Nächstes Spiel am 25.09.2021 gegen WISCONSIN

Beiträge 2021

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(18.09.2021) 

Gut 74.000 Zuschauer im Notre Dame Stadium sahen gestern erstmals in dieser Saison eine überzeugende Defense, die am Ende den 27-13 Sieg der Irish gegen die Purdue Boilermakers sicherte.

Auch in der Offense lief es spürbar besser, als in den ersten Saisonspielen, wobei erneut der Erfolg durch das Passspiel zustande kam.

Aber der Reihe nach.

Die Irish waren wie gewohnt als erstes Team in Ballbesitz. Aber anders als in den bisherigen Saisonspielen endete der nicht in der gegnerischen Endzone. Eine sehr aggressive Defense der Boilermakers verhinderte ein First Down und brachte somit die eigene Mannschaft in Ballbesitz. Und der endete mit den ersten Punkten der Partie. Ein Fieldgoal brachte die frühe Führung für die Gäste.

Und es blieben die einzigen Punkte im ersten Viertel. Erst nach dem ersten Seitenwechsel sahen die Fans im Stadion ein erstes Lebenszeichen der Offense. Aber das war dann auch gleich spektakulär. Quarterback Jack Coan fand Runningback Kyren Williams, erneut einer der Besten im Irish Trikot, mit einem kurzen Pass. Der fand einen Weg durch die gegnerische Defense und marschierte unbedrängt in die Endzone. Damit wechselte die Führung, und die Irish sollten die im restlichen Spiel nicht mehr abgeben.

Noch im zweiten Viertel erhöhten die Goldhelme durch ein 28 Yard Fieldgoal von Jonathan Doerer, der im übrigen erstmals in dieser Saison nicht traf, allerdings aus mehr als 50 Yards Entfernung. Weitere Punkte gab es vor der Pause nicht. Somit lautete der Spielstand zur Halbzeit: Purdue 3, Notre Dame 10.

Nach der Pause waren die Gäste aus dem nur knapp 200 km entfernten West Lafayette zunächst in Ballbesitz. Und den nutzten sie für weitere Punkte. Erneut verhinderte die Defense von Marcus Freeman einen Touchdown. So blieb es bei einem Fieldgoal. Aber die Freude der Boilermakers währte nur kurz. Denn die Irish antworteten prompt, und das mit dem längsten Spielzug der bisherigen Saison: Jack Coan schickte seinen Wide Receiver Avery Davis mit einem langen Pass auf die Reise. Und der trug den Ball über 62 Yards in die gegnerische Endzone.

Aber die Gäste zeigten sich nur wenig beeindruckt. Sie erreichten mit ihrem nächsten Ballbesitz zum ersten und einzigen Mal in diesem Spiel die Endzone der Goldhelme. Als dann zum letzten Mal die Seiten gewechselt wurden, führte Notre Dame knapp mit 17-13.

Das Schlussviertel gehörte dann den Platzherren. Zunächst verwandelte Jonathan Doerer aus 30 Yards sicher für drei weitere Punkte. Und das Ausrufezeichen hinter dem Sieg setzte dann Kyren Williams, der den Ball kurz vor der Mittellinie bekam und ihn für 51 Yards Raumgewinn auf direktem Weg in die gegnerische Endzone trug.

Die Gäste starteten dann kurz vor Schluss noch eine erfolgversprechende Angriffserie. Die endete jedoch unplanmäßig mit einer Interception. Safety Kyle Hamilton stand bereits zum dritten Mal in dieser Saison goldrichtig und sicherte den Ball in der eigenen Endzone.

Noch einmal kamen die Gäste in Ballbesitz. Allerdings endete auch der mit einer Interception. Diesmal war es Safety DJ Brown, der seine Mannschaft wieder in Ballbesitz brachte. Das passierte jedoch unmittelbar vor Ende des Spiels, so dass die Irish keinen weiteren Spielzug mehr austragen mussten.

