Nächstes Spiel am 16.11.2019 im Notre Dame Stadium gegen NAVY

Beiträge 2007

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Hier findest Du Beiträge und Statistiken über die Fighting Irish aus dem Jahr 2007. Um Beiträge aus dem aktuellen Jahr zu sehen, genügt ein Klick auf 2019. Interessieren Dich Themen oder Statistiken aus dem Vorjahr, klicke in der Top-Navigation einfach auf 2018. Beiträge und Statistiken aus anderen Jahren - zurückgehend bis 1998 - findest Du unter Vorjahre.

(31.12.2007) 
Nach zwei erfolgreichen Spielzeiten in 2005 und 2006 kam es für die Irish in diesem Jahr knüppeldick. Lediglich drei Siege aus zwölf Spielen lautet die sportliche Bilanz.

Dabei hatten Kenner der Szene den Saisonverlauf in etwa so vorausgesagt. Zu groß war der Aderlass in der Offense, in der gleich neun Starterpositionen neu besetzt werden mussten. Besonders deutlich wurde dies bei der Offensive Line, die sich im kommenden Jahr erheblich steigern muss. Aber auch auf den Skill-Positions fand eine große Wachablösung statt. Ein neuer Quarterback, ein neues Offensive Backfield - und auch bei den Passempfängern sah man viele neue Gesichter.

Talent ist ohne Frage vorhanden. Die Irish werden in der nächsten Saison wohl wieder an das Saisonergebnis von 2006 anknüpfen können. Und so blicken die Fans der Goldhelme mit großen Erwartungen auf den 6. September 2008, wenn die neue Saison mit einem Heimspiel gegen San Diego State beginnt.

Anlass zu Optimismus liefert nicht zuletzt die gute Arbeit im Recruiting. So ist derzeit die Recruitingklasse 2008 der Irish das Maß aller Dinge.

Aber zunächst wird erst einmal das alte Jahr verabschiedet und in das Neue hineingefeiert. Ich wünsche allen Besuchern von Pauls Neuigkeiten ein frohes, erfolgreiches und vor allem gesundes neues Jahr und hoffe, dass wir alle in der Saison 2008 wieder mehr Grund zum Jubeln haben werden.

 
(28.12.2007) 
Nate Montana spielt Quarterback an der De La Salle Highschool im sonnigen Kalifornien. Aber das ist nicht das Einzige, was er mit seinem berühmten Vater gemeinsam hat. Denn genau wie Vater Joe Montana wird er seine College Football Karriere in Notre Dame absolvieren.

Heute wurde bekannt, dass Nate Montana im kommenden Herbst sein Studium an der Universität von Notre Dame beginnen wird. Allerdings erhält der Sprössling des legendären Spielmachers der Irish kein Sport Stipendium. Als sogenannter Walk On muss er, bzw. sein Vater, für die Kosten des Studiums selbst aufkommen. Nichts desto trotz hofft Nate auf eine erfolgreiche Football-Karriere unter dem Golden Dome ...

 
(14.12.2007) 
Längere Zeit war es ruhig an der Recruiting Front der Irish. Aber heute gibts neues zu berichten: Trevor Robinson ist der 22. Neuzugang für die nächste Saison.

Der talentierte Offensive Guard, einer der Besten in seinem Jahrgang, zählte im vergangenen Jahr zu den ersten, denen ein Sport-Stipendium an der Universität von Notre Dame angeboten wurde. Aber der in Omaha, Nebraska, lebende Robinson hatte andere Pläne. Schon frühzeitig gab er den Nebraska Cornhuskers seine mündliche Zusage.

Damit war für die Irish der Fall erledigt. Als aber der Head Coach der Cornhuskers unmittelbar nach dem Ende der Saison entlassen wurde, überdachte Robinson seine Entscheidung noch einmal. Plötzlich waren die Irish - und auch Michigan - wieder im Gespräch.

Seitdem war Trevor Robinson einige Male in Notre Dame, zuletzt zum jährlichen Football Bankett Anfang Dezember. Und gestern weilte Irish Head Coach Charlie Weis in Omaha, um ein weiteres Gespräch mit dem gefragten Nachwuchs-Footballer zu suchen.

Inzwischen hatte sich herauskristallisiert, dass Michigan aus dem Rennen war. Die Entscheidung würde also zwischen Nebraska und Notre Dame fallen.

