Nächstes Spiel am 23.10.2021 im Notre Dame Stadium gegen USC

Spiele 2021

NOTRE DAME
7
10
21
0
3
41
FLORIDA STATE
7
7
6
18
0
38

Irish starten mit Sieg gegen Florida State

Mit einem am Ende schwer erkämpften 41-38 Sieg bei den Florida State Seminoles konnten die Irish gestern ihre Heimreise antreten. Dabei sah es Mitte des dritten Viertels schon so aus, als wäre die Partie entschieden. Nach drei Touchdowns in dieser Spielphase führten sie scheinbar sicher mit 18 Punkten Vorsprung.

Aber ein starkes Aufbäumen der Gastgeber im Schlussviertel brachte den sicher geglaubten Sieg noch einmal in Gefahr. 40 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit schafften die immer stärker aufspielenden Seminoles mit einem Fieldgoal den Ausgleich.

Es ging also in die Verlängerung vor mehr als 68.000 begeisterten Fans im Stadion.

Aber erst mal der Reihe nach.

Die Irish hatten den Münzwurf für sich entschieden und wollten als erstes Team den Ballbesitz. Und wie schon in einigen Spielen des letzten Jahres legten sie einen Traumstart hin. Die erste Angriffsserie währte gerade mal 5 Spielzüge, in denen der neue Quarterback Jack Coan gleich seine Qualitäten zeigen konnte. Mit seinem vierten Pass fand er einen völlig frei stehenden Tight End Michael Mayer, der den Ball über die noch zu überbrückenden 41 Yards in die Endzone trug.

Die Defense agierte in dieser ersten Spielphase ebenfalls sehr dominant und zwang die Seminoles nach wenigen Spielzügen zum Punten.

Aber die Defense der Gastgeber war jetzt ebenfalls wach und ließ im weiteren Verlauf des ersten Viertels keine weiteren Punkte zu. Auf der anderen Seite schafften die Seminoles Mitte des Durchganges mit einem Big Play (89 Yards Lauf) den zu diesem Zeitpunkt überraschenden Ausgleich.

Beim Spielstand von 7-7 wurden dann erstmals die Seiten gewechselt. Die nächsten Punkte erzielten dann erneut die Gastgeber, die mit ihrem zweiten Touchdown die Führung übernahmen. Aber die Goldhelme hatten passende Antworten parat. So schlossen sie ihre nächste Angriffsserie mit einem Field Goal ab (Jonathan Doerer aus 48 Yards). Und kurz vor der Halbzeitpause schafften sie es dann ebenfalls zum zweiten Mal in die gegnerische Endzone (23 Yards Pass von Jack Coan auf Joe Wilkins, der sich trotz extrem guter Deckung gegen seinen Gegenspieler durchsetzen und den Ball in der Endzone sicher fangen konnte).

Kurze Zeit später war Halbzeit beim Spielstand Florida State 14, Notre Dame 17.

Turbulente zweite Halbzeit

Nach der Pause waren dann die Gastgeber zunächst in Ballbesitz. Und die machten damit das Gleiche, wie die Irish zu Beginn des Spiels: Sie schlossen die Angriffsserie mit einem Touchdown ab, wobei erneut ein Big Play (60 Yards Pass) geschafft wurde.

Die Seminoles waren also wieder in Führung. Aber in der Folgezeit spielten dann nur noch die Irish. Zunächst fand Jack Coan seinen Wide Receiver Kevin Austin mit einem 37 Yards Pass. Kurze Zeit später - nach einer Interception von Kyle Hamilton, war es Kyren Williams, der einen 6 Yards Pass zum Touchdown verwertete. Und als - wieder kurze Zeit später - Chris Tyree mit einem 1 Yard Lauf die Endzone erreichte, gab es im Stadion nicht mehr viele, die den Seminoles noch eine Wende zutrauten. Der Spielstand von 38-20 war zu deutlich.

Aber in der Folgezeit schien es, als schalte die Defense, die bis dahin außerordentlich aggressiv agiert hatte, einen Gang zurück. Damit brachten sie die Gastgeber ungewollt zurück ins Spiel, die vornehmlich mit Laufspiel Erfolg hatten und im Schlussviertel - wie bereits erwähnt - den Rückstand noch aufholen konnten.

Dramatik pur in der Overtime

Es folgte die Verlängerung, in der die Gastgeber zunächst in Ballbesitz waren. Die Irish hatten jetzt in der Defense wieder einen Gang hochgeschaltet und setzten die Seminoles enorm unter Druck. Die schafften zwar mit einem Lauf (von der 25 Yards Linie) gleich mal 5 Yards. Aber dem Raumgewinn folgte im zweiten Versuch nur noch ein weiteres Yard. Im dritten Versuch sollte ein Pass folgen. Aber der Quarterback geriet unter massiven Druck der Irish Defense. Er täuschte einen Pass an, hielt den Ball aber fest und verlor ihn anschließend. Er ließ sich zwar auf das Spielgerät fallen, aber der Raumverlust war beträchtlich, so dass der Kicker nun mehr als 50 Yards überbrücken musste. Aber in dieser Situation traten die Schiedsrichter auf den Plan, die die Partie bis dahin tadellos geleitet hatten.

Wie nach Studium der Spielszene dann letztlich jemand darauf kommen konnte, dass es sich nicht um einen Fumble sondern um einen unvollständigen Pass gehandelt haben könnte, bleibt ihr Geheimnis. Wie dem auch sei, der Unterschied zwischen Fumble und unvollständigem Pass betrug 14 Yards. Ein Field Goal Versuch aus 37 Yards erschien deutlich machbarer. Dennoch - vielleicht so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit - flog der Ball links an den Torstangen vorbei.

Die Irish benötigten jetzt also lediglich ein Fieldgoal, um die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Folglich gingen sie kein unnötiges Risiko ein und versuchten mit drei Laufspielzügen, die Distanz zu den Goal Posts zu verringern. Das gelang zwar nur mäßig gut, aber aus 41 Yards traf Jonathan Doerer dann sicher und beendete das Spiel.

Fazit

Die Irish waren als Favorit in diese Partie gegangen, konnten jedoch froh sein, am Ende die Oberhand behalten zu haben. Wie so häufig bei Saisoneröffnungsspielen funktionierte noch lange nicht alles. Deutlich wurde dies vor allem bei der neu formierten Offensive Line. Das Laufspiel ließ einiges zu wünschen übrig. Am Ende konnten die Goldhelme magere 65 Yards Raumgewinn auf der Habenseite verbuchen. Ganz anders funktionierte das Passspiel. Jack Coan lieferte ein tolles Debüt im Trikot der Fighting Irish. 26 seiner 35 Pässe fanden ein Ziel für 366 Yards Raumgewinn und vier Touchdowns. Statistisch kommt noch eine Interception dazu. Die aber resultierte aus einem Hail Mary Pass bei auslaufender Spielzeit.

Auf der anderen Seite schafften die Goldhelme gleich drei Interceptions. Und an allen war Safety Kyle Hamilton entscheidend beteiligt. Zwei Pässe des gegnerischen Quarterbacks fing er selbst ab. Bei der dritten Interception konnte er den Gegenspieler am Passfang hindern. Der Ball wurde nach oben abgefälscht und von Irish Cornerback Clarence Lewis gefangen. Fünf Mal wurde der gegnerische Quarterback gesackt. Das konnte sich wahrlich sehen lassen beim Debüt des neuen Defensive Coordinator Marcus Freeman. Aber auch hier ist noch Luft nach oben. So brachten es die Seminoles auf eindrucksvolle 264 Yards durch Laufspiel. Aber wie bereits erwähnt, es war Spiel 1 ...

Am kommenden Samstag steht Spiel zwei auf dem Terminplan. Dann empfangen die Irish im heimischen Notre Dame Stadium die Toledo Rockets.

Spielstatistik

 Florida StateNotre Dame
First Downs1917
- durch Lauf111
- durch Pass814
- durch Penalty02
Anzahl Laufspielzüge4835
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge30591
Raumverlust durch Laufspielzüge4126
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge26465
Yards Raumgewinn pro Lauf5,51,9
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge178366
Anzahl Pass-Spielzüge2635
Vollständige Pässe1426
Komplettierungsrate53,8%74,3%
Interceptions31
Yards Raumgewinn pro Passversuch6,810,5
Anzahl Spielzüge7470
Raumgewinn gesamt442431
Yards Raumgewinn pro Spielzug6,06,2
Fumbles1, verloren: 02, verloren: 0
Strafen (Yards)9 (54 yards)5 (38 yards)
Ballbesitz29:2530:35

Individual-Statistik

Nr.NameTACKLETFL/Yds, Sack/YdsInt/YdsPBU
BLK
QBHFF
FR
27J.D. Bertrand11
(6 + 5)
 
 
  
 
  
 
7Isaiah Foskey8
(5 + 3)
2,0 / 18
2,0 / 18
  
 
  
 
3Houston Griffith8
(4 + 4)
 
 
  
 
1 
 
40Drew White7
(3 + 4)
 
 
  
 
  
 
14Kyle Hamilton6
(2 + 4)
 
 
2 
 
  
 
5Cam Hart5
(2 + 3)
1,0 / 5
 
  
 
  
 
57Jayson Ademilola5
(2 + 3)
0,5 / 4
0,5 / 4
  
 
  
 
9Justin Ademilola5
(0 + 5)
0,5 / 4
0,5 / 4
  
 
  
 
28Tariq Bracy3
(2 + 1)
 