Fazit und Ausblick

In Spiel drei der Saison 2021 konnten die Irish erstmals überzeugen. Besonders die bisherigen "Problemkinder", die neu formierte Offensive Line und die Defense - insbesondere gegen den Lauf - wussten zu überzeugen. Und das Laufspiel funktionierte besser als in den vorangegangenen Spielen. Auf der anderen Seite des Balles ließ die Irish Defense lediglich 57 Yards durch Laufspiel zu.

Jack Coan, der trotz eines im Spiel gegen Toledo ausgekugelten Finger - nach anfänglichen Schwierigkeiten - ein gutes Spiel machte, brachte 15 seiner 31 Pässe ins Ziel für 223 Yards Raumgewinn und zwei Touchdowns. Seine Lieblings Anspielstation war übrigens nicht Tight End Michael Mayer, sondern Wide Receiver Avery Davis, der mit fünf Passfängen 120 Yards Raumgewinn erzielte, sowie einen Touchdown. Auch Kyren Williams hatte einen guten Tag. 91 erlaufene Yards, inkl. ein Touchdown, sowie 47 erpasste Yards (inkl. ein Touchdown) standen am Ende auf seiner Habenliste.

In der Defense dominierten die bekannten Protagonisten, die bereits in den ersten Partien aufgefallen sind: Top Tackler war erneut Linebacker JD Bertrand, der es auf 12 Stops brachte. Zehnmal wurde Safety Kyle Hamilton als Tackler identifiziert. Und dreimal konnte der gegnerische Quarterback gesackt werden (einmal durch die Defensive Ends Myron Tagovailoa-Amosa und Isaiah Foskey, einmal durch Defensive End Nana Osafo-Mensah und einmal durch Defensive End Justin Ademilola).

Für Irish Head Coach Brian Kelly hatte der gestrige Sieg übrigens eine ganz besondere Bedeutung. Es war nämlich sein 105. als Irish Head Coach. Und damit hat er den bisherigen Rekordhalter Knute Rockne eingeholt.

Drei Spiele sind absolviert und die Goldhelme noch ungeschlagen. Das könnte sich jedoch in den kommenden Wochen ändern. Denn jetzt stehen Spiele gegen Top Teams auf dem Spielplan. Und ob die Goldhelme da ungeschoren bleiben, ist keineswegs sicher. So geht es am kommenden Samstag nach Chicago. Im dortigen Soldier Field, Heimt der Chicago Bears (NFL), geht es gegen die Wisconsin Badgers, eines der Top Teams aus der Big Ten Conference. Wichtig: Kickoff der Partie ist 18 Uhr unserer Zeit. Anschließend geht es gegen Cincinnati (bislang ebenfalls noch ungeschlagen), Virginia Tech, USC und North Carolina. Allerdings kann die Mannschaft vor dem Traditionduell gegen die USC Trojans durchschnaufen, denn das Wochenende vor dieser Partie ist spielfrei. 

 
(17.09.2021) 

Es gab eine Zeit, in der alljährlich eine Indiana-Staatsmeisterschaft ausgetragen wurde. Die beteiligten Teams waren: Indiana, Purdue und Notre Dame. Auch später stand die Begegnung zwischen den Fighting Irish und den Boilermakers beinahe jährlich auf dem Spielplan. Diese Zeiten sind spätestens seit dem Beitritt der Universität von Notre Dame in die ACC (Atlantic Coast Conference) vorbei. Die Footballer der Irish sind zwar kein Vollmitglied, müssen jedoch in jeder Saison mindestens fünf Spiele gegen ACC Teams austragen. Für die traditionelle "Indiana Staatsmeisterschaft" war da leider kein Raum mehr.

Deshalb ist es heutzutage schon etwas besonderes, wenn es gelingt, Notre Dame und Purdue zusammen aufs Spielfeld zu bringen. Morgen ist ein solch besonderer Tag. Die Boilermakers werden im Notre Dame Stadium erwartet. Es ist dies die 87. Begegnung beider Colleges auf dem Football Feld. Die bisherige Bilanz sieht die Irish vorne: 58 Siege, 26 Niederlagen und zwei Unentschieden, wobei die letzte Begegnung schon sieben Jahre zurück liegt. Damals, am 13. September 2014, siegten die Goldhelme mit 30-14.