Heute ist die Entscheidung gefallen - für Notre Dame.

 
(28.11.2007) 
Mit einem harterkämpften 21-14 Sieg gegen Stanford beendeten die Irish am vergangenen Samstag ihre Football Saison 2007. Es war ein hartes Stück Arbeit für die Irish, denn sie hatten es nicht nur mit dem Stanford Cardinal zu tun. Auch die Schiedsrichter trugen durch einige offensichtliche Fehlentscheidungen - seltsamerweise stets gegen die Irish - dazu bei, dass die Partie spannend blieb. Allerdings hatten auch die Irish ihren Anteil daran, dass das Spiel nicht bei Halbzeit zumindest vorentschieden war ...

Beinahe Auftakt nach Maß in Palo Alto

Der Beginn des Spiels war ganz nach dem Geschmack von Head Coach Charlie Weis. Als erstes Team in Ballbesitz gekommen, marschierte die Mannschaft über das ganze Feld bis kurz vor die Endzone des Gegners. Das Big Play dieser Angriffsserie war dabei ein 45 Yard Lauf von Runningback Robert Hughes, der erneut einer der Aktivposten im Team war.

Dummerweise verlor der junge Nachwuchs Runningback den Ball bei einem Laufversuch auf Höhe der gegnerischen 4 Yard Linie. Statt der sichergeglaubten Punkte mussten die Irish den Ball an die Gastgeber abgeben.

Diese erste Angriffsserie währte jedoch nicht lange. Nach nur drei Spielzügen musste Stanford punten. Damit waren die Irish erneut in Ballbesitz. Aber auch der dauerte nicht lange. Den Gastgebern gelang es, Jimmy Clausen bei einem vorgesehenen Passspielzug den Ball aus der Hand zu schlagen und zu sichern. Damit war Stanford schnell wieder mit ihrer Offense auf dem Platz.

Diesmal kamen sie bis an die 31 Yard Linie der Irish, mussten von dort jedoch mit einem Fieldgoal Versuch vorlieb nehmen. Der Kick wurde von Trevor Laws geblockt und ging daneben. Damit blieb es beim 0-0, und die Irish waren wieder in Ballbesitz, mussten jedoch auch schnell wieder punten.

Der Auftakt der Partie war also turbulent. Und so ging es weiter. Die Gastgeber leisteten sich nämlich bei ihrem nächsten Ballbesitz eine Interception. Tom Zbikowski fing einen zu hoch geworfenen und vom Gegner nach oben abgefälschten Ball ab und trug ihn bis zur 14 Yard Linie Stanfords. Von dort benötigten die Irish zwei Spielzüge, um zum ersten Mal in die gegnerische Endzone zu gelangen. Zunächst fand Jimmy Clausen seinen Receiver Duval Kamara, der schon auf dem Weg in die Endzone war, dabei jedoch wegrutschte und an der 2 Yard Linie zu Fall kam. Überhaupt hatten alle Akteure während der 60 Minuten ständig Probleme mit dem rutschigen Untergrund.

Wie dem auch sei, beim nächsten Versuch war es Jimmy Clausen, der mit einem schnell ausgeführten Quarterback Sneak den Gegner überraschte und die noch fehlenden 2 Yards bis in die Endzone überbrückte.

Die Irish waren also in Führung gegangen. Allerdings wachte in der Folgezeit auch die Offense der Gastgeber auf und marschierte in ihrem nächsten Ballbesitz über das gesamte Feld bis in die Irish Endzone zum Ausgleich.

Kurze Zeit später war das erste Viertel beendet. Das Spiel stand unentschieden 7-7.

Die nächsten Punkte gingen auf das Konto der Gastgeber. Nach einem geblockten Punt der Irish kamen sie in sehr guter Feldposition - auf Höhe der Mittellinie - in Ballbesitz und benötigten gut drei Minuten, um die Endzone zu erreichen. Damit ging Stanford erstmals in diesem Spiel in Führung.

Aber die Irish konnten schnell zurückschlagen. Nur zwei Minuten später und knapp eine Minute vor dem Ende der ersten Halbzeit stürmte Travis Thomas mit einem kurzen 1 Yard Lauf in die Endzone.