 
  
 
  
 
10Isaiah Pryor3
(1 + 2)
1,0 / 2
 
  
 
2 
 
24Jack Kiser3
(0 + 3)
 
 
  
 
  
 
46Adam Shibley2
(1 + 1)
 
 
  
 
  
 
52Bo Bauer1
(1 + 0)
 
 
  
 
1 
 
99Rylie Mills1
(1 + 0)
1,0 / 5
1,0 / 5
  
 
  
 
56Howard Cross1
(1 + 0)
 
 
  
 
1 
 
54Jacob Lacey1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
6Clarence Lewis1
(1 + 0)
 
 
1 / 4 
 
  
 
41Kurt Hinish1
(1 + 0)
1,0 / 3
1,0 / 3
  
 
  
 
2DJ Brown1
(1 + 0)
1,0 / 2
 
  
 
  
 
0Braden Lenzy1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
95Myron Tagovailoa-Amosa1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
31NaNa Osafo-Mensah1
(0 + 1)
 
 
  
 
1 
 
Nr.NameLäufeYards BruttoYards MinusYards NettoAVGLongTD
23Kyren Williams18464422,37 
25Chris Tyree731 314,4121
17Jack Coan91417-3-0,36 
Nr.NameCatchesYardsAVGTDLong
87Michael Mayer912013,3141
23Kyren Williams68313,8155
4Kevin Austin49122,8137
25Chris Tyree4102,5 9
0Braden Lenzy23919,5 24
5Joe Wilkins12323,0123
Nr.NameATTCOMPRATEINTYARDSTDLONGSACK
17Jack Coan352674,313664554
Nr.NameAnzahlYARDSLONGIN 20TB
19Jay Bramblett6236503 
Keine Daten gefunden
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
23Kyren Williams144 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
6Clarence Lewis144 
14Kyle Hamilton2   
Nr.NameTDPATCONVFGSAFPunkte
39Jonathan Doerer 5 2 11
87Michael Mayer1    6
5Joe Wilkins1    6
4Kevin Austin1    6
23Kyren Williams1    6
25Chris Tyree1    6
NOTRE DAME
7
7
0
18
32
TOLEDO
6
10
0
13
29

Erneut Sieg in letzter Sekunde

Wenn etwas auf die bisherigen Spiele der Goldhelme in der aktuellen Saison zutrifft, dann dies: Langweilig wird es nie. Erst in buchstäblich letzter Sekunde konnte Notre Dame das Spiel gegen die Toledo Rockets für sich entscheiden. Am Ende stand ein hauchdünner 32-29 Sieg gegen sehr starke Gäste.

Dabei war der Auftakt der Partie vor gut 62.000 Zuschauern im nicht ausverkauften Notre Dame Stadium beinahe wie gewohnt: Die Irish waren als erstes Team in Ballbesitz und marschierten unaufhaltsam zum ersten Touchdown (4 Yards Pass von Jack Coan auf Tight End Michael Mayer nach gut zwei Minuten).

Aber dann kam, wie in Spiel eins gegen Florida State, schnell Sand ins Getriebe. Die Gäste wurden stärker und kamen noch im ersten Viertel zu zwei Fieldgoals. Immerhin konnte die Defense der Goldhelme schlimmeres verhindern.

Nach dem ersten Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts auf dem Spielfeld. Die Offense der Irish kam nicht voran. Mitentscheidend waren da ganz sicher Verletzungsprobleme in der Offensive Line. Am vergangenen Sonntag hatte sich der etatmäßige Left Tackle Blake Fisher bekanntlich verletzt und fällt für rund acht Wochen aus. Gestern erwischte es dann auch noch seinen Stellvertreter Michael Carmody. Die Formation musste also erneut umgestellt werden. Tosh Baker, eigentlich Tackle auf der rechten Seite, wechselte auf die wichtige linke Tackle Position. All diese Umstellungen helfen einer neu formierten Offensive Line natürlich nicht wirklich.

Aber man muss auch feststellen, dass sich die Rockets glänzend auf die Offense der Goldhelme eingestellt hatten. Ein neuer Impuls war erforderlich. Und der kam Mitte des zweiten Viertels mit Quarterback Tyler Buchner. Der ist eigentlich die Nummer drei in der Rangordnung. Aber gestern war die Entscheidung von Offensive Coordinator Tommy Rees, ihn zu bringen, pures Gold wert. Denn Buchner gilt als einer der talentiertesten Quarterbacks seines Jahrganges. Und im Gegensatz zu Jack Coan, der als purer Pocket Passer nicht sonderlich mobil ist, kann er erfolgreich mit dem Ball laufen. Und genau das demonstrierte er gestern, und brachte mit seinen Aktionen wieder Stimmung auf den Rängen im Stadion. An der eigenen 5 Yard Linie starteten die Irish ihre Angriffsserie. Und mit dem ersten Spielzug zeigte Buchner bereits, dass er eine echte Verstärkung für die Goldhelme ist. Mit einem 26 Yards Lauf brachte er seine Mannschaft weg von der eigenen Goal Line. Es folgte ein weiterer Lauf, der 11 Yards Raumgewinn brachte. Und als sich die Defense der Rockets endlich auf die neue Situation eingestellt hatte, waren plötzlich Freiräume für Runningback Kyren Williams. Und die Chance nutzte er mit einem 43 Yards Touchdown Lauf.

Die Gäste antworteten mit ihrem dritten Field Goal, das sie wieder bis auf fünf Punkte heranbrachte. Und kurz vor der Halbzeitpause leistete sich Quarterback Jack Coan, der jetzt wieder im Spiel war, eine folgenschwere Interception. Denn der Ball wurde auf direktem Weg in die Endzone der Irish befördert und brachte Toledo erstmals in dieser Partie in Führung.

Als sich beide Mannschaften wenig später in Halbzeitpause verabschiedeten lautete der Spielstand: Toledo 16, Notre Dame 14.

Das dritte Viertel wurde auf beiden Seiten durch starke Abwehrreihen dominiert. Die Folge war, dass keine weiteren Punkte auf die Anzeigetafel kamen.

Turbulentes Schlussviertel

Erst, nachdem letztmals die Seiten gewechselt worden waren, änderte sich dies, dann jedoch fulminant. Zunächst holten sich die Irish durch ein 48 Yards Field Goal von Jonathan Doerer die Führung zurück. Neuer Spielstand: 17-16 für Notre Dame. Und nur wenig später erreichten sie zum dritten Mal die gegnerische Endzone. Und dazu benötigten sie lediglich einen Spielzug. Bei dem fand Tyler Buchner seinen Runningback Chris Tyree mit einem kurzen Pass. Und der pfeilschnelle Ballträger war von der gegnerischen Defense nicht mehr zu stoppen. Er trug den Ball über 55 Yards zum dritten Touchdown der Goldhelme.

Acht Punkte betrug jetzt die Führung von Notre Dame (24-16). Aber die Gäste antworteten prompt, kamen wenig später zu ihrem ersten Offensiv Touchdown. Der Versuch einer Two Point Conversion misslang, so dass die Irish noch mit zwei Punkte führten.

Es folgte eine dramatische Schlussphase, in der die Goldhelme auf dem Weg zu weiteren Punkten waren, bis Runningback Kyren Williams auf Höhe der gegnerischen 28 Yard Linie den Ball verlor. Knapp dreieinhalb Minuten vor Schluss kamen die Rockets unverhofft in Ballbesitz. Und den nutzten sie optimal mit einem Touchdown gut anderthalb Minuten vor Schluss. Toledo führte jetzt mit 29-24. Und nach der bisherigen Vorstellung der Irish Offense gab es nicht mehr viele Zuschauer im Stadion, die noch an einen Sieg ihrer Mannschaft glaubten.

Und dass für die letzte Angriffsserie nicht Tyler Buchner, sondern Jack Coan aufs Feld kam, sorgte ebenfalls nicht für übertriebenen Optimismus. Aber jetzt zahlte sich die Erfahrung des etatmäßigen Stamm Quarterbacks aus. An der eigenen 25 Yard Linie gestartet fand er mit seinem ersten Pass Kevin Austin, der den Ball akrobatisch und trotz Behinderung des Gegners fangen konnte. Der Raumgewinn betrug 34 Yards und brachte die Irish beinahe schon in Field Goal Reichweite. Aber ein Field Goal reichte nicht aus, um das Spiel noch zu drehen. Jack Coan fand mit seinem zweiten Pass seine Lieblings-Anspielstation Tight End Michael Mayer für 6 Yards Raumgewinn.

Eine Holding Strafe der Rockets brachte die Goldhelme bis an die 26 Yard Linie der Gäste. Und nach einer weiteren Strafe wegen Passbehinderung standen sie an der gegnerischen 18 Yard Linie. Von dort brauchte es nur noch einen Pass. Erneut war Michael Mayer die Anspielstation. Der stand völlig frei und konnte beinahe ungehindert in die Endzone spazieren. 30-29 lautete jetzt die hauchdünne Führung für Notre Dame. Zu spielen waren noch 69 Sekunden, Zeit genug für Toledo, mit einem Field Goal die Partie zu gewinnen. Deshalb versuchten die Irish eine Two Point Conversion. Die sah bereits gescheitert aus, als der Ball in die Hände von Wide Receiver Avery Davies kam. Der war ja ursprünglich als Quarterback nach Notre Dame gekommen, wusste also, wie man einen Pass wirft. Und der wurde in der Endzone von Kyren Williams gefangen.