Beide Mannschaften noch ungeschlagen

In der aktuellen Saison sind beide Teams nach zwei Spieltagen noch ungeschlagen. Purdue siegte am ersten Spieltag gegen Oregon State und vor Wochenfrist deutlich gegen Connecticut. Dass die Irish in dieser Saison noch nicht so richtig in Tritt gekommen sind und bislang zwei hauchdünne Siege auf ihrem Konto haben, ist ja allgemein bekannt.

Wer morgen am Ende einen Sieg feiern kann, hängt meiner Meinung in erster Linie davon ab, ob die Defense der Goldhelme es versteht, die Philosophie ihres neuen Defensive Coordinators Marcus Freeman umzusetzen. Und dass auf der anderen Seite die neu formierte Offensive Line noch nicht auf dem Niveau spielen kann, wie es sich Offensive Coordinator Tommy Rees vorstellt, sollte jedem aufgefallen sein, der die beiden Spiele gesehen hat. Dass es da morgen deutlich besser läuft, sollte man jedoch nicht unbedingt erwarten. Immerhin hat sich Left Tackle Blake Fisher bereits am ersten Spieltag verletzt. Er wird, wenn alles gut verläuft, in etwa sieben Wochen zurück sein. Dass sich dann aber sein Stellvertreter Michael Carmody im letzten Spiel ebenfalls verletzt, ist nicht das, was man sich unter dem Golden Dome vorstellt. Ob er morgen mit dabei sein kann, wird sich erst kurz vor dem Spiel entscheiden.

Ein anderer Spieler, nämlich Defenive End Jordan Botelho, und das ist eine gute Nachricht, ist morgen erstmals in dieser Saison mit dabei.

Das Spiel startet um 20:30 Uhr unserer Zeit. Übertragen wird es wieder vom US Fernsehsender NBC. In der vergangenen Woche hatte ich fälschlicherweise ebenfalls NBC als übertragenden Sender genannt. Das war leider falsch. Das Spiel wurde vom US Unternehmen Peacock als Live Stream gesendet. Das galt allerdings nur für das erste Heimspiel. Die restlichen Heimspiele überträgt wieder NBC.

 
(11.09.2021) 

Wenn etwas auf die bisherigen Spiele der Goldhelme in der aktuellen Saison zutrifft, dann dies: Langweilig wird es nie. Erst in buchstäblich letzter Sekunde konnte Notre Dame das Spiel gegen die Toledo Rockets für sich entscheiden. Am Ende stand ein hauchdünner 32-29 Sieg gegen sehr starke Gäste.

Dabei war der Auftakt der Partie vor gut 62.000 Zuschauern im nicht ausverkauften Notre Dame Stadium beinahe wie gewohnt: Die Irish waren als erstes Team in Ballbesitz und marschierten unaufhaltsam zum ersten Touchdown (4 Yards Pass von Jack Coan auf Tight End Michael Mayer nach gut zwei Minuten).

Aber dann kam, wie in Spiel eins gegen Florida State, schnell Sand ins Getriebe. Die Gäste wurden stärker und kamen noch im ersten Viertel zu zwei Fieldgoals. Immerhin konnte die Defense der Goldhelme schlimmeres verhindern.

Nach dem ersten Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts auf dem Spielfeld. Die Offense der Irish kam nicht voran. Mitentscheidend waren da ganz sicher Verletzungsprobleme in der Offensive Line. Am vergangenen Sonntag hatte sich der etatmäßige Left Tackle Blake Fisher bekanntlich verletzt und fällt für rund acht Wochen aus. Gestern erwischte es dann auch noch seinen Stellvertreter Michael Carmody. Die Formation musste also erneut umgestellt werden. Tosh Baker, eigentlich Tackle auf der rechten Seite, wechselte auf die wichtige linke Tackle Position. All diese Umstellungen helfen einer neu formierten Offensive Line natürlich nicht wirklich.