Allerdings gings bei dieser Angriffsserie nicht ohne Nervenkitzel. So standen die Irish mit einem dritten Versuch und 20 an der eigenen 41 Yard Linie. Mit einem Screenpass fand Clausen in dieser Situation Junior Jabbie, der mit diesem Spielzug 44 Yards Raumgewinn schaffte.

Zu spielen waren nach dem Ausgleich der Irish noch 48 Sekunden. Wer aber geglaubt hatte, dass die Halbzeit damit gelaufen sei, der wurde schnell eines besseren belehrt. Stanford stand vier Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit an der gegnerischen 40 Yard Linie und versuchte von dort einen Hail Mary Pass in die Endzone. David Bruton stand jedoch goldrichtig (unmittelbar vor der eigenen Endzone) und fing den Ball ab. Bevor er jedoch zu Fall gebracht wurde, gab er den Ball weiter an Tom Zbikowski, der sich auf den Weg in Richtung gegnerische Endzone machte. Noch einige Male wechselte der Ball - mittels Lateral Pass (Seitwärts- oder Rückwärts-Pass) den Ballträger, ehe er wieder in die Hände von Tom Zbikowski gelangte. Und der trug das Ei bis in die Endzone - zur Halbzeitführung für Notre Dame.

Halbzeitführung?

In dieser Situation traten die Offiziellen - hier die Schiedsrichter - erstmals auf den Plan. Sie warfen eine gelbe Flagge und meinten, Trevor Laws hätte ein Personal Foul begangen. Dummerweise zeigte die Wiederholung der Situation kein Foul ...

Es blieb also beim Spielstand von 14-14.

Halbzeit zwei begann mit Ballbesitz Stanford. Allerdings konnten sie nichts zählbares damit anfangen und mussten punten. Aber die Irish machten es nicht besser. So tauschten beide Mannschaften einige Punts aus, bevor die Partie ihren unrühmlichen Höhepunkt erreichte.

Was war geschehen? Die Irish hatten einen ersten Versuch an der gegnerischen 30 Yard Linie. Mit einem Pass fand Jimmy Clausen seinen in die Endzone hechtenden Receiver David Grimes, der den Ball fing, eine Hand darunter brachte, so dass er nicht den Boden berührte. Schließlich brachte er das Spielgerät unter Kontrolle. Das war ein klarer Touchdown. Auf diese Aussage legten sich auch die Kommentatoren des übertragenden US Fernsehsenders ABC fest. Und die zahlreich gezeigten Wiederholungen ließen auch keine andere Entscheidung zu.

Dazu kam, dass ein Schiedsrichter die Spielszene unmittelbar vor sich hatte. Und der entschied sofort auf Touchdown.

Aber wenn PAC 10 Officials ihre Hände im Spiel haben, muss man ständig mit Überraschungen rechnen. Nun, die Schiedsrichter kamen aus der Big East Conference. Sie hatten die Situation richtig gesehen und korrekt entschieden. Aber seit ein paar Jahren gibt es die Video Richter. Das sind Officials, die hoch oben in einer Pressebox sitzen und das Spiel von dort aus via Fernsehbilder kontrollieren. Und die waren halt aus der PAC 10 Conference ...

Das Ende vom Lied: Die PAC 10 Parteiischen entschieden auf unvollständigen Pass.

Damit blieb es beim Spielstand von 14-14. Die Irish versuchten im weiteren Verlauf dieser Angriffsserie ein 44 Yards Fieldgoal, das rechts vorbei ging.

So war der Spielstand unverändert, als zum letzten Mal die Seiten gewechselt wurden.

Das Spiel wogte jetzt hin und her und wurde von beiden Mannschaften sehr intensiv geführt. Zahlreiche Personal Fouls belegen dies.

Entscheidung im Schlussviertel

Die Irish kamen gut sechs Minuten auf Höhe der eigenen 32 Yard Linie in Ballbesitz. Und einmal mehr war ein an diesem Tag überragender Robert Hughes Ausgangspunkt einer erfolgversprechenden Angriffsserie. Mit einem kraftvollen 44 Yard Lauf brachte er seine Mannschaft bis an die 8 Yard Linie der Gastgeber. Von dort benötigten die Goldhelme noch weitere vier Spielzüge, bis sie zum dritten Mal die Endzone der Gastgeber erreicht hatten. Robert Hughes war es, der sein Klassespiel mit einem 6 Yard Touchdown Lauf krönte.