Jetzt war allerdings wieder die Defense der Goldhelme in der Pflicht. Es galt, die Rockets zu stoppen. Und das gelang, als deren Quarterback gut 30 Sekunden vor Schluss mit dem Ball in den Händen versuchte, ein First Down zu erlaufen. Irish Defensive End Myron Tagovailoa-Amosa schlug ihm das Spielgerät jedoch aus der Hand. Und Linebacker JD Bertrand, der erneut ein gutes Spiel machte, warf sich darauf und sicherte es für seine Mannschaft.

25 Sekunden vor Schluss war die Partie entschieden. Allerdings hätten sich die meisten Irish Fans im Stadion gestern etwas weniger Spannung gewünscht.

Fazit und Ausblick

Nach zwei Spielen der Saison 2021 blieben die Irish ungeschlagen. Allerdings kommt noch eine Menge Arbeit auf Spieler und Coaches zu, wenn sie an die erfolgreiche Saison des Vorjahres anknüpfen wollen. Die Defense begann wieder stark und verhinderte es bis zum Schlussviertel, dass der Gegner die eigene Endzone erreichte. Aber am Ende fehlte vielleicht die Kraft - man kann da nur spekulieren. Immerhin hatte die Mannschaft einen Tag weniger zur Vorbereitung (nach dem Sonntagsspiel gegen Florida State). Top Tackler war erneut Linebacker JD Bertrand (11 Tackles), der nur auf dem Feld stand, weil die beiden Starter Marist Liufau und Shane Simon verletzungsbedingt fehlten. Insgesamt kam die Mannschaft von Defenive Coordinator Marcus Freeman auf fünf Quarterback Sacks (JD Bertrand, Isaiah Foskey,Justin Ademilola, und zweimal Myron Tagovailoa-Amosa. Die Verteidigung gegen den Lauf war deutlich verbessert. Toledo kam auf 132 Yards Raumgewinn.

Auf der anderen Seite machten die Irish ihre Yards erneut in erster Linie durch die Luft. Die Pässe von Jack Coan und Tyler Buchner brachten 317 Yards Raumgewinn. Dazu kamen 132 Yards durch Laufspiel. Auffälligster Akteur in der von Tommy Rees einmal mehr gut geführten Offens war neben Jung Quarterback Tyler Buchner noch Tight End Michael Mayer. Mit sieben Passfängen holte er 81 Yards Raumgewinn und schaffte zwei Touchdowns.

Am kommenden Samstag steht das nächste Heimspiel auf dem Terminplan der Goldhelme. Erwartet werden dann die Purdue Boilermakers. Kickoff ist - wie gestern - 20:30 Uhr unserer Zeit. Allerdings hatte ich in meinem Vorbericht einen Fehler. Denn die gestrige Partie wurde nicht von NBC übertragen, stattdessen als Life Stream von Peacock. Aber für den Rest der Saison ist jetzt wieder Notre Dame Haussender NBC zuständig.

Spielstatistik

 ToledoNotre Dame
First Downs1627
- durch Lauf410
- durch Pass910
- durch Penalty34
Anzahl Laufspielzüge3139
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge168188
Raumverlust durch Laufspielzüge3656
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge132132
Yards Raumgewinn pro Lauf4,33,4
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge221317
Anzahl Pass-Spielzüge3236
Vollständige Pässe2419
Komplettierungsrate75,0%52,8%
Interceptions01
Yards Raumgewinn pro Passversuch6,98,8
Anzahl Spielzüge6375
Raumgewinn gesamt353449
Yards Raumgewinn pro Spielzug5,66,0
Fumbles1, verloren: 12, verloren: 2
Strafen (Yards)11 (99 yards)3 (27 yards)
Ballbesitz30:0429:56

Individual-Statistik

Nr.NameTACKLETFL/Yds, Sack/YdsInt/YdsPBU
BLK
QBHFF
FR
27J.D. Bertrand11
(10 + 1)
3,0 / 11
1,0 / 9
  
 
  
1
5Cam Hart7
(4 + 3)
1,0 / 2
 
 1
 
  
 
14Kyle Hamilton5
(3 + 2)
2,0 / 5
 
  
 
  
 
57Jayson Ademilola5
(3 + 2)
1,0 / 2
 
 1
 
  
 
52Bo Bauer4
(2 + 2)
 
 
 1
 
  
 
3Houston Griffith3
(2 + 1)
 
 
  
 
  
 
7Isaiah Foskey3
(2 + 1)
1,0 / 10
1,0 / 10
  
 
1 
 
9Justin Ademilola3
(2 + 1)
1,0 / 2
1,0 / 2
  
 
  
 
95Myron Tagovailoa-Amosa2
(2 + 0)
2,0 / 4
2,0 / 4
  
 
11
 
10Isaiah Pryor2
(1 + 1)
 
 
  
 
  
 
24Jack Kiser2
(1 + 1)
 
 
  
 
1 
 
30Chris Velotta1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
17Jack Coan1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
40Drew White1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
39Jonathan Doerer1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
54Jacob Lacey1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
22Justin Walters1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
6Clarence Lewis1
(1 + 0)
 
 
 1
 
  
 
28Tariq Bracy1
(1 + 0)
 
 
 1
 
  
 
31NaNa Osafo-Mensah1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
56Howard Cross1
(0 + 1)
 
 
  
 
1 
 
41Kurt Hinish1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
Nr.NameLäufeYards BruttoYards MinusYards NettoAVGLongTD
23Kyren Williams16857784,9431
12Tyler Buchner7735689,726 
25Chris Tyree7175121,710 
17Jack Coan81337-24-3,011 
Nr.NameCatchesYardsAVGTDLong
87Michael Mayer78111,6228
4Kevin Austin46315,8 34
3Avery Davis3299,7 14
23Kyren Williams3258,3 16
25Chris Tyree26331,5155
0Braden Lenzy23316,5 18
5Joe Wilkins11414,0 14
16Deion Colzie177,0 7
21Lorenzo Styles122,0 2
Nr.NameATTCOMPRATEINTYARDSTDLONGSACK
17Jack Coan332163,612392346
12Tyler Buchner33100,0 78155 
Nr.NameAnzahlYARDSLONGIN 20TB
19Jay Bramblett3148581 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
25Chris Tyree11919 
Keine Daten gefunden
Keine Daten gefunden
Nr.NameTDPATCONVFGSAFPunkte
87Michael Mayer2    12
23Kyren Williams1 1  8
25Chris Tyree1    6
39Jonathan Doerer 3 1 6
NOTRE DAME
0
10
7
10
27
PURDUE
3
0
10
0
13

Defense Garant für Sieg gegen Purdue

Gut 74.000 Zuschauer im Notre Dame Stadium sahen gestern erstmals in dieser Saison eine überzeugende Defense, die am Ende den 27-13 Sieg der Irish gegen die Purdue Boilermakers sicherte.

Auch in der Offense lief es spürbar besser, als in den ersten Saisonspielen, wobei erneut der Erfolg durch das Passspiel zustande kam.

Aber der Reihe nach.

Die Irish waren wie gewohnt als erstes Team in Ballbesitz. Aber anders als in den bisherigen Saisonspielen endete der nicht in der gegnerischen Endzone. Eine sehr aggressive Defense der Boilermakers verhinderte ein First Down und brachte somit die eigene Mannschaft in Ballbesitz. Und der endete mit den ersten Punkten der Partie. Ein Fieldgoal brachte die frühe Führung für die Gäste.

Und es blieben die einzigen Punkte im ersten Viertel. Erst nach dem ersten Seitenwechsel sahen die Fans im Stadion ein erstes Lebenszeichen der Offense. Aber das war dann auch gleich spektakulär. Quarterback Jack Coan fand Runningback Kyren Williams, erneut einer der Besten im Irish Trikot, mit einem kurzen Pass. Der fand einen Weg durch die gegnerische Defense und marschierte unbedrängt in die Endzone. Damit wechselte die Führung, und die Irish sollten die im restlichen Spiel nicht mehr abgeben.

Noch im zweiten Viertel erhöhten die Goldhelme durch ein 28 Yard Fieldgoal von Jonathan Doerer, der im übrigen erstmals in dieser Saison nicht traf, allerdings aus mehr als 50 Yards Entfernung. Weitere Punkte gab es vor der Pause nicht. Somit lautete der Spielstand zur Halbzeit: Purdue 3, Notre Dame 10.

Nach der Pause waren die Gäste aus dem nur knapp 200 km entfernten West Lafayette zunächst in Ballbesitz. Und den nutzten sie für weitere Punkte. Erneut verhinderte die Defense von Marcus Freeman einen Touchdown. So blieb es bei einem Fieldgoal. Aber die Freude der Boilermakers währte nur kurz. Denn die Irish antworteten prompt, und das mit dem längsten Spielzug der bisherigen Saison: Jack Coan schickte seinen Wide Receiver Avery Davis mit einem langen Pass auf die Reise. Und der trug den Ball über 62 Yards in die gegnerische Endzone.

Aber die Gäste zeigten sich nur wenig beeindruckt. Sie erreichten mit ihrem nächsten Ballbesitz zum ersten und einzigen Mal in diesem Spiel die Endzone der Goldhelme. Als dann zum letzten Mal die Seiten gewechselt wurden, führte Notre Dame knapp mit 17-13.