Aber man muss auch feststellen, dass sich die Rockets glänzend auf die Offense der Goldhelme eingestellt hatten. Ein neuer Impuls war erforderlich. Und der kam Mitte des zweiten Viertels mit Quarterback Tyler Buchner. Der ist eigentlich die Nummer drei in der Rangordnung. Aber gestern war die Entscheidung von Offensive Coordinator Tommy Rees, ihn zu bringen, pures Gold wert. Denn Buchner gilt als einer der talentiertesten Quarterbacks seines Jahrganges. Und im Gegensatz zu Jack Coan, der als purer Pocket Passer nicht sonderlich mobil ist, kann er erfolgreich mit dem Ball laufen. Und genau das demonstrierte er gestern, und brachte mit seinen Aktionen wieder Stimmung auf den Rängen im Stadion. An der eigenen 5 Yard Linie starteten die Irish ihre Angriffsserie. Und mit dem ersten Spielzug zeigte Buchner bereits, dass er eine echte Verstärkung für die Goldhelme ist. Mit einem 26 Yards Lauf brachte er seine Mannschaft weg von der eigenen Goal Line. Es folgte ein weiterer Lauf, der 11 Yards Raumgewinn brachte. Und als sich die Defense der Rockets endlich auf die neue Situation eingestellt hatte, waren plötzlich Freiräume für Runningback Kyren Williams. Und die Chance nutzte er mit einem 43 Yards Touchdown Lauf.

Die Gäste antworteten mit ihrem dritten Field Goal, das sie wieder bis auf fünf Punkte heranbrachte. Und kurz vor der Halbzeitpause leistete sich Quarterback Jack Coan, der jetzt wieder im Spiel war, eine folgenschwere Interception. Denn der Ball wurde auf direktem Weg in die Endzone der Irish befördert und brachte Toledo erstmals in dieser Partie in Führung.

Als sich beide Mannschaften wenig später in Halbzeitpause verabschiedeten lautete der Spielstand: Toledo 16, Notre Dame 14.

Das dritte Viertel wurde auf beiden Seiten durch starke Abwehrreihen dominiert. Die Folge war, dass keine weiteren Punkte auf die Anzeigetafel kamen.

Turbulentes Schlussviertel

Erst, nachdem letztmals die Seiten gewechselt worden waren, änderte sich dies, dann jedoch fulminant. Zunächst holten sich die Irish durch ein 48 Yards Field Goal von Jonathan Doerer die Führung zurück. Neuer Spielstand: 17-16 für Notre Dame. Und nur wenig später erreichten sie zum dritten Mal die gegnerische Endzone. Und dazu benötigten sie lediglich einen Spielzug. Bei dem fand Tyler Buchner seinen Runningback Chris Tyree mit einem kurzen Pass. Und der pfeilschnelle Ballträger war von der gegnerischen Defense nicht mehr zu stoppen. Er trug den Ball über 55 Yards zum dritten Touchdown der Goldhelme.

Acht Punkte betrug jetzt die Führung von Notre Dame (24-16). Aber die Gäste antworteten prompt, kamen wenig später zu ihrem ersten Offensiv Touchdown. Der Versuch einer Two Point Conversion misslang, so dass die Irish noch mit zwei Punkte führten.

Es folgte eine dramatische Schlussphase, in der die Goldhelme auf dem Weg zu weiteren Punkten waren, bis Runningback Kyren Williams auf Höhe der gegnerischen 28 Yard Linie den Ball verlor. Knapp dreieinhalb Minuten vor Schluss kamen die Rockets unverhofft in Ballbesitz. Und den nutzten sie optimal mit einem Touchdown gut anderthalb Minuten vor Schluss. Toledo führte jetzt mit 29-24. Und nach der bisherigen Vorstellung der Irish Offense gab es nicht mehr viele Zuschauer im Stadion, die noch an einen Sieg ihrer Mannschaft glaubten.