Diesmal blieben sogar die PAC 10 Officials ruhig. Der Touchdown zählte und brachte Notre Dame mit 21-14 in Führung.

Zu spielen waren da noch etwas mehr als vier Minuten, und die Partie war alles andere als entschieden. Stanford returnierte den folgenden Kickoff bis beinahe an die Mittellinie. Damit hatten die Hausherren hervorragende Feldposition und eine gute Chance, das Spiel noch einmal auszugleichen.

Und der Cardinal marschierte unaufhaltsam - und kam bis an die 10 Yard Linie der Irish. Mit zwei Laufspielzügen schafften sie jedoch lediglich 4 Yards Raumgewinn. Zu spielen waren da nur noch 36 Sekunden. Den Irish war klar, dass nun nur noch Pässe folgten. Und sie richteten sich darauf ein. Der erste Pass wurde von der Irish Defense abgewehrt. Der Zweite (bei einem vierten Versuch) verfehlte sein Ziel. Zu spielen waren zu diesem Zeitpunkt noch 22 Sekunden. Die Irish kamen On Downs in Ballbesitz. Sie hatten das Spiel gewonnen.

Abschließendes

Die Irish beendeten damit eine wahre Horror-Saison mit zwei Siegen in den beiden letzten Spielen. Und dieses Kunststück (zwei Siege zum Saisonabschluss) schafften sie zuletzt im Jahre 1992.

Ihr letztes Spiel für die Irish machten Trevor Laws, Tom Zbikowski, Joe Brockington und John Carlson - neben anderen. Besonders die beiden erstgenannten werden große Lücken in der Defense hinterlassen. Die Irish besitzen jedoch genügend talentierte Nachwuchsspieler, um sie zu schließen.

Und war die Saison auch zum Vergessen, so verheißen doch die Leistungen zahlreicher Jungspunde viel positives für die nächste Saison. In der Offense vertrat Daniel Wenger den verletzten John Sullivan als Center. Und die Offensive Line hat sich gerade in den letzten Spielen enorm gesteigert.

Hinter der immer besser zusammenwachsenden Line zeigte Jimmy Clausen in den letzten Spielen, dass er der Quarterback der Zukunft ist. Sieben Touchdownpässe und eine Interception, so lautete die Bilanz seiner drei letzten Spiele.

Im Offensive Backfield hat sich vor allem Robert Hughes in die Herzen der Irish Fans gespielt. Zwei 100 Yard Spiele zum Abschluss der Saison - gegen Stanford schaffte er mit 18 Läufen 136 Yards Raumgewinn - zeigen, dass hier ein neuer Leistugsträger heranwächst. Aber man sollte James Aldridge und Armando Allen nicht vergessen, die ebenfalls eine vielversprechende Entwicklung genommen haben. Und mit Duval Kamara, Golden Tate und Robby Parris stehen drei überaus talentierte Passempfänger in den Startlöchern.

In der Defense werden wir noch eine Menge hören von den beiden Outside Linebackern Brian Smith und Kerry Neal. Nose Tackle Ian Williams sprang in dieser Saison schon mal ein, als Starter Patrick Kuntz verletzungsbedingt ausfiel. Und im Backfield haben die beiden Cornerbacks Darrin Walls und Raeshon McNeal eine große Zukunft vor sich.

Aber das Beste ist, dass diese kommenden Leistungsträger in dieser Saison bereits viel Spielerfahrung sammeln konnten. Und die wird ihnen in den kommenden Jahren sicher nützen ...

 
(22.11.2007) 
Grau und nasskalt war es am vergangenen Samstag, als die Irish zu ihrem letzten Heimspiel der Saison antraten. Das Herbstwetter konnte jedoch nicht verhindern, dass das Notre Dame Stadium einmal mehr ausverkauft war. Und trotz des Dauerregens sah man am Ende des Spiels meist lachende Gesichter im weiten Rund. Der Grund: Die Irish besiegten die Duke Blue Devils mit 28-7.

Im letzten Heimspiel schafften die Goldhelme also doch noch einen Heimsieg in der Horror-Saison 2007, die am kommenden Samstag mit dem Spiel bei Stanford zu Ende geht.