Das Schlussviertel gehörte dann den Platzherren. Zunächst verwandelte Jonathan Doerer aus 30 Yards sicher für drei weitere Punkte. Und das Ausrufezeichen hinter dem Sieg setzte dann Kyren Williams, der den Ball kurz vor der Mittellinie bekam und ihn für 51 Yards Raumgewinn auf direktem Weg in die gegnerische Endzone trug.

Die Gäste starteten dann kurz vor Schluss noch eine erfolgversprechende Angriffserie. Die endete jedoch unplanmäßig mit einer Interception. Safety Kyle Hamilton stand bereits zum dritten Mal in dieser Saison goldrichtig und sicherte den Ball in der eigenen Endzone.

Noch einmal kamen die Gäste in Ballbesitz. Allerdings endete auch der mit einer Interception. Diesmal war es Safety DJ Brown, der seine Mannschaft wieder in Ballbesitz brachte. Das passierte jedoch unmittelbar vor Ende des Spiels, so dass die Irish keinen weiteren Spielzug mehr austragen mussten.

Fazit und Ausblick

In Spiel drei der Saison 2021 konnten die Irish erstmals überzeugen. Besonders die bisherigen "Problemkinder", die neu formierte Offensive Line und die Defense - insbesondere gegen den Lauf - wussten zu überzeugen. Und das Laufspiel funktionierte besser als in den vorangegangenen Spielen. Auf der anderen Seite des Balles ließ die Irish Defense lediglich 57 Yards durch Laufspiel zu.

Jack Coan, der trotz eines im Spiel gegen Toledo ausgekugelten Finger - nach anfänglichen Schwierigkeiten - ein gutes Spiel machte, brachte 15 seiner 31 Pässe ins Ziel für 223 Yards Raumgewinn und zwei Touchdowns. Seine Lieblings Anspielstation war übrigens nicht Tight End Michael Mayer, sondern Wide Receiver Avery Davis, der mit fünf Passfängen 120 Yards Raumgewinn erzielte, sowie einen Touchdown. Auch Kyren Williams hatte einen guten Tag. 91 erlaufene Yards, inkl. ein Touchdown, sowie 47 erpasste Yards (inkl. ein Touchdown) standen am Ende auf seiner Habenliste.

In der Defense dominierten die bekannten Protagonisten, die bereits in den ersten Partien aufgefallen sind: Top Tackler war erneut Linebacker JD Bertrand, der es auf 12 Stops brachte. Zehnmal wurde Safety Kyle Hamilton als Tackler identifiziert. Und dreimal konnte der gegnerische Quarterback gesackt werden (einmal durch die Defensive Ends Myron Tagovailoa-Amosa und Isaiah Foskey, einmal durch Defensive End Nana Osafo-Mensah und einmal durch Defensive End Justin Ademilola).

Für Irish Head Coach Brian Kelly hatte der gestrige Sieg übrigens eine ganz besondere Bedeutung. Es war nämlich sein 105. als Irish Head Coach. Und damit hat er den bisherigen Rekordhalter Knute Rockne eingeholt.

Drei Spiele sind absolviert und die Goldhelme noch ungeschlagen. Das könnte sich jedoch in den kommenden Wochen ändern. Denn jetzt stehen Spiele gegen Top Teams auf dem Spielplan. Und ob die Goldhelme da ungeschoren bleiben, ist keineswegs sicher. So geht es am kommenden Samstag nach Chicago. Im dortigen Soldier Field, Heimt der Chicago Bears (NFL), geht es gegen die Wisconsin Badgers, eines der Top Teams aus der Big Ten Conference. Wichtig: Kickoff der Partie ist 18 Uhr unserer Zeit. Anschließend geht es gegen Cincinnati (bislang ebenfalls noch ungeschlagen), Virginia Tech, USC und North Carolina. Allerdings kann die Mannschaft vor dem Traditionduell gegen die USC Trojans durchschnaufen, denn das Wochenende vor dieser Partie ist spielfrei. 

Spielstatistik

 PurdueNotre Dame
First Downs1916
- durch Lauf34
- durch Pass158
- durch Penalty14
Anzahl Laufspielzüge2534
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge85153
Raumverlust durch Laufspielzüge2833
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge57120
Yards Raumgewinn pro Lauf2,33,5
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge291223
Anzahl Pass-Spielzüge5432
Vollständige Pässe3615
Komplettierungsrate66,7%46,9%
Interceptions20
Yards Raumgewinn pro Passversuch5,47,0
Anzahl Spielzüge7966
Raumgewinn gesamt348343
Yards Raumgewinn pro Spielzug4,45,2
Fumbles1, verloren: 00
Strafen (Yards)7 (70 yards)8 (61 yards)
Ballbesitz34:1125:49

Individual-Statistik

Nr.NameTACKLETFL/Yds, Sack/YdsInt/YdsPBU
BLK
QBHFF
FR
27J.D. Bertrand12
(5 + 7)
1,0 / 3
 
  
 
1 
 
14Kyle Hamilton10
(7 + 3)
 
 
12
 
  
 
10Isaiah Pryor8
(5 + 3)
 
 
  
 
  
 
2DJ Brown7
(2 + 5)
 
 
1 
 
  
 
5Cam Hart6
(3 + 3)
 
 
 1
 
  
 
52Bo Bauer5
(3 + 2)
 
 
  
 
  
 
95Myron Tagovailoa-Amosa5
(2 + 3)
0,5 / 6
1,5 / 8
  
 
2 
 
24Jack Kiser5
(2 + 3)
 
 
 1
 
  
 
40Drew White5
(2 + 3)
 
 
 1
 
  
 
57Jayson Ademilola4
(1 + 3)
 
 
  
 
1 
 
7Isaiah Foskey4
(1 + 3)
0,5 / 7
0,5 / 7
 1
 
1 
 
6Clarence Lewis3
(3 + 0)
 
 
  
 
  
 
41Kurt Hinish3
(1 + 2)
 
 
  
 
  
 
9Justin Ademilola2
(2 + 0)
1,0 / 4
1,0 / 4
  
 
1 
 
28Tariq Bracy2
(1 + 1)
 
 
  
 
  
 
3Houston Griffith2
(1 + 1)
 
 
  
 
  
 
31NaNa Osafo-Mensah1
(1 + 0)
1,0 / 7
1,0 / 7
  
 
1 
 
56Howard Cross1
(0 + 1)
 
 
  
 
1 
 
65Michael Vinson1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
Nr.NameLäufeYards BruttoYards MinusYards NettoAVGLongTD
23Kyren Williams12932917,6511
25Chris Tyree11301292,66 
12Tyler Buchner3251248,020 
17Jack Coan5526-21-4,25 
Nr.NameCatchesYardsAVGTDLong
3Avery Davis512024,0162
25Chris Tyree4307,5 19
0Braden Lenzy3217,0 12
23Kyren Williams24723,5139
87Michael Mayer155,0 5
Nr.NameATTCOMPRATEINTYARDSTDLONGSACK
17Jack Coan311548,4 2232624
12Tyler Buchner1       
Nr.NameAnzahlYARDSLONGIN 20TB
19Jay Bramblett7298522 
Keine Daten gefunden
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
23Kyren Williams23023 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
14Kyle Hamilton1   
2DJ Brown1   
Nr.NameTDPATCONVFGSAFPunkte
23Kyren Williams2    12
39Jonathan Doerer 3 2 9
3Avery Davis1    6
NOTRE DAME
0
10
0
31
41
WISCONSIN
3
0
7
3
13

Sieg durch Defense! Special Teams!

Das lange erwartete Aufeinandertreffen der beiden Top 20 Teams, den Wisconsin Badgers und den Notre Dame Fighting Irish, ging gestern im Soldier Field von Chicago über die Bühne. Und am Ende feirten die Irish einen deutlichen 41-13 Sieg.

Wie von vielen vorhergesagt, dominierten die Abwehrreihen beider Mannschaften das Spiel. Und am Ende steuerte die Defense der Goldhelme zwei Touchdowns bei.

Aber der Reihe nach.

59.571 Fans im Stadion, ein großer Teil in den Farben Rot und Weiß, den Farben der Badgers, erlebten bei herrlichem Football Wetter eine bis ins Schlussviertel hinein packende Partie.

Das Spiel begann, beinahe schon traditionell, mit Ballbesitz Notre Dame. Der konnte allerdings nicht in Punkte umgemünzt werden, da der Fieldgoal Versuch von Kicker Jonathan Doerer daneben ging. Wisconsin machte es anschließend besser und ging durch ein Fieldgoal in Führung.

Im ersten Viertel gabe es dann keine weiteren Punkte mehr. Das änderte sich jedoch, nachdem zum ersten Mal die Seiten gewechselt worden sind. Die Irish kamen der gegnerischen Endzone erneut nahe, ohne sie zu erreichen. Ein langes Fieldgoal (aus 51 Yards) war notwendig, um das Spiel auszugleichen. Und diesmal traf Jonathan Doerer sicher.

Wenig später dann das erste von vielen Highlights der Irish Defense: Cornerback Cam Hart stand bei einem Passversuch des Badgers Quarterback goldrichtig und fing den Ball ab. Das brachte außerplanmäßig die Offense der Goldhelme zurück aufs Spielfeld. Irish Head Coach Brian Kelly hatte vor dem Spiel gefordert, solche guten Gelegenheiten besser zu nutzen als im bisherigen Saisonverlauf. Und die Mannschaft setzte dies mustergültig um. Die Irish verzichteten gestern weitgehend auf Laufspiel - die Defense der Badgers hatte in den bisherigen Saisonspielen gerade mal 64 Yards Raumgewinn am Boden zugelassen. Aber mit den Pässen des erneut gut aufgelegten Quarterbacks Jack Coan funktionierte die Offense gut genug, um der Mannschaft eine Sieg Chance zu geben. Einer dieser Pässe (36 Yards) fand Wide Receiver Kevin Austin in der  gegnerischen Endzone und brachte Notre Dame zum ersten Mal in diesem Spiel in Führung. Und die hielt bis zur Halbzeitpause. Spielstand nach 30 Minuten: Wisconsin 3, Notre Dame 10.