Und dass für die letzte Angriffsserie nicht Tyler Buchner, sondern Jack Coan aufs Feld kam, sorgte ebenfalls nicht für übertriebenen Optimismus. Aber jetzt zahlte sich die Erfahrung des etatmäßigen Stamm Quarterbacks aus. An der eigenen 25 Yard Linie gestartet fand er mit seinem ersten Pass Kevin Austin, der den Ball akrobatisch und trotz Behinderung des Gegners fangen konnte. Der Raumgewinn betrug 34 Yards und brachte die Irish beinahe schon in Field Goal Reichweite. Aber ein Field Goal reichte nicht aus, um das Spiel noch zu drehen. Jack Coan fand mit seinem zweiten Pass seine Lieblings-Anspielstation Tight End Michael Mayer für 6 Yards Raumgewinn.

Eine Holding Strafe der Rockets brachte die Goldhelme bis an die 26 Yard Linie der Gäste. Und nach einer weiteren Strafe wegen Passbehinderung standen sie an der gegnerischen 18 Yard Linie. Von dort brauchte es nur noch einen Pass. Erneut war Michael Mayer die Anspielstation. Der stand völlig frei und konnte beinahe ungehindert in die Endzone spazieren. 30-29 lautete jetzt die hauchdünne Führung für Notre Dame. Zu spielen waren noch 69 Sekunden, Zeit genug für Toledo, mit einem Field Goal die Partie zu gewinnen. Deshalb versuchten die Irish eine Two Point Conversion. Die sah bereits gescheitert aus, als der Ball in die Hände von Wide Receiver Avery Davies kam. Der war ja ursprünglich als Quarterback nach Notre Dame gekommen, wusste also, wie man einen Pass wirft. Und der wurde in der Endzone von Kyren Williams gefangen.

Jetzt war allerdings wieder die Defense der Goldhelme in der Pflicht. Es galt, die Rockets zu stoppen. Und das gelang, als deren Quarterback gut 30 Sekunden vor Schluss mit dem Ball in den Händen versuchte, ein First Down zu erlaufen. Irish Defensive End Myron Tagovailoa-Amosa schlug ihm das Spielgerät jedoch aus der Hand. Und Linebacker JD Bertrand, der erneut ein gutes Spiel machte, warf sich darauf und sicherte es für seine Mannschaft.

25 Sekunden vor Schluss war die Partie entschieden. Allerdings hätten sich die meisten Irish Fans im Stadion gestern etwas weniger Spannung gewünscht.

Fazit und Ausblick

Nach zwei Spielen der Saison 2021 blieben die Irish ungeschlagen. Allerdings kommt noch eine Menge Arbeit auf Spieler und Coaches zu, wenn sie an die erfolgreiche Saison des Vorjahres anknüpfen wollen. Die Defense begann wieder stark und verhinderte es bis zum Schlussviertel, dass der Gegner die eigene Endzone erreichte. Aber am Ende fehlte vielleicht die Kraft - man kann da nur spekulieren. Immerhin hatte die Mannschaft einen Tag weniger zur Vorbereitung (nach dem Sonntagsspiel gegen Florida State). Top Tackler war erneut Linebacker JD Bertrand (11 Tackles), der nur auf dem Feld stand, weil die beiden Starter Marist Liufau und Shane Simon verletzungsbedingt fehlten. Insgesamt kam die Mannschaft von Defenive Coordinator Marcus Freeman auf fünf Quarterback Sacks (JD Bertrand, Isaiah Foskey,Justin Ademilola, und zweimal Myron Tagovailoa-Amosa. Die Verteidigung gegen den Lauf war deutlich verbessert. Toledo kam auf 132 Yards Raumgewinn.

