Nr.NameTDPATCONVFGSAFPunkte
5Everett Golson1    6
6Theo Riddick1    6
27Kyle Brindza 2   2

Interessantes

Recruiting 2019 - 21 Neuzugänge
Recruiting 2020 - 3 Neuzugänge
Ergebnis-Datenbank

Übersicht Spiele

NOTRE DAME 2018
(12 - 0)
Michigan
S
24
-
17
Ball State
S
24
-
16
Vanderbilt
S
22
-
17
Wake Forest
S
56
-
27
Stanford
S
38
-
17
Virginia Tech
S
45
-
23
Pittsburgh
S
19
-
14
Navy
S
44
-
22
Northwestern
S
31
-
21
Florida State
S
42
-
13
Syracuse
S
36
-
3
USC
S
24
-
17
Clemson
Playoff
29.12.2018

NOTRE DAME 2012
(12 - 1)
Navy (Dublin)
S
50
-
10
Purdue
S
20
-
17
Michigan State
S
20
-
3
Michigan
S
13
-
6
Miami (Chicago)
S
41
-
3
Stanford
S
20
-
13
BYU
S
17
-
14
Oklahoma
S
30
-
13
Pittsburgh
S
29
-
26
Boston College
S
21
-
6
Wake Forest
S
38
-
0
USC
S
22
-
13
Alabama
N
14
-
42

Statistik

Die Seite enthält insgesamt
1.145 Beiträge und 236 Spielberichte

Externes