Da beide Abwehrreihen die Partie über weite Strecken kontrollierten, dauerte es bis Mitte des dritten Viertels, ehe weitere Punkte auf die Anzeigetafel kamen. Die Badgers legten eine erfolgreiche Angriffsserie hin, die erst in der Endzone der Goldhelme endete. Die Partie war wieder ausgeglichen (10-10).

Wenig später dann eine Schrecksekunde für die Irish: Quarterback Jack Coan verletzte sich und musste ausscheiden. Für ihn kam Drew Pyne zu seinem ersten Einsatz in dieser Saison. Und der machte seine Sache gut, auch wenn er bei einem Blindside Sack - der Left Tackle konnte den gegnerischen Abwehrspieler nicht aufhalten. Der erwischte Pyne am Wurfarm, so dass dieser den Ball verlor - unglücklich aussah.

Das Ganze spielte sich an der 39 Yard Linie der Goldhelme ab, so dass die Badgers keinen großen Raumgewinn erzielen mussten, um weitere Punkte auf die Anzeigetafel zu bringen. Dass es jedoch nur bei einem Fieldgoal blieb, konnte die Irish Defense als Erfolg verbuchen.

Es folgte der Kickoff der Badgers. Der Ball flog bis kurz vor die Endzone der Irish. Auf Höhe der eigenen 4 Yard Linie nahm Kick Returner Chris Tyree das Spielgerät auf und machte sich auf den Weg in Richtung gegnerische Endzone. Mit einem sehenswerten Return hatte er plötzlich keinen Gegenspieler mehr vor sich. Und der pfeilschnelle Runningback war auch von keinem Gegner mehr einzuholen. So endete dieser Kickoff Return 96 Yards später in der Endzone der Badgers. Die Irish hatten sich die Führung prompt zurückgeholt. Und die sollten sie für die restliche Partie nicht mehr abgeben.

Die Mannen von Defensive Coordinator Marcus Freeman übernahmen jetzt das Kommando auf dem Spielfeld. Die nächste Angriffsserie der Badgers endete mit einem Fumble (Defensive Tackle Jayon Ademilola hatten den gegnerischen Quarterback gesackt und Defensive End Isaiah Foskey konnte den Ball für seine Mannschaft sichern). Somit kamen die Goldhelme in der Hälfte des Gegners wieder in Ballbesitz. Und Quarterback Drew Pyne führte die Offense in gut zweieinhalb Minuten in die Endzone zum nächsten Touchdown (16 Yards Pass auf Wide Receiver Kevin Austin).

Zu spielen waren noch gut zwölf Minuten, und die Irish führten mit 24-13.  Das warf den Spielplan der Badgers offenbar über den Haufen. Die sind es eigentlich gewohnt, mit dem Ball zu laufen. Jetzt setzten sie fast ausschließlich auf Passspiel. Und das spielte den Goldhelmen in die Karten. Denn die konnten in der verbleibenden Spielzeit noch drei Pässe des gegnerischen Quarterbacks abfangen und in Punkte verwandeln.

Zunächst schaffte Cornerback Cam Hart seine zweite Interception des Tages. Nach einem schönen 32 Yards Return standen die Goldhelme an der gegnerischen 10 Yard Linie. Ein Touchdown gelang in dieser Situation nicht. Vielmehr konnten sie mit drei kurzen Läufen Zeit von der Uhr nehmen und zwangen die Badgers zudem, ihre Auszeiten zu nutzen. So trat erneut Jonathan Doerer an. Der verwandelte das 37 Yard Fieldgoal sicher.

Auch die nächste Angriffsserie von Wisconsin endete unplanmäßig. Diesmal war es Irish Linebacker Jack Kiser, der einen Pass abfangen und 66 Yards bis in die Endzone returnieren konnte. Das Spiel war damit natürlich entschieden. Schließlich waren nur noch gut zwei Minuten zu spielen, und die Irish führten mit drei Touchdowns. So fiel die letzte Interception Wisconsins nicht weiter ins Gewicht. Diesmal war es Linebacker Drew White, der das Spielgerät abfangen konnte.

Dass der allerdings den Ball noch in die Endzone trug, gefiel mir nicht. Ich denke, er hätte aufs Knie gehen sollen. Die Offense hätte dann das Spiel (es waren nur noch 67 Sekunden zu spielen) beenden können.

Wie dem auch sei, das Ergebnis war am Ende deutlich, spiegelt meiner Meinung jedoch nicht das Spiel korrekt wieder. Wisconsin war ein starker Gegner, insbesondere die Defense dominierte über weite Strecken die Irish Offense.

Fazit

Eine über weite Strecken packende Partie konnte Notre Dame am Ende deutlich für sich entscheiden. Dabei wird die Handschrift von Defensive Coordinator Marcus Freeman immer deutlicher erkennbar. Nach anfänglichen Problemen (in den beiden ersten Spielen) gelingt es den Abwehrspielern der Goldhelme immer besser, die aggressive Philosophie ihres Coaches auf dem Spielfeld umzusetzen. Fünfmal konnten sie den Ball erobern (vier Interceptions und eine Fumble Recovery). Außerdem kontrollierte sie das gegnerische Laufspiel, eine der Stärken der Badgers, eindrucksvoll. Wisconsin konnte lediglich 74 Yards Raumgewinn am Boden erzielen.

Die Offense setzte den Gameplan von Offensive Coordinator Tommy Rees sehr gut um. Wie erwähnt, verzichtete sie weitestgehend auf das Laufspiel und vertraute auf den Wurfarm von Quarterback Jack Coan (15 von 29 Pässen im Ziel für 158 Yards Raumgewinn und ein Touchdown). Und als der verletzungsbedingt ausscheiden musste, fügte sich Drew Pyne nahtlos ein, vervollständigte sechs seiner acht Pässe für 81 Yards Raumgewinn und einen Touchdown.

Erwähnenswert aus aktuellem Anlass sind aber auch die Special Teams. Selbstverständlich war der 96 Yards Kickoff Return Touchdown von Chris Tyree ein Highlight der Partie. Aber auch Punter Jay Bramblett hatte seinen Anteil an dem Sieg. Seine sieben Punts brachten eine durchschnittliche Distanz von 46,3 Yards. Sein längster Kick brachte sagenhafte 72 Yards. Damit konnte er die gegnerische Offense immer wieder fern halten von der eigenen Endzone.

Ach ja, was auf keinen Fall vergessen werden darf: Seit gestern ist Brian Kelly der an - Siegen gemessen - erfolgreichste Head Coach in Notre Dame. Mit seinem 106. Sieg überholte er den legendären Knute Rockne, der es auf 105 Siege brachte.

Ausblick

Das erste Hammerspiel haben die Irish überraschend gut gemeistert. Immerhin gab es nicht wenige Kenner der US College Football Szene, die Wisconsin als Sieger vorhergesagt hatten. Die Verletzung von Quarterback Jack Coan ist, nach der Aussage von Brian Kelly, glücklicherweise nicht so schwerwiegend. Er geht davon aus, dass Coan in der nächsten Woche wieder einsatzbereit ist.

Damit sind wir beim nächsten Spiel der Irish, das am kommenden Samstag wieder im Notre Dame Stadium stattfindet. Gegner sind dann die Cincinnati Bearcats, die nach drei ausgetragenen Spielen (an diesem Wochenende war spielfrei) ebenfalls noch ungeschlagen sind. In der vergangenen Woche siegten sie 38-24 gegen Indiana. Das ist dann das nächste Hammerspiel der Irish.

Spielstatistik

 WisconsinNotre Dame
First Downs1617
- durch Lauf42
- durch Pass1014
- durch Penalty21
Anzahl Laufspielzüge2832
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge7965
Raumverlust durch Laufspielzüge562
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge743
Yards Raumgewinn pro Lauf2,60,1
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge240239
Anzahl Pass-Spielzüge4137
Vollständige Pässe1821
Komplettierungsrate43,9%56,8%
Interceptions40
Yards Raumgewinn pro Passversuch5,96,5
Anzahl Spielzüge6969
Raumgewinn gesamt314242
Yards Raumgewinn pro Spielzug4,63,5
Fumbles2, verloren: 12, verloren: 1
Strafen (Yards)5 (33 yards)11 (93 yards)
Ballbesitz28:2431:36

Individual-Statistik

Nr.NameTACKLETFL/Yds, Sack/YdsInt/YdsPBU
BLK
QBHFF
FR
27J.D. Bertrand8
(7 + 1)
 
 
  
 
1 
 
24Jack Kiser6
(6 + 0)
 
 
1 / 661
 
  
 
57Jayson Ademilola5
(4 + 1)
2,0 / 4
1,0 / 3
  
 
 1
 
9Justin Ademilola4
(4 + 0)
 
 
  
 
  
 
40Drew White4
(3 + 1)
 
 
1 / 48 
 
  
 
7Isaiah Foskey3
(3 + 0)
 
 
  
 
  
1
22Justin Walters3
(3 + 0)
 