Auf der anderen Seite machten die Irish ihre Yards erneut in erster Linie durch die Luft. Die Pässe von Jack Coan und Tyler Buchner brachten 317 Yards Raumgewinn. Dazu kamen 132 Yards durch Laufspiel. Auffälligster Akteur in der von Tommy Rees einmal mehr gut geführten Offens war neben Jung Quarterback Tyler Buchner noch Tight End Michael Mayer. Mit sieben Passfängen holte er 81 Yards Raumgewinn und schaffte zwei Touchdowns.

Am kommenden Samstag steht das nächste Heimspiel auf dem Terminplan der Goldhelme. Erwartet werden dann die Purdue Boilermakers. Kickoff ist - wie gestern - 20:30 Uhr unserer Zeit. Allerdings hatte ich in meinem Vorbericht einen Fehler. Denn die gestrige Partie wurde nicht von NBC übertragen, stattdessen als Life Stream von Peacock. Aber für den Rest der Saison ist jetzt wieder Notre Dame Haussender NBC zuständig.

 
(11.09.2021) 

Nach einer kurzen Woche sind die Irish heute bereits wieder im Einsatz. Auf dem Programm steht der zweite Spieltag der regulären Saison. Und zum ersten Heimspiel der Saison vor - nach mehr als einem Jahr - wieder ausverkauftem Haus geben die Toledo Rockets ihre Visitenkarte im Notre Dame Stadium ab.

Dass die Gäste aus Ohio alles andere als ein leichter Gegner sind, haben sie in der Vorwoche bewiesen. Mit 49-10 besiegten sie die Norfolk State Spartans sehr deutlich. Was dieser Kantersieg freilich wert ist, müssen sie heute gegen Notre Dame unter Beweis stellen.

Die Goldhelme kommen bekanntlich mit einem 41-38 Sieg nach Verlängerung gegen Florida State aus Tallahasse zurück. Es war ein Spiel, das sie Mitte des dritten Viertel bereits gewonnen wähnten, als sie mit 38-20 in Führung gingen. Aber die Seminoles schlugen zurück und konnten die Partie noch ausgleichen. Dabei punkteten sie sehr effizient mit starkem Laufspiel, gegen das die Defense von Defensive Coordinator Marcus Freeman kein Rezept fand. Hier ist eine deutliche Steigerung erforderlich, wollen die Irish in diesem Jahr erfolgreich sein.

Aber auch das Laufspiel der Irish ließ zu wünschen übrig. Gut, sie hatten es mit einer sehr starken Defensive Line der Seminoles zu tun. Und dazu kommt, dass die Offensive Line neu formiert werden musste, nachdem vier der Vorjahres-Starter jetzt in der NFL untergekommen sind. Dass das etwas Zeit braucht, sollte jedem einleuchten. Dazu kommt, dass Left Tackle Blake Fisher mit einer Knieverletzung ausscheiden musste. Er wird, wenn alles gut geht, in acht Wochen wieder zur Verfügung stehen. Aber wie dem auch sei, die Offense von Offensive Coordinator Tommy Rees muss einen Weg finden, mit dem Ball erfolgreich zu laufen.

Um 20:30 Uhr unserer Zeit ist Kick Off im Notre Dame Stadium. Übertragen wird die Partie exklusiv vom US-Fernsehsender NBC.

 
(05.09.2021) 

Mit einem am Ende schwer erkämpften 41-38 Sieg bei den Florida State Seminoles konnten die Irish gestern ihre Heimreise antreten. Dabei sah es Mitte des dritten Viertels schon so aus, als wäre die Partie entschieden. Nach drei Touchdowns in dieser Spielphase führten sie scheinbar sicher mit 18 Punkten Vorsprung.

Aber ein starkes Aufbäumen der Gastgeber im Schlussviertel brachte den sicher geglaubten Sieg noch einmal in Gefahr. 40 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit schafften die immer stärker aufspielenden Seminoles mit einem Fieldgoal den Ausgleich.

Es ging also in die Verlängerung vor mehr als 68.000 begeisterten Fans im Stadion.

Aber erst mal der Reihe nach.