Überbewerten sollte man den Erfolg freilich nicht. Statistisch gesehen standen sich nämlich die beiden schlechtesten Mannschaften der ersten Division (Division 1A) gegenüber. Und die Partie begann auch wie so viele in dieser Saison: Die Irish, als erstes Team in Ballbesitz, taten sich schwer, Raumgewinn zu erzielen. Das bei den Gegnern mittlerweile bekannte Rezept lautete Blitzen, was das Zeug hält. Und so setzten die Blue Devils den Spielmacher der Irish, Jimmy Clausen zu Beginn des Spiels ein ums andere mal so unter Druck, dass der keine Zeit fand, seine Pässe zu werfen.

So endete die erste Angriffsserie nach verheißungsvollem Start an der 13 Yard Linie der Gäste. Ein 31 Yard Fieldgoal sollte die Irish auf die Anzeigetafel bringen. Aber es war zu Beginn halt eines der typischen Spiele der Irish in 2007. Der Kick ging daneben.

Damit kamen die Blue Devils erstmals in Ballbesitz. Aber auch die rissen keine Bäume aus und mussten nach einem erfolgreichen First Down punten.

Da war der zweite Ballbesitz der Gäste schon spektakulärer. Bei einem dritten Versuch und 1 wollte der Spielmacher der Gäste mit einem Quarterback Keeper das neue First Down erzielen. Dabei verlor er den Ball, der von den Irish gesichert wurde. Turnover?

Nicht so schnell. Immerhin gibt es ja noch Instant Replay. Und die Video-Richter erkannten, dass der Spieler den Ball erst verloren hat, nachdem er mit dem Knie am Boden war. Die Szene wurde etliche Male vom US-Fernsehen wiederholt. Und die bot beim besten Willen keine Möglichkeit, die Entscheidung der Schiedsrichter zu korrigieren. Warum es diese Leute dann doch taten, wird ihr Geheimnis bleiben. Die Schiedsrichter revidierten jedenfalls ihre Entscheidung und schenkten Duke ein First Down.

Allerdings konnten die Gäste mit dem weiteren Ballbesitz nichts anfangen. Zwar kamen sie bis an die 24 Yard Linie der Irish. Aber dann ging es nicht mehr weiter. Eigentlich hätte es für sie sogar noch 10 Yards zurückgehen müssen. Bei einem Passspielzug leistete sich nämlich einer der Passempfänger ein Offensive Pass Interference, die alle im Stadion sahen - nur nicht die schwachen Schiedsrichter.

Aber auch diese Fehlentscheidung kostete die Irish keine Punkte. Die Gäste traten an zum Fieldgoalversuch. Und der ging ebenso daneben wie kurz zuvor auf der anderen Seite.

Das waren dann aber auch schon die Höhepunkte des ersten Viertels. Kurze Zeit später wurden zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Im zweiten Viertel zunächst das gleiche Bild. Beide Angriffsreihen konnten sich gegen die Defense des Gegners nicht durchsetzen. Und so wechselte der Ballbesitz einige Male.

Allerdings operierten die Irish nun zunehmend mit Laufspiel und nahmen so den Druck von ihrem Quarterback. Andererseits gelang es Jimmy Clausen, der sein bestes Spiel im Irish Trikot machte, immer wieder, dem Druck der gegnerischen Defense auszuweichen und selbst mit dem Ball zu gehen.

Dramatisch wurde es dann aber gegen Ende des zweiten Durchgangs. Zunächst forcierte die Defense der Irish einen Fumble auf Höhe der eigenen 42 Yard Linie. Und dann führte Jimmy Clausen seine Offense in sechs Spielzügen zum ersten Touchdown der Partie. Am Ende war es ein perfekt plazierter Pass, der von einem hechtenden David Grimes in der Endzone gefangen wurde. Dabei war der Irish Receiver von zwei Rückraumverteidigern hautnah gedeckt.

Nach diesem 25 Yard Touchdown-Pass waren die Irish also (nach erfolgreichem Extrapunkt) mit 7-0 in Führung gegangen.