 
  
 
  
 
14Kyle Hamilton3
(2 + 1)
 
 
  
 
  
 
6Clarence Lewis3
(1 + 2)
 
 
  
 
  
 
56Howard Cross2
(2 + 0)
1,0 / 3
 
  
 
1 
 
54Jacob Lacey2
(2 + 0)
1,0 / 1
 
  
 
  
 
28Tariq Bracy2
(2 + 0)
 
 
  
 
  
 
10Isaiah Pryor1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
12Jordan Botelho1
(1 + 0)
 
 
  
 
2 
 
99Rylie Mills1
(1 + 0)
 
 
  
 
1 
 
95Myron Tagovailoa-Amosa1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
39Jonathan Doerer1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
3Houston Griffith1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
5Cam Hart 
(0 + 0)
 
 
2 / 32 
 
  
 
52Bo Bauer 
(0 + 0)
 
 
 1
 
  
 
Nr.NameLäufeYards BruttoYards MinusYards NettoAVGLongTD
23Kyren Williams184310331,87 
25Chris Tyree26 63,05 
10Drew Pyne2 16-16-8,0  
17Jack Coan91635-19-2,18 
Nr.NameCatchesYardsAVGTDLong
87Michael Mayer7618,7 22
4Kevin Austin67612,7236
3Avery Davis45513,8 20
0Braden Lenzy22311,5 16
5Joe Wilkins11818,0 18
25Chris Tyree166,0 6
Nr.NameATTCOMPRATEINTYARDSTDLONGSACK
17Jack Coan291551,7 1581365
10Drew Pyne8675,0 811221
Nr.NameAnzahlYARDSLONGIN 20TB
19Jay Bramblett7324723 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
25Chris Tyree3132961
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
23Kyren Williams32010 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
24Jack Kiser166661
40Drew White148481
5Cam Hart23232 
Nr.NameTDPATCONVFGSAFPunkte
4Kevin Austin2    12
39Jonathan Doerer 5 2 11
25Chris Tyree1    6
24Jack Kiser1    6
40Drew White1    6
NOTRE DAME
0
0
7
6
13
CINCINNATI
0
17
0
7
24

Cincinnati zu stark für Irish

26 mal in Folge hatten die Irish zuletzt im Notre Dame Stadium gewonnen. Diese Serie ging gestern zu Ende. Die 13-24 Niederlage gegen die Cincinnati Bearcats war verdient. Die Gäste waren über die gesamte Spielzeit gesehen die bessere Mannschaft. Dass sie derzeit als Nr. 7 in den Rankings geführt werden. ist absolut berechtigt.

Andererseits haben nicht wenige Kenner der College Football Szene nach der Saison 2020 vorhergesagt, dass die Goldhelme in diesem Jahr keine dominierende Rolle spielen werden. Zu schwerwiegend waren die Abgänge. Beinahe die komplette Offensive Line, im vergangenen Jahr eine der Stärken des Teams, steht nicht mehr zur Verfügung. Und der Neuaufbau braucht halt seine Zeit. Dazu kommen Fragezeichen bezüglich des Quarterbacks.

Die Experten wurden gestern bestätigt. Gegen die Top Teams werden die Irish in dieser Saison vermutlich keine Chance haben, zumal die neu formierte Offensive Line derzeit von Verletzungspech verfolgt wird. Gestern sahen wir bereits den vierten Left Tackle auf dem Spielfeld.

Aber der Reihe nach.

Es begann gut für Notre Dame, das vor ausverkauftem Haus als erstes Team in Ballbesitz war. Bis an die gegnerische 6 Yard Linie kamen sie, nur um dann den Ball leichtfertig abzugeben. Eine Interception von Quarterback Jack Coan, der seine Verletzung aus der Vorwoche überstanden hat, beendete diesen erfolgversprechenden Drive.

Die Defense der Bearcats hatte einen ersten Punktsieg errungen. Aber auch die Irish Defense spielte stark. Und so kam es, dass die beiden Abwehrreihen das erste Viertel dominierten, das ohne Punkte endete.

Nach dem ersten Seitenwechsel sollte sich das jedoch ändern. Tyler Buchner war für Notre Dame aufs Spielfeld gekommen. Aber die Bearcats waren bestens auf ihn vorbereitet. So schaffte er mit seinen Läufen kaum nennenswerten Raumgewinn. Es kam sogar noch schlimmer. Bei einem Passversuch wurde er in dem Moment, als er den Ball warf, von einem Gegner attackiert. Das Pass war folgerichtig unkontrolliert und landete in den Armen eines Gäste Verteidigers. Das Ganze passierte unmittelbar vor der eigenen Endzone und brachte Cincinnati an der 8 Yard Linie in Ballbesitz. Der erste Touchdown der Partie war damit nicht zu vermeiden.

Aber die Pannen im Spiel der Goldhelme sollten sich fortsetzen. Beim anschließend folgenden Kickoff konnte Chris Tyree den Ball nicht unter Kontrolle bringen. Der landete erneut beim Gegner, der jetzt auf Höhe der 17 Yard Linie der Irish in Ballbesitz kam. Diesmal gelang es der Defense, das Schlimmste zu verhindern, so dass die Gäste mit einem Fieldgoal vorlieb nehmen mussten.

Innerhalb von gut 90 Sekunden war Cincinnati mit 10-0 in Führung gegangen. Deren Defense dominierte auch weiterhin gegen die Offense der Goldhelme, so dass an Punkte für Notre Dame nicht zu denken war.

Allerdings beruhigte das Spiel sich jetzt erst einmal. Erst unmittelbar vor dem Ende der ersten Halbzeit schlugen die Gäste wieder zu. Mit einer sehenswerten Angriffsserie, gestartet an der eigenen 20 Yard Linie, schafften sie ihren zweiten Touchdown. Somit lautete der Spielstand zur Pause: Cincinnati 17, Notre Dame 0.

Quarterback Drew Pyne im Spiel

Dass die Offense der Goldhelme im ersten Durchgang kaum Schlagkraft besaß, konnte an zwei Umständen festgemacht werden. Zum einen war die Offensive Line gegen die bärenstarke Defense der Bearcats überfordert. Und dazu kam, dass Quarterback Jack Coan nicht seinen besten Tag erwischt hatte. Er war aber auch nicht mobil genug, um der gegnerischen Defense auszuweichen und den Ball ins Spiel zu bringen. Das hatte offenbar auch Head Coach Brian Kelly und Offensive Coordinator Tommy Rees erkannt. Folgerichtig kam nach der Pause der dritte Quarterback der Goldhelme zum EInsatz. Und Drew Pyne brachte frischen Wind in das Spiel seiner Mannschaft. Mit seiner Schnelligkeit konnte er ein ums andere Mal gegnerischen Abwehrspielern ausweichen. Und zudem kamen seine Pässe deutlich besser an, als die von Jack Coan vor der Pause.

So kamen die Goldhelme der gegnerischen Endzone deutlich näher. Und gegen Ende des dritten Viertels kamen sie zu ihrem ersten Touchdown. Runningback Kyren Williams tankte sich die zuletzt noch fehlenden 3 Yards bis in die Endzone durch.

Das waren gleichzeitig die einzigen Punkte im dritten Viertel. Nachdem dann zum letzten Mal die Seiten gewechselt worden waren, konnten die Irish sogar nachlegen. Diesmal war es ein 32 Yards Pass von Drew Pyne auf Wide Receiver Braden Lenzy, der sich in der Endzone gegen den aggressiven Cornerback der Gäste durchsetzen konnte. Plötzlich waren die Irish wieder in Schlagdistanz. Aber der Tag der Pannen sollte noch nicht vorüber sein. Den fälligen Extrapunkt, eigentlich eine Pflichtübung für Kicker Jonathan Doerer, ging daneben. Es war der erste verpasste Extrapunkt für ihn im Trikot der Irish.

Damit waren die Goldhelme - bei einem vier Punkte Rückstand - gezwungen, ein drittes Mal die gegnerische Endzone zu erreichen. Das gelang nicht. Dafür konnte Cincinnati kurz vor Schluss noch einen Touchdown drauflegen, was die Partie endgültig entschied.

Fazit

Die Irish machten im Spiel zu viele Fehler, um gegen ein Spitzenteam wie Cincinnati eine Siegchance zu besitzen. Und vielleicht hätten die Coaches viel früher Drew Pyne aufs Feld schicken sollen. Aber hinterher ist man immer schlauer.

Die Offense hatte gestern also nicht ihren besten Tag. Und die Defense der Irish spielte erneut stark. Highlight war hier ein Quarterback Sack von Defensive End Isaiah Foskey, der zudem dem gegnerischen Quarterback den Ball aus der Hand schlagen konnte. Und Linebacker Drew White nahm das Spielgerät geistesgegenwärtig auf und trug es 28 Yards in Richtung gegnerische Endzone.

Ausblick

Am kommenden Samstag reisen die Irish nach Blacksburg in Virginia. Dort geht es gegen die Virginia Tech Hokies. Kickoff ist übrigens in der Nacht zum Sonntag um 1:30 Uhr unserer Zeit. Das Spiel wird angekündigt als ACC Spiel der Woche. Das wurde gestern auf YouTube frei zugänglich live gestreamt. Ob dies in der kommenden Woche ebenso ist, kann ich nicht sagen. Aber zumindest lohnt sich ein Blick auf YouTube - so gegen 1:30 Uhr.