Die Irish hatten den Münzwurf für sich entschieden und wollten als erstes Team den Ballbesitz. Und wie schon in einigen Spielen des letzten Jahres legten sie einen Traumstart hin. Die erste Angriffsserie währte gerade mal 5 Spielzüge, in denen der neue Quarterback Jack Coan gleich seine Qualitäten zeigen konnte. Mit seinem vierten Pass fand er einen völlig frei stehenden Tight End Michael Mayer, der den Ball über die noch zu überbrückenden 41 Yards in die Endzone trug.

Die Defense agierte in dieser ersten Spielphase ebenfalls sehr dominant und zwang die Seminoles nach wenigen Spielzügen zum Punten.

Aber die Defense der Gastgeber war jetzt ebenfalls wach und ließ im weiteren Verlauf des ersten Viertels keine weiteren Punkte zu. Auf der anderen Seite schafften die Seminoles Mitte des Durchganges mit einem Big Play (89 Yards Lauf) den zu diesem Zeitpunkt überraschenden Ausgleich.

Beim Spielstand von 7-7 wurden dann erstmals die Seiten gewechselt. Die nächsten Punkte erzielten dann erneut die Gastgeber, die mit ihrem zweiten Touchdown die Führung übernahmen. Aber die Goldhelme hatten passende Antworten parat. So schlossen sie ihre nächste Angriffsserie mit einem Field Goal ab (Jonathan Doerer aus 48 Yards). Und kurz vor der Halbzeitpause schafften sie es dann ebenfalls zum zweiten Mal in die gegnerische Endzone (23 Yards Pass von Jack Coan auf Joe Wilkins, der sich trotz extrem guter Deckung gegen seinen Gegenspieler durchsetzen und den Ball in der Endzone sicher fangen konnte).

Kurze Zeit später war Halbzeit beim Spielstand Florida State 14, Notre Dame 17.

Turbulente zweite Halbzeit

Nach der Pause waren dann die Gastgeber zunächst in Ballbesitz. Und die machten damit das Gleiche, wie die Irish zu Beginn des Spiels: Sie schlossen die Angriffsserie mit einem Touchdown ab, wobei erneut ein Big Play (60 Yards Pass) geschafft wurde.

Die Seminoles waren also wieder in Führung. Aber in der Folgezeit spielten dann nur noch die Irish. Zunächst fand Jack Coan seinen Wide Receiver Kevin Austin mit einem 37 Yards Pass. Kurze Zeit später - nach einer Interception von Kyle Hamilton, war es Kyren Williams, der einen 6 Yards Pass zum Touchdown verwertete. Und als - wieder kurze Zeit später - Chris Tyree mit einem 1 Yard Lauf die Endzone erreichte, gab es im Stadion nicht mehr viele, die den Seminoles noch eine Wende zutrauten. Der Spielstand von 38-20 war zu deutlich.

Aber in der Folgezeit schien es, als schalte die Defense, die bis dahin außerordentlich aggressiv agiert hatte, einen Gang zurück. Damit brachten sie die Gastgeber ungewollt zurück ins Spiel, die vornehmlich mit Laufspiel Erfolg hatten und im Schlussviertel - wie bereits erwähnt - den Rückstand noch aufholen konnten.

Dramatik pur in der Overtime

Es folgte die Verlängerung, in der die Gastgeber zunächst in Ballbesitz waren. Die Irish hatten jetzt in der Defense wieder einen Gang hochgeschaltet und setzten die Seminoles enorm unter Druck. Die schafften zwar mit einem Lauf (von der 25 Yards Linie) gleich mal 5 Yards. Aber dem Raumgewinn folgte im zweiten Versuch nur noch ein weiteres Yard. Im dritten Versuch sollte ein Pass folgen. Aber der Quarterback geriet unter massiven Druck der Irish Defense. Er täuschte einen Pass an, hielt den Ball aber fest und verlor ihn anschließend. Er ließ sich zwar auf das Spielgerät fallen, aber der Raumverlust war beträchtlich, so dass der Kicker nun mehr als 50 Yards überbrücken musste. Aber in dieser Situation traten die Schiedsrichter auf den Plan, die die Partie bis dahin tadellos geleitet hatten.