Damit aber noch nicht genug. Die Blue Devils verloren kurze Zeit später erneut den Ball. Diesmal war es Kyle McCarthy, der den Fumble forcierte. Ambrose Wooden, der wie etliche andere Goldhelme sein letztes Spiel im Notre Dame Stadium absolvierte, sicherte den freien Ball und brachte damit seine Offense zurück aufs Feld. Der Ball lag an der 25 Yard Linie der Gäste. Diesmal brauchten die Irish zwei Spielzüge, um erneut in die Endzone der Blue Devils zu gelangen. Mit seinem zweiten Pass fand Jimmy Clausen seinen Receiver Duval Kamara, der das Ei aus der Luft pflückte und seine Mannschaft so mit zwei Touchdowns in Führung brachte.

Innerhalb von 73 Sekunden punkteten die Irish zweimal und führten so zur Pause mit 14-0.

In der zweiten Halbzeit waren die Gäste zunächst in Ballbesitz. Aber die Defense der Irish war weiterhin in der Lage, den Gegner zu kontrollieren. Und so endete diese Angriffsserie auf Höhe der 43 Yard Linie der Irish.

In der Folgezeit zeigten die Bemühungen der Irish, ihr Laufspiel zu etablieren, zunehmend Erfolge. Vor allem Robert Hughes und Armando Allen konnten sich dabei immer wieder in Szene setzen.

Gegen Mitte des dritten Viertels kontrollierten die Irish Spiel und Gegner. Knapp sechseinhalb Minuten vor Ende des Durchgangs starteten sie auf Höhe der eigenen 31 Yard Linie ihre zweite Angriffsserie der zweiten Halbzeit. In 14 Spielzügen marschierten sie über das gesamte Feld. Dabei warf Jimmy Clausen lediglich drei Pässe. Und am Ende war es der an diesem Tage beste Runningback der Irish, Robert Hughes, der mit einem entschlossenen 13 Yard Lauf den dritten Touchdown für sein Team erzielte.

Kurze Zeit später war das dritte Viertel zu Ende. Der Spielstand lautete: Duke 0, Notre Dame 21.

Im Schlussviertel gab es dann nur noch eine erfolgreiche Angriffsserie der Goldhelme. Highlight war ein 33 Yard Lauf von Robert Hughes, der es am Ende auf insgesamt 110 Yards brachte. Den Touchdown erzielte dann einer der Leistungsträger der letzten Jahre in seinem letzten Heimspiel: John Carlson fing einen Pass seines Quarterbacks in der Endzone zum Zwischenstand von 28-0.

In der Folgezeit begannen die Irish damit, ihren Ersatzspielern noch etwas Spielpraxis zu geben. Dabei kamen jedoch in erster Linie die Spieler zum Einsatz, die ihre Karriere im Irish Trikot nach dieser Saison beenden.

Erwähnenswert ist hier der - nicht ganz ernsthafte - Versuch, Tom Zbikowski als Quarterback einzusetzen. Der hatte in seiner Highschool ja auf dieser Position gespielt und verfügte über einige Erfahrung.

Seine Angriffsbemühungen waren leider nicht von Erfolg gekrönt. Dagegen konnten die Blue Devils noch ein Erfolgserlebnis verbuchen. Kurz vor Schluss gelang ihnen nämlich noch der Ehren-Touchdown.

Ausblick ...

Die Irish starteten gegen Duke - gezwungenermaßen - mit der Offensive Line der Zukunft. Center John Sullivan war verletzt und konnte deshalb sein letztes Spiel im Notre Dame Stadium nur von der Seitenlinie aus verfolgen. An seiner Stelle spielte Dan Wenger. Und er machte seine Sache richtig gut. Überhaupt steigerte sich die Offensive Line im Verlaufe des Spiels. Sie scheint langsam zu einer Einheit zusammenzuwachsen. Das lässt für die nächste Saison hoffen.

Einen großen Schritt nach vorne machte in den beiden letzten Spielen Quarterback Jimmy Clausen. Und das nicht nur wegen seiner sechs Touchdownpässe und null Interceptions. Er wirkte zusehends sicherer und traf meist die richtige Entscheidung.

Die Defense muss den Verlust ihres MVP verkraften: Defensive End Trevor Laws gehörte zu den Spielern, die zum letzten Mal im Notre Dame Stadium aufliefen. Seine bislang 104 Tackles sind für einen Spieler auf seiner Position absolut ungewöhnlich. Er wird ganz sicher im nächsten Jahr in der NFL auf Quarterback-Jagd gehen. Den Irish wird er jedoch ebenso sicher fehlen, ebenso wie Tom Zbikowski und John Carlson.

 

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