Wer dann die Offense der Goldhelme anführen wird, kann momentan nur schwer vorhergesagt werden. Ein Festhalten der Coaches an Jack Coan scheint mir allerdings nicht mehr sicher. Immerhin hat Drew Pyne seine Chance gestern genutzt und ein gutes Spiel gemacht. Ich bin sicher, wir werden es erfahren ...

Spielstatistik

 CincinnatiNotre Dame
First Downs1619
- durch Lauf73
- durch Pass915
- durch Penalty01
Anzahl Laufspielzüge3028
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge108103
Raumverlust durch Laufspielzüge1919
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge8984
Yards Raumgewinn pro Lauf3,03,0
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge386257
Anzahl Pass-Spielzüge3246
Vollständige Pässe1923
Komplettierungsrate59,4%50,0%
Interceptions02
Yards Raumgewinn pro Passversuch12,15,6
Anzahl Spielzüge6274
Raumgewinn gesamt475341
Yards Raumgewinn pro Spielzug7,74,6
Fumbles2, verloren: 21, verloren: 1
Strafen (Yards)5 (25 yards)7 (51 yards)
Ballbesitz28:1031:50

Individual-Statistik

Nr.NameTACKLETFL/Yds, Sack/YdsInt/YdsPBU
BLK
QBHFF
FR
27J.D. Bertrand6
(4 + 2)
 
 
  
 
  
 
10Isaiah Pryor6
(3 + 3)
 
 
  
 
  
 
2DJ Brown5
(3 + 2)
 
 
 1
 
  
 
40Drew White4
(4 + 0)
 
 
  
 
1 
1
6Clarence Lewis4
(3 + 1)
 
 
 1
 
  
 
9Justin Ademilola4
(2 + 2)
0,5
 
  
 
2 
 
14Kyle Hamilton3
(3 + 0)
 
 
 1
 
  
 
57Jayson Ademilola3
(3 + 0)
 
 
  
 
1 
 
7Isaiah Foskey3
(2 + 1)
1,0 / 10
1,0 / 10
  
 
11
 
24Jack Kiser3
(1 + 2)
 
 
  
 
  
 
56Howard Cross3
(0 + 3)
0,5 / 1
 
  
 
  
 
3Houston Griffith2
(2 + 0)
 
 
  
 
  
 
5Cam Hart2
(1 + 1)
0,5 / 2
 
 1
 
  
 
52Bo Bauer2
(0 + 2)
0,5 / 2
 
  
 
  
 
87Michael Mayer1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
28Tariq Bracy1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
73Andrew Kristofic1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
54Jacob Lacey1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
95Myron Tagovailoa-Amosa1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
99Rylie Mills1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
Nr.NameLäufeYards BruttoYards MinusYards NettoAVGLongTD
23Kyren Williams13483453,5161
25Chris Tyree520 204,08 
10Drew Pyne4188102,511 
3Avery Davis18 88,08 
12Tyler Buchner49182,09 
17Jack Coan1 7-7-7,0  
Nr.NameCatchesYardsAVGTDLong
87Michael Mayer89311,6 20
0Braden Lenzy46115,3132
3Avery Davis33913,0 23
23Kyren Williams3196,3 11
25Chris Tyree284,0 5
4Kevin Austin11717,0 17
21Lorenzo Styles11414,0 14
5Joe Wilkins166,0 6
Nr.NameATTCOMPRATEINTYARDSTDLONGSACK
10Drew Pyne22940,9 1431321
17Jack Coan221463,61114 231
12Tyler Buchner2  1    
Nr.NameAnzahlYARDSLONGIN 20TB
19Jay Bramblett62785221
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
25Chris Tyree48730 
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
23Kyren Williams21318 
Keine Daten gefunden
Nr.NameTDPATCONVFGSAFPunkte
23Kyren Williams1    6
0Braden Lenzy1    6
39Jonathan Doerer 1   1
NOTRE DAME
0
14
7
11
32
VIRGINIA TECH
7
6
9
7
29

Glücklicher Sieg im Hexenkessel

Mit einem glücklichen 32-29 Sieg gegen die Virginia Tech Hokies im Gepäck konnten die Irish gestern Nacht ihre Heimreise antreten. Es war kein Spiel für schwache Nerven. Und kurz vor Schluss sah Virginia Tech schon wie der sichere Sieger aus - genau wie vor zwei Jahren im Notre Dame Stadium. Sie führten mit acht Punkten Vorsprung bei zweieinhalb Minuten verbleibender Spielzeit.

Aber hier soll der Reihe nach berichtet werden.

Die Irish waren, wie eigentlich in allen Spielen der letzten Jahre, als erstes Team in Ballbesitz. Besonders interessant war, welcher Quarterback die Mannschaft aufs Feld führt. Denn zu diesem Thema gab es in der vergangenen Woche hitzige Diskussionen unter den Fans. Head Coach Brian Kelly erklärte auf einer Pressekonferenz Mitte letzter Woche, dass er weiß, wer sein Starting Quarterback sein wird. Nur versäumte er es, den Namen zu nennen. Nun, es war Jack Coan, der den Irish zum Sieg im Hexenkessel Lane Stadium verhelfen sollte.

Meiner Meinung ist er nicht der richtige Spielmacher hinter einer im Neuaufbau befindlichen Offensive Line. Im vergangenen Jahr wäre er die Idealbesetzung gewesen. Aktuell ist ein Quarterback gefragt, der mobil ist und auch mal selbst ein First Down erlaufen kann.

Und so war der Start des Spiel für mich keine Überraschung. Ein Lauf von Jack Coan brachte 1 Yard Raumgewinn. Und beim dritten Versuch und 9 wurde er von der starken Defense der Platzherren gesackt.

Es folgte also der erste Auftritt der Hokies Offense. Und die traf auf eine Irish Defense, die nicht ihren besten Tag erwischt hatte. Etliche verpasste Tackles hielten die Hokies im Spiel. Und so endete diese erste Angriffsserie in der Endzone der Goldhelme.

Weitere Punkte gab es im ersten Viertel nicht zu notieren. Das sollte sich aber nach dem ersten Seitenwechsel ändern. Die Offense der Irish war weiterhin chancenlos gegen Virginia Techs Defense. Und auf der anderen Seite erhöhten die Platzherren Mitte des zweiten Viertels mittels Fieldgoal auf 10-0.

Als die Offense der Goldhelme wieder das Feld betrat, blieb Jack Coan an der Seitenlinie. Stattdessen sollte Tyler Buchner die Mannschaft jetzt anführen. Entweder war das von Beginn an der Plan des Trainerstabs, oder der hatte eingesehen, dass mit Jack Coan in diesem Spiel - zumindest zu diesem Zeitpunkt - kein Blumentopf zu gewinnen war.

Mit Tyler Buchner kam sofort frischer Wind in die Aktionen der Offense. Allein seine Fähigkeit, selbst mit dem Ball zu gehen, ließ die gegnerische Defense vorsichtiger agieren. Und der Plan schien aufzugehen. Denn knapp sieben Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit führte Buchner seine Mannschaft zum ersten Touchdown. Letztlich war er es höchstpersönlich, der den Ball über die noch fehlenden 3 Yards in die Endzone trug.

Die Goldhelme waren urplötzlich im Spiel, und sie setzten nach. Noch im zweiten Viertel, zu spielen waren noch 32 Sekunden, fand Buchner seinen Runningback Kyren Williams mit einem 8 Yards Pass in der Endzone.

Dass die Hokies dann in den verbleibenden Sekunden noch in der Lage waren, mit einem Fieldgoal Punkte auf die Anzeigetafel zu bringen, zeigte: Die Defense der Irish konnte nicht an die zuletzt starken Spiele anknüpfen.

Wie dem auch sei, bei Halbzeit führte Notre Dame mit 14-13. Die Führung wechselte jedoch wieder Mitte des dritten Viertels, als die Hokies ein Fieldgoal erzielten und damit eine 2 Punkte Führung erzielten.

Die Irish antworteten mit ihrem dritten Touchdown der Partie. Erneut war es Kyren Williams, einmal mehr einer der Besten im Irish Trikot, der diesmal mit einem 10 Yards Lauf weitere Punkte für seine Mannschaft auf die Anzeigetafel brachte.

Erneut hatte also die Führung gewechselt. Und es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein. Denn kurz vor dem Ende des dritten Viertels leistete sich Tyler Buchner eine folgenschwere Interception. Der Ball wurde auf direktem Weg in die Endzone befördert und brachte Virginia Tech mit 22-21 erneut in Führung. Der Versuch einer Two-Point Conversion ging jedoch schief. Linebacker Bo Bauer konnte den Pass des Hokies Quarterback in der Endzone abfangen.

Unmittelbar danach wurden dann zum letzten Mal die Seiten gewechselt. Das Spiel stand jetzt auf des Messers Schneide. Die Defense der Gastgeber hatte sich inzwischen auf Tyler Buchner eingestellt, der zunehmend Probleme bekam, die Offense in Richtung Endzone zu führen. Dazu kam, dass er sich bei einer Aktion verletzte. Es sah aus, als wäre er mit dem Fuß umgeknickt.

Die Sorgenfalten bei Head Coach Brian Kelly vertieften sich. Aber zuerst musste er mit ansehen, wie die Hokies eine weitere Angriffsserie erfolgreich abschließen konnten. Ihr dritter Touchdown brachte sie dreidreiviertel Minuten vor dem Ende mit acht Punkten in Führung.