Wie nach Studium der Spielszene dann letztlich jemand darauf kommen konnte, dass es sich nicht um einen Fumble sondern um einen unvollständigen Pass gehandelt haben könnte, bleibt ihr Geheimnis. Wie dem auch sei, der Unterschied zwischen Fumble und unvollständigem Pass betrug 14 Yards. Ein Field Goal Versuch aus 37 Yards erschien deutlich machbarer. Dennoch - vielleicht so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit - flog der Ball links an den Torstangen vorbei.

Die Irish benötigten jetzt also lediglich ein Fieldgoal, um die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Folglich gingen sie kein unnötiges Risiko ein und versuchten mit drei Laufspielzügen, die Distanz zu den Goal Posts zu verringern. Das gelang zwar nur mäßig gut, aber aus 41 Yards traf Jonathan Doerer dann sicher und beendete das Spiel.

Fazit

Die Irish waren als Favorit in diese Partie gegangen, konnten jedoch froh sein, am Ende die Oberhand behalten zu haben. Wie so häufig bei Saisoneröffnungsspielen funktionierte noch lange nicht alles. Deutlich wurde dies vor allem bei der neu formierten Offensive Line. Das Laufspiel ließ einiges zu wünschen übrig. Am Ende konnten die Goldhelme magere 65 Yards Raumgewinn auf der Habenseite verbuchen. Ganz anders funktionierte das Passspiel. Jack Coan lieferte ein tolles Debüt im Trikot der Fighting Irish. 26 seiner 35 Pässe fanden ein Ziel für 366 Yards Raumgewinn und vier Touchdowns. Statistisch kommt noch eine Interception dazu. Die aber resultierte aus einem Hail Mary Pass bei auslaufender Spielzeit.

Auf der anderen Seite schafften die Goldhelme gleich drei Interceptions. Und an allen war Safety Kyle Hamilton entscheidend beteiligt. Zwei Pässe des gegnerischen Quarterbacks fing er selbst ab. Bei der dritten Interception konnte er den Gegenspieler am Passfang hindern. Der Ball wurde nach oben abgefälscht und von Irish Cornerback Clarence Lewis gefangen. Fünf Mal wurde der gegnerische Quarterback gesackt. Das konnte sich wahrlich sehen lassen beim Debüt des neuen Defensive Coordinator Marcus Freeman. Aber auch hier ist noch Luft nach oben. So brachten es die Seminoles auf eindrucksvolle 264 Yards durch Laufspiel. Aber wie bereits erwähnt, es war Spiel 1 ...

Am kommenden Samstag steht Spiel zwei auf dem Terminplan. Dann empfangen die Irish im heimischen Notre Dame Stadium die Toledo Rockets.

 

Interessantes

2022: 21 Neuzugänge
2023: 4 Neuzugänge
Ergebnis-Datenbank

Übersicht Spiele

NOTRE DAME 2021
(3 - 0)
Florida State
S
41
-
38
Toledo
S
32
-
29
Purdue
S
27
-
13
Wisconsin
ntrl
25.09.2021
Cincinnati
heim
02.10.2021
Virginia Tech
ausw
09.10.2021
USC
heim
23.10.2021
North Carolina
heim
30.10.2021
Navy
heim
06.11.2021
Virginia
ausw
13.11.2021
Georgia Tech
heim
20.11.2021
Stanford
ausw
27.11.2021

NOTRE DAME 2020
(10 - 2)
Duke
S
27
-
13
South Florida
S
52
-
0
Florida State
S
42
-
26
Louisville
S
12
-
7
Pittsburgh
S
45
-
3
Georgia Tech
S
31
-
13
Clemson
S
47
-
40
Boston College
S
45
-
31
North Carolina
S
31
-
17
Syracuse
S
45
-
21
Clemson
N
10
-
34
Alabama
N
14
-
31

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