Wenig deutete jetzt noch darauf hin, dass den Irish die Wende gelingen sollte. Die waren zudem gezwungen, erneut den Quarterback zu wechseln. Und zur Überraschung aller war es Jack Coan, der die Wende zum Guten bewerkstelligen sollte. Eine weitere Überraschung war, dass die Defense der Hokies, die zu Beginn des Spiels mit ihrer Aggressivität gegen den Stamm Spielmacher erfolgreich war, jetzt wesentlich zurückhaltender auftrat. Möglich, dass einfach die Kraft fehlte.

Wie dem auch sei, Coan hatte jetzt die Zeit die er brauchte, um seine Pässe an den Mann zu bringen. Und genau das tat er. Auf Höhe der eigenen 25 Yard Linie gestartet führte er seine Mannschaft mit tollen Pässen in anderthalb Minuten bis in die Endzone. Den Touchdown Pass zum Anschluss schaffte Wide Receiver Avery Davis (4 Yards). Das war jedoch erst die halbe Miete. Denn zum Ausgleich fehlten noch zwei Punkte. Also musste eine Two-Point Conversion her. Aber auch die war erfolgreich, als Coan relativ lange nach einer Anspielstation in der Endzone suchen musste, die aber in Kevin Austin fand, der sich mustergültig freigelaufen hatte.

Zu Spielen waren noch knapp zweieinhalb Minuten. Das Spiel stand 29-29 unentschieden. Aber jetzt waren die Hokies wieder in Ballbesitz. Das bedeutete, die Defense der Goldhelme war gefordert, Punkte zu verhindern - und im Idealfall den Ballbesitz zurück zu holen. Offenbar beflügelt vom Aufschwung der Offense schafften es die Mannen von Defensive Coordinator Marcus Freeman, ein First Down der Gastgeber zu verhindern. Die waren gezwungen zu punten. Zu spielen waren da noch eine Minute und 59 Sekunden.

Jack Coan war mit seiner Offense zurück auf dem Feld. Erneut startete er an der eigenen 25 Yard Linie. Und erneut war er in der Lage, gegen eine müde gewordene Defense der Hokies, Raumgewinn zu erzielen. So standen die Goldhelme 22 Sekunden vor Schluss an der gegnerischen 30 Yard Linie. Es wurde also Zeit für den Kicker der Irish, seine Mannschaft unmittelbar vor Schluss wieder in Führung zu bringen. Die Distanz betrug 48 Yards. Es war also kein Selbstläufer für ihn. Dazu kam, dass "Fans" auf den Rängen versuchten, ihn mit Laserpistolen zu blenden. Head Coach Brian Kelly machte die Unparteiischen darauf aufmerksam.

Aber um es kurz zu machen, Jonathan Doerer machte es auch kurz. Sicher platzierte er den Ball zwischen die vertikalen Torstangen.

Die verbleibende Spielzeit, Virginia Tech startete auf Höhe der eigenen 18 Yard Linie, war mit 13 Sekunden zu kurz, um das Spiel ein weiteres Mal zu wenden.

Kurze Zeit später sah man auf Seiten der Irish nur noch glückliche Gesichter. Glücklich, weil sie dem Hexenkessel von Blacksburg einmal mehr mit einem Erfolg entkommen waren.

Fazit und Ausblick

Am Ende hatte Irish Offensive Coordinator Tommy Rees alles richtig gemacht. Die Irish hatten glücklich gewonnen. Was allerdings auf Seiten der Goldhelme besonders zu erwähnen ist: Mit 180 Yards durch Laufspiel hatten sie bei weitem das beste Ergebnis in der aktuelle Saison erzielt. Runningback Kyren Williams steuerte 81 Yards bei. Und die 67 Yards, die Quarterback Tyler Buchner erlaufen konnte, trugen ebenfalls maßgeblich zu dem tollen Ergebnis bei. Auf der anderen Seite des Balles verdient Cornerback Tariq Bracy Erwähnung. Er schaffte im dritten Viertel eine Interception. Erwähnenswert auch der Quarterback Sack von Defensive End Isaiah Foskey.

Jetzt heißt es bei den Goldhelmen erst einmal durchschnaufen. Am nächsten Wochenende hat die Mannschaft spielfrei. Etliche Akteure haben jetzt die Gelegenheit, Wehwehchen auszukurieren - darunter übrigens auch Tight End Michael Mayer, der gegen die Hokies schmerzlich vermisst wurde.

In zwei Wochen kommt es dann zu dem ewig jungen Duell der Irish mit den USC Trojans, die aus dem sonnigen Kalifornien anreisen. Das Spiel findet übrigens erneut unter Flutlicht statt.

Spielstatistik

 Virginia TechNotre Dame
First Downs2121
- durch Lauf89
- durch Pass1110
- durch Penalty22
Anzahl Laufspielzüge3743
Brutto-Raumgewinn durch Laufspielzüge153192
Raumverlust durch Laufspielzüge1912
Netto-Raumgewinn durch Laufspielzüge134180
Yards Raumgewinn pro Lauf3,64,2
Raumgewinn durch Pass-Spielzüge187221
Anzahl Pass-Spielzüge3426
Vollständige Pässe1715
Komplettierungsrate50,0%57,7%
Interceptions12
Yards Raumgewinn pro Passversuch5,58,5
Anzahl Spielzüge7169
Raumgewinn gesamt321401
Yards Raumgewinn pro Spielzug4,55,8
Fumbles2, verloren: 10
Strafen (Yards)5 (40 yards)7 (70 yards)
Ballbesitz31:2428:36

Individual-Statistik

Nr.NameTACKLETFL/Yds, Sack/YdsInt/YdsPBU
BLK
QBHFF
FR
27J.D. Bertrand10
(5 + 5)
0,5 / 1
 
  
 
  
 
6Clarence Lewis6
(6 + 0)
 
 
  
 
  
 
7Isaiah Foskey6
(4 + 2)
1,5 / 10
1,0 / 10
  
 
1 
1
40Drew White6
(3 + 3)
2,0 / 3
 
  
 
1 
 
57Jayson Ademilola6
(1 + 5)
 
 
  
 
  
 
14Kyle Hamilton5
(1 + 4)
 
 
 1
 
  
 
41Kurt Hinish5
(1 + 4)
1,5 / 3
 
  
 
1 
 
28Tariq Bracy5
(1 + 4)
 
 
1 
 
  
 
2DJ Brown4
(0 + 4)
 
 
  
 
  
 
3Houston Griffith3
(3 + 0)
 
 
  
 
  
 
95Myron Tagovailoa-Amosa3
(2 + 1)
1,0 / 3
 
  
 
2 
 
99Rylie Mills3
(1 + 2)
 
 
  
 
1 
 
26Xavier Watts3
(1 + 2)
 
 
  
 
  
 
5Cam Hart2
(1 + 1)
 
 
  
 
  
 
9Justin Ademilola2
(1 + 1)
0,5 / 2
 
  
 
  
 
52Bo Bauer2
(1 + 1)
 
 
  
 
  
 
24Jack Kiser2
(0 + 2)
 
 
  
 
  
 
76Joe Alt1
(1 + 0)
 
 
  
 
  
 
31NaNa Osafo-Mensah1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
38Davis Sherwood1
(0 + 1)
 
 
  
 
  
 
10Isaiah Pryor1
(0 + 1)
 
 
  
 
1 
 
Nr.NameLäufeYards BruttoYards MinusYards NettoAVGLongTD
23Kyren Williams1981 814,3101
12Tyler Buchner1267 675,6111
22Logan Diggs629 294,810 
25Chris Tyree314 144,76 
17Jack Coan3112-11-3,71 
Nr.NameCatchesYardsAVGTDLong
23Kyren Williams5265,218
4Kevin Austin37023,3 46
3Avery Davis36421,3137
0Braden Lenzy23115,5 20
85George Takacs11515,0 15
22Logan Diggs11515,0 15
Nr.NameATTCOMPRATEINTYARDSTDLONGSACK
12Tyler Buchner14642,92113146 
17Jack Coan12975,0 1081232
Nr.NameAnzahlYARDSLONGIN 20TB
19Jay Bramblett62935521
Keine Daten gefunden
Keine Daten gefunden
Nr.NameAnzahlYardsLongTD
28Tariq Bracy1   
Nr.NameTDPATCONVFGSAFPunkte
23Kyren Williams2    12
12Tyler Buchner1    6
3Avery Davis1    6
39Jonathan Doerer 3 1 6
4Kevin Austin  1  2

Interessantes

2022: 21 Neuzugänge
2023: 5 Neuzugänge
Ergebnis-Datenbank

Übersicht Spiele

NOTRE DAME 2021
(5 - 1)
Florida State
S
41
-
38
Toledo
S
32
-
29
Purdue
S
27
-
13
Wisconsin
S
41
-
13
Cincinnati
N
13
-
24
Virginia Tech
S
32
-
29
USC
heim
23.10.2021
North Carolina
heim
30.10.2021
Navy
heim
06.11.2021
Virginia
ausw
13.11.2021
Georgia Tech
heim
20.11.2021
Stanford
ausw
27.11.2021

NOTRE DAME 2020
(10 - 2)
Duke
S
27
-
13
South Florida
S
52
-
0
Florida State
S
42
-
26
Louisville
S
12
-
7
Pittsburgh
S
45
-
3
Georgia Tech
S
31
-
13
Clemson
S
47
-
40
Boston College
S
45
-
31
North Carolina
S
31
-
17
Syracuse
S
45
-
21
Clemson
N
10
-
34
Alabama
N
14
-
31

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